Freitag, 08. März 2019Der Tag bei n-tv

Heute mit Sebastian Huld und Michael Bauer
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 8. März 2019

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Wie in Berlin gingen weltweit viele Menschen auf die Straße um für Gleichberechtigung zu protestieren.

(Foto: www.imago-images.de)

So langsam klingt der Frauentag aus. Die wichtigste Nachricht heute war wohl die der EU, Großbritannien Zugeständnisse für die Brexit-Gespräche machen zu wollen. Derweil dauert die Suche nach der vermissten Berlinerin Rebecca weiter an.

Und das war heute sonst noch wichtig:

  • Erstmals begeht Berlin den Frauentag als Feiertag. Tausende Menschen nutzen das, um auf die Straße zu gehen und für die Gleichstellung von Mann und Frau zu demonstrieren, auch in den Parlamenten. Laut einer Studie ist es jedoch noch ein langer Weg dorthin.
  • Wegen Geheimnisverrats saß die ehemalige US-Soldatin Chelsea Manning jahrelang im Gefängnis, bis Präsident Obama sie 2017 begnadigte. Nun wird sie erneut verhaftet, weil sie sich weigert, in einem Prozess um Wikileaks-Gründer Julian Assange auszusagen.
  • Seinen größten Erfolg als Schauspieler erlebt Jan-Michael Vincent am Steuerknüppel eines TV-Hubschraubers. Die Rolle macht ihn zum Star und wird doch sein Verhängnis. Er verfällt Drogen und Alkohol und verschwindet aus der Öffentlichkeit.
  • Im US-Fußball sind die Frauen wesentlich erfolgreicher als die Männer. Trotzdem werden sie vom nationalen Verband schlechter bezahlt und behandelt. Dagegen ziehen nun 28 Spielerinnen vor Gericht.

Das soll es für heute gewesen sein. "Der Tag" kehrt am Montag zurück. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Nacht!

22:05 Uhr

Uralter Istanbuler Tempel wird zum "Open-Air-Museum"

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Vorher ...

(Foto: www.imago-images.de)

Wie man Klassik und Moderne sinnvoll vereinen kann, zeigt nun ein Beispiel aus der Türkei. Die Tempelanlage Göbekli Tepe ist für Touristen nun umfassend zugänglich. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan weihte die mehr als 11.000 Jahre alte Stätte als "Open-Air-Museum" ein. Die sichtbarste Verbesserung sind 4000 Quadratmeter große Schutzdächer über der Ausgrabung. Sie wurden von deutschen Archäologen mit entworfen und von der EU finanziert.

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Nachher ...

Göbekli Tepe gilt als eine der ältesten Tempelstätten der Welt und war 2018 in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen worden. Die Dächer erlauben nicht nur besseren Zugang zur Grabung, die seit den 1990er Jahren vom Deutschen Archäologischen Institut vorangetrieben wird, sondern schützen auch die Monumente vor den harschen Wetterbedingungen in der Gegend.

21:33 Uhr

Forscher entdecken wohl neue Killerwal-Spezies

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Type D

(Foto: imago/robertharding)

Sie denken jetzt sicher: Moment mal, der sieht aus wie Free Willy, als ein "normaler" Orka oder auch Killerwal genannt. Dem ist aber nicht so. Der Wal auf dem Bild hat den schönen Namen "Type D". Wie die Wetter- und Ozeanografie­behörde der Vereinigten Staaten berichtet wurde der neue Wal von einem internationalen Forscherteam vor der Küste von Chile entdeckt. Dabei konnten sie auch erstmals Proben nehmen.

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Oben: Killerwal. Unten: Type D.

(Foto: NOAA Fisheries/Uko Gorter)

Diese werden nun endgültig darüber aufklären, ob der Wal wirklich eine neue Art darstellt. Im Gegensatz zum Killerwal hat "Type D" einen runderen Kopf und eine andere Körperform sowie eine leicht veränderte Zeichnung.

21:05 Uhr

Maradona erkennt drei weitere Kinder an

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Daddy Cool - bald achtfacher Vater Diego Armando Maradona.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Fünf Kinder hat der argentinische Ex-Fußballstar Diego Maradona bereits, drei weitere sollen jetzt hinzukommen. Aber nicht durch Adoption. Sein Anwalt Matías Morla sagte dem Fernsehsender Canal Trece, er stehe in Kontakt mit drei Kindern, die Maradona in Kuba habe. Bislang habe der 58-Jährige die Vaterschaft noch nicht offiziell anerkannt, er werde jedoch "die Verantwortung übernehmen". Dem Anwalt zufolge stammen die Kinder von zwei Müttern.

Mit der Anerkennung der Vaterschaft würde Maradonas offizielle Kinderschar auf acht anwachsen. Maradonas erwachsene Tochter Giannina reagierte auf die Ankündigung mit einem ironischen Kommentar auf Instagram: "Es fehlen nur noch drei für eine Mannschaft von elf. Na los, das schaffst du!"

20:39 Uhr

Schon wieder: Trumps Kommunikationsdirektor tritt zurück

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Bill Shine im Schatten des US-Präsidenten.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In zwei Jahren sind bereits fünf Kommunikationsdirektoren des amtierenden US-Präsidenten zurückgetreten. Bill Shine bleibt Donald Trump allerdings erhalten. Er wird künftig als hochrangiger Berater für das Wahlkampfteam von Trump arbeiten, sagte Sprecherin Sarah Sanders.

Nach ihren Angaben hatte der 55-Jährige seinen Rücktritt am Vortag eingereicht. Trump habe Shines Entscheidung akzeptiert. Der frühere Ko-Direktor des überaus Trump-freundlichen Fernsehsenders Fox News erklärte, seine Tätigkeit für den Präsidenten im Weißen Haus sei "die lohnendste Erfahrung seines gesamten Lebens" gewesen.

20:34 Uhr

EMMA

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(Foto: picture alliance / Henning Kaise)

Alice Schwarzer ist das Gesicht der Frauenrechtler in Deutschland. Seit 1977 gibt sie die feministische Zeitschrift "EMMA" heraus. Das Buch "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen" ebnete ihr dafür den Weg. Darin fordert sie freie Sexualität ohne Machtverhältnisse.

Abschließend zum Frauentag kann ich Ihnen den Podcast mit meinen Kollegen empfehlen, der sich um das Thema "Powerfrauen" dreht:

*Datenschutz

 

20:03 Uhr

Warum Wikipedia bald für einen Tag abgeschaltet wird

*Datenschutz

Die größte Enzyklopädie macht bald dicht - zumindest für einen Tag. Am 21. März wird das Portal für alle Nutzer nicht verfügbar sein, kündigte Thomas Planinger auf Twitter. Er ist Auto, Wikipedia-Administrator und Vorstandsmitglied für Wikipedia Österreich. Auslöser ist die geplante EU-Urheberrechtsreform.

"Eine Vorwarnung an alle Nutzerinnen und Nutzer der Wikipedia: Am 21. März 2019 wird die deutschsprachige Wikipedia für 24 Stunden aus Protest gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform nicht erreichbar sein. Dieser Protest wurde von den Autoren der Wikipedia beschlossen", schreibt Planinger.

Hier können Sie mehr dazu lesen.

19:37 Uhr

Neue Streamingapp soll Netflix verdrängen

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Meg Whitman

(Foto: imago/ZUMA Press)

An Ambitionen mangelt es der langjährigen Chefin von Ebay und Hewlett-Packard, Meg Whitman, nicht. Sie will das Video-Streaming neu erfinden. "In zehn Jahren werden wir zurückschauen und sagen: Erst kam die Ära des Kinos, dann die Ära des Fernsehens - und dann kam Quibi", sagte sie dem "Handelsblatt".

  • Quibi steht für "Quick Bites" oder "schnelle Happen" und ist der Name ihrer Firma, die bereits eine Milliarde Dollar von Investoren wie dem Technologiekonzern Alibaba und Filmstudios wie Walt Disney, 21st Century Fox und Time Warner eingesammelt hat. Die Idee ist, hochwertige Serien in Folgen von höchstens zehn Minuten Länge zu produzieren.
  • Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio, Regisseur Antoine Fuqua und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro haben bereits zugesagt, Inhalte für Quibi zu produzieren.
  • Der Service soll Ende des ersten Quartals 2020 in Nordamerika starten. Die Abopreise sollen bei fünf Dollar monatlich mit Werbung und acht Dollar ohne Werbung liegen. In ein bis zwei Jahren soll laut "Handelsblatt" auch Deutschland an der Reihe sein.
18:55 Uhr

"Airwolf"-Schauspieler Jan-Michael Vincent ist tot

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Mit der Serie über den Kampfhubschrauber "Airwolf" wurde Jan-Michael Vincent in den 80er-Jahren zum Star. Nun ist er tot. Wie das Portal "TMZ" berichtet, soll der Schauspieler bereits am 10 Februar nach einem Herzstillstand im Alter von 74 Jahren gestorben sein.

Vincent war zu seinen Glanzzeiten einer der bestbezahlten Darsteller Hollywoods. Für eine Folge soll er rund 200.000 Dollar erhalten haben. Neben seiner Serienrolle spielte er in Filmen wie "Hooper" oder "Hard County".

Hier lesen mehr dazu.

18:25 Uhr

Ex-"Miss Teen Universe" stirbt nach Herzinfarkt

Die ehemalige "Miss Teen Universe", Lotte van Zee, ist nach einem Herzstillstand beim Skiurlaub im österreichischen Westendorf gestorben. Die Niederländerin wurde 19 Jahre alt.

"Unsere Perle, unser Ein und Alles starb am Mittwochabend, 6. März um 22.47 Uhr. Es ist unglaublich surreal, dass unsere geliebte Lotte nicht mehr unter uns ist. Unsere Herzen sind gebrochen", schreiben ihre Eltern unter einem Instagram-Post und bedankten sich für die Unterstützung und "herzerwärmenden Nachrichten".

*Datenschutz

 

18:30 Uhr

Unterum und obenrum frei

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Margarete Stokowski

(Foto: picture alliance/dpa)

Margarete Stokowski ist mehr oder weniger das deutsche Pendant zu Laurie Penny. Ihr Buch "Untenrum frei" handelt von Macht, sexuellen Unterdrückungsmechanismen und Rollenbildern der Frau. "Wir können untenrum nicht frei sein, wenn wir obenrum nicht frei sind. Und andersrum", so die These der 32-Jährigen.

18:02 Uhr

Diebe röntgen Pakete und klauen 30 Luxus-Uhren

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(Foto: imago stock&people)

Zwei Mitarbeiter eines Logistikunternehmens am Flughafen Köln-Bonn haben Luxusuhren im Wert von 170.000 Euro aus Paketen gestohlen. Die beiden 32-Jährigen wurden nach dem Diebstahl einer Rolex-Uhr festgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen hatten die Diebe fünf Monate lang Pakete nach Luxusuhren und anderen Waren durchsucht. Dafür benutzten sie das Röntgengerät der Firma - eigentlich zur Sichtung möglicher gefährlicher Päckchen gedacht. Das Unternehmen selbst war den Tätern auf die Spur gekommen, da die Diebstähle immer dann begangen wurden, wenn beide zusammen arbeiteten. In den Wohnungen der Männer fanden die Beamten Bargeld sowie 30 Uhren.

17:54 Uhr

Vom "Fleischmarkt" zu "Unausprechlichen Dingen"

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Laurie Penny

(Foto: picture alliance / Guillem Lopez)

Laurie Penny gilt als eine der wichtigsten jungen Feministinnen der Gegenwart. Sie wurde mit Werken wie "Meat Market" und "Unspeakable Things" bekannt. Darin geht es vor allem um die Kontrolle des Frauenkörpers, die Idealisierung von Liebe und sexuelle Unterdrückung.

17:38 Uhr

Wertsachen von Romy Schneider werden versteigert

Als Kaiserin "Sissi" erlangte Schauspielerin Romy Schneider Weltruhm. Nun werden Stücke aus ihrem Nachlass versteigert.

  • Eine Kommode, ein Schminktisch, Handtaschen und Besteck - etwa 50 Gegenstände aus dem Besitz der Schauspielerin Romy Schneider (1938-1982) kommen im niederbayerischen Landshut unter den Hammer.
  • Eine Erbengemeinschaft, die anonym bleiben wolle, habe die Sammlung zur Versteigerung an das Auktionhaus gegeben. Fotos belegen, dass etwa ein angebotener Spiegel neben dem Bett der Schauspielerin hing.
17:02 Uhr

Halbnackte Frauen zerlegen Sichtschutz auf Reeperbahn

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"No walls between women" prangt auf den Körpern der Feministinnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Frauentag wird allerorten demonstriert - auch in Hamburg. Mit nacktem Oberkörper und schwerem Gerät haben mehrere Aktivistinnen auf der Reeperbahn einen Sichtschutz abmontiert.

Mit der Aktion will die Organisation Femen "die sexuelle Ausbeutung von Frauen, Menschenhandel und sexuelle Gewalt anprangern, die sich hinter den Toren und Türen der Sexindustrie versteckt", wie die Gruppe via Facebook mitteilte. Die Metallwand an der Herbertstraße ist Sichtschutz und Barriere zugleich. Für Frauen und Unter-18-Jährige ist der Zutritt der etwa 100 Meter langen Straße verboten.

16:44 Uhr

Brexit könnte Klassenfahrten nach England erschweren

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Lovely London

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Liebe Lehrer, aufgepasst, wohin die nächste Klassenfahrt geht: Ein harter Brexit könnte nach Angaben der Landesregierung Klassenfahrten nach Großbritannien und den Schüleraustausch erschweren. Ein Problem sind die dann geltenden strengeren Visa-Regeln, sagte die hessische Europa-Ministerin Lucia Puttrich. So falle ein EU-Formular weg, das bislang Kindern, zum Beispiel aus Asylbewerber-Familien, die visumfreie Einreise nach Großbritannien ermöglicht habe. "Künftig ist das nicht mehr so", sagte Puttrich.

Klassenfahrten müssten deshalb früher geplant werden, um Visa für Kinder aus Drittstaaten zu beantragen. Aus Sorge vor Mehraufwand hätten einige Schulen bereits Partnerschaften mit britischen Schulen beendet.

16:31 Uhr

"Man ist nicht als Frau geboren, man wird es"

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Simone de Beauvoir

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Größe der feministischen Literatur ist Simone de Beauvoir (1908 - 1968). Die französische Schriftstellerin ist vor allem durch ihr Werk "Das andere Geschlecht" (1949) bekannt. Dabei wird oft ein Satz daraus zitiert:"Man ist nicht als Frau geboren, man wird es." Damit wollte sie sagen, dass Frausein keine biologische, sondern eine soziale Tatsache ist.

16:07 Uhr

23-Jähriger verwandelt Supermarkt in Motorrad-Parcours

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Motorräder gehören nach draußen.

(Foto: www.imago-images.de)

Immerhin hat er gefragt, ein Nein konnte er dann allerdings nicht akzeptieren:

  • In Marschacht etwa 30 Kilometer südöstlich von Hamburg ist ein 23-Jähriger mit einem Bike durch die Regalreihen eines Discounters gefahren.
  • Der Mann habe zunächst einen Supermarkt-Mitarbeiter gefragt, ob er durch das Geschäft fahren dürfe, teilte die Polizei mit. Das lehnte der Angestellte ab, doch der Mann gab Gas und steuerte sein Motorrad einmal durch die Regalreihen. Danach fuhr er zu einer Bushaltestelle und sprang in einen Bus.
  • Der 23-Jährige, der das Motorrad einem Bekannten entwendet hatte, ließ es an der Haltestelle stehen. Gegen den Mann wird nun wegen mehrerer Delikte ermittelt - auch weil er gar keinen Motorradführerschein hat.
15:35 Uhr

"And ain't I a woman?!"

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Hillary Clinton, Nancy Pelosi und Sheila Jackson Lee enthüllen eine Büste von Sojourner Truth in der Emancipation Hall im US-Kapitol.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Sojourner Truth war die erste schwarze Aktivistin, die Sklaven- Frauenrechte miteinander verband. Die Abschaffung der Sklaverei und das Frauenwahlrecht brachte sie entscheidend voran. Bekannt wurde sie auch durch ihre Rede "And ain't I a woman?!". Truth wurde 1797 geboren und starb 1883.

15:11 Uhr

Große Drogenrazzia in NRW führt zu mehreren Festnahmen

Mit mehreren Großeinsätzen ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Drogenszene vorgegangen. In Städten wie Dortmund und Lünen sowie in den Niederlanden durchsuchten die Ermittler 25 Wohnungen, eine Gaststätte sowie 30 Fahrzeuge.

  • Neun Tatverdächtige, die zum Teil sogenannten Clans zugeordnet werden, wurden festgenommen. Auch im Sauerland ging die Polizei mit einer Razzia gegen Drogenkriminelle vor. Neben den neun Festgenommenen wurden sieben weitere Verdächtige vorübergehend in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt.
  • Ein Polizist wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem nicht geringe Mengen Kokain und Marihuana, mehr als 70 Mobiltelefone, Speichermedien, hochwertige Uhren sowie mehr als 300.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.
15:38 Uhr

Tausende ultraorthodoxe Juden attackieren Frauen

Tausende ultraorthodoxe Männer haben an der Jerusalemer Klagemauer eine Gruppe liberaler Jüdinnen angegriffen, die dort für gleiche Rechte kämpfen wollten.

  • Die Gruppe "Frauen der Klagemauer" wurde nach eigenen Angaben während eines Gebets an einer der wichtigsten heiligen Stätten des Judentums von den vorwiegend jungen Strenggläubigen attackiert.
  • Die israelische Polizei sprach von "Reibereien" und "Beschimpfungen", die rivalisierenden Gruppen seien getrennt worden. Ein 20-Jähriger wurde nach einem Angriff auf einen Polizisten festgenommen.
  • Die "Frauen der Klagemauer" fordern seit 30 Jahren gleichen Zugang für beide Geschlechter zu religiösen Ritualen an der Stätte. So sollen auch Frauen dort Gebete leiten, Gebetsschals tragen und Torah-Schriftrollen berühren dürfen. Damit zieht die Gruppe sich den Zorn strenggläubiger Juden zu, die an der Geschlechtertrennung an der Klagemauer festhalten wollen.
14:49 Uhr

Die französische Revolutionärin Olympe de Gouges

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Olympe de Gouges war eine der ersten europäischen Kämpferinnen für Gleichberechtigung.

