Panorama

Ansturm auf Corona-Selbsttests Aldi von "dieser Intensität doch überrascht"

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Im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel warten viele Aldi-Kunden am Samstagmorgen auf wenige Selbsttests.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aldi und Lidl läuten an diesem Wochenende den Verkauf von Corona-Schnelltests für den privaten Gebrauch ein. Der Andrang ist online und offline riesig, das Angebot dagegen nicht. In den kommenden Tagen soll es Nachschub geben.

Der Verkaufsstart von Corona-Selbsttests im Einzelhandel hat die große Nachfrage vielerorts nicht befriedigen können. In zahlreichen Filialen waren die Tests bereits am Vormittag ausverkauft, wie die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd mitteilten. Ähnlich war das Bild bei Lidl, das den Verkauf von Schnelltests für den privaten Gebrauch zunächst über seinen Onlineshop eingeläutet hatte. Dieser brach aufgrund der vielen Anfragen zeitweilig zusammen.

Aldi hatte für den Verkaufsstart zwar eine hohe Nachfrage erwartet und die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Dennoch habe das Interesse "in dieser Intensität doch überrascht", erklärte eine Sprecherin von Aldi Süd. In den kommenden Tagen wird nach Unternehmensangaben Nachschub erwartet. Die Selbsttests sollen eine Ergänzung zu den Tests sein, die durch geschultes Personal vorgenommen werden müssen. Grundsätzlich gelten Tests neben den Impfungen als wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie.

Der Discounter hatte bereits vorab darauf hingewiesen, dass die Aktionsware schnell vergriffen sein könnte. Eine Packung der in Deutschland produzierten Tests kostet dort rund 25 Euro und enthält fünf Tests. Lidl teilte mit, die Tests seien über lidl.de "versandkostenfrei für 21,99 Euro pro 5er-Packung für den privaten Gebrauch" erhältlich. "In Kürze" sollen die Corona-Schnelltests nach Unternehmensangaben auch in allen Lidl-Filialen verkauft werden. Der Discounter schränkte allerdings ein, dass es wegen der hohen Nachfrage zu Lieferverzögerungen kommen könne.

Rossmann, dm, Edeka und Rewe ziehen nach

Neben Aldi und Lidl haben auch die Drogeriemärkte Rossmann und dm angekündigt, die Selbsttests ab der kommenden Woche zu verkaufen. Die Supermärkte von Rewe und Edeka wollen bald ebenfalls mit dem Verkauf beginnen. Auch Apotheken wollen Selbsttests anbieten.

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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte am 24. Februar die ersten Sonderzulassungen für Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Bislang gibt es sieben Sonderzulassungen. Den regulären Weg, Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, stellt die CE-Kennzeichnung durch Zertifizierungsstellen dar. Das Bundesinstitut geht davon aus, dass Hersteller auch den regulären Weg nutzen werden.

Das Bundesgesundheitsministerium wies darauf hin, dass die Selbsttests es ermöglichten, "schnell und unkompliziert zu überprüfen, ob eine akute Infektion mit dem Coronavirus vorliegt". Zu beachten sei allerdings auch, dass bei Symptomen oder Kontakt zu Infizierten ein Selbsttest nicht ausreiche, sondern in diesem Fall Ärztin oder Arzt kontaktiert und ein PCR-Test gemacht werden solle.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa

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