Hertha siegt im Elferschießen

DFB-Pokal: Werder mit Füllkrug-Tor, Duisburg erleidet späten Schock

Niclas-F-llkrug-Werder-10-schiesst-per-Elfmeter-penalty-kick-das-Tor-goal-zum-2-0-fuer-Bremen-vorbei-an-Torwart-goalkeeper-Tommy-Henze-Pauli-01-und-jubelt-zu-den-Fans-supporters-DFB-DFL-regulations-prohibit-any-use-of-photographs-as-image-sequences-and-or-quasi-video
Niclas Füllkrug trifft wieder für den SV Werder Bremen. (Foto: picture alliance / nordphoto GmbH)
00:00 / 05:58
22.08.2026 | 17:33 Uhr
Der DFB-Pokal kommt wieder mit mächtig Spannung daher: Während Werder Bremen früh führt und Hannover 96 sich den Frust von der Seele schießt, müssen Hertha und Nürnberg zittern. Der MSV Duisburg kratzt an der Sensation, bricht dann aber spät ein.

Lüneburger SK Hansa - Werder Bremen 0:3 (0:1)

Niclas Füllkrug hat bei seinem Comeback für Werder Bremen einen Einstand nach Maß gefeiert. Der Rückkehrer stand vier Tage nach seinem Wechsel im DFB-Pokal direkt in der Startelf und traf beim hochverdienten 3:0 (1:0)-Erstrundensieg der Grün-Weißen beim niedersächsischen Oberligisten Lüneburger SK Hansa per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 (53.).

Jens Stage (11.) hatte dominante Bremer von Trainer Daniel Thioune zuvor in Führung gebracht, Ludovit Reis sorgte für den Endstand (76.). Die Lüneburger, bei denen vier Hamburger-SV-Fans in der Startelf standen, hielten im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli über weite Strecken tapfer dagegen, waren letztlich aber chancenlos.

Werder hatte Füllkrug, der an der Weser einst zum Nationalspieler und Bundesliga-Torschützenkönig avanciert war, am Dienstag für ein Jahr vom englischen Premier-League-Absteiger West Ham United ausgeliehen. Neben dem 33-Jährigen standen mit Torhüter Alexander Schlager und Reis zwei weitere Sommer-Neuzugänge in der Startformation. 

Der ehemalige HSV-Kapitän Reis hatte gleich die erste gute Gelegenheit (1.), Stage traf per Kopf, ehe Füllkrug den Ball mit seiner ersten guten Gelegenheit knapp über das Tor köpfte (13.). Nach der Pause, die sich wegen eines Lochs im Tornetz etwas in die Länge zog, holte Stage mit einem Solo den Elfmeter raus, den Füllkrug eiskalt verwandelte. Kurz danach wurde er ausgewechselt. Reis machte endgültig alles klar.

MSV Duisburg - SV Elversberg 1:3 (0:1)

Die SV Elversberg hat ihr erstes Pflichtspiel als Fußball-Bundesligist erfolgreich bestritten und ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim Drittligisten MSV Duisburg setzten sich die Saarländer in einem nach der Pause munteren Duell mit 3:1 (1:0) durch und tankten eine Woche vor dem Ligastart Selbstvertrauen.

Für Duisburg ist bei der ersten Pokalteilnahme seit sechs Jahren in der ersten Runde Schluss. Luca Schnellbacher (38.) und Francis Onyeka (88./90.+1) trafen für den Neu-Bundesligisten, Lex Tyger Lobinger (54.) glich sehenswert für den Underdog aus.

Elversberg startete nach guten Ergebnissen in der Vorbereitung mit Rückenwind in die Partie und übernahm früh die Initiative. Die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, Duisburg stand sicher und setzte auf Umschaltmomente. Vor den Toren blieb es aber weitgehend ungefährlich.

SV Hemelingen - Hannover 96 1:9 (0:6)

Nach zwei Pleiten zum Saisonstart in der 2. Bundesliga hat Hannover 96 im Pokal einen Kantersieg gefeiert. Beim Bremer Fünftligisten SV Hemelingen setzten sich die Niedersachsen in der ersten Runde völlig problemlos mit 9:1 (6:0) durch.