  • Die französische Revolutionärin verfasste 1791 die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Ihre Schrift war eine Antwort auf die "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" von 1789, in der Frauen keine Berücksichtigung fanden.
  • In ihrem Text steht folgender wichtiger Satz: "Die Frau ist frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten."
14:29 Uhr

Pornofilme als Kamelle - Karnevalist muss Bußgeld zahlen

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Helau und Alaaf - solange es bei Bonbons und Süßigkeiten bleibt.

(Foto: www.imago-images.de)

"De Zuch kütt", sagen meine Kollegen in Köln ja gerne und auch wenn Aschermittwoch zwei Tage zurückliegt, gibt es offenbar noch einige aus der närrischen Zeit aufzuarbeiten.  

  • Weil beim Rosenmontagszug in Wülfrath bei Wuppertal Porno- und Horrorfilme als Kamelle verteilt worden sind, verhängt die Stadt ein Bußgeld.
  • Das Bußgeld werde gegen einen Zugteilnehmer wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz verhängt, weil die Filme auch Kindern zugänglich gemacht worden seien. Die Höhe des Bußgelds wurde nicht genannt.
  • Der Karnevalist habe ausgeführt, dass er für das Wurfmaterial einen Restposten von 400 DVDs erworben habe. Er könne leider nicht ausschließen, dass darunter auch anstößige Filme gewesen seien, die nur für Erwachsene freigegeben waren. Er habe das Bußgeld akzeptiert.
14:16 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Sebastian Huld weilt schon im Feierabend, ich übernehme. Mein Name ist Michael Bauer und bis in den späten Abend versorge ich Sie mit Meldungen aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen können Sie mir unter michael.bauer[at]nama.de eine E-Mail schreiben.

Der Weltfrauentag bleibt natürlich ein Thema. Ich werde Ihnen daher im Laufe des Tages berühmte Feministinnen vorstellen. Wie es überhaupt zum Frauentag kam, möchte ich Ihnen daher nicht vorenthalten:

  • Die Idee kommt aus Amerika, der entscheidende Anstoß aus Deutschland. In den USA gründeten Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas (SPA) 1908 ein Nationales Frauenkomitee, um einen besonderen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht einzuführen.
  • Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin machte zwei Jahre später auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen gegen den Willen ihrer männlichen Parteikollegen den Vorschlag, einen solchen Tag zu initiieren -allerdings ohne ein bestimmtes Datum.
  • Der erste Frauentag fand dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz statt. Seit 1921 gilt der 8. März als Internationaler Frauentag.
14:01 Uhr

Tausende gehen gegen Algeriens Staatschef auf die Straße

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Volle Straßen in Algier

(Foto: www.imago-images.de)

Trotz eines starken Sicherheitsaufgebots sind in Algerien erneut Tausende Menschen gegen Präsident Abdelaziz Bouteflika auf die Straße gezogen. In der Hauptstadt Algier strömten die Demonstranten zu zentralen Straßen und Plätzen. Sie verlangten, dass der altersschwache Staatschef auf seine Kandidatur bei der Präsidentenwahl im April verzichtet. In Sprechchören forderten sie zudem den "Sturz des Regimes". Getragen werden die Proteste vor allem von Studenten. Die Opposition unterstützt die Demonstrationen.

Algeriens Regierung hatte zuvor die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Am Morgen fuhren Dutzende Mannschaftswagen der Polizei in der Hauptstadt auf. Sicherheitskräfte versuchten mit Menschenketten, Straßen abzusperren. Am Himmel waren Hubschrauber zu sehen. Metro und Straßenbahnen stellten ihren Verkehr ein, sodass sich die Demonstranten zu Fuß auf den Weg machen mussten.  Bereits seit Ende Februar kommt es immer wieder zu Demonstrationen gegen die erneute Kandidatur des Staatschefs bei der Wahl am 18. April.

13:52 Uhr

100 Millionen Babys wegen falschen Geschlechts abgetrieben

So lautet zumindest eine Schätzung, weil in vielen Ländern Jungen immer noch deutlich mehr gelten als Mädchen.

 

Quelle: Amnesty International

13:46 Uhr

Orbán prüft Austritt aus Europäischer Volkspartei

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Die EVP wendet sich zunehmend von Orban ab.

(Foto: REUTERS)

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erwägt einen freiwilligen Austritt seiner rechtsgerichteten Fidesz-Partei aus der Europäischen Volkspartei (EVP). Sollte seine Partei aus der konservativen europäischen Parteienfamilie ausscheiden, würde er zunächst mit Polens rechtsnationaler Regierungspartei PiS über eine künftige Zusammenarbeit beraten, sagte Orbán. Die EVP diskutiert derzeit über einen Ausschluss von Fidesz, wegen deren Kampagne gegen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Mit einem freiwilligen Rückzug könnte die Fidesz einem Ausschluss aus der EVP zuvorkommen. Orbán sagte, er würde es bevorzugen, die EVP von innen "zu restrukturieren und zu reformieren" und dabei den "gegen Einwanderung gerichteten Kräften" mehr Raum zu geben. Die Fidesz könne auf europäischer Ebene allerdings auch "etwas Neues beginnen".

*Datenschutz

13:39 Uhr

Zwei Frauen sind unter 20 reichsten Menschen der Welt

Und zwar auf Platz 15 Francoise Bettencourt Meyers, Erbin des L'Oreal-Konzerns mit 49,3 Milliarden Dollar, und auf Platz 17 Alice Walton, Tochter des Walmart-Gründers Sam Walton mit 44,4 Milliarden Dollar.

Quelle: Forbes

13:32 Uhr

25 in einem Lkw versteckte Menschen bei Unfall getötet

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Mittelamerikanische Migranten in Texas

(Foto: REUTERS)

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Mexiko sind mindestens 25 zentralamerikanische Migranten ums Leben gekommen. 32 weitere Menschen wurden bei dem Unglück am Abend (Ortszeit) im südlichen Bundesstaat Chiapas verletzt, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Demnach kam der Lastwagen, der die Migranten transportierte, nahe der Ortschaft Francisco Sarabia von der Straße ab und überschlug sich.

Aus den von Armut und Gewalt geprägten zentralamerikanischen Staaten Guatemala, El Salvador und Honduras machen sich jedes Jahr zahlreiche Migranten auf den Weg in Richtung USA. In dem Unfall-Lkw, einem Dreitonner, waren nach Schätzungen des örtlichen Roten Kreuzes 80 Menschen unterwegs. Es wurde befürchtet, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen werde.

