Wirtschaft

Saubere Luft wie im OP-Saal Lufthansa führt Maskenpflicht ein

Die Lufthansa nimmt sich die Entscheidungen mehrerer Länder zum Vorbild: Die wenigen Passagiere, die es derzeit noch gibt, dürfen nur noch mit einer Mund-Nase-Bedeckung an Bord. Schlechte Luft muss aber niemand fürchten, "hochwertigsten Filtern" sei Dank.

Die Lufthansa verpflichtet alle Passagiere, auf ihren Flügen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Darüber hinaus empfiehlt die Airline allen Fluggästen, die Bedeckung während der gesamten Reise zu tragen. Laut der Mitteilung gilt die Maskenpflicht an Bord ab kommenden Montag, 4. Mai zunächst bis zum 31. August für alle Airlines des Konzerns. Neben der Lufthansa sind das Austrian, Swiss und Brussels Airlines sowie Eurowings, wobei Austrian und Brussels Airlines ihren Flugbetrieb wegen der Corona-Krise zurzeit eingestellt haben.

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Konkret will sich die Lufthansa Group bei der Maskenpflicht an den Regelungen zahlreicher europäischer Länder orientieren, in denen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Öffentlichkeit ebenfalls Pflicht ist. Gleichzeitig dürfen durch die Neuregelung auch die Mittelsitze in Dreier-Reihen wieder besetzt werden. Durch das Tragen der Masken bestehe ausreichender Gesundheitsschutz, begründet Lufthansa diesen Schritt. Alle Flugzeuge der Lufthansa Group seien mit hochwertigsten Luftfiltern ausgestattet, die eine Luftqualität wie in einem Operationssaal gewährleisteten. Bei der aktuell geringen Auslastung werde man die Passagiere aber weiterhin möglichst weiträumig über die Kabine verteilen. Nach Ausbruch des Coronavirus hatten viele Airlines angeordnet, dass zwischen zwei Passagieren jeweils ein Sitzplatz frei bleiben muss.

Ihren eingeschränkten Flugplan hat die Lufthansa derweil bis zum 31. Mai verlängert. Dabei plant die Airline nach ihrem Corona-Tief langsam wieder mehr Flüge ein. An ihren deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München erhöht die Lufthansa die Zahl der wöchentlichen Verbindungen um 50 auf 330. Die Zahl der innerdeutschen Verbindungen ab München werde verdoppelt, heißt es. Der neue Flugplan mit den zusätzlichen Zielen Athen, Porto und Göteborg gelte ab dem 18. Mai. Langstreckenflüge starten weiterhin nur in der Schweiz und in Frankfurt.

Lufthansa verlängert Not-Flugplan

Auch die Töchter Swiss und Eurowings verlängern ihre Not-Flugpläne aus der Schweiz und den kleineren deutschen Flughäfen bis Ende Mai. Die Töchter Austrian und Brussels Airlines lassen ihre Flotten bis dahin komplett am Boden. "Ab heute werden die weiteren Streichungen sukzessive umgesetzt und Fluggäste über die Änderungen informiert", teilt der Konzern mit. Ursprünglich war das bereits stark verringerte Flugprogramm nur bis zum 17. Mai gültig.

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Fluggäste, deren Flüge abgesagt worden sind oder die ihren Flug nicht wahrnehmen konnten, können laut Lufthansa ihr Ticket behalten und bis 31. August 2020 eine Umbuchung auf ein neues Reisedatum – bis spätestens 30. April 2021 – und gegebenenfalls ein neues Reiseziel vornehmen.

Zuletzt hatte die Lufthansa im Vergleich mit dem Vorjahr nur noch ein Prozent ihrer Passagiere transportiert. Im ersten Quartal flog sie bereits einen Milliardenverlust ein, sie verhandelt deshalb derzeit über staatliche Hilfen mehrerer Länder.

Quelle: ntv.de, chr/DJ/dpa/rts