Panorama

Variante breitet sich aus Omikron dominiert in mehreren Bundesländern

Auch in Deutschland dürfte Omikron bald die vorherrschende Corona-Variante sein. In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist dies bereits offiziell der Fall. In Hamburg geht man ebenfalls davon aus, dass die Delta-Version verdrängt ist.

Während Omikron das Infektionsgeschehen in Ländern wie Großbritannien oder Frankreich bereits dominiert, mehren sich die Anzeichen, dass die Corona-Variante bald auch in Deutschland die vorherrschende sein wird. In einigen Bundesländern wie etwa Baden-Württemberg scheint dies schon heute der Fall zu sein. Eine aktuelle Abfrage bei den Laboren zeige, dass bereits jetzt bei über 50 Prozent aller Sars-CoV-2-Diagnosen Omikron nachgewiesen werde, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums mit. Es könne daher spätestens in 7 bis 14 Tagen damit gerechnet werden, dass die allermeisten Infektionen im Land auf Omikron zurückgehen werden.

Die Zahl der an das Landesgesundheitsamt übermittelten Omikron-Fälle stieg in Baden-Württemberg am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) auf 5283. Das sind 1003 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Behörde zählt dazu sowohl Fälle, die über eine vollständige Erbgutanalyse sicher nachgewiesen sind, als auch Infektionen, bei denen ein variantenspezifischer PCR-Test einen Verdacht auf Omikron ergeben hat.

Auch in Niedersachsen dominiert Omikron mittlerweile. In der vergangenen Woche sei bei rund 70 Prozent der untersuchten Tests diese Variante nachgewiesen worden, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz. Demnach wurden insgesamt rund 1400 Tests auf die Varianten untersucht, in etwas mehr als 1000 Fällen wurde Omikron nachgewiesen. In der ersten Dezemberwoche lag dieser Anteil den Angaben zufolge noch bei 2,2 Prozent. Damals wurden rund 2100 Tests untersucht.

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In Hamburg geht der Senat ebenfalls davon aus, dass sich Omikron zur dominanten Variante entwickelt hat. "Wir müssen davon ausgehen, dass Omikron mittlerweile die vorherrschende Variante ist", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Derzeit seien zwar erst knapp 300 Fälle durch eine Sequenzierung nachgewiesen worden. Diese lägen aber aufgrund der Dauer des Nachweisverfahrens schon zwei Wochen zurück. Zudem gebe es Hunderte Verdachtsfälle.

Zuvor hatte bereits Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther gesagt, dass Omikron die vorherrschende Corona-Variante in seinem Bundesland sei. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen an diesem Mittwoch kurzfristig zu einer Videokonferenz zusammen, um angesichts der wachsenden Omikron-Welle über eine Änderung der Corona-Quarantäneregeln zu diskutieren. Damit tagen die Ressortchefs noch vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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