Panorama

31 Gäste zum 16. Geburtstag Polizei löst Teenie-Party in Berlin auf

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Nicht nur in Berlin war die Polizei am Osterwochenende im Einsatz, um Versammlungen aufzulösen.

(Foto: imago images/Andreas Gora)

In Berlin feiert eine Teenagerin ihren 16. Geburtstag und lädt trotz Kontaktverbot 31 Gäste dazu ein. Die Polizei rückt an und setzt der Feier ein Ende. Und auch in anderen Teilen des Landes halten sich nicht alle an die Beschränkungen.

In Berlin hat eine 16-Jährige 31 Freunde zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen. Ihre Mutter hatte dafür extra kurzfristig ein 2,5-Zimmer-Apartment angemietet. Damit ignorierten Mutter und Tochter sowie die Gäste das aufgrund der Corona-Pandemie geltende Kontaktverbot.

Bei der Polizei ging ein Hinweis ein, und so rückte die Beamten an und lösten die Feier auf. Gegen alle 32 Partyteilnehmer wird nun wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt. Auch die Mutter und den Vermieter erwartet ein Ermittlungsverfahren.

Nicht nur in Berlin hielten sich einige Leute nicht an die aktuellen Beschränkungen. In München musste die Polizei eine Grillparty mit 51 Gästen beenden. Die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alten Feiernden hatten im Innenhof eines Studentenwohnheims gegrillt. Auch hier bekamen die Beamten einen Hinweis und beendeten die Party am Sonntagabend. Alle Beteiligten erhielten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Demo in Köln beendet

In Köln versammelten sich am Ostersonntag rund 60 Menschen in der Innenstadt, um unter anderem gegen die Zustände im griechischen Flüchtlingslager Moria zu demonstrieren. Auch hier schritten Beamte ein und lösten die nicht genehmigte Demonstration auf. Die meisten Teilnehmer waren aber bereits davongelaufen, als die Polizei dazukam. Gegen 15 Menschen wurde Anzeige erstattet.

In Brandenburg hat die Polizei am selben Tag 150 Platzverweise auf einen Streich am Summter See im Landkreis Oberhavel ausgesprochen. Dicht an dicht hätten dort Sonnenbadende gelegen, heißt es. Die Polizisten verwiesen sämtliche Anwesenden des Strandes. "Alle reagierten verständnisvoll", sagte ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums.

Am frühen Morgen des Ostersonntags traf die Polizei ein Pärchen bei einem verbotenen Besuch am Warnemünder Strand an. Die 26-Jährige und ihr 29-jähriger Freund waren mit dem Auto direkt an den Strand gefahren und steckten im Sand fest. Weil die beiden Berliner damit gegen die in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Corona-Regeln verstießen, endete die Spritztour mit einer Anzeige wegen Missachtung des Infektionsschutzgesetzes. Durch ihr Parken am Strand verstießen die zwei außerdem gegen die Küstenschutzverordnung. Zudem werden sie den Abschleppdienst zahlen müssen. Der fuhr sich allerdings selbst fest, sodass ein zweiter Wagen gerufen werden musste.

Und in Baden-Württemberg sollen knapp 2500 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt worden sein. Etwa vier von fünf Verstößen betraf das Verweilen im öffentlichen Raum in zu großen Gruppen.

Quelle: ntv.de, nan/dpa