Wirtschaft

Erhöhung der Tabaksteuer geplant E-Zigaretten könnten bald teurer werden

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Auch Raucher von E-Zigaretten müssen wahrscheinlich bald tiefer in die Tasche greifen.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Konsumenten von E-Zigaretten bleiben bisher von Erhöhungen der Tabaksteuer verschont - das soll sich jetzt ändern. Die Anhebung der Tabaksteuer wird wohl auch für die Verdampfer gelten. Geplant ist, Zigaretten jedes Jahr ein wenig zu verteuern.

In Deutschland könnten Raucher einem Medienbericht zufolge bald stärker zur Kasse gebeten werden. Das Bundesfinanzministerium plane eine Erhöhung der Tabaksteuer, die erstmals auch für nikotinhaltige E-Zigaretten gelten solle, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Auch für Verdampfer solle künftig der höhere Steuersatz gelten und nicht mehr der niedrigere Satz für Pfeifenprodukte, schreibt das Blatt unter Berufung auf einen ihm vorliegenden Entwurf eines Tabaksteuermodernisierungsgesetzes.

Dieser solle noch an diesem Montag in die Ressortabstimmung gehen. Demnach soll sich die Steuer für Zigaretten vom kommenden Jahr an jährlich um acht Cent je Packung mit zwanzig Zigaretten erhöhen. Für eine 40-Gramm-Packung Feinschnitt steigt die Abgabe um bis zu 15,7 Cent.

Der Zeitung zufolge rechnet der Staat durch diesen Schritt mit zusätzlichen Einnahmen von mehr als zwölf Milliarden Euro in den Jahren 2022 bis 2026. Voraussetzung dafür sei, dass wegen der höheren Steuer nicht noch mehr Menschen aufhören zu rauchen, was durch die höhere Steuer erreicht werden solle. Im vergangenen Jahr nahm der Bund insgesamt 14,6 Milliarden Euro ein, 2,7 Prozent mehr als 2019.

Quelle: ntv.de, jhe/rts