Fußball

Fans feiern Niko Kovac Der FC Bayern zelebriert seine Meisterschaft

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Das muss dann wohl so sein: Trainer Niko Kovac, Arjen Robben und viel Bier.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Wieder deutscher Fußballmeister, zum siebten Mal in Folge. Der FC Bayern inszeniert einen perfekten Abschied für Arjen Robben und Frank Ribéry. Und die Fans feiern Niko Kovac, der sich jetzt Meistertrainer nennen darf. Ob er auch in der kommenden bleiben darf? "Ich bin davon überzeugt, dass es weitergeht."

Die erste Bierdusche verpasste Arjen Robben dem neuen Meistertrainer Niko Kovac. Im gold-silbernen Konfettiregen feierten die Münchner eine große Meisterparty - und emotionale Abschiede. Kapitän Manuel Neuer reichte die Schale gleich nach der Übergabe an die umjubelten Robben, Franck Ribéry und Rafinha weiter. "Es war Wahnsinn. Heute feiern wir alle zusammen und nächste Woche setzen wir noch einen drauf", rief Robben am Stadionmikrofon. Ribéry versagte bei seiner Liebeserklärung an die Fans die Stimme. "Dankeschön für alles. Es war eine tolle Zeit", sagte der Franzose und vergoss Tränen.

Die Stars jubelten auf dem Rasen mit ihren Familien. "We are the champions" schallte es durch die Arena, in der sich der FC Bayern beim emotionalen Abschied der Torschützen Ribéry und Robben zum siebten Mal am Stück zum deutschen Fußballmeister krönte. Es war der 29. Titelgewinn. Beim 5:1 (1:0) gegen die SG Eintracht Frankfurt standen die souveränen Münchner zu jedem Zeitpunkt des Titel-Fernduells mit der Dortmunder Borussia an der Tabellenspitze.

Kovac wurde von den Fans mit Sprechchören gefeiert. "Natürlich berührt das einen", sagte er. "Das Publikum hat ein gutes Gefühl - dafür möchte ich mich bei allen bedanken." Kingsley Coman in der vierten Minute nahm dem Bundesliga-Finale früh viel Spannung. Auch den Ausgleich durch Sébastien Haller (50.) beantworteten die Münchner prompt. Nach den Treffern von David Alaba (53.), Renato Sanches (58.), einem wunderbaren Sololauf von Ribéry (72.) und dem 99. Liga-Tor von Robben (78.) konnten die Bayern früh mit immer größerer Vorfreude den Feierlichkeiten entgegenblicken. Die Frankfurter retteten sich trotz der hohen Niederlage in die Qualifikation zur Europaliga. Den Bayern um den alten und neuen Torschützenkönig Robert Lewandowski, der 22 Mal traf, winkt in einer Woche am 25. Mai im DFB-Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig noch ein Titel. "Ich hoffe, dass wir den Pokal holen können und das Double feiern", sagte Kovac.

"Servus & Danke"

Emotional wurde es schon vor dem Anpfiff im Stadion. Die Bayern-Bosse verabschiedeten Ribéry, Robben und Rafinha unter dem Jubel der 75.000 Zuschauer. "Servus & Danke" stand auf einem großen Plakat in der Kurve. So ergriffen Robben und Ribéry die besonderen Momente vor der Partie genossen, so unglücklich waren die beiden über ihre Bankrolle zu Beginn des letzten Heimspiels nach einem gemeinsamen Jahrzehnt. Die letzte knappe halbe Stunde entschädigte dann in ihrem letzten gemeinsamen Spiel in der Arena. "Was die beiden hier geleistet haben, war sensationell", sagte Kovac. Dass vor seinem großen Tag als Meistercoach die Spekulationen um seine vorzeitige Demission eine neue Stufe erreicht hatten, wurmte ihn: "Ich bin davon überzeugt, dass es weitergeht."

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"Bin davon überzeugt, dass es weitergeht": Niko Kovac.

(Foto: dpa)

Als zweiter Münchner nach Franz Beckenbauer kürte er sich als Spieler und Trainer mit dem FC Bayern zum Meister. Der erste große Druck fiel im finalen Bundesliga-Schlussakt zeitig von Kovac ab. Die "Robbery"-Nachfolger rückten in den temporeichen Anfangsminuten in den Fokus. Nach Vorarbeit von Lewandowski und Müller traf Coman gegen die desolat postierte Frankfurter Dreierkette. Serge Gnabry erhöhte dann auf 2:0 (26.). Doch mitten in das Vorglühen für die Meisterehrung platzte die Kunde aus den Kölner Videokeller, dass Lewandowski in der Vorbereitung im Abseits gestanden hatte.

München hätte längst höher führen müssen. Nach Magerkost-Fußball der Europaliga-Heroen in Hälfte eins, riskierten die Gäste nach der Pause mit der Hereinnahme von Haller mehr. Sie wurden schnell belohnt: Eckball Filip Kostic, Lattentreffer David Abraham - und Haller traf aus kurzer Entfernung zum Ausgleich. Kovac schickte Ribéry und Robben zum Aufwärmen, die Kollegen auf dem Platz schlugen postwendend zurück. Trapp rettete noch gegen Müller, aber Alaba staubte ab. Sanches machte mit seinem ersten Bundesligator alles klar - und sprintete zum Jubel über den ganzen Platz zu Ribéry, Robben und Rafinha.

Sensationell beendete Sololäufer Ribéry seine Bayern-Heimzeit mit einem weiteren sehenswerten Tor für die Münchner, Robben machte es ihm wenig später nach. Im Kreise der tanzenden Teamkollegen feierten sie den perfekten Abschied. "Wir sind eine Familie. Mia san Mia", rief Rafinha den Fans zu.

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Quelle: n-tv.de, Von Christian Kunz, Klaus Bergmann und Patrick Reichardt, dpa

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