Politik

Ringen um CDU-Vorsitz Bewerber stellen sich in digitalen Townhalls

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Am 25. April wählen die CDU-Delegierten auf einem Parteitag eine neue Parteispitze.

(Foto: imago/Chris Emil Janßen)

In der CDU wird es keine Neuauflage der Regionalkonferenzen geben. Die bislang bekannten Bewerber um die Parteispitze treten bei zwei Veranstaltungen öffentlich zusammen auf. Die Basis soll ihre Fragen schriftlich einreichen. Zudem muss sich der Gewinner noch in diesem Jahr einer weiteren Wahl stellen.

Die drei Bewerber um den CDU-Vorsitz haben sich am Abend in der Parteizentrale in Berlin über des weitere Vorgehen bis zum Parteitag verständigt. Dabei einigten sich Armin Laschet, Norbert Röttgen und Friedrich Merz mit Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf einen "CDU live"-Talk mit den Kandidaten sowie zwei zentrale digitale Townhalls mit allen drei Kandidaten, wie es aus dem Konrad-Adenauer-Haus hieß. Ferner sollen die Parteimitglieder die Möglichkeit haben sich per "Kandidaten-Fragebögen" in die Debatte einzubringen. Gemeinsame Auftritte vor Landesverbänden sind nicht geplant.

Teil der Vereinbarung ist es ferner, die Wahl beim Parteitag Ende April als Nachwahl zu betrachten. Das gilt ebenso für etwaige Wahlen im Vorstand kommen. Damit müssen sich alle beim regulären Parteitag im Dezember erneut zur Abstimmung stellen.

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer sagte im Anschluss: "Es waren sehr gute und konstruktive Gespräche", bei denen "gute Regeln für einen fairen Wettbewerb gefunden" worden seien. Vor allem sei es darum gegangen, "den demokratischen Wettbewerb so organisieren, dass die CDU als Volkspartei weiterhin Deutschlands Zukunft gestalten kann".

Für Generalsekretär Paul Ziemiak zeigen die Kandidaten, "dass sie zum Wohle der CDU gemeinsam den Weg bis zum Parteitag gestalten wollen". Mit den anstehenden Formaten erhielten die Mitglieder mehrfach die Gelegenheit, "den Kandidaten ihre Fragen zu stellen".

Bislang haben sich offiziell Ex-Unionsfraktionschef Merz, Außenpolitiker Röttgen und ein Team aus NRW-Regierungschef Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um den Vorsitz beworben. Aus CDU-Kreisen verlautete zudem, dass sich zehn weitere CDU-Mitglieder, die sich um den Parteivorsitz bewerben wollen. Diese seien bisher aber nicht ordnungsgemäß nominiert.

Der künftige CDU-Vorsitzende muss sich nach der Wahl auf dem Sonderparteitag im April auf dem turnusgemäßen Parteitag im Dezember erneut zur Wahl stellen. Das wurde nach Beratungen der Bewerber mit der aktuellen Parteispitze am Montagabend in Berlin bekannt. Die drei aussichtsreichsten Bewerber - Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen - sollen sich bis zum Sonderparteitag in mehreren Formaten den Fragen von Mitgliedern stellen. 

Quelle: ntv.de, jwu