13:19 Uhr

Unter jedem zehnten Astronautenhelm steckt eine Frau

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Außeneinsatz auf der ISS. Gefährlich? Ja. Männerdomäne? Nicht unbedingt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Insgesamt flogen laut Nasa bislang 59 Frauen ins All, darunter keine Deutsche.

 

Quelle: Spiegel Online

13:03 Uhr

Finanzminister soll 200 Millionen Dollar gestohlen haben

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Chang vor Gericht in Johannesburg

(Foto: AP)

Mosambiks früherer Finanzminister und sieben weitere Personen haben einer Anklage der US-Justiz zufolge im Rahmen eines Milliardenkredits 200 Millionen US-Dollar veruntreut. Die korrupten Regierungsvertreter, Geschäftsleute und Investmentbanker hätten sich mithilfe "dreister und internationaler krimineller Machenschaften" zu Lasten der Menschen in Mosambik bereichert, teilte das Justizministerium mit.

Ex-Finanzminister Manuel Chang und die Mitangeklagten hatten teils ohne Wissen von Parlament und Öffentlichkeit von 2013 bis 2016 Kredite im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar für staatliche Firmen arrangiert. Dabei sollen sie sich massiv bereichert - und Mosambiks Staatsfinanzen massiv erschüttert haben. Chang war Ende Dezember in Südafrika festgenommen worden. Die US-Justiz bemüht sich um seine Auslieferung.

12:50 Uhr

Plätze in Frauenhäusern reichen bei Weitem nicht

Dem Ausmaß der Gewalt gegen Frauen und der steigenden Zahl an Frauen, die das nicht hinnehmen, stehen seit Jahren nicht genug Frauenhäuser gegenüber. Die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (Zif) fordert seit Jahren eine bessere und zuverlässigere Finanzierung.

 

Quelle: Zif

12:37 Uhr

Mann fährt mit 4,7 Promille Schlangenlinien auf A44

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Der Promille-Wert des Mannes dürfte auch die Beamten beeindruckt haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 50 Jahre alter Autofahrer aus Mönchengladbach ist auf der Autobahn 44 in Düsseldorf mit 4,7 Promille Alkohol gestoppt worden. Der Mann sei extrem langsam und in Schlangenlinien über alle drei Fahrspuren unterwegs gewesen, berichtete die Autobahnpolizei.

Nachfolgende Fahrer hätten die Trunkenheitsfahrt nach hinten mit ihren Warnblinkanlagen abgesichert, bis die Polizei in Flughafennähe zugreifen konnte. Im Wagen des 50-Jährigen fanden die Beamten mehrere leere Schnapsflaschen. Führerschein und Auto wurden sichergestellt.

12:20 Uhr

Männliche Autoren werden öfter rezensiert

...nämlich zu zwei Dritteln.

Quelle: NDR

11:50 Uhr

Tochter von Hermann Göring in München beigesetzt

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Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg verurteilte Hermann Göring nach dem Krieg zum Tode. Vor der Vollstreckung tötete er sich im Oktober 1946 mit Zyankali.

(Foto: picture alliance / dpa)

Edda Göring, Tochter des NS-Kriegsverbrechers Hermann Göring, ist auf dem Münchner Waldfriedhof beerdigt worden. Sie sei bereits am 21. Dezember 2018 gestorben und schon vor etwa zwei Monaten beigesetzt worden, sagte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferates. Sie wurde 80 Jahre alt. Die Münchner "tz" hatte zuerst darüber berichtet. Demnach lebte Göring bis zu ihrem Tod im Münchner Stadtteil Lehel. Angeblich hatte sie verfügt, dass die Lage der Grabstelle nicht bekannt gegeben werden soll.

Hermann Göring spielte als rechte Hand Adolf Hitlers eine Schlüsselrolle beim Aufbau der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Er gab den Auftrag zur "Endlösung der Judenfrage". 1935 heiratete er die Schauspielerin Emmy Sonnemann. Daraus ging die Tochter hervor, die nach Benito Mussolinis Tochter Edda genannt wurde. Medien zufolge war Hitler Eddas Taufpate.

11:57 Uhr

Frauen laut Studie nur in sechs Ländern gleichberechtigt

Deutschland gehört laut Weltbank nicht dazu. Es sind Belgien, Dänemark, Frankreich, Lettland, Luxemburg und Schweden.

Quelle: CNN

11:39 Uhr

Viele Verletzte bei Busunglück in Thüringen

Bei einem Busunfall im thüringischen Altenburg sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Weitere 21 Insassen, drunter zahlreiche Schüler, wurden leicht verletzt, wie die Polizei in Gera mitteilte. Der Unfall ereignete sich am Morgen an einer Haltestelle. Ein zweiter Bus fuhr dort aus bisher unklarer Ursache auf einen ordnungsgemäß haltenden Bus auf.

Die Fahrerin des auffahrenden Fahrzeugs wurde dabei eingeklemmt und von den Rettungskräften schwer verletzt geborgen. Eine weitere Businsassin wurde ebenfalls schwerer verletzt. Der Unfallhergang war zunächst unklar.

11:30 Uhr

Nur jede zehnte Frau verdient mehr als 2000 Euro Netto

...aber 42 Prozent der Männer.

Quelle: Bundesfamilienministerium

11:24 Uhr

May fleht EU um Entgegenkommen bei Brexit an

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(Foto: picture alliance/dpa)

Heute in drei Wochen soll Großbritannien die EU verlassen. Eine Geschäftsgrundlage dafür ist weiterhin nicht absehbar. Die britische Regierungschefin Theresa May hat bisher keine Zugeständnisse bei der EU erreicht, die am Dienstag eine Zustimmung ihrer Regierungsfraktion zum Brexit-Vertrag wahrscheinlicher machen. Die Briten gehen also ohne Vertrag ("No Deal") oder bleiben noch etwas.

May appelliert an die EU, ihr entgegenzukommen. Die Entscheidungen der EU in den kommenden Tagen "werden einen großen Einfluss auf das Ergebnis der Abstimmung haben", heißt es in einer vorab veröffentlichten Rede vom Freitag. "Wir sind beide Teil dieses Prozesses. Es liegt im Interesse Europas, dass das Vereinigte Königreich mit einem Vertrag austritt."

