Wirtschaft

Pandemie mit Nebenwirkungen Corona macht Immobilien noch teurer

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Wohnen ist nochmal teurer geworden.

(Foto: imago images/Westend61)

Die Immobilienpreise steigen seit Jahren vielerorts massiv. Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie die Immobilienmärkte in Deutschland zusätzlich angeheizt. Das macht das Wohnen nochmal deutlich teurer und vergrößert die Ungleichheiten auf den Wohnungsmärkten.

Die Corona-Pandemie hat einer Studie für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung zufolge die Immobilienpreise in Deutschland zusätzlich steigen lassen. Laut der Untersuchung von Immobilienökonomen der Universität Regensburg betrug der Pandemieeffekt bei den Angebotspreisen für Eigentumswohnungen im bundesweiten Durchschnitt 0,7 Prozentpunkte. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern seien es sogar 1,1 Prozentpunkte, berichtete die Böckler-Stiftung.

Insgesamt hätten die Angebotspreise für Eigentumswohnungen zwischen dem 1. Quartal 2020 und dem 2. Quartal 2021 um durchschnittlich 17 Prozent zugelegt, die für Einfamilienhäuser um 15,6 Prozent. Bei den Mieten sei der zusätzliche Corona-Effekt bundesweit klein und regional unterschiedlich: Während die Pandemie das Wachstum bei Neu-Mieten in Groß- und Mittelstädten leicht gedämpft habe, seien die Angebotsmieten für Neuverträge in ländlicheren Regionen durch Corona zusätzlich nach oben gegangen. Bundesweit rechnen die Wissenschaftler mit einem zusätzlichen Anstieg der Angebotsmieten für Neuverträge um lediglich 0,1 Prozentpunkte. Insgesamt seien die Angebotsmieten in dem oben genannten Zeitraum um durchschnittlich 5,0 Prozent gestiegen.

Ungleichheit wächst

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Bei Haushalten, die einen neuen Mietvertrag abschlossen, habe sich die Belastungsquote durch die Nettokaltmiete wegen der für viele Mieter gesunkenen verfügbaren Einkommen spürbar um 0,6 Prozentpunkte erhöht, betonen die Forscher. Davon seien 0,3 Prozentpunkte auf Auswirkungen der Pandemie zurückzuführen. Der Anstieg sei für ein einzelnes Jahr erheblich. Insgesamt habe Corona die Ungleichheiten auf den Wohnungsmärkten vergrößert.

Die Forscher hatten für ihre Untersuchung die tatsächliche Entwicklung auf den Immobilienmärkten mit Prognosen verglichen, um so den Corona-Effekt herauszufiltern. Wohlhabende private Haushalte hätten in Zeiten geschlossener Läden und ausgefallener Urlaubsreisen mehr Geld zur Verfügung gehabt und in Immobilien investiert, nennt die Studie einen Grund für den Preisanstieg. Ein anderer seien gestiegene Baupreise durch Arbeitskräfte- und Materialmangel.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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