Hertha BSC - 1. FC Heidenheim 4:1 (3:0)
Zweites Spiel, zweiter Sieg: Hertha BSC hat trotz zahlreicher Abgänge einen perfekten Start in der 2. Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl feierte einen 4:1 (3:0)-Erfolg gegen Bundesligaabsteiger 1. FC Heidenheim und wahrte damit die weiße Weste.
Sebastian Grönning (2.), Marten Winkler (26.) und Deyovaisio Zeefuik (35.) sorgten mit ihren Toren schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Für das Team von Trainer Frank Schmidt war es nach dem Auftaktsieg gegen Aufsteiger VfL Osnabrück (4:3) der erste Rückschlag in der neuen Saison. Daran änderte auch der Treffer von Jan Schöppner (49.) nichts. Herthas Torschütze Zeefuik sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (88.), in Unterzahl erhöhte Oluwaseun Adewumi (90.).
Leitl veränderte sein Team nach dem Sieg beim VfL Bochum (1:0) nicht - und die Gastgeber legten einen Blitzstart hin. Grönning verwertete eine Freistoßflanke von Winkler per Flugkopfball zur Führung. Die Berliner präsentierten sich auch in der Folge spielfreudig, Heidenheim kam kaum hinterher. Winkler erhöhte aus der Distanz, Zeefuik lupfte den Ball freistehend über Torhüter Frank Feller hinweg.
Heidenheim präsentierte sich nach vier Wechseln in der zweiten Halbzeit verbessert, es reichte aber nur für das Tor von Schöppner.
SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg 2:4 (2:2)
Miroslav Klose und der 1. FC Nürnberg haben ihren Traumstart mit einem Prestigeerfolg im 277. Frankenderby veredelt. In einem intensiven Traditionsduell mit der SpVgg Greuther Fürth setzte sich der Club trotz zweimaligen Rückstands mit 4:2 (2:2) durch und feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Piet Scobel (26./74.) und Julian Justvan (45.+3/54.) entschieden die "Mutter aller Derbys" mit ihren Treffern im Sportpark Ronhof für den FCN. Felix Klaus (22., Handelfmeter/41.) traf zwar doppelt für die Fürther, der Kapitän scheiterte jedoch auch mit einem Strafstoß an Nürnbergs Torhüter Jan Reichert (63.). Letztmals war der Club 2017 mit zwei Siegen gestartet, am Ende stand der Aufstieg.
Viele Blicke richteten sich auf Mohamed Ali Zoma, den Nürnberger Shootingstar, der mit einem Dreierpack gegen Dresden (3:0) geglänzt hatte. Offen ist allerdings, ob Zoma auch nach dem Ende der Transferzeit noch in Nürnberg sein wird. Sportvorstand Joti Chatzialexiou sagte, er werde "gar nicht ins Grübeln kommen, ich will den Spieler halten".
Die Bühne gehörte zunächst anderen. Etwa Klaus, der die unterhaltsame Partie eröffnete und einen Strafstoß sicher verwandelte, nachdem Tim Janisch eine Flanke unbeabsichtigt mit dem Arm geklärt hatte. Die schnelle Antwort folgte durch Scobel per Kopf.
Die Teams gönnten sich kaum Verschnaufpausen: Klaus sorgte nach einem langen Ball für die zweite Fürther Führung, doch Justvan traf auf Vorlage von Scobel für den Club. Zuvor war beiden Mannschaften jeweils ein Treffer nach Abseitspositionen aberkannt worden.
Klose fand offenbar die richtigen Worte in der Kabine. Nürnberg übernahm die Initiative im Duell der beiden fränkischen Altmeister, Justvan traf mit einem Flachschuss aus 18 Metern. Nach einem Foul von Eric Porstner ergab sich erneut für Klaus die Chance vom Punkt, Reichert wehrte den schwachen Schuss aber ab. Scobel blieb auf der Gegenseite dafür eiskalt - und ließ Trainer Klose jubeln.
VfL Osnabrück - 1. FC Magdeburg 0:3 (0:2)
Der 1. FC Magdeburg hat sich von seinem Albtraumstart erholt und den ersten Saisonsieg gefeiert. Eine Woche nach dem 1:6-Debakel gegen Braunschweig gewann das Team von Trainer Petrik Sander verdient mit 3:0 (2:0) beim Aufsteiger VfL Osnabrück und sorgte damit für Wiedergutmachung.
An der Bremer Brücke trafen Alexander Nollenberg (24./35.) und Emmanuel Iyoha (69.) für den FCM, der die Partie über weite Strecken kontrollierte. Osnabrück wartet nach der Rückkehr in die 2. Liga auf die ersten Punkte, zum Auftakt hatte der VfL in Heidenheim verloren (3:4).
Nach dem völlig verpatzten Start wollte Magdeburg die Saison in Osnabrück neu eröffnen. Das gelang dem FCM, der von Beginn an das deutlich aktivere und bessere Team war. Nollenberger belohnte die Gäste, bei der Führung sah VfL-Torhüter Jonas Krumrey nicht gut aus. Der Torschütze legte mit einer anspruchsvollen Direktabnahme nach.
Die Angriffswelle der Osnabrücker nach der Pause hielt nicht lange an. Das vermeintliche 3:0 durch Mateusz Zukowski zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht, der FCM übernahm aber wieder die Kontrolle - und entschied die Partie durch Iyoha.
