Fußball

Sanktionen gegen Abramowitsch FC Chelsea vor Übernahme durch US-Konsortium

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Todd Boehly soll die besten Chancen auf den Erwerb des Traditionsklubs haben.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Kurz nach dem Angriff auf die Ukraine wird der Oligarch Roman Abramowitsch wegen seiner mutmaßlichen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin von der britischen Regierung mit harten Sanktionen belegt. Das betrifft auch den FC Chelsea, der zum Kauf steht. Das Wettbieten muss bald ein Ende haben.

Beim Wettbieten um die Übernahme des englischen Premier-League-Klubs FC Chelsea soll ein Konsortium um den amerikanischen Unternehmer Todd Boehly die besten Chancen haben. Wie das amerikanische "Wall Street Journal" berichtet, sollen die Investoren in bevorzugte Gespräche mit dem englischen Spitzenklub gehen. Im Gespräch ist ein Kaufpreis von mehr als drei Milliarden Dollar. Boehly ist auch Mitbesitzer des Baseball-Klubs Los Angeles Dodgers.

Am Freitag war bekannt geworden, dass auch der britische Chemiekonzern Ineos in das Rennen eingestiegen ist, womöglich kam die Offerte aber zu spät. Wie die Holding-Gesellschaft um Chef Jim Ratcliffe bekannt gab, bietet sie 4,25 Milliarden Pfund (rund 5,05 Milliarden Euro) für den Kauf des Londoner Fußball-Vereins. Laut englischen Medienberichten soll das Angebot weit über den bisherigen Geboten anderer Interessenten liegen. Ineos hat in den vergangenen Jahren stark im Sport investiert, neben dem Fußball auch bereits in der Formel 1, beim Segeln oder dem Radsport.

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Ein Kauf des Klubs muss dabei auch von der britischen Regierung und der Premier League genehmigt werden. Die Erlaubnis des Staates ist nötig, weil das Vermögen des bisherigen Klub-Besitzers Roman Abramowitsch eingefroren ist.

Der russische Milliardär hatte den Verein zum Verkauf gestellt, bevor er von der britischen Regierung wegen seiner angeblichen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin mit harten Sanktionen belegt wurde. Die Sanktionen trafen auch den FC Chelsea. Der Londoner Klub operiert momentan unter einer Sonderlizenz, die zum 31. Mai auslaufen wird. Die englische Regierung warnte den Traditionsverein erst im Laufe der Woche, dass "die Zeit für Chelsea im Moment sehr knapp ist".

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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