Politik

Um Treffen "gebettelt" Trump-Anwalt will Kim auf Knien sehen

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Bald treffen sie sich in der Realität: Kim Jong Un und Donald Trump.

(Foto: AP)

In knapp einer Woche kommt es zu dem historischen Treffen von Norkoreas Machthaber Kim und US-Präsident Trump. Fast wäre die Begegnung geplatzt - hätte Kim nicht alle Register gezogen, sagt Trumps Anwalt Giuliani.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Aussage des Anwaltes von US-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, um ein Treffen mit Trump "gebettelt". Trump habe ein geplantes Treffen mit Kim Jong Un wegen der nordkoreanischen Drohungen mit einem Atomkrieg und Beleidigungen gegenüber US-Politikern abgesagt, sagte Giuliani bei einer Konferenz der israelischen Zeitung "Globes" in Tel Aviv.

"Wir haben gesagt: Wir werden keinen Gipfel unter diesen Bedingungen haben", sagte Giuliani. "Kim Jong Un ging zurück auf seine Hände und Knie und bettelte darum - was exakt die Position ist, in die man ihn bringen will." Der Machthaber Nordkoreas habe darum gebeten, das Treffen stattfinden zu lassen. Giuliani war früher Bürgermeister von New York und gilt als enger Vertrauter des Präsidenten.

Trump und Kim wollen sich am 12. Juni in Singapur treffen. Der historische Gipfel ist im Hotel "Capella" auf der Freizeitinsel Sentosa geplant, sagte Trumps Sprecherin Sanders. Das Luxushotel wurde von US-Diplomaten als Gipfelort ausgesucht. Da es relativ weit entfernt liegt von den dichtbevölkerten Wohngebieten Singapurs lässt es sich gut absichern. Die Insel ist außerdem nur durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, die sich leicht für den Autoverkehr sperren lässt.

Hat Nordkorea Atomwaffen?

Bei dem Treffen soll es um das nordkoreanische Atomprogramm gehen. Die USA hoffen, Nordkorea dazu bewegen zu können, sein Atomprogramm komplett abzubauen. Nordkorea will aus der internationalen Isolation heraus, um über Außenhandel und Investitionen das Land entwickeln zu können. Der Konflikt um Nordkorea und dessen Atom- und Raketenprogramme beschäftigt die Staatengemeinschaft seit Jahrzehnten. Das weitgehend isolierte Land verfügt nach Angaben der Führung in Pjöngjang über Atomwaffen, mit denen es seine Nachbarstaaten, aber auch die USA bedrohen könnte.

Noch in der vergangenen Woche hatte es so ausgesehen, als sei der historische Gipfel geplatzt. Trump hatte das Treffen mit Verweis auf eine "offene Feindseligkeit" Nordkoreas abgesagt. Da sich Pjöngjang weiter offen für Gespräche zeigte, ließ Trump die Gipfelvorbereitungen dann aber fortsetzen. Nach einer Unterredung mit dem nordkoreanischen General Kim Yong Chol im Weißen Haus verkündete Trump am Freitag, dass er Kim nun doch wie geplant treffen werde.

Seit Jahresbeginn hat es im angespannten Verhältnis zwischen den USA und Nordkorea mehrere überraschende Wendungen gegeben. Im März lud Kim den US-Präsidenten zu einem Gipfeltreffen ein, was Trump annahm. Ende April trafen Kim und Südkoreas Präsident Moon Jae In bei einem als historisch eingestuften innerkoreanischen Gipfel in Panmunjom zusammen. Dabei sprachen sie sich für einen Friedensschluss und eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel aus.

Quelle: ntv.de, cam/dpa/AFP

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