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Neue Zeugen in Ukraine-Affäre FBI nimmt zwei Giuliani-Gehilfen fest

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Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani hat enge Verbindungen in die Ukraine.

(Foto: picture alliance / Tracey Nearmy)

US-Präsident Trump und sein privater Anwalt Giuliani haben versucht, in der Ukraine Schmutz gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Biden zu finden. Zwei Männer, die dabei geholfen haben sollen, sitzen nun im Gefängnis. Sie sollen auch Wahlkampfspenden verschleiert haben.

Die US-Justiz hat einen Ukrainer und einen Weißrussen festgenommen, die eine Rolle in der Ukraine-Affäre rund um Präsident Donald Trump spielen sollen. Sie wurden am Mittwoch an einem Washingtoner Flughafen festgenommen, als sie außer Landes reisen wollten, erklärte das FBI in New York. US-Medien zufolge haben sie Verbindungen zu Trumps privatem Anwalt Rudy Giuliani.

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Noch im September trank Rudy Giuliani mit Lev Parnas Kaffee im Trump Hotel in Washington D.C.

(Foto: REUTERS)

Lev Parnas und Igor Fruman sollen laut Anklage illegale Wahlkampfspenden verschleiert haben. Dabei geht es um mutmaßliche Geldflüsse aus Russland an US-Wahlkampagnen. Ein Teil dieser Gelder floss offenbar auch in die Kampagne für Trumps Wiederwahl. Den Berichten zufolge sollten sie im Auftrag von Giuliani auch belastendes Material über Trumps Rivalen, den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, finden. Die Anklageschrift nimmt darauf allerdings keinen Bezug.

Viele Vorwürfe, keine Beweise

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Das Polizeifoto des Weißrussen Igor Fruman.

(Foto: via REUTERS)

Die Demokraten im US-Kongress werfen Trump vor, seine Macht als Präsident missbraucht zu haben, damit sich eine ausländische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Sie führen prüfen zurzeit ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen ihn. Zuvor war herausgekommen, dass Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat ermuntert hatte, Ermittlungen einzuleiten, die Biden schaden könnten.

Joe Bidens Sohn Hunter hatte früher für ein ukrainisches Gasunternehmen gearbeitet. Trump und Giuliani werfen ihm vor, dabei in Korruption verwickelt gewesen zu sein. Beweise dafür können sie allerdings nicht präsentieren. Seinem Vater unterstellen sie, seinen Sohn als Vizepräsident unter Barack Obama vor Korruptionsermittlungen geschützt zu haben. Dafür haben sie ebenfalls keine Beweise.

Die Demokraten im Kongress wollen Parnas und Fruman deshalb im Rahmen ihrer Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump vernehmen. Parallel zu der Festnahme stellten sie Zwangsvorladungen an die beiden Verdächtigen aus.

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Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa

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