Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:36 Infektionszahl in Spanien übersteigt zwei Millionen +++

Spanien hat die Schwelle von zwei Millionen bestätigten Coronavirus-Fällen überschritten. Die Zahl der Ansteckungen sei seit Dienstag um 42.360 auf über 2,024 Millionen gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Mittwoch waren feiertagsbedingt keine Daten übermittelt worden. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 245 auf 51.675. Die Behörden in der nördlichen Region Kastilien und Leon kündigten an, Einkaufszentren und Fitnessstudios zu schließen, und verlängerten ein Verbot für nicht unbedingt notwendige überregionale Reisen bis Mai.

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+++ 21:17 Saarland erlaubt Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen +++
Das Saarland will bei den verschärften Corona-Bestimmungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen Härtefälle berücksichtigen. Das geben Ministerpräsident Tobias Hans und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger bekannt. Die verschärften Regeln gelten ab Montag bundesweit. So soll im Saarland eine wechselseitige Kinderbetreuung zwischen zwei festen Bezugshaushalten zulässig sein und auch, dass statt einem zwei Kinder zur Betreuung bei den Großeltern abgegeben werden dürfen. Außerdem können beispielsweise Tochter und Ehemann gemeinsam pflegebedürftige Eltern besuchen.

+++ 20:59 Italien erwartet Moderna-Impfstoff kommende Woche +++
Italien erwartet schon bald den erst kürzlich von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen Impfstoff von Moderna. Im Laufe der kommenden Woche würden wenige erste Dosen eintreffen und mit Hilfe der Armee an die Standorte verteilt, an denen sie verabreicht werden, sagt der für den Corona-Notfall einberufene Kommissar Domenico Arcuri. Zuvor hat Gesundheitsminister Roberto Speranza bestätigt, dass die italienische Arzneimittelagentur ihre Zustimmung für den Moderna-Impfstoff gegeben hatte.

+++ 20:36 Frankreich lässt Grenze zu Großbritannien geschlossen +++
Wegen der mutierten Variante des Coronavirus bleibt Frankreichs Grenze zu Großbritannien für Reisende auf Weiteres geschlossen. Diejenigen, die reisen dürfen, müssten automatisch einen Test vorlegen, wenn sie Frankreich betreten, sagt Premier Jean Castex. Vor Weihnachten war es in der Grenzregion Kent zu Chaos gekommen, weil Frankreich die Grenze überraschend geschlossen hatte. Tausende von Fernfahren hatten tagelang in ihren Lastwagen ausharren müssen.

+++ 20:11 Mutation taucht erstmals auch in Sachsen auf +++
In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilt, trat die Mutation bei einer Person aus Dresden auf, die aus Großbritannien zurückgekehrt war. Das Gesundheitsamt gehe nicht davon aus, dass die Gefahr einer weiteren Verbreitung bestehe, heißt es. Die betroffene Person habe sich nach der Ankunft in Dresden sofort in Quarantäne begeben. Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden.

+++ 19:44 Großbritannien will neue Medikamente gegen Covid-19 einsetzen +++
Im Kampf gegen die Pandemie will Großbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen. Man werde ab sofort die "lebensrettenden" Medikamente Tocilizumab and Sarilumab einsetzen, kündigt der britische Premier Boris Johnson an. Dies könne die Todesrate von Covid-19-Patienten signifikant senken sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen. Üblicherweise werden die Medikamente der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge bei rheumatischer Arthritis eingesetzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:16 Ramelow bedauert früheren Widerstand gegen harte Maßnahmen +++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bedauert seien früheren Widerstand gegen härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. "Ich ganz persönlich ärgere mich heute, dass ich im November innerlich nicht bereit war, zu sagen: Den Dezember mit seinen vielen Feiertagen nutzen wir bundesweit für eine Generalpause", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Alles, was nicht lebensnotwendig ist oder systemisch nicht abgestellt werden kann, hätte vier Wochen lang angehalten werden müssen. Alles", sagte er weiter. "Die Kanzlerin hatte Recht und ich hatte Unrecht." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:54 Dreyer will kleinere Kinder von Kontaktbeschränkungen ausnehmen +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich dafür ausgesprochen, Kinder bis einschließlich sechs Jahren von der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auszunehmen. Vor den Beratungen des Corona-Kabinetts über eine neue Landesverordnung zur Eindämmung der Pandemie sagt die SPD-Politikerin: "Ich will für Rheinland-Pfalz eine Lösung, die Kontakte weiter reduziert und lebensnah ist."

+++ 18:30 Britischer Minister: Tests und Impfungen bis 2022 Alltag +++
Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hält weitere Lockdowns in England für unwahrscheinlich. Er habe aber "absolut keine Zweifel", dass Tests und Impfstoffprogramme bis 2022 zum Alltag gehören werden. Es sei zudem ungewiss, wie lange die Immunität durch die Impfstoffe anhalte. Eine erneute Impfung sei möglicherweise alle sechs bis zwölf Monate erforderlich.

+++ 18:06 Berliner Schulen wehren sich gegen Präsenzunterricht ab Montag +++
Das Vorhaben des Berliner Senats, in einigen Jahrgängen ab Montag wieder mit dem Präsenzunterricht zu beginnen, stößt bei Schulen auf heftige Kritik. Wie der rbb berichtet, wandten sich die fünf Gymnasien im Bezirk Neukölln mit einem Eilantrag an die Bildungsverwaltung. Darin forderten sie, Homeschooling mindestens bis zum 18. Januar zu verlängern, besser noch bis Ende des Monats. Alles andere sei zu riskant und nicht vermittelbar. Dem Bericht zufolge stoßen die Senatspläne auch bei Schulen in anderen Bezirken auf heftigen Widerstand. Der Senat hatte angekündigt, die Schulen schrittweise und in kleineren Gruppen zu öffnen. Ab dem 11. Januar soll für die abschlussrelevanten Jahrgänge der Wechselunterricht beginnen.

+++ 17:48 IG Metall: Betriebe müssen Corona-Schutz erneut überprüfen +++
Die IG Metall fordert nach der jüngsten Verschärfung des Lockdowns eine erneute Überprüfung der Schutzmaßnahmen in der Arbeitswelt. "Die Betriebe sollten ihre bereits getroffenen Maßnahmen überprüfen und wo nötig nachschärfen", erklärt Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban. Die Pandemie mache vor den Werkstoren und Büros nicht halt. Von der Politik verlangt die Gewerkschaft klarere Vorgaben zur Nutzung des Homeoffice. Appelle allein genügten nicht, meint Urban. Homeoffice müsse überall eingesetzt werden, wo es möglich sei.

+++ 17:14 Lehre aus Pandemie: Kramp-Karrenbauer fordert Bundessicherheitsrat +++
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht sich als Lehre aus der Corona-Krise in der Forderung nach einer zentralen Schaltstelle für die Sicherheit Deutschlands bestärkt. "Ich bin der Auffassung, man braucht so etwas wie einen Bundessicherheitsrat auch für solche Situationen. Wir brauchen einen Ort, an dem man die Organisationen und Behörden zusammennehmen kann, an dem gemeinsame Lagebilder erstellt werden, an dem man die Dinge koordinieren kann", sagt die CDU-Chefin. "Ich finde, dass Corona bewiesen hat, dass ein Bundessicherheitsrat ein solcher Ort sein könnte."

+++ 16:46 Ministerium kündigt knapp 668.000 Impfdosen für Freitag an +++
Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine weitere Lieferung des Impfstoffs des Herstellers Biontech in sechsstelliger Größenordnung erhalten. Sie sollen insgesamt 667.875 Impfdosen bekommen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilt. Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4875 Dosen. Somit soll die weitere Auslieferung der Impfdosen wie bereits angekündigt ablaufen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:18 Jeder Fünfte kann sich bei Dauer-Homeoffice Umzug vorstellen +++
Jeder fünfte Deutsche würde laut einer Umfrage bei dauerhafter Arbeit im Homeoffice über einen Umzug nachdenken. Als Hauptgründe dafür nannten Teilnehmer im Auftrag des Digitalverbands Bitkom das Wohnen im Grünen, die Nähe zu Freunden und weniger Miete. Vor allem für Jüngere zwischen 16 und 34 Jahren käme ein Wohnungswechsel infrage. "In der Corona-Krise hat flexibles Arbeiten einen kräftigen Schub erfahren und wird auch nach der Pandemie die neue Normalität in der Arbeitswelt prägen", sagt Verbandspräsident Achim Berg.

+++ 15:25 Verdi kündigt Klagewelle gegen Entlassungen an Flughafen an +++
Die Gewerkschaft Verdi hat eine Klagewelle gegen die ersten Entlassungen am Frankfurter Flughafen in der Corona-Krise angekündigt. Er rechne damit, dass fast sämtliche Betroffene gegen die Kündigungen des Dienstleisters Wisag klagen werden, sagt der Verdi-Fachbereichsleiter Verkehr, Mathias Venema. Beim Frankfurter Arbeitsgericht hatten Wisag-Beschäftigte symbolisch ihre Klageschriften eingereicht. Laut Verdi hat die Wisag kurz vor Weihnachten circa 225 ihrer 850 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt, ohne die weiter bis zum Jahresende 2021 mögliche Kurzarbeit anzustreben.

