Friedrich verpasst Titelverteidigung knapp
Lea Sophie Friedrich hat bei den Bahnradsport-Europameisterschaften in Apeldoorn die Titelverteidigung im Sprint-Turnier verpasst und die Silbermedaille gewonnen. Die 24-Jährige unterlag glatt in zwei Läufen Emma Finucane aus Großbritannien, die im vergangenen August bereits das WM-Finale gegen Friedrich gewonnen hatte. Platz drei belegte Emma Hinze nach einem 2:0 gegen Mathilde Gros aus Frankreich.
In der 4000-Meter-Einerverfolgung belegte der Vorjahresdritte Tobias Buck-Gramcko in 4:10,802 Minuten den vierten Platz. Europameister wurde Daniel Bigham (4:05,783/Großbritannien). Die deutschen Sprint-Männer Maximilian Dörnbach und Luca Spiegel waren ein weiteres Mal chancenlos und schieden im Achtelfinale aus.
Bayern-Gegner bestraft: Rassistische Eskalation hat Nachspiel
Wegen wiederholter rassistischer Schmähungen gegen den belgischen Fußball-Nationalspieler Romelu Lukaku muss Bayern Münchens nächster Champions-League-Gegner Lazio Rom in der italienischen Liga demnächst ein Spiel vor halb leeren Rängen austragen. Die Strafe wurde vom zuständigen Sportgericht des italienischen Fußballverbands verhängt. Der Stürmer von der AS Rom war am Mittwoch während des Hauptstadt-Derbys von Lazio-Anhängern wegen seiner schwarzen Hautfarbe rassistisch beleidigt worden. Zudem wurden von Lazio-Fans immer wieder Böller gefeuert. Es flogen auch Flaschen. Das Gericht verurteilte den Verein zudem zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro.
Die Sportjustiz begründete die Entscheidung auch damit, dass es bei Lazio-Spielen häufiger schon zu solchen Schmähungen kam. Damit gelte der Verein als "Wiederholungstäter". Nun müssen verschiedene Kurven des Olympiastadions beim Spiel gegen die SSC Neapel am 28. Januar leer bleiben. Das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern findet am 14. Februar statt.
Vanessa Mai folgt auf Kevin Keegan, Bud Spencer und David Hasselhoff
Die Sängerin Vanessa Mai ("Happy End") hat am Abend den Startschuss zum ersten Bremer Sechstagerennen in vier Jahren gegeben. Wegen der Pandemie und des Ukraine-Krieges war das Rennen dreimal in Folge ausgefallen. Mai, die 31 Jahre alte Schwiegertochter von Andrea Berg, steht damit in einer langen Reihe prominenter Namen, die seit 1965 ebenfalls schon einmal das traditionsreiche Bahnradsport-Event eröffnet haben: Dazu zählen unter anderem Fußball-Star Kevin Keegan (1979), Showmaster Rudi Carrell (1983), Sänger David Hasselhoff (1991), Schauspieler Bud Spencer (1992), Sängerin Nena (2011) oder der Astronaut Thomas Reiter (2018).
Jüngster Trainer der NFL: Patriots haben Belichick-Nachfolger schon gefunden
Nur einen Tag nach dem Abschied von Trainerlegende Bill Belichick haben die New England Patriots aus der NFL Jerod Mayo als Nachfolger engagiert. Der 37-Jährige, bislang als Belichick-Assistent für die Linebacker verantwortlich, löst Sean McVay (Los Angeles Rams) als jüngsten Headcoach in der Football-Profiliga ab. Mayo ist der erste schwarze Cheftrainer der Patriots-Geschichte. Der sechsmalige Super-Bowl-Champion New England und Belichick hatten sich nach 24 gemeinsamen Spielzeiten einvernehmlich auf eine Trennung geeinigt. Der 71-Jährige ist der erfolgreichste NFL-Cheftrainer der Geschichte.
Der 37-Jährige spielte von 2008 bis 2015 für das Team aus Foxborough im US-Bundesstaat Massachusetts und gewann mit den Patriots als Linebacker 2014 den Super Bowl. Seit zwei Jahren gehörte Mayo zum Trainerteam von Belichick.