*Datenschutz

11:15 Uhr

Nur einer von vier Professoren ist eine Frau

Dabei sind Studenten etwa zur Hälfte weiblich.

Quelle: Spiegel Online

20:17 Uhr

Ultraorthodoxe greifen betende Frauen an

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Die "Frauen der Mauer".

picture alliance / dpa

Die jüdische Gruppe "Frauen der Mauer" in Jerusalem begeht den Weltfrauentag mit einem Gebet an der heiligsten Stätte des Judentums. Dafür, dass Frauen auch hier die gleichen Rechte wie Männer haben, setzten sich die Aktivistinnen seit 30 Jahren ein. Für viele Ultraorthodoxe ist das eine Provokation.

 

Tausende ultraorthodoxe Männer haben an der Jerusalemer Klagemauer eine Gruppe liberaler Jüdinnen angegriffen, die dort für gleiche Rechte kämpfen wollten. Die Gruppe "Frauen der Mauer" wurde nach eigenen Angaben während eines Gebets an einer der wichtigsten heiligen Stätten des Judentums von den vorwiegend jungen Strenggläubigen attackiert. Die israelische Polizei sprach von "Reibereien" und "Beschimpfungen", die rivalisierenden Gruppen seien getrennt worden. Ein 20-Jähriger wurde nach einem Angriff auf einen Polizisten festgenommen.

Die "Frauen der Klagemauer" fordern seit 30 Jahren gleichen Zugang für beide Geschlechter zu religiösen Ritualen an der Stätte. So sollen auch Frauen dort Gebete leiten, Gebetsschals tragen und Torah-Schriftrollen berühren dürfen. Damit zieht die Gruppe sich den Zorn strenggläubiger Juden zu, die an der Geschlechtertrennung an der Klagemauer festhalten wollen.

Nach jahrelangem Streit hatte Israel Anfang 2018 mit dem Bau eines gemeinsamen Gebetsbereiches für Frauen und Männer an der Klagemauer begonnen. Anfang 2016 hatte die Regierung beschlossen, dass neben den getrennten Bereichen auch ein gemeinsamer Gebetsbereich eingerichtet werden solle. Dort sollten alle die gleichen Gebetsrechte haben. Doch aufgrund des Drucks ultra-orthodoxer Koalitionspartner war die Vereinbarung längere Zeit auf Eis gelegt geworden.

Auf Video-Aufnahmen der Zeitung "Haaretz" war zu sehen, wie sich aufgebrachte ultraorthodoxen Männer mit schwarzen Hüten den Weg durch die Menge der Gläubigen zu den Frauen bahnten. Eine AFP-Fotografin berichtete von jungen ultraorthodoxen Frauen, die sich dem Angriff anschlossen. Sie waren laut "Haaretz" eigens von religiösen Schulen aus dem Umland nach Jerusalem gefahren worden. 

Sicherheitskräfte mussten die liberalen Aktivistinnen in Sicherheit bringen. Die Polizei erklärte, die Frauen seien an einen entlegeneren Abschnitt der Klagemauer weitergezogen, der für nicht-orthodoxe Gottesdienste reserviert ist.

10:48 Uhr

Nur jedes fünfte Theater wird von Frau geleitet

Der Kulturbetrieb ist also kaum besser als Politik und Wirtschaft.

Quelle: Nachtkritik

10:32 Uhr

Frau liest Kleingedrucktes und gewinnt 10.000 Dollar

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"Ich lese das Kleingedruckte immer. Ich weiß, dass das etwas merkwürdig wirkt, aber ich habe gelernt, Verträge zu lesen, um mich nicht übers Ohr hauen zu lassen", sagte Donelan Andrews.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Lehrerin in den USA hat 10.000 Dollar (8.900 Euro) gewonnen, weil sie das Kleingedruckte ihres neuen Versicherungsvertrags bis zum Ende durchlas. Die 59-jährige Donelan Andrews aus dem Bundesstaat Georgia siegte damit laut US-Medienberichten in einem Wettbewerb, den die Versicherungsgesellschaft SquareMouth heimlich ausgelobt hatte. Das Unternehmen hatte einen Hinweis auf den Wettbewerb an den Schluss neuer Vertragsunterlagen gestellt, um fleißige Leser zu belohnen.

Andrews hatte für einen Urlaub mit Freunden in London eine Reiseversicherung des Internet-Anbieters Tin Leg, einem Tochterunternehmen von SquareMouth, erworben. Als der Vertrag bei der 59-Jährigen eintraf, studierte sie diesen bis zum letzten Satz - und der sorgte für eine Überraschung. "Wenn Sie bis hierher gelesen haben, sind Sie einer von sehr wenigen Kunden von Tin Leg, die die Versicherungspolice vollständig durchgehen", hieß es dort. Die Kundin wurde daraufhin eingeladen, sich zu melden und ihren Gewinn abzuholen.

10:01 Uhr

Barack Obama kommt nach Köln

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere US-Präsident Barack Obama kommt Anfang April nach Köln. Obama werde im Rahmen einer moderierten Unterhaltung Teil des sogenannten World Leadership Summit am 4. April in der Lanxess-Arena sein, teilten die Veranstalter mit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen demnach Fragen wie "Können einzelne Menschen die Welt verändern?" oder "Wer weist in Zeiten der Veränderung den Weg?".

Wer noch als Redner an der Veranstaltung teilnimmt, steht bisher nicht fest. Besucher müssen Preise zahlen, die es in sich haben. Das günstigste Ticket kostet 87,55 Euro - die weiteren Preiskategorien steigern sich dann von 122,05 Euro über 156,55 Euro bis zu den teuersten Tickets für 208,30 Euro.

09:59 Uhr

80 Prozent der Beziehungsmordopfer sind Frauen

Allein im Jahr 2017 wurden in Deutschland 147  Frauen von ihrem Partner getötet.

Quelle: Bundeskriminalamt

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09:37 Uhr

Finnlands Regierung tritt zurück

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Juha Sipilä

(Foto: picture alliance/dpa)

In Finnland tritt die Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Juha Sipilä zurück. Der Regierungschef werde den Rücktritt heute um 10.00 Uhr formell einreichen, kündigte das Präsidialbüro in Helsinki an.

Hintergrund ist das Scheitern eines Reformpakets im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die Rücktrittsankündigung erfolgt nur fünf Wochen vor den für den 14. April geplanten Parlamentswahlen in Finnland. Sipilä ist seit Mai 2015 im Amt.

