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Wieder was gelernt Sind Negativzinsen ab 2038 neuer Standard?

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(Foto: www.imago-images.de)

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Viele Banken bieten nur noch niedrige Zinsen an, wenn überhaupt: Ursache ist die weltweite Finanzkrise, die 2007 ausgebrochen ist. Anschließend versuchten die Notenbanken mit Niedrigzinsen die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Eine neue Untersuchung zeigt aber, dass die Zinsen schon seit vielen 100 Jahren unaufhörlich sinken.

Darum geht’s in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug und hier das ganze Interview.

Schon 190 Banken und Sparkassen berechnen einem Teil ihrer Kunden derzeit Strafzinsen, knapp 90 von ihnen auch im Privatkundenbereich, sagt das Finanzportal Biallo. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Paul Schmelzing, ein Wirtschaftshistoriker der Universität Yale, kommt in einer Untersuchung für die Bank of England zu dem Schluss, dass Negativzinsen ab 2038 weltweit der neue Standard sein werden. Eine Einschätzung, die Finanzmarktexperte Markus Demary und seine Kollegen am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) teilen.

"Grundsätzlich geht man davon aus, dass die Zinsen auch in Zukunft niedrig sein werden. In unserer Studie waren es die demografischen Trends, die die Zinsen nach unten drücken. Bei Paul Schmelzing ist es die Tatsache, dass die Ausfallrisiken der Staatsschulden immer geringer geworden sind und Investoren deshalb viel geringere Risikoprämien verlangen."

Für seine Untersuchung hat Paul Schmelzing alle Informationen über Zinssätze seit dem Mittelalter gesammelt - sein Datensatz reicht bis ins Jahr 1311 zurück. Warum erst jetzt herauskommmt, dass die Zinsen schon seit dem Mittelalter sinken, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie baut man eine Atombombe? Wo verkauft man gestohlene Diamanten? Was, wenn Altern nur eine Krankheit wäre? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, chr