Fußball

"Mehr gibt es nicht zu sagen" Tönnies schließt mit Schalke 04 knallhart ab

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"Schalke war 26 Jahre mein Lebensinhalt, es waren Traumjahre."

(Foto: picture alliance/dpa)

Lange Jahre war Clemens Tönnies das Gesicht des FC Schalke 04. Doch spätestens nach einem Rassismus-Eklat und einem Corona-Skandal in seiner Fleischfabrik wurde der Druck zu groß. Der 64-Jährige trat beim Traditionsklub von seinem Amt zurück - und hat mit dem Verein komplett abgeschlossen.

Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des krisengeplagten Fußball-Bundesligisten Schalke 04, Clemens Tönnies, hat mit dem Kapitel S04 endgültig abgeschlossen. "Schalke war 26 Jahre mein Lebensinhalt, es waren Traumjahre mit sehr viel Verantwortung und unglaublichem Erfolg. Jetzt habe ich die Pflicht, mich noch intensiver um mein Unternehmen zu kümmern. Deswegen bin ich gegangen", sagte der 64 Jahre alte Fleischgroßproduzent im Interview mit der "Welt am Sonntag".

Auf die Frage, ob ihm das Herz blute, weil der Abstieg des hoch verschuldeten und sportlich dramatisch schwachen Traditionsklubs programmiert zu sein scheint, betonte Tönnies: "Ich drücke die Daumen, dass dies nicht geschieht. Ich bin völlig raus bei Schalke. Mehr gibt es nicht zu sagen." Die Mannschaft der Königsblauen wartet seit mittlerweile 25 (!) Spielen auf einen Sieg in der Bundesliga. Am Sonntagabend startet der nächste Versuch diese Horrorserie zu beenden, mit Bayer Leverkusen wartet ab 18 Uhr allerdings eine der formstärksten Mannschaften der Liga auf die Schalker.

Der milliardenschwere Unternehmer Tönnies war seit 2001 Aufsichtsratschef, in Schalker Gremien saß er seit 1994. Durch rassistische Äußerungen und den Skandal um zahlreiche Coronafälle in seiner Fleischfabrik war er stark in die Kritik geraten. Auch Teile der Fanszene hatten sich von ihm abgewandt. Tönnies gestand, dass während des Corona-Ausbruchs in seinem Betrieb "eine johlende Menge vor meinem Haus stand und gebrüllt hat: 'Hängt ihn auf!' Ich selbst habe keine Angst gehabt, aber ich fürchtete um meine Familie."

Quelle: ntv.de, tno/sid

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