Panorama

Zugstrecken und Autobahnen dicht Hochwasser stört Verkehr massiv

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Dieser Regionalzug blieb im rheinland-pfälzischen Kordel liegen. Die Stromversorgung ist vielerorts unterbrochen.

(Foto: dpa)

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es an vielen Stellen kein Durchkommen - weder mit dem Auto noch mit dem Zug. Die Polizei empfiehlt, die Regionen zu meiden. Auch der Fernverkehr, der durch die Hochwasser-Regionen führt, ist gestört.

Wegen der Hochwasser-Katastrophe im Westen kommt es weiter zu massiven Einschränkungen beim Auto- und Zugverkehr. Die Autobahn 44 bei Jülich ist wegen der überschwemmten Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Das teilte die Autobahn GmbH Rheinland mit. Die Sperrung bestehe zwischen den Anschlussstellen Jülich-Ost und Jülich-West. Die Strecke soll so schnell wie möglich wieder freigegeben werden.

Rund um das Ahrtal sind mehrere Straßen gesperrt. Die Autobahn 61 ist zwischen dem Autobahnkreuz Meckenheim und Türnich beidseitig nicht passierbar, wie die Polizei Koblenz mitteilte. Auch die Bundesstraße 9 ist demnach beidseitig zwischen Bad Breisig und Remagen gesperrt. Die Polizei bittet Autofahrer, das Ahrtal weiträumig zu umfahren.

Auch die Autobahn 1 bei Leverkusen ist in beiden Richtungen voll gesperrt. Betroffen sei die Strecke zwischen der Anschlussstelle Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen, teilte die Autobahn GmbH Rheinland mit. Die Strecke soll demnach so schnell wie möglich wieder freigegeben werden.

Massiv beeinträchtigt ist auch der Bahnverkehr. Zahlreiche Strecken seien komplett gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar, teilte die Deutsche Bahn mit. "Die Wassermassen haben Gleise, Weichen, Signaltechnik, Bahnhöfe und Stellwerke in vielen Landesteilen von NRW und Rheinland-Pfalz stark beschädigt."

Bahn bietet Infos über Hotline an

Allein in Nordrhein-Westfalen seien Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern betroffen. Die Ermittlung der Schäden laufe weiter auf Hochtouren. Im Nahverkehr verkehren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien weiterhin nicht oder nur eingeschränkt, wie die Bahn mitteilte. Soweit es die Straßenverhältnisse zulassen, seien Ersatzbusse unterwegs.

Im Fernverkehr ist unter anderem der Abschnitt Köln-Wuppertal-Hagen-Dortmund demnach derzeit nicht befahrbar. Es kommt zu Zug- und Halteausfällen. Dies gilt auch für die Strecke Köln-Koblenz über Bonn Hauptbahnhof. Die Strecke Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund ist nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar.

Die meisten Züge aus Richtung Norddeich/Emden enden wegen der Unwetterschäden in Münster und wenden dort. Züge aus Richtung Hannover und Paderborn enden und wenden nach Angaben der Bahn in Hamm. Die ICE-Züge Berlin - Hannover - Hamm - Düsseldorf/Köln seien davon aber nur teilweise betroffen: Die planmäßige Zugtrennung in Hamm entfällt, die Züge fahren mit beiden Zugteilen weiter nach Düsseldorf beziehungsweise Köln. Auf dem Abschnitt über Hagen und Wuppertal fallen sie aus.

Auch der internationale Fernverkehr von und nach Brüssel ist immer noch unterbrochen, da in Belgien zahlreiche Strecken gesperrt sind. Für Informationen zur aktuellen Lage im Zugverkehr hat die Bahn eine kostenlose Sonder-Hotline eingerichtet: 08000 99 66 33.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/AFP

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