+++ 14:48 Bundesweit bislang rund 800 Kinder in Klinik behandelt +++
Der Dresdner Kinderarzt und Infektiologe Reinhard Berner hat die andauernden Schließungen von Schulen und Kitas kritisiert. "Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie", sagte der Leiter der Kinderklinik des Universitätsklinikums Dresden den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wissenschaftlich gesehen gebe es "keine klaren Gründe, warum Kitas und Schulen längerfristig geschlossen bleiben sollen". Berner zufolge wurden in Deutschland von März bis Ende Dezember etwa 800 Kinder mit dem Coronavirus in Krankenhäusern behandelt. Das geht demnach aus dem Register der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hervor.

+++ 14:23 Braun: "Der Fehler ist im Oktober passiert" +++
Kanzleramtschef Helge Braun hat im Interview mit ntv Fehler eingeräumt. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 14. Oktober sei die zweite Welle bereits erkennbar gewesen, sagt er. "Wir haben diesen Vorsprung, den wir den ganzen Sommer lang hatten, erst aufgebraucht, bevor wir angefangen haben, dann konsequenter zu handeln. Auch die Lockdown-Maßnahmen im November seien ja erkennbar nicht genug gewesen", so Braun. "Das heißt: Wir hätten schon Mitte Oktober entscheidender und deutlicher handeln müssen", sagt er weiter. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:59 Tschechien verlängert Lockdown +++
Tschechien hat die bestehenden Lockdown-Maßnahmen vorerst bis zum 22. Januar verlängert. Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens. Derweil meldete Tschechien den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Neuinfektionen. Die Behörden verzeichneten 17.668 Positiv-Tests. Seit Beginn der Pandemie gab es knapp 795.000 Infektionen und 12.621 Todesfälle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner. Das Impfprogramm läuft weiter nur schleppend an. Bis Mittwochabend wurden erst 19.918 Menschen geimpft.

+++ 13:46 WHO ruft Europa zu stärkerem Kampf gegen Virus-Mutation auf +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die europäischen Staaten zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen die kürzlich entdeckte, besonders ansteckende Variante des Coronavirus aufgerufen. Europa befinde sich in einer "alarmierenden Lage", in der es gleichzeitig von einem deutlichen Anstieg der Neuinfektionen und der in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation betroffen sei, sagte WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Dies bedeute, dass die bereits allgemein bekannten Maßnahmen nochmals "intensiviert" werden müssten, forderte Kluge. Nur so könnten die Zahl der Ansteckungen reduziert, die Gesundheitsdienste entlastet und Leben gerettet werden.

+++ 13:32 Kanzleramtschef warnt Länder vor zu frühen Lockerungen +++
Kanzleramtschef Helge Braun warnt vor einem deutlich längeren Corona-Lockdown in Deutschland, wenn die Bundesländer die gemeinsam getroffenen Corona-Beschlüsse nicht konsequent umsetzen. "Mit jeder Lockerung jetzt ist die Wahrscheinlichkeit auf noch länger notwendige Beschränkungen immer größer", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. Er spielte darauf an, dass etliche Länder wie Niedersachsen und Baden-Württemberg bereits Mitte des Monats Grundschulen teilweise wieder öffnen wollen. Er habe die "große Sorge", dass der Effekt des Lockdowns gemindert werde und die Zahl der Neuinfektionen bis Ende Januar nicht ausreichend sinken werde, sagte der Kanzleramtschef. Zudem warnte er vor einem völligen Kontrollverlust durch die Ausbreitung der Virus-Mutationen, wie sie in Großbritannien und Irland registriert werden.

+++ 13:21 Russland meldet mehr als 500 Todesfälle +++
In Russland steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt über 60.000. Binnen 24 Stunden seien 506 weitere Todesfälle registriert worden, teilen die Behörden mit. Insgesamt seien damit 60.457 Menschen mit oder an dem Virus verstorben. Zudem seien 23.541 Neuinfektionen verzeichnet worden. Insgesamt haben sich damit seit Ausbruch des Virus mehr als 3,3 Millionen Menschen nachweislich angesteckt.

+++ 13:06 RKI: 46.000 weitere Menschen geimpft +++
Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 417.060 Menschen gespritzt worden. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden. Die meisten Menschen - mehr als 201.000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168.000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohen Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.

+++ 12:49 Flugverkehr sinkt in Deutschland auf Niveau der 80er Jahre +++
Die Corona-Krise hat den Flugverkehr in Deutschland mehr als halbiert. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) teilte mit, sie habe 2020 insgesamt 1,46 Millionen Starts, Landungen und Überflüge kontrolliert und damit 56 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieses Niveau sei so niedrig wie vor der Wiedervereinigung Ende der 80er Jahre. Auch nach der erfolgreichen Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus und der Aufnahme erster Impfungen in einzelnen Ländern rechnet die DFS nicht damit, dass sich der Luftverkehr rasch wieder erholt. "Es wird voraussichtlich bis 2025 dauern, bis das alte Niveau wieder erreicht wird", erklärte Mahns.

