Panorama

Millionenschaden in Stuttgart Ladender E-Bus löste wohl Depot-Großbrand aus

Mitten in der Nacht gerät ein Busdepot in Stuttgart lichterloh in Flammen. 25 Fahrzeuge werden zerstört, der Schaden geht in die Millionen. Nun wird klar: Der Ladevorgang eines Elektrobusses war wohl der Auslöser.

Nach dem Brand in einem Busdepot der Stuttgarter Straßenbahn hat sich der Verdacht erhärtet, dass das Feuer von einem Elektrobus ausging. Eine erste Bewertung der Daten des Brandmeldesystems und der damit verbundenen Temperatursensoren ergab, dass der Ladevorgang des Elektrobusses das Feuer ausgelöst haben könnte, wie das baden-württembergische Landeskriminalamt mitteilte. Es sollten noch weitere Untersuchungen erfolgen, derzeit werde aber von einem technischen Defekt ausgegangen.

Durch das Feuer waren vor einer Woche 25 Busse ausgebrannt und zerstört worden, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Vereinzelt war es nach Aussage des Nahverkehrsunternehmens SSB zu Behinderungen im Stuttgarter Busbetrieb gekommen.

Anwohner des Industriegeländes, auf dem das Depot liegt, waren dazu aufgerufen worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten und das betroffene Gebiet zu meiden. Die Feuerwehr stellte bei Luftmessungen am Morgen nach dem Brand jedoch keine erhöhten Werte in der Umgebung des Großbrandes mehr fest und gab Entwarnung.

Bei dem Brand wurden sechs Angestellte der SSB ärztlich versorgt - zwei kamen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus. Insgesamt waren 210 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, um die Flammen zu löschen. Augenzeugen meldeten das Feuer laut einer Polizeisprecherin gegen 20.00 Uhr am Donnerstagabend. Auf Fotos und Videos war eine große Rauchsäule über dem Stuttgarter Osten zu sehen. Längere Zeit kreiste ein Hubschrauber über dem Stadtgebiet.

Quelle: ntv.de, mra/AFP/dpa

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