Fußball

"Ich will keinen beleidigen ..." FC Bayern fühlt sich von Paris verschaukelt

c7ad132aacf372858847a69bbb9428ad.jpg

Bei Thomas Tuchels Paris St. Germain vermissten der FC Bayern die nötige Ernsthaftigkeit im Boateng-Poker.

REUTERS

Lange verhandeln der FC Bayern und Paris St. Germain über einen Wechsel von Abwehrstar Jérôme Boateng, zustande kommt der Transfer nicht. Die Schuld dafür sehen die Münchner eindeutig bei den Parisern, denen man nun eine "komische Taktik" attestiert.

Mit deutlicher Kritik hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic den geplatzten Wechsel von Nationalspieler Jérôme Boateng vom FC Bayern zum französischen Champion Paris St. Germain kommentiert. "Ich will keinen beleidigen, ich sage nur, dass man mit Bayern München solche Sachen nicht machen kann. Ganz besonders, wenn es um so einen Spieler geht", sagte Salihamidzic bei Sky und stellte damit klar: Der deutsche Fußball-Rekordmeister fühlt sich von Paris verschaukelt.

ce3228305da1cf3429cc8dbcc83b4c07.jpg

Jérôme Boateng wollte weg vom FC Bayern, hätte auch weggedurft. Allein, es kam zu keiner Einigung mit PSG.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Er habe, auch im Beisein von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, mehrere Gespräche mit dem wechselwilligen Boateng geführt. Doch auch der Nationalspieler habe es so empfunden, dass "die Taktik der anderen Seite komisch war", ergänzte Salihamidzic: "Wenn so ein Transfer zustandekommen soll, müssen viele Dinge passen. Wir müssen wollen, der Spieler muss wollen - und der andere Klub muss bei so einem Spieler ernsthaftes Interesse zeigen. Das haben wir in keinem Moment so gespürt."

Boatengs Abschied galt trotz Vertrags bis 2021 als wahrscheinlich. Wegen seiner Präferenz für Paris soll der 29-Jährige dem ebenfalls interessierten englischen Rekordmeister Manchester United abgesagt haben. "Es gab Gespräche mit Paris, das ist kein Geheimnis", sagte der Weltmeister von 2014 der "Welt": "Die Aufgabe dort war interessant, die Gespräche mit Thomas Tuchel waren gut." PSG war dann aber offenbar nicht bereit, die von den Bayern geforderte Ablösesumme von mindestens 50 Millionen Euro zu bezahlen.

Dass der Wechsel scheiterte, bedeute aber nicht, "dass ich nicht mehr für den FC Bayern brenne", ergänzte Boateng. Der Innenverteidiger hatte auch beim 3:0 (1:0) beim VfB Stuttgart in der Münchner Startelf gestanden und eine starke Leistung gezeigt, unter anderem leitete er das 1:0 durch Leon Goretzka ein. Er habe große Ziele mit dem Rekordmeister und werde weiterhin alles für den Verein geben - "wie ich es immer getan habe".

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

Mehr zum Thema