+++ 12:34 Müller fordert mehr Verantwortungsbewusstsein von Arbeitgebern +++
In einer Regierungserklärung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller im Kampf gegen die Pandemie mehr Verantwortungsbewusstsein von Arbeitgebern eingefordert. Immer wieder hätten die Ministerpräsidenten an Arbeitgeber appelliert, Homeoffice zu ermöglichen, sagte Müller, der derzeit den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz innehat. Diese Verantwortung müssten Arbeitgeber nun "deutlich mehr wahrnehmen als bisher". Wo keine Dienstleistungen für Bürger erbracht würden oder Produktionsabläufe direkt betroffen seien, müsse es möglich sein, Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen, forderte der SPD-Politiker. Alle Verantwortlichen in Unternehmen, die nun nicht reagierten, verhielten sich "schlichtweg unsolidarisch", sagte er.

+++ 12:23 FDP-Generalsekretär Wissing fordert Geldspritze für Suche nach Mutationen +++
FDP-Generalsekretär Volker Wissing fordert von Bundesgesundheitsminister Spahn ein Hilfspaket für die Labore in Deutschland zur Sequenzierung von Corona-Tests. Dadurch soll geklärt werden, ob es sich um die neue Variante des Corona-Virus handelt. "Bei der Impfstoff-Beschaffung hat man offensichtlich zu sehr als Sparfuchs agiert. Das darf jetzt bei der Sequenzierung von Proben nicht passieren", so Wissing im "ntv Frühstart". Es werde zu wenig geprüft, ob es sich bei positiven Tests um Fälle von Corona-Mutationen handelt. Großbritannien mache das viel häufiger und habe deshalb die Mutation entdeckt. Wissing sieht eine "große Gefahr", falls mutierte Varianten des Virus von Impfstoffen nicht erfasst werden könnten. Für diesen Fall drohten immer wieder Lockdown-Maßnahmen und die könne man sich auf Dauer nicht leisten. "Deswegen ist es gut angelegtes Geld, wenn man hier dafür sorgt, dass alles getan wird, um Mutationen zu identifizieren."

+++ 12:03 Cyberattacke bremst Thüringer Impfportal aus +++
Auf das Thüringer Terminvergabeportal für die Corona-Impfungen hat es laut dem Gesundheitsministerium einen Cyberangriff gegeben. Zum Start des Onlineportals am 30. Dezember seien mehr als 158.000 Anfragen an den Server geschickt worden, so dass dieser überlastet wurde, bestätigte ein Ministeriumssprecher. Bereits nach einem Tag musste das Portal wieder geschlossen werden. Das Problem habe kurzfristig behoben werden können, hieß es weiter. Allerdings seien Impftermine verfallen, da mehrere Hundert Betroffene in dieser Zeit auf Buchungsanfragen keinen Bestätigungslink erhalten hätten. Die Impfwilligen seien deshalb alle per Mail angeschrieben und gebeten worden, einen neuen Termin zu buchen. Über das Internetportal sollen voraussichtlich an diesem Freitag wieder regulär Impftermine gebucht werden können. Wer für den Cyber-Angriff verantwortlich ist, ist nicht bekannt.

+++ 11:38 Merkel: Haben schwerste Monate der Pandemie noch vor uns +++
Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch keine Entwarnung möglich. "Natürlich haben wir die schwersten Monate - das kann man glaube ich erahnen - der Pandemie noch vor uns", sagte Merkel bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Dies sei jedoch "gepaart mit einem Stück Hoffnung" durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe.

+++ 11:32 Spahn gibt nächste Woche Regierungserklärung zum Impfen +++
Gut zwei Wochen nach dem Corona-Impfstart in Deutschland gibt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der kommenden Woche eine Regierungserklärung zur Impfkampagne ab. Das verlautete aus seinem Ministerium. Er will demnach vor dem Plenum zu Planung, Ablauf und Perspektiven der Impfungen Stellung nehmen. Unter anderem Oppositionspolitiker und Landespolitiker hatten Spahn vorgeworfen, dass der Impfstart schlecht laufe und er dafür verantwortlich sei. Der Bund ist für die Lieferungen der Impfdosen von den Produktionsstätten an die Länder zuständig. Die Länder sind für die Terminvergabe zuständig und für die Organisation der Impfungen anfangs durch mobile Impftrupps sowie in Impfzentren.

