Politik

Panzer seit Jahren außer Dienst Ministerium sieht Probleme bei "Gepard"-Ausbildung

Deutschland will der Ukraine mehrere "Gepard"-Panzer liefern. Das Verteidigungsministerium äußert allerdings Bedenken bezüglich der entsprechenden Ausbildung ukrainischer Soldaten. Aufgrund der Ausmusterung des Flugabwehrpanzers vor mehreren Jahren könnte es an geeigneten Ausbildern fehlen.

Eine Ausbildung ukrainischer Soldaten an den zugesagten "Gepard"-Panzern durch die Bundeswehr ist wohl nur in begrenztem Umfang möglich. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte in Berlin, dass die letzten Exemplare dieses Flugabwehrpanzers bereits vor zehn Jahren die Bundeswehr verlassen hätten. "Das sind sicherlich nur noch wenige Rest-Fähigkeiten bei den Menschen, die damit noch befasst waren vor zehn Jahren, die man als Ausbildungsangebot dann umsetzen könnte."

Tags zuvor hatte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht der Ukraine die Lieferung des "Gepard"-Panzers aus Industriebeständen in Aussicht gestellt. Es handelt sich um eine mittlere zweistellige Zahl von technisch aufgearbeiteten ehemaligen Bundeswehr-Panzern. Der genaue Ausbildungsbedarf ist nach den Worten des Ministeriumssprechers von den Verhandlungen zwischen der Industrie und der Ukraine abhängig. "Und dann schauen wir, was wir eventuell zur Unterstützung beisteuern können."

Die geplante Lieferung des Flugabwehrpanzers soll mit einer größeren Menge Munition ergänzt werden. Dazu laufen Gespräche mit Brasilien, das in früheren Jahren aus Deutschland Munition für das Waffensystem erhalten hat. Auf diesem Weg könnten bis zu 300.000 Schuss für den Einsatz der bis zu 50 "Gepard"-Panzer beschafft werden. Munition für das Waffensystem gibt es noch aus deutscher Produktion sowie aus der Schweiz, die bislang keine Ausfuhr in die Ukraine erlaubt hat. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, sagte RTL/ntv, sollte das Munitionsproblem nicht gelöst werden, müsste die Ukraine wohl auf die Lieferung der "Gepard"-Panzer verzichten.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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