Politik

RTL/ntv-Trendbarometer SPD und Scholz verlieren an Zustimmung

Die Diskussion um die Corona-Politik der Ampel scheint den Sozialdemokraten und der FDP geschadet zu haben. Beide Parteien verlieren im Trendbarometer. Die Riege der möglichen CDU-Vorsitzenden führen Merz und Röttgen an.

Würde am kommenden Sonntag gewählt, könnte die SPD erneut damit rechnen, stärkste Partei zu werden. Allerdings büßen die Sozialdemokraten im RTL/ntv-Trendbarometer im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ein. Die FDP verliert Punkte und nähert sich wieder ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl im September. Die Grünen verbessern sich um einen Punkt. Leicht hinzugewinnen können auch die AfD und die sonstigen Parteien. Die Werte für die Unionsparteien und die Linke verändern sich nicht.

Wäre erneut Bundestagswahl, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: SPD 24 Prozent (Bundestagswahl am 26. September: 25,7 Prozent), CDU/CSU 22 Prozent (24,1), Grüne 17 Prozent (14,8), FDP 12 Prozent (11,5), AfD 10 Prozent (10,3), Linke 5 Prozent (4,9). Für sonstige Parteien würden sich 10 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden (8,7). Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt aktuell bei 21 Prozent.

Scholz verliert bei K-Frage, SPD bei Kompetenz

Könnten die Wahlberechtigten den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin direkt wählen, würden sich 46 Prozent für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz entscheiden, wenn der Gegenkandidat Friedrich Merz wäre. Das sind sechs Punkte weniger als in der Vorwoche. Für Merz würden sich 19 Prozent entscheiden. Wäre der Gegenkandidat Norbert Röttgen, würden 45 Prozent Scholz und 21 Prozent den Christdemokraten wählen.

Bei der Einschätzung zur politischen Kompetenz fallen SPD, Grüne und FDP jeweils auf ihren niedrigsten nach der Bundestagswahl gemessenen Wert. Der SPD trauen aktuell 16 Prozent, der Union 10 Prozent und den Grünen beziehungsweise der FDP jeweils 7 Prozent zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten (53 Prozent) traut weiterhin keiner Partei politische Kompetenz zu.

Merz und Röttgen führen bei der C-Frage

Auf die Frage, wer von den derzeit diskutierten Kandidaten für den CDU-Vorsitz am besten geeignet ist, nennen aktuell 22 Prozent der Wahlberechtigten Friedrich Merz, 20 Prozent Norbert Röttgen, 8 Prozent Helge Braun, 7 Prozent Ralph Brinkhaus und 6 Prozent Carsten Linnemann. 37 Prozent aller Wahlberechtigten halten keinen der genannten Kandidaten für einen geeigneten CDU-Vorsitzenden.

In der Vorwoche hatten Merz und Röttgen unter allen Wahlberechtigten nur 17 Prozent erreicht. Die Werte sind allerdings nur bedingt vergleichbar, weil vor einer Woche noch Gesundheitsminister Jens Spahn abgefragt wurde und Kanzleramtsminister Braun noch nicht. Braun hat erst später seine Bewerbung offiziell gemacht, Spahn dagegen hat mittlerweile erklärt, dass er nicht kandidieren wird.

Bei den Wählern der CDU liegt Merz mit 35 Prozent vor Röttgen mit 19 Prozent, gefolgt von Braun mit 13 Prozent. Brinkhaus halten 8 Prozent, Linnemann 5 Prozent für den geeignetsten CDU-Vorsitzenden. Für 20 Prozent der CDU-Wähler wäre keiner der genannten Kandidaten für den CDU-Vorsitz geeignet.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 9. bis 15. November 2021 erhoben. Datenbasis: 2510 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zum zukünftigen CDU-Vorsitzenden sowie zum zukünftigen SPD-Vorsitz wurden vom 10. bis 11. November 2021 erhoben. Datenbasis: 1001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, hvo

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