Fußball-WM

Sommermärchen 2.0?DFB plant neue Bewerbung für Fußball-WM in Deutschland

04.06.2026, 15:35 Uhr
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Die Fanmeile in Berlin wurde zu einem der Zentren des Sommermärchens. (Foto: picture alliance / Caro)

20 Jahre liegt die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland bereits zurück. Offenbar Anlass für den DFB, um die Planung für ein erneutes Turnier in Deutschland anzuschieben. Zwei mögliche Daten stehen im Fokus.

Der DFB bereitet aktuell eine mögliche Bewerbung auf eine Fußball-Weltmeisterschaft vor. Dabei haben die Funktionäre die Jahre 2038 oder 2042 ins Auge gefasst. Die Vorüberlegungen des DFB wurden demnach dem Präsidium der DFL bereits vorgestellt, wo die Pläne auf große Zustimmung gestoßen sein sollen. Die Gespräche seien ergebnisoffen, wie aus DFB-Kreisen verlautet. Eine Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung sei demnach bislang nicht gefallen.

Die FIFA verlangt für die Ausrichtung des Turniers 14 Stadien mit einem Zuschauervermögen von mindestens 40.000 Zuschauern. Dem DFB schweben dem Bericht zufolge Spiele in Berlin, Leipzig, Hamburg, Hannover, Bremen, Düsseldorf, Köln, Gelsenkirchen, Dortmund, Frankfurt, Kaiserslautern, Mönchengladbach, München und Stuttgart vor. Die WM würde aus Sicht der Bundesliga zudem einen Anlass liefern, um bundesweit Stadien zu modernisieren. Bereits vor der WM 2006 hatte es Neubauten wie in München oder großangelegte Sanierungen gegeben.

Die Überlegungen des DFB stecken aber wohl noch im Anfangsstadium. Nach dem in der kommenden Woche startenden Turnier in Kanada, Mexiko und den USA sollen Gespräche mit der Politik hinsichtlich einer Unterstützung geführt werden. Der Fußball-Weltverband verlangt erhebliche Garantien und finanzielle Beteiligungen für die Vergabe einer Weltmeisterschaft. Unter anderem lässt sich die FIFA laut Berichten Steuerfreiheit für die eigenen Milliardengewinne von der gastgebenden Nation zusichern.

Darüber hinaus ist bisher noch unklar, ob der DFB sich bereits auf die WM 2038 oder erst 2042 bewerben könnte. Laut einer Interpretation der FIFA-Statuten muss ein Kontinent zweimal aussetzen, bevor er sich erneut bewerben kann. Die WM 2030 wird allerdings in Portugal, Spanien und Marokko ausgerichtet, hinzu kommen Eröffnungsspiele in Argentinien, Paraguay und Uruguay. Die nachfolgende WM 2034 findet in Saudi-Arabien statt. Sollte diese Regelauslegung zutreffen, könnte ein neues Sommermärchen frühestens 2042 stattfinden.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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