Politik

Eskalation aus Russland Bericht: USA bereiten Notfallpläne für Atomangriff vor

Eine nukleare Eskalation durch Russland ist nicht auszuschließen: Die USA bereiten sich derzeit darauf vor. Das sogenannte Tiger-Team bereitet auch mögliche Reaktionen auf einen russischen Einmarsch in NATO-Länder vor. Das dürfte auch ein wichtiges Thema des heutigen Bündnistreffens sein.

Die USA entwickeln derzeit Notfallpläne für den Fall, dass der russische Präsident Wladimir Putin chemische, biologische oder atomare Waffen einsetzt. Dies berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Mitglieder des sogenannten Tiger-Teams. Dem Bericht zufolge wurde das Team aus nationalen Sicherheitsbeamten am 28. Februar - vier Tage nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine - vom nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, zusammengestellt.

Das Tiger-Team prüft auch mögliche Reaktionen für den Fall, dass Russland in NATO-Gebiet eindringt und Konvois angreift, die Waffen und Hilfsgüter in die Ukraine bringen. Der "New York Times" zufolge prüft das Team auch Szenarien für den Fall, dass Russland versuchen sollte, den Krieg auf Nachbarländer wie Moldawien und Georgien auszuweiten. Auch die Frage, wie die europäischen Länder auf die große Zahl von Flüchtlingen vorbereitet werden können, ist ein Thema, mit dem sich das Team beschäftigt.

Hintergrund für diese Überlegungen sei die Annahme, dass der russische Präsident Wladimir Putin frustriert sei über den mangelnden Fortschritt seines Militärs in der Ukraine oder dass er den Westen vor einem Eingreifen warnen wolle, hieß es von der "New York Times" weiter.

Bei einem Einsatz von Chemiebomben etwa könnten Giftwolken auch auf NATO-Gebiet gelangen. Das werfe die Frage auf, ob dies als Angriff auf das westliche Verteidigungsbündnis gewertet werden müsste. Diese Szenarien werden dem Bericht zufolge voraussichtlich an diesem Donnerstag im Mittelpunkt einer außerordentlichen Sitzung der 30 NATO-Staaten stehen, die sich in Brüssel zum ersten Mal seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar hinter verschlossenen Türen treffen. Handys und Berater seien dabei nicht zugelassen, schreibt die Zeitung weiter.

Quelle: ntv.de, cls/dpa

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