+++ 11:26 Großbritannien kündigt neue Reisebeschränkungen an +++
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, will Großbritannien neue Maßnahmen an seinen Grenzen einführen. Die Vorschriften würden "in den nächsten Tagen" verkündet, sagte Innenministerin Priti Patel im Sender BBC Radio 4. "Reisen sollten nur unter sehr strengen Regeln stattfinden", sagte Patel. Die Menschen sollten zu Hause bleiben und nur ins Ausland reisen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung hätten. Premierminister Boris Johnson will sich am Abend um 18 Uhr (MEZ) zur Corona-Lage äußern. Er hatte zuletzt Maßnahmen angekündigt, die sicherstellen sollen, dass Einreisende auf das Coronavirus getestet werden. Im Gespräch ist die Pflicht, an der Grenze ein negatives Testergebnis vorzulegen. Ausgenommen sein sollen demnach Lastwagenfahrer.

+++ 11:08 Kinderärzte fordern schnellere Impfungen für Kinder und Jugendliche +++
Kinderärzte haben schnellere Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche gefordert, damit Kitas und Schulen wieder öffnen können. Dass sie beim Impfen hinten anstünden sei bitter, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Impfungen von Kindern sind in der Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bisher nicht vorgesehen. Der Impfstoff von Moderna ist für Personen ab 18 Jahren zugelassen, der von Biontech/Pfizer ab 16 Jahren. "Es ist problematisch, dass die Zulassung eines Impfstoffs für Kinder in der gegenwärtigen Aufgeregtheit über die Impfstoffknappheit für Erwachsene aus dem Blick gerät", kritisierte Fischbach. Es brauche "so schnell wie möglich auch geeignete Vakzine für Kinder und Jugendliche".

+++ 10:41 Tokio bricht Rekord bei Neuinfektionen - Notstand verhängt +++
Japan hat wegen wieder stark gestiegener Corona-Neuinfektionen für den Großraum Tokio erneut den Notstand ausgerufen. Das gab Regierungschef Yoshihide Suga bekannt. Die Maßnahme gelte vom 8. Januar bis 7. Februar. Solange sollen die Bürger von Tokio sowie den angrenzenden Präfekturen Chiba, Saitama und Kanagawa möglichst zu Hause bleiben und vor allem nicht nach 20 Uhr ausgehen. Unter anderem sollen Restaurants und Bars um 20 schließen. Anders als in anderen Ländern sieht der Notstand in Japan jedoch keine Strafen bei Zuwiderhandlungen vor. In Tokio war die Zahl der Neuinfektionen an diesem Donnerstag auf einen Rekordwert gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1500 Fällen geklettert. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:21 Ryanair streicht Flugplan noch drastischer zusammen +++
Wegen der neuen Lockdowns in Irland, Großbritannien und einigen anderen EU-Staaten kürzt Ryanair sein Flugangebot noch weiter ein. Europas größter Billigflieger will ab Ende des Monats nur noch wenige oder überhaupt keine Flüge von und zu britischen und irischen Airports anbieten. Dies gelte, bis die scharfen Reisebeschränkungen aufgehoben werden, erklärte das irische Unternehmen. Allerdings geht das Management davon aus, dass die neuerlichen Flugstreichungen den für das Geschäftsjahr erwarteten Nettoverlust nicht nennenswert verändern. So hätte das Unternehmen mit vielen dieser Flüge ohnehin Geld verloren, hieß es weiter.

+++ 09:50 Polizei löst Corona-Protestblockade auf A 73 auf +++
Die bayerische Polizei hat eine Blockade zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf einer Autobahn in Mittelfranken aufgelöst. Acht Wagen, die teils beschriftet sowie mit Fähnchen und Schildern versehen waren, fuhren am Mittwochnachmittag mit geringer Geschwindigkeit auf der Autobahn 73 zwischen Erlangen und Nürnberg und behinderten so den Verkehr, wie die Beamten in Nürnberg mitteilten. Andere Autofahrer mussten stark bremsen und konnten nicht vorbeifahren. Die Beamten leiteten Ermittlungen unter anderem wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Außerdem brachten sie mehrere versammlungsrechtliche Verstöße zur Anzeige. Die an der Aktion beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Auf einem Firmenparkplatz in Fürth entdeckten Polizisten weitere fünf Fahrzeuge, die in ähnlicher Weise gekennzeichnet waren. Auch in diesem Zusammenhang wird ermittelt.

+++ 09:26 Neuer Höchstwert: USA melden mehr als 3900 Tote an einem Tag +++
In den USA bleibt die Virus-Lage prekär: Binnen 24 Stunden verzeichneten die Behörden mindestens 3963 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das ist der höchste US-Wert seit Beginn der Pandemie. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich bezieht. Ende Dezember hatten die Vereinigten Staaten einen Höchstwert bei den täglich gemeldeten Corona-Toten registriert. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt nun 361.382. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg den Angaben zufolge um 255.730 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 21,4 Millionen.

+++ 09:14 NRW verzeichnet so viele Corona-Todesfälle wie nie zuvor +++
Zur Mitte der Woche verzeichnet Nordrhein-Westfalen die mit Abstand höchste Zahl an täglich gemeldeten Virus-Toten in NRW. Bis Mitternacht registrierten die Gesundheitsbehörden binnen 24 Stunden 261 weitere Verstorbene im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Der bisherige Tageshöchstwert war am gestrigen Mittwoch mit 236 Sterbefällen gemeldet worden. Insgesamt zählt das einwohnerstärkste Bundesland damit seit Beginn der Pandemie 7507 Todesfälle. Zudem meldeten die Ämter 6043 neu erkannte Sars-CoV-2-Infektionen, das ist der vierthöchste Wert. Somit liegt die Gesamtzahl der bisher in NRW laborbestätigten Coronavirus-Ansteckungen nun bei 415.032. Als genesen gelten den Behördenschätzungen zufolge 346.900 Personen. Die aktuelle Sieben-Tages-Inzidenz für NRW beträgt demnach 116,6. Dem jüngsten Datenstand des Robert-Koch-Instituts zufolge liegt in Nordrhein-Westfalen aktuell nur der Kreis Höxter über der Marke von 200 bei der Sieben-Tage-Inzidenz (201,8).

+++ 08:48 Sächsischer Landkreis Meißen führt Liste der Hotspots an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der sächsische Landkreis Meißen die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (7. Januar, 0.00 Uhr) weist sie nun einen Wert von 483,2 neuen Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen den Angaben zufolge der sächsische Landkreis Bautzen (394,7) und der thüringische Landkreis Altenburger Land (364,7). Von den 20 Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI neun in Sachsen und acht in Thüringen. Beide Freistaaten weisen demnach auch die bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen auf (SN: 269,8 | TH: 232,4). Von den 412 Regionen, die das RKI ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), liegen 54 über der Hotspot-Alarmschwelle von 200 - ihnen drohen also die von den bei den Bund-Länder-Beratungen vereinbarten Bewegungseinschränkungen.

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+++ 08:11 In Berliner Charité gilt Besuchsverbot +++
Patientinnen und Patienten der Berliner Charité dürfen seit diesem Donnerstag keinen Besuch mehr empfangen. Eine Ausnahme gilt für Kinder unter 16 Jahren und Schwerstkranke. "Sie dürfen Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen", heißt es auf der Internetseite der Charité. Das Besuchsverbot gilt demnach vorerst bis Ende des Monats. Die Universitätsklinik reagiert damit auf die weiterhin sehr angespannte Lage unter anderem auf den Intensivstationen. Es gebe eine "nie erlebte Belastung" der Mitarbeiter, erklärte die Charité-Leitung laut mehreren Medienberichten.

+++ 07:36 Flugzeuge aus Großbritannien dürfen wieder in Kanada landen +++
Flugzeuge aus Großbritannien können wieder in Kanada landen. Um Mitternacht war ein vorübergehendes Landeverbot, das Kanada als Reaktion auf die Verbreitung einer neuen Coronavirus-Variante im Vereinigten Königreich verhängt hatte, ausgelaufen. Verkehrsminister Marc Garneau erklärte, ein Flugverbot sei nicht mehr nötig, da Flugreisende nach Kanada nun vor Antritt ihres Fluges einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen müssten. Zudem müssen Reiserückkehrer nach ihrer Ankunft in Kanada nach wie vor 14 Tage in Quarantäne.

+++ 07:04 Verbände appellieren: Geschäfte nicht öffnen +++
Der Handel in Deutschland erteilt Aufrufen zur Öffnung von Läden und Gaststätten trotz Lockdowns eine Absage. "Für den Handel steht die wirkungsvolle und schnelle Bekämpfung der Pandemie an erster Stelle", teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. "Die Händler leisten dazu einen großen Beitrag und halten sich flächendeckend an die staatlichen Vorgaben." Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte: "Bei allem Verständnis für den maximalen Frust, den Unmut und die immer größer werdende Verzweiflung appellieren wir an die Unternehmer, die Restaurants nicht zu öffnen und nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen." In sozialen Medien kursieren Aufrufe an Gewerbetreibende, ihre Betriebe trotz Lockdowns zu öffnen.

+++ 06:50 Virologin Ciesek: Corona macht Defizite der Gesellschaft offensichtlich +++
Die Corona-Krise wird nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek die Gesellschaft und die Wissenschaft nachhaltig verändern. Die Pandemie habe vieles offensichtlich gemacht, was in der Gesellschaft falsch laufe, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum. Ein Beispiel sei, dass das Virus manche Bevölkerungsgruppen stärker treffe als andere, etwa ausländische Arbeiter in Sammelunterkünften.

