Fußball

Norwegens Protest gegen Katar Haaland macht Nationalteams klare Ansage

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"Wer als Nächstes?"

(Foto: imago images/Bildbyran)

Der Protest gegen die Menschenrechtslage in Katar weitet sich aus. Nachdem mehrere Auswahlen in der WM-Qualifikation die norwegische Initiative aufgriffen, fordert das Team um Erling Haaland nun offensiv zum Mitmachen auf. Ein erster Verband kündigt schon an einzusteigen.

Die norwegische Fußball-Nationalmannschaft mit Topstar Erling Haaland hat erneut zur Wahrung der Menschenrechte in Katar aufgerufen und im Team der Niederlande einen weiteren Mitstreiter gefunden. Haaland und Co. trugen vor der Begegnung gegen die Türkei (0:3) T-Shirts mit der Aufschrift "Menschenrechte auf und neben dem Platz. Norwegen, Deutschland - wer als Nächstes?".

Die Antwort gaben zeitgleich die Niederländer, die bei einem Modellversuch vor 5000 Zuschauern in Amsterdam auf Lettland (2:0) trafen. Auf den Shirts der Oranje-Spieler war der Slogan "Football Supports Change" ("Fußball unterstützt Wandel") zu lesen, der eine gleichnamige Kampagne einleiten soll. An der Kampagne beteiligt sich auch Dänemark, weitere Mannschaften sollen folgen.

Der Slogan war auch auf Armbinden zu sehen. "Wir tragen diese Binden, um Freiheit, Toleranz und Inklusion zu unterstützen. Der Fußball sollte Wandel unterstützen. Auch in Katar. In Katar wollen wir Weltmeister werden, aber nicht, ohne über den Tellerrand zu schauen", hieß es in einer Erklärung der neuen Bewegung. Der niederländische Verband KNVB erklärte, schon 2010 in Opposition zum WM-Gastgeber Katar gegangen zu sein.

Auch Dänemark macht mit

Proteste zur Unterstützung der Arbeiter in Katar wird es am Sonntag auch von der dänischen Nationalmannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Republik Moldau geben. "Die Spieler haben entschieden, auf die Notwendigkeit von Änderungen in Katar hinzuweisen", teilte der dänische Verband mit.

Sowohl das DFB-Team als auch Norwegen hatten zuletzt mit Aktionen die Verhältnisse im Land des kommenden WM-Gastgebers angeprangert. Die deutschen Spieler hatten vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island (3:0) jeder ein schwarzes T-Shirt mit einem weißen Buchstaben getragen - zusammen lautete die Botschaft: HUMAN RIGHTS.

Am Mittwoch hatte die norwegische Nationalmannschaft eine ähnliche Botschaft gesendet. Die Spieler trugen vor der Partie in Gibraltar (3:0) weiße T-Shirts mit der Aufschrift: "Menschenrechte - auf und neben dem Platz".

Katar steht bei Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International seit Jahren wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Der englische Guardian hatte kürzlich berichtet, dass seit der WM-Vergabe an das Emirat 2010 mehrere Tausend Menschen auf Stadion-Baustellen gestorben sind.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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