Panorama

Einzelhandel überfordert Corona-Selbsttests sehr schnell ausverkauft

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Aldi war auf diese Situation offenbar bereits vorbereitet.

(Foto: dpa)

Sich selbst auf das Coronavirus testen, das ist jetzt möglich. Denn theoretisch kann man bei Lebensmittel- oder Drogeriediscountern ab sofort zugelassene Selbsttests kaufen. Praktisch haben bisher allerdings nur wenige Glück, eine Packung zu erwischen.

In Deutschland hat der großflächige Verkauf von Corona-Selbsttests im Einzelhandel begonnen. Beim Discounter Aldi waren die Tests direkt an der Kasse erhältlich. Die Abgabemenge war zwar auf eine Packung pro Kunde begrenzt, trotzdem waren sie vielerorts bereits unmittelbar nach Öffnung der Filialen ausverkauft. Kunden berichteten, es habe nur wenige Packungen gegeben. Das Interesse an den Tests habe den Discounter "in dieser Intensität doch überrascht", teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Der Discounter bat seine Kunden um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte. Eine Packung der in Deutschland produzierten Tests kostet dort rund 25 Euro und enthält fünf Tests.

Der Discounter Lidl startete seinen Verkauf von Corona-Schnelltests für den privaten Verbrauch zunächst über seinen Onlineshop. Das Unternehmen in Neckarsulm teilte mit, die Tests seien über lidl.de "versandkostenfrei für 21,99 Euro pro 5er-Packung für den privaten Gebrauch" erhältlich. Allerdings war die Internetseite dem Ansturm der Käufer offenbar nicht gewachsen und zumindest zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar. Lidl kündigt zudem an, dass es wegen der hohen Nachfrage zu Lieferverzögerungen kommen könne. "In Kürze" sollen die Corona-Schnelltests nach Unternehmensangaben auch in allen Lidl-Filialen verkauft werden.

Auch die Supermärkte von Rewe und Edeka wollen bald mit dem Verkauf beginnen. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm planen den Start für Dienstag. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte am 24. Februar die ersten Sonderzulassungen für Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Bislang gibt es sieben Sonderzulassungen. Den regulären Weg, Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, stellt die CE-Kennzeichnung durch Zertifizierungsstellen dar. Das Bundesinstitut geht davon aus, dass Hersteller auch den regulären Weg nutzen werden.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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