Wirtschaft

Prognose kassiert BASF sieht Welt auf den Kopf gestellt

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BASF hält an der Dividendenzahlung fest.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erstes Quartal nicht normal, zweites wohl auch nicht und das Gesamtjahr erst recht nicht: So fasst der Chemiekonzern BASF das Jahr zusammen. Vor allem der Stillstand der Autoindustrie lähmt das Unternehmen. Andere Sparten liegen derweil im Plan.

Auch auf BASF wirft die weltweite Corona-Krise ihre Schatten. Zum Jahresauftakt verdiente der Chemiekonzern weniger und kassierte seinen Ausblick für das Gesamtjahr. "Das erste Quartal war kein normales Quartal. Das wird auch für das zweite Quartal gelten und wohl für das gesamte Jahr", sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. An den Märkten herrsche große Unsicherheit. "Das Coronavirus stellt die Welt auf den Kopf."

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Am stärksten leidet der Konzern derzeit unter der rückläufigen Nachfrage aus der Autoindustrie, seiner wichtigsten Kundengruppe. In anderen Bereichen sorgt die Pandemie dagegen für zusätzliche Nachfrage, etwa bei Nahrungsergänzungsmitteln. Auch im Agrarbereich läuft es rund.

In den ersten drei Monaten sank das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) Auf Jahressicht um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Euro - immerhin aber noch mehr als von Analysten erwartet. BASF setzten vor allem niedrigere Preise für Kunststoffvorprodukte und Petrochemikalien zu. Nach Steuern blieben mit 885 Millionen Euro aber mehr als ein Drittel weniger. Da der Absatz zu Jahresbeginn aber noch zulegte, konnte der Chemieriese seine Einnahmen um sieben Prozent auf 16,8 Milliarden steigern.

Zu einer Prognose für das laufende Jahr sieht sich der Konzern wegen der Corona-Krise nicht mehr in der Lage und zog seinen Ausblick zurück. Zur Jahresbilanz im Februar hatte der Vorstand angesichts des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus in China bereits eine vorsichtige Prognose für gegeben und dabei sowohl einen Ergebnisanstieg- als auch einen Rückgang in Betracht gezogen.

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Brudermüller hatte damals aber schon vor den weltweiten Folgen des Virus gewarnt. Ursprünglich hatte BASF für dieses Jahr einen Umsatzanstieg auf 60 bis 63 Milliarden Euro sowie ein Ebit zwischen 4,2 Milliarden und 4,8 Milliarden Euro prognostiziert.

Zur Freude Anleger hält der Chemiekonzern trotz Krise an seiner Dividende für 2019 fest. Die Ausschüttung solle unverändert 3,30 Euro je Aktie betragen, hatte das Unternehmen am Vorabend mitgeteilt. Die Hauptversammlung soll darüber am 18. Juni entscheiden.

Quelle: ntv.de, jwu/rts