Fußball

Zwei Bayern-Stars droht Ausfall Löw reagiert energisch auf Kritik an Video

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Die DFB-Profis "engagieren sich in Eigenperspektive", sagt Löw.

(Foto: REUTERS)

Die Kadersorgen von Joachim Löw geraten vor der WM-Quali in Rumänien fast zur Nebensache. Zwei Profis des FC Bayern sind für die Partie am Sonntagabend fraglich. Noch mehr aber scheint den Bundestrainer die Kritik daran zu ärgern, dass der DFB den Protest der Mannschaft filmisch inszeniert hat.

Joachim Löw hatte Redebedarf. Dabei brannten dem Bundestrainer vor dem kniffligen WM-Qualifikationsspiel in Rumänien weniger taktische und personelle Fragen unter den Nägeln - Löw wehrte sich ungefragt vehement gegen den Eindruck, dass die viel beachtete Menschenrechtsaktion der deutschen Nationalmannschaft am Ende Marketing-Selbstzwecken diente.

"Wenn jemand denkt, dass unsere Spieler, Manuel Neuer, İlkay Gündoğan, sich aus Marketinggründen vor so einen Karren spannen lassen, der irrt gewaltig", sagte Löw in Bukarest vor dem Kräftemessen mit dem wohl stärksten Gruppengegner am Sonntag (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de). "Unsere Spieler sind sehr, sehr interessiert und wissen, was in der Welt passiert", stellte Löw klar: "Sie engagieren sich in Eigeninitiative. Ich fand es beeindruckend, was sie gemacht haben."

Die T-Shirt-Aktion ("HUMAN RIGHTS") beim Auftakt der Qualifikation für die WM 2022 in Katar gegen Island (3:0) wurde gelobt, Kritik gab es allerdings an der anschließenden Verwertung auf den Social-Media-Portalen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Wir wissen, dass unsere Spieler für diese Werte stehen", sagte Löw. Nicht alles, was beim DFB passiere, sei "negativ zu bewerten".

Etwas genervt war der scheidende Bundestrainer auch von der angespannten Personalsituation. Niklas Süle steht aufgrund seiner Oberschenkelzerrung weder in Rumänien noch gegen Nordmazedonien am Mittwoch in Duisburg zur Verfügung. Es droht zudem der Ausfall von Leon Goretzka (Wade). Hinter dem Einsatz seines Münchner Teamkollegen Leroy Sané (Oberschenkel) steht ein kleines Fragezeichen.

Auswärts seit 1934 ungeschlagen

"Bei ihm sieht es aber etwas positiver aus", sagte Löw, der den Ausfall Süles bedauerte: "Es fiel mir schwer, das zu akzeptieren. Aber das Risiko einer größeren Verletzung ist gegeben. "So soll es vor Torhüter Manuel Neuer, der am Samstag 35 wurde, die Viererkette richten, die auch gegen Island aufgelaufen war. Erste Alternative für Goretzka ist Florian Neuhaus.

Die Rumänen, die zum Auftakt knapp gegen Nordmazedonien gewonnen haben (3:2), sind für Löw eine "ganz andere Mannschaft als die Isländer". Löw hat "große Stärken in der Offensive" erkannt: "Sie wollen nicht so gerne verteidigen, sie wollen den Ball. Sie haben Tordrang und wollen zum Abschluss kommen. In der Offensive sind sie brandgefährlich."

Dennoch geht die DFB-Auswahl als Favorit in die Partie. Dabei gilt es, zwei beeindruckende Serien erfolgreich zu verteidigen. Gegen Island gelang der 17. Sieg in der WM-Qualifikation in Folge (Rekord), außerdem ist der viermalige Weltmeister in allen 47 WM-Qualispielen seit 1934 auswärts ungeschlagen. "Die Rumänen sind fußballerisch und technisch ein wenig stärker. Da müssen wir auf der Hut sein", mahnte Joshua Kimmich, für den die Begegnung "ein Schlüsselspiel ist, da sich nur der Erste direkt qualifiziert".

Die Umstände der Reise sind in Corona-Zeiten wieder einmal etwas anders. Nach dem Coronafall Jonas Hofmann wurden die Nationalspieler am Freitag und Samstag insgesamt dreimal - zweimal mit Antigen-Schnelltests und einmal per PCR-Test - getestet. Alle Tests fielen negativ aus.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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