09:37 Uhr

Jede vierte Frau hat Gewalterfahrungen mit einem (Ex-)Partner

Dazu zählt auch verbale Gewalt.

Quelle: Frauen gegen Gewalt e.V.

09:28 Uhr

Conchita Wurst macht jetzt Elektro und heißt "WURST"

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Diva ade: Der österreichische Künstler Tom Neuwirth, der hinter der Kunstfigur Conchita Wurst steckt, überrascht seine Fans mit einem völlig neuen Sound. Der 30-Jährige veröffentlichte in der Nacht den Song "Trash All the Glam" (übersetzt: "Wirf den ganzen Glamour in den Müll"). Statt powervoller Ballade wirkt das Lied härter und elektronischer.

Neuwirth nenne sich fortan "WURST", heißt es in einer Pressemitteilung. Auf Instagram zeigt er sich komplett in schwarzes Latex gehüllt. Die Verwandlung der divenhaften und bärtigen Kunstfigur, mit der Neuwirth 2014 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte, deutete sich schon länger an. Vor zwei Jahren sagte Neuwirth in einem "Welt"-Interview, er brauche Conchita nicht mehr und müsse sie töten. Immer wieder betonte er, die Figur solle männlicher werden.

09:14 Uhr

Mehrheit wünscht Frauentag als Feiertag

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Frauentagsdemo in Düsseldorf im Jahr 1980

(Foto: imago/Klaus Rose)

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist dafür, den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Danach würden 54 Prozent der Befragten gern dem Beispiel Berlins folgen, 34 Prozent sprachen sich dagegen aus. In der Hauptstadt ist der Frauentag an diesem Freitag zum ersten Mal Feiertag, als erstes Bundesland überhaupt hat Berlin diesen neuen arbeitsfreien Tag eingeführt.

08:57 Uhr

Porno-Darstellerin darf nicht über Trump-Affäre reden

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"Froh, dass ich standhaft geblieben bin und weitergekämpft habe", erklärt Daniels.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein US-Bundesrichter hat eine Klage von Pornostar Stormy Daniels gegen US-Präsident Donald Trump abgewiesen. Mit der Klage habe die Schauspielerin eine Vereinbarung kippen wollen, wonach sie nicht öffentlich über eine angebliche Affäre mit Trump sprechen dürfe. Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, wertet die richterliche Entscheidung dennoch als Sieg.

Der Richter in Los Angeles wies die Klage mit der Begründung zurück, die Schauspielerin habe bereits "genau das bekommen, was sie wollte", schrieb die "Los Angeles Times". Trump habe zuvor bereits zugesagt, die Geheimhaltungsvereinbarung nicht durchzusetzen. Clifford hatte nach eigener Aussage 2006 Sex mit Trump. Sein früherer Anwalt Cohen sagte jüngst, er habe im Auftrag Trumps Schweigegeld an den Pornostar gezahlt, um im Wahlkampf Schaden von Trump abzuwenden.

08:40 Uhr

Altersarmut trifft Frauen deutlich öfter als Männer

...als Folge ihres meist geringeren Einkommens.

Quelle: "Zeit-Online"

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08:22 Uhr

US-Polizist richtet Waffe auf unbewaffneten Schwarzen

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Die Polizei im US-Bundesstaat Colorado hat nach der Befragung eines Schwarzen, der vor seinem Haus Müll aufsammelte, eine interne Untersuchung eingeleitet. "Das ist ein extrem beunruhigender Fall, und wir nehmen das sehr ernst", sagte Polizeichef Greg Tesla mit Blick auf das Vorgehen der Beamten gegen den Schwarzen.

Ein Nachbar hatte den Vorfall vom 1. März gefilmt und das Video in sozialen Netzwerken geteilt. Zu sehen ist, wie der betroffene Schwarze von drei Polizisten konfrontiert wird, von denen einer seine Waffe zieht. Der Betroffene versichert den Beamten mehrfach, dass er in dem Gebäude wohne, lediglich Müll aufsammle und unbewaffnet sei. Zudem zeigt er seinen Ausweis.

08:15 Uhr

Frauen stehen in Formularen meist an zweiter Stelle

...bei Behördenvordrucken.

Quelle: n-tv.de

08:02 Uhr

Gabriel warnt in Debatte um AKK vor "Humorpolizei"

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Gabriel und AKK im November 2016

(Foto: picture alliance / Oliver Dietze)

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer gegen Kritik an ihrem Karnevalswitz zum dritten Geschlecht verteidigt. "Ich frage mich, ob wir vergessen haben, was der Begriff Narrenfreiheit heißt", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn wir jetzt anfangen im Fasching jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, dann wäre vor zehn, zwanzig Jahren die Hälfte der Politiker in Haft genommen worden."

Ob man den Witz gut oder schlecht finde, darüber könne man immer streiten, sagte der frühere Wirtschafts- und Außenminister. Er sei aber gegen eine öffentliche "Humorpolizei". Der Streit um Kramp-Karrenbauers Bemerkung sei eine typische elitäre Debatte zwischen Politik und Medien, die weit entfernt von der Lebenswirklichkeit der normalen Menschen sei und damit zur Entfremdung zwischen Parteien und Wählern beitrage, sagte Gabriel weiter. "Wir müssen ein superglückliches Land sein, dass wir uns über so etwas aufregen."

 

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*Datenschutz

07:50 Uhr

67 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit - Männer: 6 Prozent

...weil sie sich meist mehr um die Kinder und den Haushalt kümmern.

Quelle: DEVK

07:43 Uhr

Ältestes Tätowier-Werkzeug der Welt kommt aus Tonga

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Der Tätowier-Kamm

(Foto: picture alliance/dpa)

Das vermutlich älteste Tätowier-Werkzeug der Welt kommt aus dem Pazifikstaat Tonga. Das Set aus vier Kämmen ist nach Untersuchungen mit der Radiokarbon-Methode (C14) etwa 2700 Jahre alt, wie Forscher der Australian National University (ANU) im "Journal of Island and Coastal Archaeology" berichten. Vermutet wird, dass zwei Kämme aus Vogelknochen hergestellt wurden und die anderen beiden Kämme aus Menschenknochen.

