Panorama

Niederlande ebenfalls betroffen Spanien wird wohl bald Hochinzidenzgebiet

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Bei Hochinzidenzgebieten müssen Touristen nach ihrer Rückkehr bislang in eine zehntägige Quarantäne gehen, die sie aber nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

In Spanien und den Niederlanden steigen die Infektionszahlen rasant. Beide Länder verzeichnen inzwischen Inzidenzen um die 400er- Marke. Die Bundesregierung will nun laut einem Bericht reagieren und die Urlaubsländer hochstufen. Das hat auch Konsequenzen für Mallorca-Reisende.

Die Bundesregierung will Spanien und die Niederlande einem Medienbericht zufolge am morgigen Freitag zu Hochinzidenzgebieten erklären. Außerdem soll Luxemburg als einfaches Risikogebiet eingestuft werden, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise berichteten. Spanien gilt seit anderthalb Wochen als einfaches Risikogebiet, die Niederlande erst seit Sonntag.

Bisher sind vier Länder in Europa als Hochinzidenzgebiete eingestuft: Portugal, Zypern, das Vereinigte Königreich und Russland. Für sie gilt eine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes. Die Einstufungen haben Folgen für die Quarantäneregeln. Bei Hochinzidenzgebieten müssen Touristen nach einer Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne gehen, die sie aber nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.

In Spanien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen bei 372,3, in den Niederlanden sogar bei 408,8. Dennoch ist die Lage in den Krankenhäusern der beiden Länder weiterhin entspannt, die Intensivstationen sind bisher nicht überlastet. Das wird darauf zurückgeführt, dass sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene infizieren.

Mallorca plant neue Beschränkungen

Einer der Infektionsherde in den Niederlanden war ein Festival in Utrecht - trotz vorhandener Hygienemaßnahmen sollen sich dort rund 1000 Besucherinnen und Besucher infiziert haben. Auf Mallorca, der Lieblingsinsel der Deutschen, werden Massenansteckungen unter spanischen Abiturientinnen und Abiturienten für die hohen Infektionszahlen mitverantwortlich gemacht. Zudem breitet sich auch dort die Delta-Variante rasant aus. Inzwischen wird sie bei rund 85 Prozent der Neuinfektionen nachgewiesen.

Inzwischen haben sowohl Spanien als auch die Niederlande auf die steilen Infektionskurven reagiert und Lockerungen zurückgenommen. So müssen Restaurants und Bars wieder gegen Mitternacht schließen, Diskotheken und Clubs dürfen gar nicht mehr öffnen.

In der Region Katalonien mit Barcelona wurden wieder nächtliche Ausgangssperren eingeführt von ein bis sechs Uhr. Auch auf Mallorca könnten verschärfte Regeln drohen, berichtet die "Mallorca Zeitung". Die Inselregierung plane ein nächtliches Versammlungsverbot sowie eine Wiedereinführung der Maskenpflicht im Freien. Diese würde auch Reisende treffen, ansonsten sind die Regeln aber moderat - auch in Bezug auf die Rückkehr nach Deutschland.

Quelle: ntv.de, hny

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