Politik

Mike Mohring im "ntv Frühstart" "Merz-Vorschlag hat nicht geholfen"

Die Bewerbung von Friedrich Merz um den Posten des Bundeswirtschaftsministers habe "jetzt nicht geholfen", sagt der Thüringer CDU-Politiker Mike Mohring. Die äußerst scharfe Kritik aus Sachsen-Anhalt am neuen CDU-Chef weist er zurück.

CDU-Bundesvorstandsmitglied Mike Mohring hat sich kritisch über den Vorstoß des unterlegenen Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, geäußert. "Jetzt, acht Monate vor der Bundestagswahl die Mannschaftsaufstellung zu wechseln im Kabinett, wo die Zuständigkeit auch bei der Kanzlerin liegt, ich glaube das hat jetzt nicht geholfen", sagte Mohring im "Frühstart" von ntv.

Merz hatte nach seiner Niederlage auf dem digitalen CDU-Parteitag dem neu gewählten Parteivorsitzenden Armin Laschet "angeboten", als Wirtschaftsminister ins Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel einzutreten. Merkel hatte dies umgehend über einen Sprecher ablehnen lassen, und auch Laschet äußerte sich im Interview mit ntv verhalten zu dem Vorstoß.

Kritik aus den Reihen der Ost-CDU an Laschet wies Mohring zurück. Markus Kurze, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt, hatte Laschet am Sonntag im ZDF "Funktionärskandidat" genannt und unterstellt, das "Votum der Basis" sei ignoriert worden. "Mir sind als Thüringer, als Nachbar von Sachsen-Anhalt, solche Stimmen nicht unbekannt", kommentierte Mohring. "Dennoch gilt: Armin Laschet ist jetzt Bundesvorsitzender, jetzt verdient er alle Unterstützung."

Mit Blick auf die kommende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sagte Mohring: "Da hilft es uns nicht, wenn wir unser eigenes Personal schon wieder kritisieren."

Mehr zum Thema

Mohring sagte, er traue Laschet zu, auf den Osten "zuzugehen" und "um Vertrauen zu werben". Es sei auch eine Chance, dass Laschet "unbefangen auf die Region" zugehen und "mit der Region neue Ideen entwickeln" könne: "Wir brauchen das noch. Der Osten muss noch ein Stück aufholen, aber das müssen andere Teile in Deutschland auch."

Die Frage, ob Laschet nun auch Kanzlerkandidat der Union werde, könne man nur gemeinsam mit der CSU entscheiden. CSU-Chef Markus Söder und Armin Laschet würden sich darüber bald unterhalten: "Und zwar zu dem Zeitpunkt, wo sie beide es für richtig halten, auch unter der Lage der dann vorliegenden Umfragen und der Perspektiven für eine Zeit nach der Bundestagswahl", so Mohring.

Quelle: ntv.de, psa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.