Technik

Verrücktes Kamera-Design Asus Zenfone 6 hat den Dreh raus

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Beim Zenfone 6 dreht sich die Doppel-Kamera um 180 Grad von hinten nach vorne.

(Foto: Asus)

Asus stellt in Valencia das Zenfone 6 vor, das keine Frontkamera besitzt. Trotzdem macht das Smartphone Selfies mit 48 Megapixeln oder im Superweitwinkel, weil es ganz einfach den Dreh raushat. Außerdem ist das Ding sehr, sehr ausdauernd.

Heutzutage ist es nicht mehr leicht, ein Smartphone ins Rampenlicht zu bringen, weil sich die meisten Geräte auch im Highend-Bereich oft nur noch in kleinen Details unterscheiden. Besonders schwer hat es Asus, das zwar schon länger sehr gute Smartphones herstellt, aber kaum von Nutzern wahrgenommen wird. Unter anderem lag dies in der Vergangenheit daran, dass die Taiwaner nach einer Ankündigung oft mehrere Monate verstreichen ließen, bis ein Gerät auf den Markt kam. Beim neuen Zenfone 6 ist das ganz anders. Es ist nicht nur bereits zu haben, es ist auch so außergewöhnlich, dass es eine Chance hat, mehr als eine kleine Nische zu erobern.

Stufenlose Drehung

Der Clou am Zenfone 6 ist die Doppel-Kamera, die stufenlos um 180 Grad von hinten nach vorne gedreht werden kann und so unter anderem auch als Selfie-Kamera dient. Dadurch benötigt das 6,4 Zoll große LCD keine Aussparung und nimmt daher nur mit einem schmalen Rand die gesamte Front ein. Gedreht wird die Einheit über die Lautstärke-Taste, als Auslöser dient unter anderem eine zusätzliche Taste auf der rechten Seite, mit der man im Normalbetrieb auch andere Funktionen starten kann.

Zum Einsatz kommen eine 48-Megapixel-Hauptkamera mit Blende f/1.8 und eine 13-Megapixel-Superweitwinkel-Kamera, die einen 125 Grad großen Bereich abdeckt. Die Hauptkamera soll unter anderem stark bei Nachtaufnahmen sein und ein sehr gutes künstliches Bokeh zaubern. Alle Funktionen stehen im jeden Winkel zur Verfügung. Wer möchte, kann auch Selfie-Videos in 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Fetter Akku

Zweite Besonderheit des Zenfone 6 ist der mächtige Akku, der mit einer Kapazität von 5000 Milliamperestunden das Gerät auch mal zwei Tage am Laufen halten könnte. Der Ausdauer zugute kommt, dass das Display nur mit Full-HD+ auflöst. Damit ist die Darstellung immer noch scharf, aber der Stromverbrauch deutlich geringer als bei QHD. Angetrieben wird das Smartphone von Qualcomms aktuellem Top-Prozessor Qualcomm 855.

Asus verkauft das Zenfone 6 mit 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 64 GB internem Flash-Speicher für rund 500 Euro. Das Gerät schluckt zwei SIM-Karten und eine microSD-Karte. Mit 128 GB Flash-Speicher kostet das Zenfone 6 knapp 560 Euro, die Variante mit 8 GB und 256 GB gibt’s für rund 600 Euro.

Quelle: n-tv.de

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