Österreich feiert Pflichtsieg bei EM-Auftakt
Österreich mit dem Kieler Bundesligastar Nikola Bilyk ist mit einem Pflichtsieg in die Handball-EM gestartet. In Mannheim bezwang die Mannschaft von Trainer Ales Pajovic die einstige Großmacht Rumänien mit 31:24 (15:14), nun warten die schweren Gruppenspiele gegen die früheren Weltmeister Kroatien und Spanien. Bylik erzielte vier Tore, erfolgreichster Schütze der Österreicher war Sebastian Frimmel vom ungarischen Topklub Pick Szeged mit sechs Treffern. Der ewige Geheimfavorit Island mit zahlreichen Bundesliga-Legionären rettete gegen Serbien in München ein 27:27 (11:10). Dabei machte das Heimatland von Bundestrainer Alfred Gíslason in den Schlussminuten ein 24:27 noch wett.
Kein Goretzka: So startet der FC Bayern ins neue Jahr
Trainer Thomas Tuchel von Fußball-Rekordmeister Bayern München setzt zum Start ins neue Jahr auf Raphaël Guerreiro anstelle von Leon Goretzka. Der Portugiese steht im Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (20.30 Uhr/Sat.1 und DAZN) etwas überraschend neben Mittelfeldchef Joshua Kimmich in der Startelf.
Ansonsten verzichtete Tuchel auf Experimente. Vor Torhüter Manuel Neuer verteidigen Konrad Laimer, Matthijs de Ligt, Dayot Upamecano und Alphonso Davies. Die offensive Dreierreihe bilden Thomas Müller, Jamal Musiala und Leroy Sané, davor stürmt Harry Kane. Die zuletzt angeschlagenen Kingsley Coman und Aleksandar Pavlovic sitzen wie Goretzka zunächst auf der Bank.
Die Münchner Aufstellung: Neuer - Laimer, de Ligt, Upamecano, Davies - Kimmich, Guerreiro - Müller, Musiala, Sane - Kane. - Trainer: Tuchel
Arminia-Legende Klos beendet die Karriere
Fabian Klos beendet nach dieser Saison seine Karriere als Fußballprofi. Das teilt die Vereinslegende von Arminia Bielefeld mit. "Einen Vereinswechsel wird es nicht geben. Ich werde am letzten Tag meiner aktiven Karriere das Arminia-Trikot tragen", sagte der 36 Jahre alte Stürmer. Klos spielt seit 2011 für die Arminia und war für die Ostwestfalen in der ersten, zweiten und dritten Liga aktiv. Bereits 2020 hatte er seinen damals auslaufenden Vertrag ursprünglich nicht verlängern wollen, blieb nach dem damaligen Abstieg aus der Bundesliga am Ende aber doch.
Kanzler Scholz besucht deutsche EM-Helden
Bundeskanzler Olaf Scholz besucht das zweite EM-Spiel der deutschen Handballer in Berlin. Das geht aus den Terminen des Regierungschefs hervor. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft am Sonntag um 20.30 Uhr (ZDF und Dyn) in der Mercedes-Benz-Arena auf Nordmazedonien.
Scholz ist bekennender Handball-Fan und besuchte in der Vergangenheit unter anderem Spiele des Zweitligisten VfL Potsdam. "Ich wünsche allen spannende Spiele und unserem Nationalteam viel Erfolg", hatte der SPD-Politiker vor dem deutschen Auftaktspiel gegen die Schweiz (27:14) am Mittwoch in den Sozialen Medien geschrieben. Das Eröffnungsspiel gegen die Eidgenossen vor der Weltrekord-Kulisse von 53.586 Zuschauern in Düsseldorf hatte unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Stadion verfolgt.
Zverev weckt Hoffnungen auf Traum-Doppel bei Olympia
Tennisspieler Alexander Zverev hat Hoffnungen auf ein Mixed-Doppel mit Angelique Kerber bei Olympia in Paris gemacht. "Wir haben darüber geredet", sagte der Hamburger vor den an diesem Sonntag beginnenden Australian Open in einer Medienrunde: "Der Plan ist natürlich, dass wir zusammen spielen wollen." Man müsse jedoch sehen, wie Kerber die Rückkehr nach 18-monatiger Babypause verkrafte, schränkte der Olympiasieger von Tokio ein. Außerdem müsste sich das Duo über die Weltrangliste einen Startplatz im gemischten Doppel holen. Beim United Cup in Sydney rund um den Jahreswechsel spielten Zverev und Kerber zwei Matches zusammen, von denen sie eines gewannen und eines verloren. Zum späteren Sieg des deutschen Teams trug Zverev aber vor allem durch ein erfolgreiches Doppel mit Laura Siegemund bei.
"Nicht einverstanden": Werder zitiert Profi zum Rapport
Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt von Werder Bremen musste nach seiner deutlichen Klub-Kritik zum Rapport bei Sportchef Frank Baumann antreten. "Ich kritisiere Leo nicht dafür, dass er öffentlich Kritik geäußert hat, denn damit können wir umgehen", sagt Baumann hinterher der Deichstube: "Womit ich aber nicht einverstanden bin, sind einige Inhalte, die er angesprochen hat, weil ich sie absolut anders sehe."
Bittencourt hatte zuvor mit einem verbalen Rundumschlag für Aufregung gesorgt, verwunderte mit Aussagen über die Gründe für den schwachen Auftritt im Testspiel zuletzt gegen Eintracht Braunschweig (1:3). Er kritisierte unter anderem Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz sowie die Transferpolitik des 13. der Liga.
"Wir haben mit Leo gesprochen und ihm gesagt, dass wir mit ihm in einigen Punkten nicht einer Meinung sind. Damit ist das Thema erledigt. Weitere Konsequenzen wird es für Leo nicht geben", sagte Baumann, der sich einen verbalen Seitenhieb nicht verkneifen wollte: "Wichtig ist, dass er sich auf seine Hauptaufgabe konzentriert, auf das, was ich als Profi beeinflussen kann - und das ist, auf dem Platz meine Leistung zu zeigen."
Werder startet am Sonntag beim Tabellennachbarn VfL Bochum (15.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) ins neue Bundesliga-Jahr.
Wahl torpediert: BVB-Kapitän ist überraschend Nationalspieler des Jahres
Emre Can ist Nationalspieler des Jahres 2023. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, wurde der Kapitän von Borussia Dortmund trotz eher durchwachsener Leistungen in einer Abstimmung des Fan Clubs Nationalmannschaft "mit großer Mehrheit" zum Nachfolger von Jamal Musiala gewählt. Zwei reichweitenstarke Nutzer hatten zuvor in den Sozialen Medien zur Wahl Cans aufgerufen. Er erhielt 64,6 Prozent der rund 50.000 abgegebenen Stimmen. Im vergangenen Jahr absolvierte Can, der am Tag der Bekanntmachung des Wahlergebnisses seinen 30. Geburtstag feierte, lediglich sechs von elf Länderspielen. Dabei trat er nicht groß in Erscheinung. Nachdem der Aufruf über die Sozialen Medien erfolgte, zog er in der Abstimmung dennoch schnell am bis dahin führenden BVB-Mannschaftskollegen Niclas Füllkrug vorbei. Füllkrug (11,7 Prozent) landete am Ende auf Platz zwei, Vorjahressieger Musiala wurde Dritter (9,4).
Blatter beklagt "respektlosen" Umgang mit Beckenbauer
Der frühere FIFA-Boss Joseph S. Blatter hat das verstorbene deutsche Fußball-Idol Franz Beckenbauer als "Kaiser des Volkes" gewürdigt. "Er war vielleicht der erste Superstar unseres Spiels auf dem europäischen Festland", sagte der langjährige Präsident des Weltverbands im "Münchner Merkur"/"tz".
"Vor allem war er auch ein wunderbarer Mensch - der für alle ein offenes Ohr hatte und keinen Unterschied zwischen arm und reich machte. Er war ein Kaiser des Volkes."
Die Kritik an Beckenbauer infolge der Sommermärchen-Affäre kann Blatter nach wie vor nicht nachvollziehen. "Die Art und Weise wie mit Franz umgegangen wurde, war nicht korrekt", äußerte der 87-Jährige, der in seiner Amtszeit selbst von Skandalen umwittert war: "Das war unfair, unanständig und respektlos. Darunter hat er extrem gelitten."
Blatter stand bis zuletzt mit Beckenbauer in Kontakt. "Wir pflegten sporadisch telefonischen Kontakt, bis am Neujahrstag - als ich in anrufen wollte, aber seine Ehefrau Heidi sagte, dass er nicht mehr ans Telefon kommen kann", sagte der Schweizer: "Das war wie eine Alarmglocke. Da machte ich mir große Sorgen."
Spektakuläres Bayern-Gerücht erweist sich als Ente
Anfang der Woche schossen plötzlich wilde Gerüchte ins Kraut, der englische Nationalspieler Jordan Henderson könnte eine Rolle in den Überlegungen des FC Bayern spielen. Klopps ehemaliger Kapitän Henderson sei nach seinem Wechsel vom FC Liverpool nach Saudi-Arabien im Sommer 2023 nicht glücklich geworden und plane seine Rückkehr nach Europa - möglicherweise nach München, hieß es. Laut "Bild"-Fußballchef Christian Falk haben die Bayern allerdings gar kein Interesse. Als Indiz galt, dass Trainer Thomas Tuchel sich ja eine "Holding Six" wünscht, der 33-Jährige hätte ins Profil gepasst.
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Skistar Pinturault stürzt brutal in Wengen
Fürchterlicher Sturz beim Super-G in Wengen: Der französische Skistar Alexis Pinturault gerät nach einem Sprung in Rücklage und kann die Situation nicht mehr retten. Der frischgebackene Vater stürzt schwer und rutscht den Hang in vollem Tempo hinunter, dabei schlägt es ihm einen Ski weg. Helfer sind schnell bei ihm und decken ihn ab. Der Helikopter zur Bergung ist bereits angefordert. Bereits gestern war der Hubschrauber im Einsatz, musste Marco Kohler bergen, der sich das Knie ziemlich zerstört hat - unter anderem mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes. Auch Alexis Pinturault muss jetzt mit der Seilwinde geborgen werden, weil eine Landung des Helikopters an dieser Stelle nicht möglich ist.
Extremtemperaturen: NFL-Giganten droht heftigster Frost
Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, vielleicht fiese Winde, doch Tua Tagovailoa will für die Durchhalteübung in der Kältekämmer Kansas City sein Weihnachtsgeschenk nicht rausholen. NFL-Legende Dan Marino hatte dem Quarterback der Miami Dolphins und dessen Teamkollegen zum Fest Wärmehandschuhe überreicht, Footballstar Tagovailoa wird am Wochenende bei den Chiefs voraussichtlich darauf verzichten. Bis zu minus 20 Grad werden für das Wildcard-Duell mit dem Titelverteidiger in der Nacht zum Sonntag (2 Uhr bei RTL) im Arrowhead Stadium erwartet, dabei ist es in Miami derzeit mit über 20 Grad plus angenehm warm. Eine heftige Umstellung für die Gäste, die Kälte ist beim Play-off-Start der zweite Gegner. Tagovailoa will in Missouri zunächst testen, wie "sich der Ball anfühlt, wie sich das Werfen anfühlt, wie es sich anfühlt, den Ball zu halten", so der Hawaiianer. "Wir testen und sehen, was wir tun müssen." Er werde "wahrscheinlich" keine Handschuhe tragen, so Tagovailoa, er wolle zunächst aber erst einmal "sehen, wie es sich ohne anfühlt".
Alexandra Popp konnte sich selbst nicht mehr ertragen
Aufgrund des Trubels um ihre Person hat sich DFB-Kapitänin Alexandra Popp nach dem WM-Desaster im vergangenen Sommer bewusst etwas aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. "Ich hatte das Gefühl, dass bei jedem Thema mein Gesicht auftauchte. Irgendwann konnte ich mich selbst nicht mehr hören und nicht mehr sehen", sagte die Anführerin im Trainingslager des VfL Wolfsburg in Almancil. Dies habe sich auch in ihren Leistungen auf dem Platz widergespiegelt. "Ich habe nicht mehr ganz so die Leistung gebracht, die ich von mir erwarte. Und deshalb habe ich gesagt: Bis Ende des Jahres ist jetzt erst einmal Ruhe im Karton. Ich mache nichts mehr", sagte Popp, die als Gesicht des Fußballs der Frauen in Deutschland gilt. Nach der medialen Auszeit sei sie nun "wieder ausgeglichener" und habe "mehr Zeit" für sich. Die Anfragen hätten in den vergangenen Jahren "extrem zugenommen". In Zukunft wolle sie sich "immer mal wieder rausnehmen", betonte Popp. Als Kapitänin stehe man zwar vor dem Team, "da sollte man Rede und Antwort stehen". Es gebe aber "noch genügend andere Spielerinnen, die mündig sind, um sich zu äußern". Es sei für sie "auch nicht verkehrt, mal zu sagen: Nein, das mache ich jetzt nicht".
BVB stockt Personal auf: Nach Sancho auch Linksverteidiger da
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat im Kampf um die erneute Qualifikation für die Champions League nachgebessert. Einen Tag nach Jadon Sancho lieh der BVB am Freitag auch den 21-jährigen Ian Maatsen bis zum Saisonende aus. Eine Kaufoption für den niederländischen Linksverteidiger vom FC Chelsea besteht wie bei Sancho aber nicht.
"Ian passt mit seinen Stärken in unser Anforderungsprofil. Er ist ein Spieler, der sehr viel Tempo mitbringt, über einen starken linken Fuß verfügt und zudem auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl.
Derzeit muss der BVB auf den verletzten Julian Ryerson und Ramy Bensebaini (Afrika-Cup) verzichten. Daher sah sich der Vizemeister auf der Außenverteidiger-Position zum Handeln gezwungen.
"Borussia Dortmund hat sich intensiv um mich bemüht. Ich verspreche, dass ich alles für den Erfolg der Mannschaft geben werde und freue mich riesig auf die Gelbe Wand", sagte Maatsen.
"Kultfigur": Basketball-Ikone würdigt Handball-"Punk"
Für Superstar Dirk Nowitzki war Handball-Ikone Stefan Kretzschmar während seiner aktiven Zeit "definitiv eine Kultfigur. Damals war er Kult, jeder kannte ihn und wusste, wie er die Flügelposition prägte", würdigte die deutsche Basketball-Ikone den ehemaligen Nationalspieler und heutigen Sportvorstand des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin in einer Dokumentation.
Das knapp einstündige Werk mit dem Titel "Kretzsche - Der Handball-Punk", das von der Europäischen Handball-Föderation im Zusammenspiel mit dem internationalen Sportmarketing-Unternehmen Infront produziert wurde, gewährt tiefe Einblicke in Kretzschmars Leben auf und neben dem Parkett. Gezeigt wird seine Kindheit und was ihn sowohl als Spieler als auch als Mensch geprägt hat.
"Ich habe alles erlebt, was man erleben kann. Und richtig wilde Zeiten erlebt", berichtet der 50-Jährige zu Beginn der Dokumentation, die zuerst auf YouTube und dann bei Dyn ausgestrahlt wird.
Kretzschmar spielte von 1993 bis 2007 in der Bundesliga. Für Deutschland absolvierte er 218 Länderspiele und gewann mit der DHB-Auswahl bei der EM 2002, WM 2003 und den Olympischen Spielen 2004 jeweils Silber.
"Ruck durch die Mannschaft": Matthäus glaubt an Sancho-Erfolg
Für Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist der Wechsel von Jadon Sancho zu Borussia Dortmund ein guter Transfer. "Wenn Sancho seine Leistung wieder bringt, kann ein Ruck durch die Mannschaft des BVB gehen. Und wenn die Zahlen stimmen, geht Borussia Dortmund auch kein großes finanzielles Risiko ein", sagte der 62-Jährige bei Sky.
Der englische Nationalspieler von Manchester United ist auf Leihbasis bis zum Sommer zum Fußball-Bundesligisten gewechselt. Die Verpflichtung des 23 Jahre alten Angreifers, der in Manchester noch bis zum 30. Juni 2026 unter Vertrag steht, soll nach Medienspekulationen insgesamt etwa vier Millionen Euro kosten. Sancho spielte bereits von 2017 bis 2021 beim BVB, wechselte für 85 Millionen Euro auf die Insel.
"Wenn Jadon Sancho so zurückkommen würde, wie er 2021 den BVB verlassen hat, wäre es ein willkommenes Wiedersehen. Nicht nur für Borussia Dortmund, sondern für die gesamte Bundesliga", meint Matthäus.
Ob Sancho am Samstag beim Auswärtsspiel in Darmstadt (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) schon in der Startelf steht, sagte Trainer Edin Terzic nicht.
"Reißen uns am Riemen": Thomas Müller will für Beckenbauer siegen
Nach dem Tod von Franz Beckenbauer geht Fußball-Nationalspieler Thomas Müller "mit gemischten Gefühlen" ins erste Spiel der Bayern nach der Winterpause gegen die TSG Hoffenheim (20.30 Uhr/Sat1, Dazn und im ntv.de-Liveticker). "Ruhe in Frieden, Franz. Danke für alles", überschrieb Müller seinen in den sozialen Netzwerken verbreiteten Videobeitrag.
