Dreierpack und Stromausfall

Nürnbergs Überflieger zerlegt Dynamo, Cottbus trotzt Technik-Pannen

09-08-2026-Bayern-Nuernberg-Fussball-Maenner-2-Bundesliga-1-FC-Nuernberg-Dynamo-Dresden-1-Spieltag-Max-Morlock-Stadion-Mohamed-Ali-Zoma-1-FC-Nuernberg-M-jubelt-mit-Julian-Justvan-1-FC-Nuernberg-l-und-Piet-Scobel-1-FC-Nuernberg-nach-seinem-Tor-zum-1-0-Foto-Daniel-Loeb-dpa-WICHTIGER-HINWEIS-Gemaess-den-Vorgaben-der-Bundesliga-bzw-des-DFB-Deutscher-Fussball-Bund-ist-es-untersagt-in-dem-Stadion-und-oder-vom-Spiel-angefertigte-Fotoaufnahmen-in-Form-von-Sequenzbildern-und-oder-videoaehnlichen-Fotostrecken-zu-verwerten-bzw-verwerten-zu-lassen
Mohamed Ali Zoma bejubelt einen Nürnberger Treffer. (Foto: dpa)
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09.08.2026 | 15:45 Uhr
Der 1. FC Nürnberg unterstreicht seine Ambitionen und startet mit einem deutlichen Sieg gegen Dynamo Dresden in die neue Spielzeit der 2. Fußball-Bundesliga. Liga-Rückkehrer Energie Cottbus wird gegen Hannover von zwei Technik-Pannen ausgebremst - und gewinnt trotzdem.

1. FC Nürnberg - Dynamo Dresden 3:0 (2:0)

Der 1. FC Nürnberg hat seine Auftaktmisere in der 2. Fußball-Bundesliga dank des überragenden Mohamed Alì Zoma beendet und die neue Saison mit dem erhofften Sieg eröffnet. Der in Europa begehrte Italiener sicherte dem Club mit einem Dreierpack beim 3:0 (2:0) gegen Dynamo Dresden erstmals seit 2019 am ersten Spieltag drei Punkte.

Zoma (9., 45.+3) brachte die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose schon in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße und erhöhte nach der Pause per Elfmeter-Nachschuss (75.). Die Zukunft des 22-Jährigen, der in der vergangenen Saison mit 14 Toren und fünf Vorlagen bei mehreren Vereinen Begehrlichkeiten geweckt hat, ist weiterhin fraglich. Ein Abschied bis Ende des Transferfensters am 1. September wurde am Sonntag jedenfalls nicht unwahrscheinlicher.

Dresden, in der vergangenen Saison noch viertbeste Rückrundenmannschaft der gesamten 2. Liga, fehlte es offensiv derweil an Durchschlagskraft. Zwar übernahm die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm nach dem Traumstart des Klubs durch Zoma die Kontrolle, Nürnberg drehte kurz vor der Halbzeit aber nochmal auf - und erhöhte prompt.

Stamm reagierte und nahm zur Halbzeit Zomas direkten Gegenspieler Jonas Sterner vom Feld. Der Club zog sich wieder etwas zurück, verteidigte aber souverän. Dem für Sterner eingewechselten Simon Straudi unterlief auf der Gegenseite derweil ein Foul im Strafraum. Beim fälligen Elfmeter scheiterte Zoma zunächst noch an Dynamo-Keeper Tim Schreiber, beim Nachschuss blieb er aber cool.

Energie Cottbus - Hannover 96 3:1 (1:1)

Energie Cottbus hat bei der lang ersehnten Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga einen hart erkämpften Sieg gefeiert. Im ersten Zweitliga-Match der Lausitzer seit 2014 kam die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz gegen Hannover 96 mit viel Einsatz und etwas Glück zu einem 3:1 (1:1)-Erfolg. Kapitän Tolcay Cigerci (14./71., Foulelfmeter) und Justin Butler (76.) trafen für den Aufsteiger. Maurice Neubauer (28.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Hannover startete mit Kontrolle in das Duell, das wegen technischer Probleme beim Schiedsrichter-Funk mit zehnminütiger Verspätung begonnen hatte. Energie setzte auf Umschaltmomente, wirkte im Ballbesitz jedoch nervös und agierte zu überhastet. Das rächte sich fast: Der neue Torhüter Marcel Lotka, der ansonsten stark parierte, spielte den Ball in den Fuß des Gegners. Der überraschte Lars Gindorf scheiterte dann aber freistehend (10.).

Cigercis Freistoß lenkte Mustapha Bundu unhaltbar ab, der Treffer gab Energie aber kaum Sicherheit. Hannover drängte auf den Ausgleich und war mehrfach dicht dran. Kolja Oudenne verpasste die prompte Antwort (15.), 96-Kapitän Stefan Teitur Thordarson scheiterte knapp aus der Distanz (19.), einen Oudenne-Schlenzer lenkte Lotka an die Latte (24.). Neubauer belohnte Hannover mit dem verdienten Ausgleich. Die Niedersachsen blieben auch danach brandgefährlich. Für Cottbus war das Halbzeit-Ergebnis schmeichelhaft.

Nach der Pause, die wegen eines Stromausfalls im Stadion ebenfalls zehn Minuten später angepfiffen wurde, gestaltete das Wollitz-Team das Spiel ausgeglichener. Hannover fehlte die Intensität der ersten Hälfte, war dem zweiten Treffer zunächst dennoch näher. Die Tore gelangen dann aber den zuvor offensivschwachen Lausitzern. 96-Torhüter Pascal Loretz hatte Moritz Hannemann zu Fall gebracht. Cigerci nutzte seine Chance vom Elfmeterpunkt, Butler machte alles klar.

FC St. Pauli - SpVgg Greuther Fürth 1:1 (0:0)

Absteiger FC St. Pauli ist zum Saisonauftakt hart in der Zweitliga-Realität gelandet. Der Fußball-Klub aus Hamburg kam am ersten Spieltag trotz einer guten zweiten Hälfte zu Hause nicht über ein 1:1 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth hinaus. Neu-Trainer Marcel Rapp verpasste bei seinem Pflichtspiel-Debüt damit den angepeilten Auftakt nach Maß.

Neuzugang Marcus Mathisen (46.) traf im ersten Spiel nach dem Abgang des langjährigen Kapitäns Jackson Irvine. Für Fürth war der auffällige Felix Klaus (52.) erfolgreich.  St. Pauli fehlte nach dem Umbruch im Sommer in der ersten Hälfte merklich die Abstimmung. Neben Irvine hatten weitere Leistungsträger wie Torhüter Nikola Vasilj, Hauke Wahl, Karol Mets und Andreas Hountondji die Mannschaft verlassen. Der vom Gegner aus Fürth gekommene Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota strahlte wenig Gefahr aus - und so war Fürth dank dem spielfreudigen, aber zunächst glücklosen Klaus die etwas bessere Mannschaft. Dass es torlos in die Pause ging, hatte St. Pauli dem starken Keeper Ben Voll zu verdanken.

In Hälfte zwei wurde es dann von Beginn an rasant. Erst traf Mathisen kurz nach Wiederanpfiff per Kopf - kurz darauf schlug Kapitän Klaus zurück. Seinen Schuss aus der Drehung fälschte Mathisen unhaltbar ab. St. Pauli übernahm nun das Kommando und spielte ansehnlich nach vorne, ließ aber zahlreiche Chancen ungenutzt. In der Schlussphase ärgerte sich St. Pauli nach einem harten Einsteigen gegen Ricky-Jade Jones über einen nicht gegebenen Foulelfmeter.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/sid