+++ 06:26 RKI meldet 26.391 Neuinfektionen und 1070 weitere Todesfälle +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekannt gab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war demnach am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:10 Größter Corona-Ausbruch in China seit Monaten +++
China erlebt den größten Corona-Ausbruch seit Monaten. Die Zahl der Infektionen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings stieg innerhalb weniger Tage auf 90. Allein am Donnerstag meldete die Gesundheitskommission 51 neue Fälle in der Provinz. Auch wurden Dutzende asymptomatische Fälle gemeldet. Die Behörden sind alarmiert und riefen "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus aus. Transportverbindungen mit Bussen, Zügen und Flugzeugen in die 300 Kilometer nordöstlich von Peking gelegene Provinzhauptstadt Shijiazhuang wurden weitgehend unterbrochen. Die elf Millionen Einwohner werden getestet. Auch wurden Straßensperren eingerichtet. In Shijiazhuang wurden einige Wohngebiete abgeriegelt. Der Unterricht in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen wurde ausgesetzt. Zusätzliches medizinisches Personal wurde mobilisiert. Betroffen sind auch die Städte Xingtai und Nangong, wo 500.000 Menschen getestet werden.

+++ 05:07 Neurologe: Guillain-Barré-Syndrom kann Folge von Covid-19 sein +++
Das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom (GBS) kann einem Neurologen zufolge eine seltene, aber schwere Komplikation nach einer Corona-Infektion sein. Mindestens 100 solcher Fälle der entzündlichen Erkrankung der Nerven mit Lähmung von Muskeln seien weltweit beschrieben, sagte Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Presse-Agentur. Die Häufigkeit werde wahrscheinlich unterschätzt, darauf ließen Daten etwa aus Italien schließen. Die Erkrankung mit einer mitunter kompletten Lähmung der Muskeln tritt sowohl nach bakteriellen als auch nach viralen Infekten auf. Vergleichsweise häufig wird sie als Folge einer Infektion mit dem Zika-Virus beobachtet.

+++ 03:36 SPD legt mit Kritik an Impfstoffbeschaffung nach +++
Die SPD hat mit ihrer Kritik an der Beschaffung von Impfstoffen nachgelegt. SPD-Bundesvize Kevin Kühnert hielt Gesundheitsminister Jens Spahn in der "Rheinischen Post" vor, zu zögerlich bei der Bestellung gewesen zu sein. "Es ist doch so: Wenn ich die Nadel im Heuhaufen noch nicht finden kann, sie aber dringend brauche, dann kaufe ich doch erst mal zur Sicherheit den Heuhaufen, und zwar komplett." Er bezog sich dabei darauf, dass lange nicht klar war, welche Impfstoff-Entwicklungen erfolgreich sein würden. Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf zu verstehen, wer bei der Beschaffung des Impfstoffes wie gehandelt habe, "nicht, um mit jemandem abzurechnen, sondern um daraus zu lernen", meinte Kühnert.

+++ 01:56 Kinderschutzbund kritisiert geplante Kontaktbeschränkungen +++
Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisiert, dass Kinder unter 14 Jahren nicht mehr von den strengeren Corona-Kontaktbeschränkungen ausgenommen sein sollen. "Ich kann nur für unsere Kleinen hoffen, dass die Ausnahme bleibt", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Kinder bräuchten für ihre Entwicklung Gleichaltrige, um sich zu messen und zu spielen. Auch für die Eltern bedeute eine Verschärfung in diesem Punkt eine "Katastrophe".

+++ 00:07 Curevac und Bayer wollen Impfstoff-Allianz gründen +++
Das Tübinger Unternehmen Curevac und der Chemiekonzern Bayer wollen laut einem Medienbericht bei Weiterentwicklung, Produktion und Vertrieb eines Corona-Impfstoffes zusammenarbeiten. Ziel sei es, den Impfstoff nach einer Zulassung möglichst schnell und breit auf den Markt geben zu können, berichtete das Nachrichtenportal "ThePioneer". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 23:22 Deutschland meldet neuen Höchstwert mit 1145 Todesfällen +++
In der Summe gaben die Behörden der Länder am Mittwoch insgesamt 1145 Todesfälle bekannt - neuer Höchststand in der täglichen ntv.de Auswertung der Länderdaten. Der bisherige Höchststand war am vergangenen Dienstag mit 1133 neu gemeldeten Todesfällen erreicht worden. Damit liegt die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle zum vierten Mal in Folge über 1000. Insgesamt liegt die Zahl der Todesopfer bei 37.380.

+++ 23:09 Behörden registrieren knapp 26.000 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.829.898 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 25.946 neue Fälle hinzu. Als aktuell infiziert gelten rund 325.839 Personen. Nach RKI-Schätzungen sind 1.466.154 Menschen inzwischen wieder genesen.

