Bodö sensationell in PlayoffsUnfassbares Torwart-Tor lässt Mourinho über Real triumphieren

Benfica Lissabon und Star-Trainer Mourinho stehen ganz kurz vor dem Aus. Dann aber wird es gegen Real Madrid dramatisch - und es gibt ein unfassbares Happy End. Wie Real muss auch der Titelverteidiger PSG eine Ehrenrunde drehen.
Real Madrid, Titelverteidiger Paris Saint-Germain und Newcastle United rutschten am letzten Spieltag dagegen allesamt noch aus den ersten acht Plätzen und müssen in der Zwischenrunde um ein Achtelfinal-Ticket spielen. Spektakulär ging es dabei besonders in Lissabon zu.
Dort kassierte Real Madrid eine verdiente 2:4 (1:2)-Niederlage bei Benfica Lissabon - das vierte Tor für die Portugiesen erzielte dabei Torwart Anatoliy Trubin in der siebten Minute der Nachspielzeit und sicherte Benfica damit den Einzug in die Playoffs. Nicht nur José Mourinho, der Trainer von Benfica und ehemalige Coach von Real, war außer sich vor Freude.
Mourinho jubelte mit einem Balljungen
Es war ein unfassbarer Treffer, nachdem Benfica die angezeigten fünf Minuten der Nachspielzeit komplett verschlafen hatte und erst beim finalen Freistoß alles nach vorne warf. Real hatte kurz zuvor in einer hitzigen Schlussphase mit Raul Asencio und Rodrygo noch zwei Spieler mit Gelb-Roten Karten verloren.
Trotzdem verteidigten nicht alle Spieler den Freistoß im Strafraum. Vorne lauerte Vinicius Jr auf einen möglichen Konter. Auch Real benötigte noch ein Tor für die direkte Qualifikation für das Achtelfinale. Dazu kam es nicht mehr. Die Geschichte wollte es anders.
Im Estadio da Luz spielten sich nach dem Tor verrückte Szenen ab. Spieler und Betreuer fielen voller Ekstase über den Matchwinner Trubin her. Trainer Mourinho, der Benfica zu dieser Saison übernommen hatte, jubelte zunächst Arm in Arm mit einem Balljungen und brüllte dann ein paar Worte auf die Tribüne.
Kylian Mbappé erzielte die beiden Treffer für Madrid und stellte mit 13 Toren eine neue Bestmarke in der Champions League für eine Gruppenphase auf. In den Playoffs könnte Real Madrid nun erneut auf Benfica treffen.
PSG und Newcastle schmeißen sich aus Top 8
Für PSG und Newcastle war das 1:1 (1:1) im direkten Duell zu wenig für die direkte Qualifikation. Weltfußballer Ousmane Dembélé scheiterte früh im Spiel mit einem Elfmeter für Paris, kurz darauf traf Vitinha zur Führung der Gastgeber. Für Newcastle, bei denen die Nationalspieler Nick Woltemade und Malick Thiaw von Beginn an aufliefen, erzielte Joe Willock den Ausgleich.
Florian Wirtz erzielte beim klaren 6:0 (2:0)-Erfolg des FC Liverpool gegen Qarabag Agdam sein erstes Champions-League-Tor für die Reds, die sich ebenfalls einen Platz unter den besten acht Teams sicherten. Mit sechs Siegen belegt Liverpool Rang drei hinter dem FC Arsenal und dem FC Bayern München.
Norweger sensationell in Playoff
Der FC Arsenal hat eine perfekte Gruppenphase in der Champions League gespielt. Gegen Qairat Almaty gewann Arsenal mit 3:2 (3:1) und somit auch sein achtes Spiel. Dabei glänzte Fußball-Nationalspieler Kai Havertz bei seinem Startelf-Comeback nach fünf Monaten Verletzungspause unter anderem mit einem Treffer und zwei Torvorlagen in der ersten Halbzeit.
Ebenfalls direkt ins Achtelfinale eingezogen ist der FC Barcelona. Das Team von Trainer Hansi Flick drehte die Partie gegen den FC Kopenhagen nach Halbzeit-Rückstand und gewann noch deutlich mit 4:1 (0:1).
Ausgeschieden ist dagegen unter anderem der italienische Meister SSC Neapel. Gegen den FC Chelsea unterlag das Team von Trainer Antonio Conte 2:3 (2:1). Joao Pedro besiegelte mit einem Doppelpack in der zweiten Halbzeit das Aus Neapels und schoss Chelsea noch unter die besten Acht. Die Playoffs erreichte dafür sensationell FK Bodö/Glimt, das bei Atlético Madrid mit 2:1 (1:1) gewann.