Panorama

Tausende sitzen in Lissabon fest Corona-Ausbruch legt Aida-Kreuzfahrt lahm

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Noch hat die "Aida Nova" den Hafen von Lissabon nicht verlassen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Den Jahreswechsel haben sich die Passagiere der "Aida Nova" anders vorgestellt: Nach Bekanntwerden mehrerer Corona-Infektionen bei Besatzungsmitgliedern setzt Portugal das Kreuzfahrtschiff im Hafen von Lissabon fest. Wann es für die Urlauber in Richtung Kanaren geht, ist unklar.

Wegen mehrerer positiv getesteter Personen muss eine Silvester-Kreuzfahrt mit einem Aida-Schiff umgeplant werden. Wie RTL berichtet, haben sich mehrere Besatzungsmitglieder an Bord der "Aida Nova" mit Sars-CoV-2 infiziert. Tausende Passagiere sitzen in der Folge in Portugals Hauptstadt Lissabon fest. Das Schiff darf den Hafen nicht verlassen.

Die Reederei mit Sitz in Rostock hatte nach Angaben von RTL nach Bekanntwerden der Ansteckungen noch versucht, neue Crew-Mitglieder an Bord zu bringen. Auf diese Weise sollte gewährleistet werden, dass die Reise von Lissabon auf die Kanaren rechtzeitig starten kann. Das hat offensichtlich jedoch nicht geklappt. "Wir haben uns entschieden, den Aufenthalt von 'Aida Nova' in Lissabon (Portugal) über Silvester zu verlängern, da wir noch auf die Anreise wichtiger Crewmitglieder warten", teilte die Reederei auf RTL-Nachfrage im Laufe des Tages mit. Angaben zur Anzahl der infizierten Mitarbeiter machte Aida Cruises dem Bericht zufolge nicht.

Die Stimmung unter den Passagieren wird als gereizt beschrieben. Der Kapitän soll in der Folge bei einer Durchsage die Bitte geäußert haben: "Bleiben Sie in der Kommunikation mit unseren Mitarbeitern immer höflich!" Zuvor habe er sich für die missliche Lage der Gäste entschuldigt: "Mir persönlich tut es sehr leid." Immerhin sei den Passagieren inzwischen erlaubt worden, im Falle eines aktuellen negativen Tests, zeitweise von Bord zu gehen und bis 18 Uhr sich an Land aufzuhalten. Wann das Schiff ablegen darf, verhandelt Aida Cruises nach eigenen Angaben derzeit mit den Behörden.

Vor Reiseantritt verlangt das Unternehmen von allen Reisenden, die älter als 12 Jahre sind, eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus und darüber hinaus mehrere negative Tests vor Betreten des Schiffes. Nach Angaben des Kapitäns seien die infizierten Crew-Mitglieder bei "routinemäßigen Testungen" entdeckt worden. Sie wurden in spezielle Unterkünfte auf dem Festland gebracht. Die Betroffenen hätten seinen Angaben zufolge "milde Symptome". Über infizierte Gäste sei nichts bekannt.

Quelle: ntv.de, fzö

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