"Der Respekt für die Persönlichkeit, die Fußball-Figur, den Menschen ist unendlich groß. Die Dankbarkeit ist enorm. Ich glaube, das wird man auch im Stadion spüren. (...). Wir reißen uns am Riemen, dass wir das Spiel auch gewinnen."
Nach dem Tod von Beckenbauer am Sonntag im Alter von 78 Jahren laufen beide Mannschaften mit Trauerflor auf. Dazu wird es eine Gedenkminute geben. Erinnerungen an das Lebenswerk des "Kaisers" werden für gefühlvolle Momente in der mit 75 000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena sorgen.
Türken entreißen Bayern wilden Thriller in der Overtime
Im Kampf um die Playoffs kassiere Bayerns Basketballer die nun schon vierte Niederlage in Folge. Trotz starkem Dagegenhalten ziehen die Instanbuler in der Verlängerung am deutschen Team vorbei. Trainer Pablo Laso spricht von "zwei harten Wochen":
Millionen-Offerte aus Saudi-Arabien: HSV droht schmerzhafter Abgang
Beim Hamburger SV ist die Zukunft von Offensivspieler Bakery Jatta nach wie vor ungeklärt. Der Vertrag des 25-Jährigen läuft zum Saisonende aus, der Fußball-Zweitligist würde gern mit ihm verlängern. Ein Millionen-Angebot aus Saudi-Arabien könnte neue Brisanz in den Poker um den HSV-Star bringen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, lockt ein namentlich nicht genannter Klub aus der Saudi Pro League den 25-Jährigen mit einem "Millionen-Gehalt", bei dem der HSV wohl nicht mithalten kann und will.
Zuletzt erklärte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, Jatta unbedingt halten zu wollen. "Baka ist ein spezieller Spieler, der mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist. Ich glaube, kein Spieler hat in der Vergangenheit hier mehr Wertschätzung bekommen als er. Wir würden ihn supergerne halten", sagte er dem "Kicker". Das Angebot, das die Rothosen dem Außenbahnspieler unterbreitet haben, sei "für unsere Verhältnisse gut", betonte der 41-Jährige. "Bild" zufolge liegen die Gehaltsvorstellungen von Spieler und Verein aber noch auseinander. Eine Entscheidung könnte vor dem Rückrundenstart in der nächsten Woche fallen, hieß es.
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BVB-Coach Terzic macht Sancho den größtmöglichen Druck
Borussia Dortmunds Trainer Edin Terzic erwartet von Rückkehrer Jadon Sancho schnelle Hilfe. "Ich habe ihm gesagt, was ich will, was ich brauche, was er von uns erwarten kann. Wir sind bereit, ihm die Chance zu geben, zu zeigen, dass er es nochmal kann, dass er noch lange nicht fertig ist. Aber ich habe keine Zeit, er hat keine Zeit, wir haben keine Zeit", sagte Terzic bei Sky. Sancho, der bereits von 2017 bis 2021 beim BVB spielte, kehrt auf Leihbasis von Manchester United bis zum Saisonende nach Dortmund zurück. "Er ist in gewissen Sachen sehr speziell und das ist auch etwas, was wichtig ist, weil er ein Spieler ist, der besondere Dinge auf dem Platz macht", sagte Terzic, der sich noch an das letzte halbe Jahr von Sancho in Dortmund erinnert. Das seien vielleicht die besten sechs Monate beim BVB gewesen. Sancho erhält die Rückennummer 10.
Biathleten schützen Anführer Doll nach Schießstand-Fiasko
Die deutschen Biathleten haben ihren Anführer Benedikt Doll nach seinem Fauxpas in der Staffel von Ruhpolding in Schutz genommen. "Der Benni hat seine Kollegen schon oft aus Löchern geholt oder wieder aufgebaut", sagte Sportdirektor Felix Bitterling: "Da gibt es keine Schuldzuweisung, der Benni hat uns schon so viel gewonnen. Klar ärgert es ihn. Aber so ist der Sport." Es sei "ein Tanz auf der Rasierklinge gewesen". Doll hatte sich in Führung liegend als dritter Läufer stehend gleich zwei Strafrunden geleistet, vergab so die Chance auf den ersten Heimsieg seit 2006. Seine Teamkollegen leisteten nach dem zweiten Platz Aufbauarbeit. "Wir kriegen ihn bis zum nächsten Rennen schon wieder in die Spur. Der Benni ist ein alter Hase, der ist schon lange dabei", sagte Justus Strelow: "Am Ende haben wir ein super Ergebnis, ich denke, dass da keiner böse oder irgendwie enttäuscht ist." Er habe "den Fokus auf den schnellen Rhythmus gelegt und habe vergessen zu treffen. Das Schießen war nicht clever genug", erzählte Doll selbstkritisch.
NBA-Star Mitchell liefert die große Show in Paris
Die Siegesserie des Deutsch-Amerikaners Isaiah Hartenstein mit den New York Knicks ist gerissen. Nach fünf Erfolgen nacheinander unterlag das Team aus dem Big Apple den Dallas Mavericks 124:128. Hartenstein, der in diesen Tagen als Starter in der NBA für Aufsehen sorgt, kam auf acht Punkte, drei Assists und 15 Rebounds. Bei den Mavs fehlte Maximilian Kleber weiter verletzt, Starspieler Kyrie Irving überragte mit 44 Zählern. Die Cleveland Cavaliers gewannen derweil das dritte "Paris Game" der NBA. In der Arena von Bercy setzten sich die Cavs in einer Begegnung der regulären Saison gegen die Brooklyn Nets mit 111:102 durch. Vor 15.887 Fans, darunter Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappe, überragte bei Cleveland Guard Donovan Mitchell mit 45 Punkten und zwölf Rebounds. Seit der Premiere 1990 in Tokio ist die NBA mit Liga-Spielen regelmäßig außerhalb Nordamerikas zu Gast. Nach 2020 und 2023 wurde nun zum dritten Mal in Frankreich gespielt, zuvor war London neunmal Schauplatz in Europa.
Deutsches Tennis-Talent sorgt für faustdicke Überraschung
Das deutsche Tennis-Talent Ella Seidel hat erstmals die Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Die erst 18 Jahre alte Hamburgerin setzte sich in ihrem Qualifikations-Finale bei den Australian Open in Melbourne überzeugend mit 6:0, 6:4 gegen die US-Amerikanerin Hailey Baptiste durch und sorgte damit schon vor dem Start des ersten Major-Turniers des Jahres (ab Sonntag) für eine positive Überraschung. Seidel, Nummer 174 der Welt, hatte auf ihrem Weg in die Hauptrunde unter anderem auch die in der Weltrangliste um 56 Positionen besser platzierte US-Amerikanerin Elizabeth Mandlik ausgeschaltet. Eva Lys hingegen verpasste die Qualifikation für das Turnier knapp. Die Hamburgerin unterlag der Französin Leolia Jeanjean 6:2, 6:7 (4:7), 3:6 und vergab dabei im zweiten Satz einen Matchball. Damit gehen insgesamt elf deutsche Spielerinnen und Spieler beim ersten Major des Jahres an den Start.
Der Fall Mazraoui nervt Bayern-Coach Tuchel
Die Abstellung des Marokkaners Noussair Mazraoui zum Afrika-Cup missfällt dem FC Bayern München. Es sei eine "paradoxe Situation", sagte Trainer Thomas Tuchel. Man bezahle einen Spieler und noch während er im Aufbautraining sei, werde dieser vom Verband angefordert. Rechtsverteidiger Mazraoui trainierte nach einem Muskelbündelriss zuletzt individuell. Die Entscheidung des marokkanischen Verbandes kann Tuchel nachvollziehen. "Ich verstehe jeden Nationaltrainer, der auf seine Interessen schaut, und jeden Verband, der die bestmögliche Mannschaft aufstellt", sagte Tuchel vor dem eigenen Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Freitagabend (20.30 Uhr). Daher wolle er keinen Vorwurf äußern. Dennoch geschehe diese Abstellung "zu unserem Leidwesen". Der Zeitpunkt der Abreise des 26-Jährigen sei ein Kompromiss gewesen, eigentlich habe man ihn erst später zum Nationalteam entsenden wollen. Dieses wollte ihn dagegen noch früher berufen. Beim Kontakt zwischen den Verbands- und Vereinsärzten habe der FC Bayern "dringende" Empfehlungen ausgesprochen, führte Tuchel aus. "Wenn sie Bedarf haben nach Qualität auf der rechten Außenverteidigerposition im dritten Spiel, wäre ich nicht komplett verwundert, wenn sie sich nicht an diese E-Mail erinnern."