Tonga ist ein Königreich im Südpazifik aus mehr als 170 Inseln. Das Werkzeug wurde bereits 1963 auf der Hauptinsel Tongatapu entdeckt, galt aber bisher als nicht so alt. In der Pazifik-Region wird bis heute noch nach alter Weise tätowiert: mit Tätowierkamm und Holzstab. Mit Stab und Kamm wird die Tinte praktisch in die Haut eingeschlagen. Von dem Geräusch, das dabei einsteht ("Tat-Tat") entwickelte sich später der polynesische Begriff "Tau Tau". Daraus wurde dann das heutige englische Wort "Tattoo".

07:31 Uhr

Nur 15 Prozent der Dax-Vorstände sind Frauen

In den insgesamt 160 DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen liegt der Frauenanteil bei 8,6 Prozent.

Quelle: Ernst & Young

07:17 Uhr

Größte Expedition seit 1999 zu isoliertem Volk gestartet

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Foto von Korubo-Angehörigen im Jahr 2014

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine staatlich organisierte Expedition ist in Brasilien zu einem im äußersten Westen lebenden Stamm ohne Kontakt zur Außenwelt aufgebrochen. Ziel sei es, die Mitglieder des Volks der Korubo in dem ausgewiesenen indigenen Gebiet Vale do Javari an der Grenze zu Peru zu schützen, teilte die für indigene Völker zuständige Nationale Indio-Stiftung Funai auf ihrer Webseite mit.

Medienberichten zufolge hatte es unter den Korubo und dem dort ebenfalls ansässigen Stamm Matis seit 2014 Auseinandersetzungen gegeben. Dabei seien bis zu 17 Menschen ums Leben gekommen, berichtete BBC Brasil. Durch die Konfrontation seien Mitglieder der Korubo geflohen, hieß es weiter. Es gehe auch darum, Familien wieder zusammenzuführen.

Die Expedition ist Funai zufolge die größte seit mehr als zwanzig Jahren. Das Gebiet ist der Stiftung zufolge jenes mit den meisten Stämmen, die in freiwilliger Isolation leben.

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07:05 Uhr

Deutsche Frauen verdienen im Schnitt 27 Prozent weniger

...weil sie öfter Teilzeit arbeiten und schlechter bezahlte Jobs haben.

Quelle: n-tv.de

06:58 Uhr

Drei Menschen bei Unfall auf A24 getötet

Bei einem schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf der A24 Richtung Berlin sind zwischen Zarrentin und Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Insgesamt waren zwei Autos und zwei Lastwagen an der Karambolage beteiligt, einer der Lastwagen fiel dabei auf die Seite. Wie sich der Unfall genau ereignete war zunächst unklar. Die Polizei richtete vorläufig eine Vollsperrung der Autobahn in beiden Richtungen ein.

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06:55 Uhr

13 Prozent aller Frauen haben sexualisierte Gewalt erlebt

(Frauen in Deutschland ab 16 Jahren)

Quelle: Frauen gegen Gewalt e.V.

06:46 Uhr

Was heute wichtig wird

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Um Frauenrechte geht es auch am Aktionstag "1 Billion rising"

(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

Guten Morgen, werte Leserinnen*,

es ist Frauentag. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Die Glücklichen unter Ihnen arbeiten in Berlin, weil dann haben Sie heute frei. Feiertag! Aber egal, in welchem Bundesland: Der Frauentag ist überall ein guter Anlass, um über die Vielfalt an Benachteiligungen zu sprechen, die Frauen noch immer jeden Tag erleben - ob in Deutschland oder weltweit. Ich werde versuchen, Ihr Wissen hierzu zu bereichern und zwischen jedem neuen Eintrag einen Fakt zur Diskriminierung von Frauen posten.

Was heute noch wichtig wird:

  • In Berlin findet die Frauentagsdemo unter dem Motto "Feiern -  Streiken - Weiterkämpfen" statt.
  • Chinas Außenminister Wang Yi hält seine jährliche Pressekonferenz und Chinas Volkskongress wird fortgesetzt.
  • In Algerien werden neue Proteste gegen Präsident Bouteflika erwartet.
  • Die Berliner Polizei sucht weiter nach dem verschwundenen Mädchen Rebecca.
  • Mal sehen, was es Neues beim BER gibt: Der Aufsichtsrat tagt am Nachmittag.

* Fühlen Sie sich auch nicht angesprochen, werte Leser, wenn in der Anrede jeweils die weibliche Form gewählt wird? Muss man drüber nachdenken. In diesem Sinne: Einen schönen Start in den Tag und kommen Sie gut ins Wochenende. Anmerkungen und Kritik wie immer bitte an sebastian.huld@nama.de.

06:40 Uhr

Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen

Die Zahl bezieht alleinerziehende Mütter ein, bei denen das Kind zumindest meist bei der Mutter wohnt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

06:20 Uhr

Deutschland startet stürmisch in den Frauentag

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Gestern Morgen bei Hannover

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einer teilweise stürmischen Nacht geht es auch heute zunächst sehr windig bis stürmisch los, bevor der Wind im Tagesverlauf langsam schwächer wird. Zumindest vorübergehend, denn auch unser Wochenende hält noch ziemlich ruppiges Wetter für uns bereit. Und gleichzeitig bleibt es nach wie vor sehr wechselhaft. 

Das heißt für den heutigen Tag: Die Schaueraktivität verlagert sich im Tagesverlauf mehr und mehr in den Südosten und oberhalb von etwa 600 Metern fällt Schnee. Dafür wird es hinter den Regengüssen in der Nordhälfte später trockener und schöner mit längeren sonnigen Abschnitten. Dabei erreichen die Temperaturen maximal noch 6 bis 13 Grad. Am kühlsten ist es im Bereich der östlichen Mittelgebirge. Die mildeste Ecke ist der Oberrhein.

Am Wochenende bleibt das Wetter weiterhin sehr abwechslungsreich und teilweise stürmisch. Hier die Details. Damit wünsche ich Ihnen trotz der ziemlich ungemütlichen Aussichten ein umso entspannteres Wochenende.

Ihr Björn Alexander

06:15 Uhr

Der Frauenanteil im Bundestag liegt bei 31,3 Prozent

Frauenanteil bei der AfD-Fraktion liegt bei 11 Prozent, bei den Grünen bei 58 Prozent.

Quelle: Deutscher Bundestag