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"Das ist wie Traubenzucker" Nada sieht kein Doping bei Hinteregger

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"Wir sind Sportsmänner und stehen für fairen Sport": Martin Hinteregger.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Was schluckt denn Fußballprofi Martin Hinteregger vor laufenden Kameras gegen einen Krampf? Der Fall beschäftigt die Nada. Ergebnis: Der Frankfurter tut nach ihrer Analyse nichts Verbotenes. Die Agentur selbst steht aber weiter in der Kritik, Trainer Adi Hütter beklagt mangelnden Respekt, Julian Nagelmann auch.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur hat den viel diskutierten Fall Martin Hinteregger zu den Akten gelegt. Der Fußballprofi der SG Eintracht Frankfurt habe im Bundesligaspiel gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Sonntag nicht gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen. "Die Ermittlungen sind somit abgeschlossen"teilte die Nada mit.

Die Behandlungsmethode sei "mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar". Der 26 Jahre alte Innenverteidiger und Torschütze hatte beim 1:0 der Frankfurter gegen Hoffenheim eine Viertelstunde vor Spielende einen Wadenkrampf erlitten, spielte schließlich aber weiter. Bevor Hinteregger auf das Spielfeld zurückkehrte, drückte ihm ein Betreuer ein Präparat in die Hand, das er einnahm. Die Nada analysierte nach eigenen Angaben die Fernsehaufnahmen und prüfte die von der Eintracht vorgelegten Unterlagen.

Nach Angaben des Vereins habe es sich dabei nicht um ein verbotenes Schmerzmittel, sondern ein Kohlenhydrat-Gel gehandelt. "Das ist wie Traubenzucker", sagte Trainer Adi Hütter. Zudem wies die Agentur den Vorwurf zurück, sie habe die Frankfurter oder Hinteregger in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht. Man habe "solche Äußerungen nicht in einen konkreten Zusammenhang" mit dem Klub "und/oder dem Spieler Martin Hinteregger gestellt", teilte die Nada weiter mit.

"Es bleibt immer irgendwas hängen"

Sie verwies grundsätzlich auf einen verantwortungsvollen Umgang mit medizinischen Behandlungen, Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln - im Hinblick auf die Vorbildrolle von Sportlern. Hütter hatte Hinteregger gegen Doping-Verdächtigungen in Schutz genommen und die Nada kritisiert. "Martin und unsere Ärzte haben ein reines Gewissen. Wir sind Sportsmänner und stehen für fairen Sport."

Die Überprüfung durch die Agentur begrüße er, "wir sind für eine lückenlose Aufklärung. Was mich aber stört ist, wenn man eine Aussage tätigt, bevor man der Sache nachgeht. Das finde ich teilweise respektlos." Auch Julian Nagelsmann, Trainer des nächsten Gegners RB Leipzig am Sonntag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de), bemängelte: "Das offensive Umgehen der Doping-Agentur finde ich nicht gut, weil dadurch ein Spieler vorverurteilt wird. Es bleibt immer irgendwas hängen, was dem Spieler völlig zu Unrecht angeheftet wird."

Quelle: n-tv.de

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