Formel1

Hamilton verpasst 100. Pole Vettel schafft kleinen Befreiungsschlag

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Sebastian Vettel schaffte es endlich mal wieder in den letzten Abschnitt des Qualifyings.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Sebastian Vettel kämpft sich seit Monaten von einer Enttäuschung zur nächsten, beim Großen Preis von Portugal aber erlebt der viermalige Formel-1-Weltmeister einen erfreulichen Nachmittag.

Nach einem völlig verkorksten letzten Ferrari-Jahr hoffte Sebastian Vettel, im Aston Martin endlich wieder regelmäßig Erfolgserlebnisse feiern zu können. Doch die ersten beiden Termine des Formel1-Rennkalenders 2021 sorgen für gewaltige Ernüchterung: Zweimal wird der vierfache Weltmeister 15. im Rennen, in den Qualifyings reicht es in Bahrain für Platz 18, in Imola immerhin für Platz 13.

In Portimao aber arbeitet sich Vettel endlich und zum ersten Mal im Aston Martin ins Q3 vor, den letzten Abschnitt des Kampfes um einen guten Platz in der Startaufstellung fürs Rennen. Beim Großen Preis von Portugal wird Vettel als 10. ins Rennen gehen. So weit vorne stand der Hesse zuletzt im Juli 2020 in Silverstone, in den letzten 15 Versuchen hatte Vettel Q3 verpasst.

Trotz des (kleinen) Befreiungsschlages brach Vettel am Sky-Mikro aber nicht in Euphorie aus. "Es war mit Sicherheit besser, auch mal wieder länger drin zu bleiben im Qualifying", sagte der 33-Jährige nüchtern und richtete den Blick schon auf Sonntag. "Es gibt noch sehr viel für uns zu lernen mit dem Auto. Platz 10 bringt uns in eine bessere Ausgangsposition, das ist die Hauptsache. Da können wir besser attackieren. Wir werden auf jeden Fall angreifen."

"Nicht viel Spaß gemacht, hier zu fahren"

Die Pole Position sicherte sich überraschend der Finne Valtteri Bottas, der seinen mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton um sieben Tausendstel Sekunden auf den zweiten Rang verwies. Der Rekordweltmeister muss so noch mindestens eine Woche auf die 100. Pole Position seiner Laufbahn warten. Dritter wurde Red-Bull-Fahrer Max Verstappen.

Verstappen fehlten auf Rang 3 satte vier Zehntel zum erhofften Platz an der Sonne. "Ich hatte einige Probleme mit dem Grip. Q2 war ganz okay und auch die erste Runde in Q3. Im letzten Sektor, im letzten Run hatte ich dann zwei Autos vor mir. Das lenkt einfach ab. Das hat mich einige Zeit gekostet, aber so ist das nun mal", äußerte sich der Holländer schmallippig. Nein, "bisher hat es nicht viel Spaß gemacht, hier zu fahren." Bei seinem ersten Versuch in Q3 hatte Verstappen noch die Zeit vorgelegt, die am Ende zur Pole Position gereicht hätte. Die Runde wurde aber gestrichen, weil der Holländer die Tracklimits überfahren hatte.

Vettel "lernt immer noch"

Noch im letzten freien Training am Mittag hatte Vettel große Mühe mit seinem Aston Martin gehabt. Der 33-Jährige kam bei windigen und rutschigen Bedingungen auf dem Autódromo Internacional do Algarve nicht über Platz 18 hinaus. "Er lernt immer noch. Das Auto hat ein ganz anderes Konzept als das, was er bisher gefahren ist. Er braucht mehr Zeit im Auto", hatte Teamchef Otmar Szafnauer vor der abschließenden Übungseinheit bei Sky gesagt. Im Rennen gegen die Uhr aber distanzierte Vettel erstmals seinen neuen Teamkollegen Lance Stroll deutlich, der Kanadier schied überraschend schon in Q1 aus.

Ebenfalls in Q1 ausgeschieden war Mick Schumacher. Im unterlegenen Haas-Rennwagen kam der 22-Jährige bei windigen Bedingungen nicht über den vorletzten Platz hinaus. Damit war der Sohn von Michael Schumacher aber erneut schneller als sein russischer Teamkollege Nikita Masepin. Überraschend schied auch der Australier Daniel Ricciardo im McLaren als 16. schon im ersten Durchgang der Startplatzjagd für den dritten Saisonlauf am Sonntag (16.00 Uhr/Sky) aus.

Quelle: ntv.de, ter

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