In ihren Tagesberichten verzeichnen zehn Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 4511 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (3819), Sachsen (3667), Baden-Württemberg (2506), Hessen (1913), Niedersachsen (1672), Berlin (1306), Brandenburg (1257), Thüringen (1173) und Rheinland-Pfalz (1105). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen an diesem Mittwoch das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen: Der Freistaat verzeichnet 90,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) sinkt erneut und wird vom RKI mit 0,61 angegeben (0,66 am Vortag). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,83 (Vortag: 0,81).

Hinweis: Dass die Fallzahlen bei ntv.de am Abend in der Regel über den vom RKI ausgewiesenen Werten liegen, hat leicht nachvollziehbare Gründe: Bei der Auswertung der Datenlage greift ntv.de auf die Angaben der Gesundheitsbehörden und Ministerien der Länder zurück. Dort werden die Zahlen - unabhängig von den formellen Meldewegen des Infektionsschutzgesetzes - im Tagesverlauf aktualisiert und erreichen die Öffentlichkeit so schneller als über die amtliche RKI-Statistik.

Diese Angaben wertet ntv.de aus, gleicht sie mit den Zahlen des RKI ab und bezieht im Fall aktueller Entwicklungen auch einzelne Mitteilungen von Landesregierungen oder Ministerien mit ein. Auf dieser Basis entsteht ein aktuelles Gesamtbild, das die tagesaktuelle Entwicklung schneller abbildet als die Veröffentlichungen des RKI.

+++ 22:36 Großbritannien registriert erstmals seit April mehr als 1000 Corona-Todesfälle +++
Großbritannien hat erstmals seit April wieder mehr als 1000 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Heute seien 1041 Tote gemeldet worden, teilte das britische Gesundheitsministerium mit. Damit steigt die Zahl der Todesfälle seit Pandemiebeginn auf 77.346. Zudem wurde mit 62.322 Neuinfektionen ein neuer Höchststand verzeichnet. Großbritannien zählt mit mehr als 2,8 Millionen Infektionsfällen und mehr als 77.000 Corona-Todesopfern zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Im Königreich grassiert derzeit eine Mutation des Coronavirus, die ersten Erkenntnissen zufolge deutlich ansteckender ist als das Virus in seiner bisherigen Form. Wegen der Ausbreitung dieser neuen Mutation gilt in England seit heute erneut ein harter Lockdown.

+++ 22:09 US-Seuchenbehörde meldet mehr als 5,3 Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang mehr 5,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 17,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

+++ 21:41 Norwegen steht kurz vor einer Ausgangssperre +++
Nachdem Norwegen ein Rekordhoch der Infektionszahlen erreicht hat, bereitet die Regierung ein Gesetz zur Einführung einer Ausgangssperre vor. Wie Justizministerin Monica Maeland mitteilt, soll eine Ausgangssperre "nur unter extremen Umständen wie einer sehr hohen Infektionsrate und dem Risiko eines Zusammenbruchs des Gesundheitssystems eine Option sein". Norwegen meldete gestern 930 neue Virusfälle.

+++ 21:05 Positivquote bei Corona-Tests deutlich gestiegen +++
Die Positivquote bei den Corona-Tests ist noch einmal deutlich gestiegen. Sie liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) für die letzte Kalenderwoche des Jahres bei 16,7 Prozent (Vorwoche 12,92 Prozent). Die Zahl der für die Kalenderwoche 53 bislang gemeldeten Tests liegt nur bei 789.680, von denen 126.884 Tests (inklusive Mehrfachtestungen) positiv waren. In der Vorwoche waren es 1.071.001 Tests (138.338 davon positiv) gewesen. Die Positivquote erreicht damit den bislang höchsten Stand (wobei wegen geänderter Testkriterien eine sehr eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Kalenderwochen vor dem 3. November gilt).

Rund um Weihnachten und dem Jahreswechsel sind laut RKI insgesamt weniger Menschen zum Arzt gegangen, weshalb auch weniger Tests durchgeführt und analysiert wurden. Zudem haben sich wahrscheinlich eher Menschen mit eindeutigen Symptomen testen lassen.

190 Labore haben in der Kalenderwoche 53 bislang ihre Testzahlen und -ergebnisse ans RKI gemeldet (200 Labore in der Vorwoche). Der Probenrückstau für den Zeitraum liegt bei 6557, gemeldet von 40 Laboren - das sind ungefähr halb so viele wie in der Vorwoche (11.321 von 43 Laboren). Der bisherige Höchstwert liegt bei 98.931 (in KW 44, gemeldet von 69 Laboren). 40 Labore nannten Lieferschwierigkeiten für Reagenzien. Dabei fehlt es vermehrt an Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen - in der Vorwoche hatten 36 Labore diese Probleme gemeldet.

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Quelle: ntv.de, jpe/hul/chf/rts/dpa/AFP