Vor 13.000 Zuschauern im Weserstadion sorgten Stefan Thordarson (5./19.), Lars Gindorf (11./39.), Marcel Hartel (16.) und Benedikt Pichler (21.) schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Gindorf legte nach der Pause mit seinem dritten Tor nach (53.), ehe Ledjon Fikaj das erste DFB-Pokaltor der Gastgeber erzielte (56.). Bei ihrer ersten Teilnahme im vergangenen Jahr hatten die Bremer 0:9 gegen den VfL Wolfsburg verloren. 

Pichler (88.) und Taycan Etcibasi (90.+1) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Die 96er, die erst am letzten Spieltag den Aufstieg in die Bundesliga verspielt hatten, sind mit Niederlagen gegen Energie Cottbus (1:3) und Wolfsburg (0:1) in die Liga gestartet.

FC Erzgebirge Aue - 1899 Hoffenheim 0:4 (0:3)

Auch Europa-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim hat die erste Hürde problemlos übersprungen. Beim überzeugenden 4:0 (3:0) beim sächsischen Viertligisten Erzgebirge Aue gefielen in der Mannschaft von Trainer Christian Ilzer vor allem Doppeltorschütze Patrick Wimmer und das neu verpflichtete Supertalent Nathan De Cat. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können

Wimmer erzielte nach Vorarbeit der beiden Neuzugänge Leon Avdullahu und De Cat zunächst die frühe Führung für die TSG (6.). Nur wenig später legte der Angreifer den zweiten Treffer durch Wouter Burger auf (17.), Burger hatte den vorausgehenden Konter noch selbst eingeleitet. Sekunden vor der Pause (45.+1) profitierte Wimmer dann von einer verunglückten Abwehraktion von Paul Wagner. Den vierten Treffer erzielte der eingewechselte Max Moerstedt (63.).

Der erst 17 Jahre alte und von zahlreichen Klubs umworbene De Cat, den die Hoffenheimer für 17 Millionen Euro vom belgischen Rekordmeister verpflichtet hatte, gab ein gelungenes Pflichtspieldebüt. In der ersten Halbzeit besaß der Mittelfeldspieler unter anderem die große Chance auf seinen ersten Treffer im Trikot der TSG (19.).

1. FC Saarbrücken - Hertha BSC 1:1 n.V., 2:4 i.E.

Zweitligist Hertha BSC hat den alljährlichen Traum vom DFB-Pokalfinale im heimischen Olympiastadion am Leben gehalten. Beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl mit 4:2 (1:1, 1:1) im Elfmeterschießen und zog in die zweite Runde ein. Für Saarbrücken zerbrachen dagegen die Hoffnungen auf eine neuerliche Pokal-Sensation wie zuletzt in der Saison 2023/24, als der Klub erst im Halbfinale ausschied.

Paul Seguin (69.) hatte die Berliner in der regulären Spielzeit mit einem Traumtor in Führung gebracht. Philip Fahrner (90.+2) glich spät aus. Hertha-Keeper Marius Gersbeck parierte im Elfmeterschießen zwei Versuche.

Viktoria Köln - 1. FC Nürnberg 1:1 n.V., 4:5 i.E.

Trainer Miroslav Klose und der 1. FC Nürnberg haben nach einem gelungenen Saisonstart auch die erste Runde im DFB-Pokal überstanden - allerdings nur mit Mühe und im Nachsitzen. Der Club setzte sich gegen den starken Drittligisten Viktoria Köln erst durch ein 5:4 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 und 90 Minuten hatte es 1:1 (0:0) gestanden.

Der Tabellenführer der 2. Liga war nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit, in der die Gastgeber zahlreiche Chancen zur überfälligen Führung ungenutzt ließen, durch Piet Scobel in Führung gegangen (56.). Die Viktoria blieb freilich gefährlich und glich mit der letzten Aktion der regulären Spielzeit durch Meiko Sponsel aus (90.+6). Der starke Nürnberger Torhüter Jan Reichert hielt danach im Elfmeterschießen den Schuss von Niklas Jahn, zuvor hatte Can Moustfa für den Club verwandelt.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid