Panorama

Neue Zahlen für Deutschland Knapp 3000 Menschen an Covid-19 gestorben

131162703.jpg

Die Zahl der Todesopfer ist im Vergleich zum Vortag um rund 160 gestiegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch über Ostern melden die Gesundheitsämter eine wachsende Zahl an Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Der gegenwärtig moderate Anstieg ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Das RKI rechnet erst in 14 Tagen mit einer genauen Bewertung der Feiertage.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist auf 126.615 gestiegen. Das geht aus Berechnungen von ntv.de hervor und entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vortag um rund 2400 Infektionen. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 registrierten Todesfälle beträgt nun 2993. Als aktuell Infizierte gelten nach offiziellen Angaben 59.322 Menschen. Da die Feiertage die Meldeketten der jeweiligen Landesbehörden verzögern könnten, ist nach Ostern wieder mit verhältnismäßig höheren Fallzahlen zu rechnen.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben in Deutschland rund 64.300 Menschen die Infektion überstanden. Damit gilt etwa die Hälfte der bisher erfassten Infizierten inzwischen als genesen. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit darüber liegen - unter anderem, weil vermutlich zahlreiche milde oder symptomlose Verläufe gar nicht durch Tests erfasst wurden. Nach Angaben des RKI wird sich erst in 14 Tagen konkret sagen lassen, wie die Infektionskurve über Ostern verlief. Erst dann wird feststehen, wie viele Menschen sich während der Feiertage neu angesteckt haben.

*Datenschutz

Derweil stehen in dieser Woche erste Entscheidungen über eine Lockerung der gegenwärtigen Corona-Maßnahmen an. Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina plädiert für einen "realistischen" Zeitplan zurück zur Normalität. Die Wissenschaftler, auf die auch die Kanzlerin hört, empfahlen, Schulen "sobald wie möglich" wieder zu öffnen - angefangen bei Grundschulen sowie Unter- und Mittelstufen. Voraussetzung: kein großer Anstieg bei den Neuinfektionen. In Bussen und Bahnen soll Mundschutz Pflicht werden.

*Datenschutz

Bundesweit wurden über die Ostertage keine großen Verstöße festgestellt. Politik und Polizei zeigten sich mit dem Verhalten der Bundesbürger weitgehend zufrieden. Bei zigtausend Kontrollen gab es natürlich auch Menschen, die sich über die Abstandsregeln hinwegsetzten - zum Beispiel an einem See in Brandenburg, wo Ausflügler viel zu eng beisammen lagen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa