Politik

Putins "Bluthund" meldet sich Kadyrow: Befinde mich in der Ukraine

Der Tschetschenien-Chef zeigt sich auf einem neuen Video mit einem unkenntlich gemachten Plan auf einem Tisch.

Der Tschetschenien-Chef zeigt sich in einem neuen Video mit einem unkenntlich gemachten Plan auf einem Tisch.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

In einem Telegram-Video behauptet der Tschetschenien-Anführer, dass er sich nun bei seinen Truppen in der Nähe von Kiew befindet. Sie seien kampfbereit und "warten nur auf die nötigen Befehle", sagt darin Ramsan Kadyrow. Zudem ruft er die ukrainische Führung auf, sich umgehend zu ergeben.

Der tschetschenische Republikchef Ramsan Kadyrow hat behauptet, sich in der Ukraine aufzuhalten. Über ein in der Nacht zu Montag auf seinem Telegram-Kanal geteiltes Video schreibt er, dieses sei in Hostomel aufgenommen worden, einem Ort nordwestlich der Hauptstadt Kiew, mit einem nahen Flugplatz, der seit Beginn des Krieges in der Ukraine umkämpft ist.

Auf dem Video, das nicht unabhängig verifiziert werden kann, sind mehrere Männer in militärischer Kleidung, mit Waffen und Kadyrow zu sehen, wie sie einen unkenntlich gemachten Plan auf einem Tisch studieren. "Neulich waren wir etwa 20 Kilometer von Ihnen entfernt, Kiewer Nazis, und jetzt sind wir noch näher, und raten Sie mal, wie nahe wir gekommen sind", schreibt Kadyrow weiter. "Ich werde eine Intrige hinzufügen: Vielleicht sind wir bereits in Kiew und warten nur auf die nötigen Befehle?"

Zudem behauptet er, "nicht wenige" Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes arbeiteten für Russland. Weiter droht Kadyrow in dem Telegram-Posting der Kiewer Führung und ruft sie auf, die Seite zu wechseln. "Ihr könnt Euch eine Minute entspannen, denn ihr müsst uns nicht suchen - wir finden Euch selber", schreibt der Chef der Nordkaukasus-Republik Tschetschenien weiter. "Oh, lange habt ihr nicht mehr. Besser, ihr ergebt euch und stellt euch neben uns, wie ich schon mehrmals vorgeschlagen habe, oder Euer Ende steht bevor."

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Kadyrow ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Oftmals wird er als dessen "Bluthund" bezeichnet. Eigenen Angaben zufolge nehmen tschetschenische Soldaten an der Offensive im Nachbarland teil. Kadyrow behauptete auf Telegram, Tausende seien in der Ukraine. Die Kämpfer gelten als äußerst brutal. Es heißt in mehreren Berichten, sie wurden entsendet, um den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu töten.

Tschetschenien ist eine sogenannte autonome Teilrepublik in der Russischen Föderation, also kein eigenständiger Staat. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war Tschetschenien zwischenzeitlich de facto unabhängig, später intervenierte Russland dort in mehreren blutigen Kriegen. Der letzte derartige Militäreinsatz endete 2009.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa/AFP

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