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Spanischer Topklub interessiert? Götze spielt wohl nie wieder für den BVB

Dortmunds Mario Götze. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

In einem Pflichtspiel für den BVB wird man Mario Götze wohl nicht mehr sehen.

(Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild)

Nur einmal hat Mario Götze in dieser Saison über 90 Minuten für den BVB gespielt. Ein zweites Spiel über die volle Distanz wird nicht hinzukommen, vermutlich sogar gar kein Einsatz mehr für die Borussia. Ein Grund: Götze wolle sich derzeit lieber um die Familie kümmern.

Der zweite Abschied von Mario Götze aus Dortmund wird offenbar still und leise. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, steht der 28-Jährige im letzten Saisonspiel des BVB am Samstag (15.30 Uhr im Liveticker bei ntv.de) daheim gegen 1899 Hoffenheim erneut nicht im Kader. Nach Vereinsangaben ist das jedoch noch nicht final entschieden.

Dem "Bild"-Bericht zufolge habe sich Götze entschieden, nach der Frühgeburt seines Sohnes Rome am 6. Juni rund um die Uhr für seine Frau Ann-Kathrin und das Kind da zu sein. Nach diversen Besuchen im Krankenhaus durfte der Mittelfeldspieler aufgrund der strengen DFL-Hygieneauflagen nur individuell trainieren. Zwar habe Götze nach zuletzt zwei negativen Corona-Tests ins Mannschaftstraining zurückkehren können, sich aber dagegen entschieden.

Damit wäre er zum fünften Mal in Serie nicht im Aufgebot von Trainer Lucien Favre. In der gesamten Saison kam der Edeltechniker, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, nur einmal über die volle Spielzeit zum Einsatz. Der Schweizer Trainer hatte Götze Ende Mai für nicht systemkompatibel erklärt. Für welchen Klub der Weltmeister in Zukunft spielt, ist nach wie vor offen. Neben italienischen Klubs soll auch Atlético Madrid Interesse haben.

Pfister kritisiert den BVB

Ob das defensiv ausgerichtete Spiel der Rojiblancos unter Coach Diego Simeone aber zu Götzes Fähigkeiten passt? Fraglich. Trainer-Legende Otto Pfister hatte dem BVB-Spieler zuletzt über den Fußball-Podcast des ehemaligen Sky-Reporters Stephan Schäuble empfohlen, bei der Wahl des neuen Arbeitgebers darauf zu achten, zu welchem Trainer er wechselt. "Er muss schauen, ob der Trainer eine Schwäche für kreative Spieler hat, die die Spielmacherrolle ausfüllen können", sagte der 82-Jährige, der in 22 Ländern auf vier Kontinenten gearbeitet hat. Dann, so Pfister, könne Götze auch wieder Weltklasse werden.

Der Trainer-Oldie hatte außerdem den BVB für den Umgang mit seinem Spielmacher kritisiert. "Irgendeiner hat mal gesagt, der passt nicht ins System. Aber man hat diesen Spieler nach der Stoffwechselerkrankung ganz falsch behandelt, er hat keinen Rhythmus. Er trainiert und sitzt auf der Bank." Pfister hätte vom Klub mehr Vertrauen in Götze erwartet. "Dann wäre er heute in der Mannschaft. Dadurch, dass er keinen Rhythmus hat, hat er vielleicht zwei bis drei schlechte Spiele hintereinander. Dann musst Du ihn trotzdem spielen lassen, weil Du weißt, was er kann."

Quelle: ntv.de, tno/dpa