Panorama

Corona-Ausbruch in Lissabon Aida-Kreuzfahrt endet, bevor sie angefangen hat

6284e26cf227b114b1aaaeb7a2c6e055.jpg

Die Passagiere an Bord der "Aida Nova" kamen nicht über den Hafen von Lissabon hinaus.

(Foto: dpa)

Bittere Nachricht für Hunderte Urlauber: Nach tagelanger Wartezeit im Hafen von Lissabon wird ihr Schiff "Aida Nova" nicht mehr ablegen. Die geplante Kreuzfahrt auf die Kanaren findet nicht statt. Hintergrund sind zahlreiche Corona-Fälle bei der Besatzung.

Die Kreuzfahrt der "Aida Nova" der deutschen Reederei Aida Cruises endet wegen zahlreicher Corona-Fälle unter den Crewmitgliedern ungeplant in Lissabon. Zwar hätten alle Infizierten nur milde Symptome, "aufgrund der aktuellen Situation können wir jedoch die Reise mit 'Aida Nova' nicht wie geplant bis zum 5. Januar 2022 auf die Kanarischen Inseln fortsetzen", hieß es von Aida Cruises in Rostock. Das Unternehmen habe daher bereits begonnen, die Heimreise für die Gäste zu organisieren. Sie sollen am Montag per Flugzeug nach Deutschland, Österreich und die Schweiz zurückkehren.

Zuvor hatten die knapp 3000 Kreuzfahrt-Passagiere wegen der Probleme den Jahreswechsel anders als vorgesehen verbringen müssen: Die geplante Besichtigung des spektakulären Silvester-Feuerwerks über dem Hafen von Funchal auf der Atlantik-Insel Madeira fiel aus. Das Schiff saß vorerst im Hafen von Lissabon fest.

Hafendirektor Diogo Vieira Branco sagte der staatlichen portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa am Wochenende, auf der "Aida Nova" seien 52 der 1353 Crewmitglieder positiv getestet worden. Sie alle seien in Hotels in Lissabon untergebracht worden, wo sie die vorgeschriebene Isolation absolvieren sollten. Auf dem Schiff seien 2844 Touristen. Nach Informationen von RTL wurde auch ein Passagier positiv getestet. Die Infektion des Urlaubers sei an Bord festgestellt worden, teilte der Kapitän demnach via Lautsprecherdurchsage mit. Der Gast sei isoliert worden und werde betreut.

Die Kreuzfahrtgäste durften das Schiff ohne Einschränkungen verlassen. Das Unternehmen wies darauf hin, dass alle Passagiere ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung geimpft seien und vor dem Fahrtantritt sowohl ein Antigen- als auch ein PCR-Test durchgeführt werden müssten.

"Entscheidung ist uns sehr, sehr schwergefallen"

Mehr zum Thema

Die portugiesischen Behörden erteilten der "Aida Nova" ungeachtet der ausgedünnten Besatzung am Wochenende eine Auslaufgenehmigung. Aida Cruises teilte daraufhin jedoch mit, man warte auf die Anreise wichtiger Crewmitglieder und prüfe noch verschiedene Reiseoptionen. Daraus wird nun nichts mehr.

"Aufgrund der aktuellen Situation können wir unsere Reise nicht wie geplant fortsetzen", zitiert RTL aus einer Lautsprecherdurchsage des Kapitäns. Den Angaben zufolge müssen alle Passagiere das Schiff am 3. Januar verlassen. Das Team sei gerade dabei, die Heimreisen für die Gäste zu organisieren. "Diese Entscheidung ist uns sehr, sehr schwergefallen", so der Kapitän an Bord. "Sehr gern wären wir mit ihnen auf die Kanaren gefahren." Die Sicherheit auf dem Schiff stehe jedoch im Vordergrund.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen