Freitag, 10. Juli 2020Der Tag

mit Christian Herrmann
Christian Herrmann
22:32 Uhr

Das war der Tag am Freitag, 10. Juli 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben in einer neuen Studie nachgewiesen, dass das Coronavirus auch Zellen des Herzens infizieren und für seine Vermehrung nutzen kann. Die Auswirkungen sind noch offen, die Forscher fürchten allerdings Langzeitschäden. Die Einzelheiten finden Sie hier.

Das sind die anderen wichtigen Themen des Tages:

  • Seit 1934 ist die Hagia Sophia ein Museum, doch damit ist Schluss: Ein Gericht erlaubt die Nutzung der beeindruckenden Basilika in Istanbul als Moschee. Das könnte zu Spannungen mit Russland und Griechenland führen.
  • Im Frühling sahen einige Wettermodelle noch einen richtig heißen Sommer voraus. Daraus wird aber nichts, weiß ntv-Meteorologe Björn Alexander. Das Auf und Ab wird weitergehen.
  • Nach einem massiven Corona-Ausbruch ist die Produktion des Schlachtbetriebs Tönnies geschlossen. Die Lohnkosten der Arbeiter möchten der Betrieb und weitere Subunternehmer nun erstattet bekommen.
  • Die Mehrwertsteuersenkung versetzt die Lebensmittelbranche in Aufruhr: Lidl und Aldi sehen ihre große Stunde gekommen, die Preise zu drücken. Dabei pushen sie sich gegenseitig mit offenen Werbeattacken. Nun mischt auch noch Edeka mit.
  • Ende April wird in der Weser die Leiche einer jungen Frau gefunden. Später stellt sich heraus, es handelt sich um die 19-jährige Prostituierte Andrea K. Nun nimmt die Polizei ihren Zuhälter fest.
  • In Spanien gilt landesweit eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Aber gerade auf Mallorca halten sich viele Menschen nicht daran. Die Regierung der Balearen-Insel greift daher zu einer drastischen Maßnahme.

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Schauen Sie auch morgen wieder vorbei auf ntv.de und in der ntv-App. Bis dahin, kommen Sie gut durch die Nacht!

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Eine Straße in der Altstadt der japanischen Metropole Kyoto nach einem nächtlichen Regenschauer.

(Foto: imago images/Westend61)

22:03 Uhr

Kroatien und Bulgarien nähern sich Euro-Beitritt

Derzeit nutzen 19 Staaten den Euro als offizielles Zahlungsmittel. Zuletzt schloss sich 2015 Litauen der Eurozone an. Nun haben Kroatien und Bulgarien den nächsten Zwischenschritt auf dem Weg dorthin absolviert.

  • Kroatien und Bulgarien sind zunächst für zwei Jahre in das europäische System fester Wechselkurse (ERM-2) aufgenommen worden. Dies soll sicherstellen, dass die Landeswährungen nicht zu stark schwanken.
  • Ab dem 1. Oktober werden zudem ihre größten Banken der Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) unterstellt.
  • Erfüllen die beiden Länder alle Vorgaben, könnten die praktischen Vorbereitungen für den Euro-Beitritt beginnen. Damit wäre frühestens 2023 zu rechnen.
21:37 Uhr

Auswärtiges Amt redet Chinas Botschafter ins Gewissen

Chinas neues Sicherheitsgesetz für Hongkong ist der bislang stärkste Einschnitt in den halbautonomen Status der Finanzmetropole. Kritiker sind überzeugt, dass Peking damit die Autonomie der Stadt untergräbt. Das deutsche Außenministerium hat deshalb mit dem chinesischen Botschafter gesprochen.

  • Staatssekretär Miguel Berger habe dabei nochmals die Position der Bundesregierung erläutert, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.
  • Die Bundesregierung habe auch mehrfach Besorgnis darüber geäußert, dass das Gesetz die weitgehende Autonomie der Sonderverwaltungszone ernsthaft untergrabe und sich nachteilig auf die Unabhängigkeit der Justiz und die Rechtsstaatlichkeit auswirke.
  • Das Sicherheitsgesetz erlaubt den chinesischen Behörden ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die aus ihrer Sicht die nationale Sicherheit bedrohen.
  • Peking reagiert damit auf die monatelangen Massenproteste der Hongkonger Demokratiebewegung im vergangenen Jahr

21:03 Uhr

Baby ist da: Mamafreuden bei Lena Gercke

Model Lena Gercke ist zum ersten Mal Mutter geworden: "Willkommen auf der Welt, kleine Zoe", schreibt die 32-Jährige zu einem Instagram-Bild, das ihre Hand, die Hand ihrer neugeborenen Tochter und die Hand ihres Freundes Dustin Schöne zeigt. "Keine Worte können beschreiben, wie dankbar wir sind." Demnach kam die Kleine bereits am Montag, also am 6. Juli zur Welt - und damit am Geburtstag ihres Vaters: "Bestes Geburtstagsgeschenk für den Papa".

*Datenschutz

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20:39 Uhr

Brasilien zerstört Amazonas im Rekordtempo

Trauriger Rekord: Brasilien hat in der ersten Jahreshälfte 25 Prozent mehr Amazonas zerstört als im Vorjahreszeitraum. Das hat das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) mitgeteilt.

  • Die Abholzung betraf ein Gebiet von 3069 Quadratkilometern. Das ist die höchste Zahl, die die Behörde je erfasst erfasst hat und eine Fläche, die größer ist als das Saarland.
  • Eine Rekord-Entwaldung gab es laut Inpe auch im Juni. Allein in diesem Monat sei ein Gebiet von 1034 Quadratkilometern abgeholzt worden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von elf Prozent.
  • Umweltschützer machen die Politik des rechtsextremen Staatschefs Jair Bolsonaro für die Zunahme verantwortlich. Sie werfen ihm vor, illegale Rodungen zu fördern.

20:16 Uhr

Neuer Job für Nahles: Ex-SPD-Chefin wird Beraterin

Andrea Nahles hat einen neuen Job: Die frühere Partei- und Fraktionschefin der SPD wird Sonderberaterin von EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit.

  • "Höchsterfreut, ankündigen zu können, dass Andrea Nahles zu meiner Sonderberaterin ernannt wurde, die unsere Arbeit unterstützen wird, den sozialen Dialog in Europa zu stärken und die Rolle sozialer Partner zu fördern", schreibt der Luxemburger auf Twitter umständlich. "Ihre riesige Erfahrung wird uns dabei helfen, ein faireres, sozialeres Europa zu formen."
  • Nahles war vor gut einem Jahr nach einer SPD-Niederlage bei der Europawahl als Partei- und Fraktionschefin zurückgetreten.

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19:42 Uhr

Totgeprügelt: Busfahrer stirbt nach Maskenstreit

Am vergangenen Sonntag weist ein Busfahrer im südwestfranzösischen Bayonne zwei Fahrgäste wie vorgeschrieben darauf hin, dass sie im Bus Schutzmasken tragen müssen. Für die Männer offensichtlich ein Grund, loszuprügeln: Sie schlagen und treten den Busfahrer so heftig, dass er im Krankenhaus für hirntot erklärt werden muss. Nun hat seine Familie "beschlossen, ihn gehen zu lassen. Die Ärzte waren dafür und wir auch", sagt die Tochter von Philippe Monguillot. Seine Ehefrau, Véronique Monguillot, schreibt in Onlinenetzwerken: "Mein Mann ist um 17.30 Uhr gestorben, RIP meine Liebe."

Die französische Justiz wirft den jungen Männern Totschlag vor. Zwei weiteren Männern wird Beihilfe und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen.

19:14 Uhr

Volles Stadion zum Saisonstart: Union Berlin will jeden Fan testen

Der 1. FC Union Berlin möchte in der Fußball-Bundesliga kein weiteres Spiel mehr ohne seine Fans verbringen. Die Eisernen streben deshalb "spätestens ab dem 1. Spieltag der Saison 2020/21 die Vollauslastung" an. Wie das trotz Coronavirus gehen soll? Ganz einfach, jeder Stadionbesucher, ob Spieler, Fan oder Ordner, braucht einen negativen Test.

  • "Unser Stadionerlebnis funktioniert nicht mit Abstand, und wenn wir nicht singen und schreien dürfen, dann ist es nicht Union", erklärt Union-Präsident Dirk Zingler in einer Mitteilung des Bundesligisten das geplante Hygiene-Konzept.
  • Einlass sollen demnach alle 22.012 Fans nur dann erhalten, wenn sie sowohl eine gültige Eintrittskarte besitzen, als auch ein negatives Testergebnis, das zum Zeitpunkt des Einlasses nicht älter als 24 Stunden sein darf.
  • "Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, die in ausreichender Menge zur Verfügung stehenden Testkapazitäten binnen 24 Stunden einsetzen zu können", schreibt der Klub.
  • Die Kosten für die Maßnahmen will Union selbst tragen.
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In der kommenden Bundesligasaison will Union Berlin seine Erfolge wieder mit seinen Fans feiern.

(Foto: imago images/Bernd König)

18:46 Uhr

Mutmaßlich rechtsextremer Bundeswehr-Reservist hortete Waffen

Es gibt anscheinend einen weiteren Fall eines rechtsextremen Bundeswehr-Soldaten, der sich stark bewaffnet hat: Der "Spiegel" berichtet, dass bei einem Reservisten etliche Waffen entdeckt worden seien.

  • Fündig wurden die Ermittler demnach am Wohnort des 50-Jährigen im niedersächsischen Wriedel sowie im nahe gelegenen Munster, wo der Mann in der Werkstatt einer Kaserne gearbeitet habe.
  • Es seien unter anderem eine Panzergranate und eine Handgranate sichergestellt worden, heißt es.
  • Der Militärgeheimdienst MAD habe bei dem Mann zudem eine Liste mit Telefonnummern, Adressen und anderen privaten Daten von 17 deutschen Spitzenpolitikern und Prominenten und Chats mit anderen Rechtsextremen gefunden.
  • Daraufhin soll der Mann sofort aus einem laufenden Einsatz als Reservist genommen worden sein.

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18:38 Uhr

Niederlande verklagen Russland wegen MH17- Abschuss

Am 17. Juli 2014 wird ein Passagierflugzeug der Malaysia Airlines über der Ostukraine von einer Luftabwehrrakete vom Typ Buk abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord sterben, die meisten waren Niederländer. Da die Rakete aus Russland kam und von prorussischen Rebellen abgefeuert wurde, hat die niederländische Regierung nun beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof Klage gegen Russland eingereicht.

  • Mit der sogenannten Staaten-Klage will die niederländische Regierung die Angehörigen unterstützen. Die hatten bereits zuvor ebenfalls Klage bei dem Gericht gegen Russland eingereicht.
  • "Gerechtigkeit für die 298 Opfer beim Abschuss von Flug MH17 und ihre Angehörigen ist und bleibt die höchste Priorität des Kabinetts", sagt der niederländische Außenminister Stef Blok.
  • Vor einem Strafgericht in den Niederlanden läuft ein Strafprozess gegen vier Hauptverdächtige, drei Russen und ein Ukrainer.
  • Moskau weist jegliche Mitverantwortung zurück.
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Die aus Trümmern wieder zusammen gesetzte Boeing 777.

(Foto: picture alliance / Peter Dejong/)

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17:58 Uhr

Pokémon-Karte für 90.000 Dollar versteigert

Wie viel Geld würden Sie für eine Pokémon-Karte ausgeben? Bei einer Online-Auktion in den USA hat ein nicht genannter Käufer sein Limit genannt: 90.000 Dollar. Mindestens. So viel hat er für eine extrem seltene Sammelkarte bezahlt - umgerechnet also etwa 80.000 Euro.

  • Die sogenannte "Trainer"-Karte sei der Preis für einen Sieg bei einem regionalen Qualifikationsturnier gewesen und habe 1999 den Eintritt zu einem Geheimturnier erlaubt, sagt das Auktionshaus Heritage Auction.
  • Erst nach dem Sieg habe der Gewinner oder die Gewinnerin erfahren, wo das Finale stattfindet.
  • Weil es insgesamt sieben solcher Qualifikationsturniere gab, geht das Aktionshaus davon aus, dass es auch nur sieben solcher Spielkarten existieren.
  • Das Pokémon-Kartenspiel basiert auf den Comic-Charakteren der Nintendo-Videospielserie.
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Der Besitzer der Karte erhielt Einlass zum "Secret Super Battle".

(Foto: picture alliance/dpa)

17:26 Uhr

Indische Polizei erschießt flüchtenden Gangsterboss

In Indien hat die Polizei einen mutmaßlichen Gangsterboss erschossen - womöglich absichtlich, um sich selbst und andere vor seinen Enthüllungen zu schützen. Denn örtlichen Medien zufolge pflegte er enge Kontakte zu Politikern und Beamten aus dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat Uttar Pradesh.

  • Dem Mann wurde mehrfacher Mord vorgeworfen. Deshalb sollte er bereits vergangene Woche festgenommen werden, vor dem Zugriff erhielt er aber einen Tipp aus den Reihen der Polizei.
  • Beim zweiten Versuch gelang die Festnahme, dann hatte das Polizeiauto allerdings einen Unfall: Es sei auf einer regennassen Straße umgekippt, sagte ein Polizeisprecher. Dabei habe der Mann rausrennen und sich die Dienstwaffe eines verletzten Beamten sichern können.
  • Als mehrere Polizisten ihn stellten, soll der Mann das Feuer eröffnet haben. Dann wurde er tödlich getroffen.
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Das umgekippte Polizeiauto zieht Menschenmassen an.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:33 Uhr

Erdogan: Hagia Sophia wird für muslimische Gebete geöffnet

Die Hagia Sophia in Istanbul soll für muslimische Gebete geöffnet werden. Sie werde der Aufsicht der Religionsbehörde unterstellt und für muslimische Gottesdienste geöffnet, erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf Twitter. Vorher hatte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei entschieden, dass die Umwandlung des Bauwerks in ein Museum durch Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk im Jahr 1934 unrechtmäßig gewesen sei.

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16:27 Uhr

Thüringer Polizei sucht "offensichtlich verwahrlostes Kind"

Die Thüringer Polizei sucht nach einem unbekannten, etwa vier Jahre alten Jungen. In dem Zeugenaufruf heißt es, dass Anwohner aus Niedernissa sich gestern Nachmittag bei der Polizei gemeldet haben, nachdem ein "offensichtlich verwahrlostes Kind" versuchte, Einlass in ein Haus zu bekommen.

  • Die Anwohner haben das Kind anscheinend schon mehrfach in der Ortschaft gesehen, es ist ihnen allerdings nicht bekannt.
  • Der Junge hat hellblondes Haar, ist etwa 1,10 Meter groß und trug zuletzt einen grün/blauen Einteiler oder Schlafanzug.
  • Die Polizei nimmt Hinweise unter der Nummer 0361/7443-0 entgegen.
16:05 Uhr

Zu viel Corona in Las Vegas: Wendler-Hochzeit verschoben

Schlagerstar Michael Wendler und seine Laura haben es getan: Vor wenigen Wochen gaben sich die beiden bei einer standesamtlichen Trauung das Jawort. Die große Hochzeitsfeier mit kirchlicher Trauung im Sommer muss das Paar nun allerdings verschieben. Grund: Die USA haben das Coronavirus nicht unter Kontrolle.

16:00 Uhr

19-Jährige in Weser ertränkt: Polizei fasst vier Verdächtige

Ende April wird die Leiche einer 19-Jährigen in der Weser bei Balge im niedersächsischen Landkreis Nienburg entdeckt. Die Obduktion bringt wenig später traurige Gewissheit: Die junge Frau wurde lebend im Schleusenkanal versenkt. Ihr Körper war mit einer Steinplatte beschwert.

  • Bei den Verdächtigen handelt es sich um drei Männer und eine Frau.
  • Sie sind zwischen 21 und 40 Jahre alt.
  • Ihnen wird Mord vorgeworfen.
  • Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
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15:33 Uhr

Seniorin stirbt anscheinend nach zu heißem Bad im Pflegeheim

Die Polizei untersucht einen Todesfall in einem Pflegeheim im sächsischen Pirna. Dort hat eine Seniorin anscheinend beim Baden so schwere Verbrennungen erlitten, dass sie später im Krankenhaus an den Folgen starb.

  • Der MDR berichtet, dass Rettungsdienst und Notarzt mehr als eine Stunde in der Seniorenresidenz in der Pirnaer Innenstadt im Einsatz waren.
  • Demnach soll ein großer Teil der Haut der 85-Jährigen verbrüht worden sein.
  • Die Polizei prüft, ob es das Pflegepersonal vor dem Baden versäumt hat, die Temperatur des Badewassers zu überprüfen.
14:59 Uhr

Diebe brechen in Ferienvilla der niederländischen Königsfamilie ein

Einbruch in der Toskana: Der Hof in Den Haag hat bestätigt, dass sich Diebe Zutritt zur Ferienvilla der niederländischen Königsfamilie in Tavarnelle Val di Pesa verschafft haben. Weitere Details wollen die Niederlande nicht nennen, aber dafür gibt es ja die italienischen Medien.

  • Dort heißt es, dass Unbekannte in der Nacht zum Sonntag über den Zaun geklettert und dann durch eine Glastür in die Villa eingedrungen sind.
  • Wertvolle Gegenstände haben die Einbrecher laut Polizei aber nicht mitgenommen. (Warum?!)
  • Dafür sind sie mit einem Auto der königlichen Familie geflohen. Die Polizei stellte es wenig später in der Nähe sicher.
  • Die Königsfamilie befand sich zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht in der Villa.
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Die Königsfamilie im Garten ...

(Foto: imago images/PPE)

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... ihres Schmuckstücks.

(Foto: imago images/PPE)

14:46 Uhr

Mörder von Rot am See kommt in die Psychiatrie

Der Sechsfachmörder von Rot am See wird in der Psychiatrie untergebracht. Das Landgericht Ellwangen hat Adrian S. außerdem wegen sechsfachen Mordes und zweifachen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt. Der 27-Jährige hatte im Januar seine Eltern, zwei Halbgeschwister sowie Onkel und Tante erschossen.

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14:33 Uhr

Weitere Linken-Politikerinnen erhielten "NSU 2.0"-Drohmails

Anscheinend hat nicht nur die Fraktionschefin der hessischen Linken, Janine Wissler, Drohschreiben mit dem Absender "NSU 2.0" erhalten, sondern noch zwei weitere Politikerinnen der Partei. Die Berliner "Tageszeitung" (taz) berichtet, dass es sich um Martina Renner handelt, die für die Linke im Bundestag sitzt, und um Anne Helm, die Fraktionschefin der Partei im Berliner Abgeordnetenhaus.

  • Dem Bericht zufolge enthielten die Schreiben persönliche, öffentlich nicht bekannte Informationen.
  • "Das LKA Hessen hat bei der Aufklärung der Drohserie bisher komplett versagt", sagt Renner in der taz. "Es ist ein schweres Versäumnis von Innenminister Beuth, sich erst jetzt um die Morddrohungen gegen engagierte Frauen zu kümmern."

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14:21 Uhr

Verliert Hagia Sophia durch Moschee-Umbau Welterbe-Status?

Die Unesco hat die Türkei vor der eigenmächtigen Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee gewarnt. Der Kuppelbau in Istanbul gehöre zum Weltkulturerbe, und damit seien "eine Reihe von Zusagen und rechtlichen Verpflichtungen verbunden", erklärte die Unesco. Die UN-Kulturorganisation rief die Türkei vor einer Entscheidung zum Dialog auf.

Ein Staat dürfe "keine Veränderung an dem herausragenden universellen Wert" eines Welterbe-Monuments vornehmen, unterstrich die Unesco. Die Hagia Sophia gehört als Teil der Istanbuler Altstadt zum Welterbe.

Das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei prüft seit vergangener Woche, ob die einstige Kirche Hagia Sophia in Istanbul von einem Museum in eine Moschee umgewandelt werden darf. Die Entscheidung wird innerhalb von zwei Wochen erwartet.

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Ein Wahrzeichen Istanbuls: die Hagia Sophia.

(Foto: imago images/Depo Photos)

14:11 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen, liebe Leser, mein Kollege Max Raudszus verabschiedet sich in den wohlverdienten, aber verregneten Berliner Feierabend. Ich übernehme seinen Platz am Alexanderplatz und versorge Sie ab sofort bis zum späten Abend mit den wichtigsten und spannendsten Themen des Tages. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie gerne an christian.herrmann[at]nachrichtenmanufaktur.de schicken. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

13:40 Uhr

"Merkel ruft an": Punkrocker singen Song über Virologen Drosten

Die Berliner Punkrock-Band ZSK hat dem Charité-Virologen Christian Drosten einen Song gewidmet. In dem Youtube-Video mit dem Titel "Ich habe Besseres zu tun" wehrt Drosten als Zeichentrickfigur nicht allein Coronaviren gekonnt ab. Der Song lobt humorvoll die erklärenden Podcasts des Wissenschaftlers und seine "schönen Haare", thematisiert aber auch kritisch die Anfeindungen gegen ihn - bis hin zu Corona-Leugnern.

Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Wissenschaftler auf der ganzen Welt täten seit Monaten alles Menschenmögliche, um Leben zu retten, sagte Sänger Joshi in einer Presseerklärung. "Bei uns gehört auch Christian Drosten dazu, der seit Anfang an mit seiner ruhigen und schlauen Art über das Virus aufklärt", ergänzte er. "Wir finden es furchtbar und erschreckend, dass er dafür angefeindet wird, sogar Morddrohungen erhält." Der Song stehe deshalb für Dank und Solidarität. Drosten wirke auf die Band cool, er sei für sie "der Punk in der Wissenschaft".

13:25 Uhr

Kleines Wunder: Kind fällt fünf Meter aus Fenster - fast unverletzt

Ein Sechsjähriger ist in Saarbrücken aus einem Fenster rund fünf Meter in die Tiefe gestürzt. Der Junge erlitt dabei leichte Prellungen, blieb ansonsten jedoch unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Müllsäcke, die unter dem Fenster standen, federten demnach den Sturz ab. Der Junge hatte das Fenster seines Zimmers am Abend im Stadtteil Bübingen unbemerkt geöffnet und das Gleichgewicht verloren.

Ein Nachbar bemerkte nach dem Sturz den leicht verletzten Jungen und machte die Eltern auf das Unglück aufmerksam. Die Polizei warnte vor "Aufstiegshilfen" vor Fenstern wie Sesseln oder Spielkisten. Sie riet dazu, abschließbare Griffe an Fenster zu montieren.

12:46 Uhr

Tönnies fordert wegen Quarantäne Lohnkosten vom Land zurück

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Tausende Tönnies-Angestellte mussten wegen des Corona-Ausbruchs in Quarantäne.

(Foto: imago stock&people)

Der Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer haben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen gestellt. Hintergrund sind Quarantäne-Maßnahmen nach dem massenhaften Fund von positiven Corona-Infektionen bei Tönnies-Arbeitern am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück. Nach Angaben eines Sprechers des LWL werden die Anträge jetzt nach Eingang abgearbeitet. Um welche Summen es sich handelt und wann die Anträge bearbeitet werden, sei völlig offen, sagte Sprecher Markus Fischer. Das Infektionsschutzgesetz sieht die Erstattung vor, wenn Gesundheitsämter einen Betrieb schließen und Quarantäne anordnen. Die Löhne müssen vorerst von den Unternehmen bezahlt werden und können mit bis zu einem Jahr rückwirkend erstattet werden.

12:18 Uhr

Berliner Imbiss tischt Schwulen Bibelverse zur Bekehrung auf

Eine Berliner Imbiss-Betreiberin verteilt mit ihrem Essen offenbar Bibelverse an Homosexuelle, um diese zu bekehren und ihre sexuelle Orientierung so zu ändern, das berichtet die "BZ". Die Besitzerin habe in ihrem koreanischen Schnellrestaurant in einem als Schwulen-Kiez bekannten Viertel Schönebergs außerdem Poster mit einschlägigen Bibelversen aufgehängt. So steht dort beispielsweise aus dem 3. Buch Mose: "Und einem Mann sollst du nicht beiliegen, wie man einem Weib beiliegt; Gräuel ist dies." Die 2017 verabschiedete Homo-Ehe sieht die 71-Jährige kritisch, dass keine Nachkommen gezeugt werden könnten, sei nicht der Wille Gottes, sagte sie dem Blatt. Sie sei sehr gläubig und wolle, "dass alle Menschen zu Gott finden", rechtfertigt sie sich. "Ich verurteile homosexuelle Menschen nicht, aber wenn sie Gottes Willen nicht befolgen, werden sie nicht das ewige Leben, sondern die ewige Hölle erfahren müssen."

11:53 Uhr

Südkoreas Ex-Präsidentin zu 20 Jahren Haft verurteilt

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Park Geun Hye (2017).

(Foto: picture alliance / YNA/dpa)

Drei Jahre nach ihrer Amtsenthebung ist die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye bei einer Neuverhandlung erneut zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Das Obergericht in Seoul reduzierte allerdings die Strafen, die sie zuvor schon wegen Korruption und Machtmissbrauchs sowie in einem separaten Prozess wegen Vorteilsnahme im Amt erhalten hatte, um 10 auf insgesamt 20 Jahre. Park habe ihre von der Verfassung aufgelegten Pflichten nicht erfüllt und dabei Verbrechen begangen, wodurch sie ein großes Durcheinander in die Staatsangelegenheiten gebracht habe, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap das Gericht. Park war während ihrer Regierungszeit in einen massiven Skandal verwickelt, der im März 2017 zu ihrer Amtsenthebung führte.

11:22 Uhr

StVO-Chaos: Raser bekommen Führerscheine zurück

Die neuen und schärferen Regeln für Fahrverbote bei zu schnellem Fahren werden wegen eines Formfehlers nun bundesweit vorerst außer Vollzug gesetzt. Fahrverbote für Raser nach dem neuen Bußgeldkatalog werden demnach derzeit überall nicht verhängt, in den meisten Ländern wird vorerst wieder der alte Katalog angewandt. Die Situation sorgt jedoch für einiges Chaos. In Mecklenburg-Vorpommern etwa wurden schon 38 zuvor nach den neuen Regeln eingezogene Führerscheine an die Raser zurückgeschickt, wie die "Ostsee Zeitung" berichtet. Zahlreiche Verfahren müssten nun neu bewertet werden, das werde viel Zeit in Anspruch nehmen, klagen die Behörden.

Faktisch liegen die neuen Regelungen zum Fahrverbot nun überall auf Eis. Entweder es gelten wieder die bisherigen Regelungen im alten Bußgeldkatalog. Oder, wie etwa in Thüringen, die Strafen nach dem neuen Katalog werden derzeit nicht vollzogen. Es werde weiterhin kontrolliert, nur die Verstöße würden erst später geahndet, erklärte das dort zuständige Ministerium. In Bremen gilt bis auf Weiteres der Ende April in Kraft getretene Bußgeldkatalog, wie ein Sprecher der Verkehrssenatorin sagte. Verstöße, die einen Punkt in Flensburg oder ein Fahrverbot zur Folge haben, würden aber so lange ausgesetzt, bis über eine bundeseinheitliche Regelung entschieden wurde. Niedersachsen etwa kündigte an, die neuen Regelungen beibehalten zu wollen.

10:48 Uhr

Wegen Fastfood aufgeflogen: Corona-Regelbrecher müssen saftige Strafe zahlen

Ein Fastfood-Snack für eine Geburtstagsparty in Australien ist die Gäste teuer zu stehen gekommen. Weil sie gegen die Ausgangssperren wegen der Corona-Pandemie verstießen, mussten die Partygäste in Melbourne insgesamt etwa 26.000 australische Dollar (etwa 16.000 Euro) an Strafe zahlen, wie die Polizei bekannt gab.

Medizinisches Personal hatte beim Essen in einem Fastfood-Restaurant zwei Personen gesehen, die dort in der Nacht 20 Portionen bestellten - und daraufhin die Polizei informiert. Anhand des Nummernschilds fanden die Beamten den Ort der Geburtstagsparty heraus.

Als sie eintrafen, seien 16 Personen dabei gewesen, ihren Fastfood-Snack zu essen. Als die Übeltäter die Höhe ihrer Strafe erfuhren, dürfte ihnen das Essen wieder hochgekommen sein: Für jeden der 16 Verstöße stellte die Polizei 1652 australische Dollar in Rechnung.

10:19 Uhr

Obduktion: Polizist in Mainz tötete Mann mit drei Schüssen

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Insgesamt vier Mal schoss der Polizist auf den 57-Jährigen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der am Dienstag bei einem Polizeieinsatz in Mainz erschossene 57-Jährige ist von drei Kugeln getroffen worden. Insgesamt habe ein Beamter viermal auf den mit einem Messer bewaffneten Mann geschossen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die Obduktion ergab demnach, dass der 57-Jährige an den Folgen der Schüsse starb. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen standen zunächst noch aus.

Der 57-Jährige war am Dienstagabend bei einem Polizeieinsatz im Stadtteil Gonsenheim von dem Polizisten erschossen worden. Zuvor soll er einen 76-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. Der 76-Jährige konnte bisher nicht vernommen werden. Beim Versuch der Festnahme sei der Mann dann mit dem Messer auf die Beamten zugekommen. Daraufhin habe der Polizist auf den Mann geschossen und ihn tödlich verletzt. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

09:59 Uhr

Immer mehr AfDler wollen offenbar für Verfassungsschutz spitzeln

Immer mehr AfD-Mitglieder bieten dem Verfassungsschutz einem Medienbericht zufolge Spitzeldienste an. Sie wollen den Nachrichtendiensten Informationen über die Rechtsextremisten in den eigenen Reihen liefern, weil sie diese als Gefahr für die eigene Partei sehen, wie der "Tagesspiegel" berichtete.

Mitte Juni hatte nach Thüringen auch Brandenburgs Verfassungsschutz den AfD-Landesverband als Verdachtsfall eingestuft und damit wegen rechtsextremistischer Tendenzen unter Beobachtung gestellt.

"Seit der Einstufung der AfD in Brandenburg verzeichnet der Verfassungsschutzverbund deutschlandweit regen Zulauf von AfD-Mitgliedern, die ihre Zusammenarbeit anbieten", sagte ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums dem "Tagesspiegel".

09:36 Uhr

Felssturz: Dritter Toter aus Bärenschützklamm geborgen

Zwei Tage nach dem Felssturz in einer Klamm in Österreich ist ein drittes Todesopfer geborgen worden. Rettungskräfte hätten in der Nacht den Leichnam eines 30-Jährigen aus der Slowakei gefunden, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Mann sei offenkundig von Gesteinsbrocken getroffen worden, in einen 30 Meter hohen Wasserfall gestürzt und in ein fünf Meter tiefes Becken gespült worden.

"Die Leiche war sehr schwer auffindbar", sagte der Sprecher. Freunde des Mannes hatten die Polizei alarmiert, nachdem der 30-Jährige von der Wanderung in der Bärenschützklamm in der Steiermark nicht zurückgekehrt war. In unmittelbarer Nähe des Wasserfalls waren am Mittwoch zwei Frauen aus Österreich und Ungarn von herabstürzenden Felsbrocken getötet worden. Insgesamt neun Wanderer wurden verletzt.

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09:08 Uhr

Supreme Court spricht Indianern halben US-Bundesstaat als Land zu

Etwa die Hälfte des Bundesstaates Oklahoma ist einem Urteil des Obersten US-Gerichts zufolge ein Indianer-Reservat. Der Kongress habe der Nation der Creek in einem Vertrag von 1833 das Land zugesprochen, hieß es in dem nun veröffentlichten Urteil. Ein weiterer Vertrag von 1856 habe zudem zugesichert, dass kein Teil dieses Landes jemals an einen Bundesstaat abgetreten werde. "Der Kongress hat seitdem mehr als nur ein paar Versprechen an den Stamm gebrochen", hieß es. "Trotzdem besteht das Creek-Reservat bis heute." Betroffen von der Entscheidung sind etwa 1,8 Millionen Menschen, darunter die etwa 400.000 Bewohner der Stadt Tulsa.

Das Urteil hat Folgen für die Steuerpflichten und das Strafrecht. Die mehr als 570 Indianer-Nationen in den USA unterhalten direkte Beziehungen zum Bund und sind nicht den Bundesstaaten unterstellt. Damit können Stammesmitglieder, die Verbrechen in den Reservaten begehen, nur von eigenen oder Bundesgerichten abgeurteilt werden. Zudem sind die Mitglieder der Tribal Nations etwa von Steuern der einzelnen Bundesstaaten befreit. Auch die Nationen der Cherokee, Chickasaw, Choctaw und Seminole in Oklahoma könnten von dem Urteil berührt werden.

Der gesamte Bundesstaat Oklahoma umfasst eine Fläche von 181.000 Quadratkilometern. Zum Vergleich, ganz Deutschland ist mit 357.000 Quadratkilometern nur knapp doppelt so groß.

08:39 Uhr

An Baum erhängter Schwarzer: US-Gerichtsmedizin legt Bericht vor

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Der Tod eines Afroamerikaners, der vor rund vier Wochen in Kalifornien erhängt an einem Baum gefunden worden war, geht nach Erkenntnissen der Behörden auf Suizid zurück. Die Untersuchungen der Gerichtsmedizin hätten keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass es beim Tod von Robert Fuller Gewalteinwirkung durch andere Menschen gegeben habe, teilte ein Polizeivertreter in Los Angeles mit. Auch habe der 24-Jährige unter psychischen Problemen gelitten.

Fuller war mit einem Strick um den Hals an einem Baum in der Nähe des Rathauses in Palmdale, rund 95 Kilometer nordöstlich von Los Angeles, tot aufgefunden worden. Am Wochenende nach seinem Tod hatten Tausende Demonstranten eine gründliche Untersuchung gefordert. Die Behörden hatten kurz nach Fund des Leichnams erklärt, es habe sich um Suizid gehandelt. Dann leiteten sie jedoch eine Untersuchung ein.

08:10 Uhr

Unwetter, Hagel, Gewitter: Ex-Tropensturm und Kaltfront ziehen über Deutschland

Vor allem im Süden müssen Sie am Nachmittag und am Abend mit zum Teil schweren Gewittern rechnen. Denn der ehemalige Tropensturm "Edouard" zieht heute von West nach Ost über Deutschland hinweg. Dabei sorgt "ex-Edouard" im Süden und Südosten zunehmend schwüle und energiegeladene Luft an. Gleichzeitig rückt von Nordwesten die Kaltfront nach. Eine Wettersituation mit teils erheblichem Gewitter- und Unwetterpotenzial.

Dementsprechend fällt vormittags im Norden bereits verbreitet Regen, während es im Süden noch sonnig ist. Später breiten sich die Schauer über die Mitte aus und dann sind im Osten ebenfalls Blitz und Donner möglich. Nach Süden hin ist es noch länger heiter, bevor am späten Nachmittag und am Abend unwetterartige Gewitter aufkommen.

Die größte Unwettergefahr besteht vom Südschwarzwald und dem Bodensee bis ins Berchtesgadener Land und dann rüber nach Ostbayern. Binnen kurzer Zeit sind durchaus Regenmengen von 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich. Zudem drohen mittlerer bis großer Hagel und Sturm-, in freien Lagen auch Orkanböen. Erst nach Mitternacht beruhigt sich die Lage.

Die Temperaturen sind nochmals ziemlich kontrastreich: Im Nordwesten sind es maximal kühle 15 bis 16, im Südosten hingegen heiße 32 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen am Alpenrand zunächst noch nass und teils gewittrig. Im übrigen Land ist es derweil häufiger freundlich mit nur gelegentlichen Schauern. Am sonnigsten wird es im Südwesten und an der Ostseeküste. Die Temperaturen zeigen sich auch im Süden unterkühlt bei 15 bis 17 Grad am Alpenrand, 20 Grad in Berlin bis 24 Grad am Oberrhein.

Der Sonntag sieht dann insgesamt ganz gut aus mit Sonne und Wolken im Mix. Letzte Schauer sind lediglich im Osten sowie in Richtung Alpenrand unterwegs. Dabei wird es etwas wärmer mit 18 bis 26 Grad. Ein Trend, der am Montag bestehen bleibt, bei Höchstwerten zwischen 19 und 29 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein entspanntes Wochenende.

Ihr Björn Alexander

07:46 Uhr

USA verbitten sich UN-Kritik an Soleimani-Tötung

US-Außenminister Mike Pompeo hat die Kritik einer UN-Expertin an der US-Drohnenattacke gegen den iranischen Top-General Ghassem Soleimani zurückgewiesen. "Wir lehnen den unberechtigten Bericht der UN-Sonderberichterstatterin ab", twitterte Pompeo. Die USA seien hinsichtlich der völkerrechtlichen Grundlage des Angriffs transparent gewesen. Man werde "immer handeln, um Amerika zu schützen." Ein Bericht an den UN-Menschenrechtsrat war zu dem Schluss gekommen, dass die Tötung Soleimanis durch eine US-Drohne im Irak Anfang Januar ein gefährlicher Präzedenzfall gewesen sei. Die Welt dürfe nicht zulassen, dass dieses Beispiel Schule mache, hatte Agnes Callamard, Berichterstatterin des UN-Menschenrechtsrats für außergerichtliche, standrechtliche oder willkürliche Hinrichtungen in Genf gesagt. Sie verlangte internationale Standards, die den Einsatz solcher Drohnen regulieren.

07:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, sehr verehrte Leserinnen und Leser und herzlich willkommen zum Endspurt Richtung Wochenende!

Bevor Freitag ab eins dann jeder seins macht, steht noch Historisches bevor: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernennt die Rechtsprofessorin Ines Härtel zur Richterin am Bundesverfassungsgericht. Der Akt ist gleich ein doppeltes Novum der deutschen Geschichte: Härtel wird die neunte Frau in der 16-köpfigen Kammer, erstmals überhaupt sind dort damit mehr Frauen als Männer vertreten. Vor allem aber wird Härtel die erste Frau aus Ostdeutschland, die dieses höchstrichterliche Amt bekleidet.

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Ines Härtel: Die Erste, die Neunte - und auch damit die Erste.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Welt blickt heute nach New York, dort stimmt der UN-Sicherheitsrat final über einen letzten Kompromissvorschlag zur Syrien-Hilfe ab. Sollte auch dieser Vorschlag wie schon Dienstag an einem Veto von Russland - einem der wichtigsten Verbündeten Syriens - und China scheitern, läuft der Mechanismus für grenzübergreifende Hilfe für Millionen Syrer ohne eine Nachfolgelösung aus.

In Venedig keimt heute einmal mehr Hoffnung auf kommende Sicherheit vor Fluten in der Lagunenstadt. Dort wird ein größerer Test für die Flutschutz-Anlage Mose durchgeführt. Venedig leidet häufig unter Hochwasser. Am Flutschutz-System wird schon seit Jahren geplant und gebaut, immer wieder gibt es aber Verzögerungen – vielleicht rückt ein Abschluss des Mega-Projektes ja mit dem heutigen Test näher.

Und das soll uns für den Anfang reichen, so starten wir in den Tag. Mein Name ist Max Raudszus, bei Fragen, Kritik oder Anregungen kontaktieren Sie mich gern unter max.raudszus[at]nachrichtenmanufaktur.de. In diesem Sinne, uns allen einen entspannten Ritt ins Wochenende!

07:07 Uhr

Bob-Marley-Hit wird wegen Corona neu aufgelegt

Mit einer Neuauflage des Hits "One Love" will die Familie der jamaikanischen Reggae-Legende Bob Marley Spenden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sammeln. Der Song solle am 17. Juli neu veröffentlicht werden, teilte das UN-Kinderhilfswerk in New York mit. Alle Einnahmen würden an Unicef gespendet und zur Bekämpfung der Pandemie und Unterstützung der deswegen notleidenden Kinder verwendet.

"Vor mehr als 40 Jahren hat mein Vater "One Love" über Einheit, Frieden und universelle Liebe geschrieben in einer Zeit, als es in der Welt viele Probleme gab", wurde Marley-Tochter Cedella zitiert. "Auch in einer Zeit, in der wir nicht zusammen kommen können, bleibt seine Botschaft wahr: Wir können durch diese globale Krise kommen, wenn wir mit einer Liebe und einem Herz zusammenkommen."

06:44 Uhr

Merz sieht Frauenquote in der CDU "skeptisch"

Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, hat zurückhaltend auf den Kompromiss der Parteispitze für eine schrittweise Frauenquote von 50 Prozent bis 2025 reagiert. "Ich bleibe skeptisch", sagte er Focus Online. "Quoten sind allenfalls die zweitbeste Lösung." Er lehnte den Vorschlag der Satzungskommission aber nicht von vornherein ab. Vielleicht gebe es bessere Lösungen. "Jetzt kommt es darauf an, mit der Partei gemeinsam eine wirklich tragfähige und konsensfähige Antwort zu finden", sagte Merz. "Aber fest steht: Wir müssen hier vorankommen." Es gehe um eine Lösung, die von möglichst vielen mitgetragen werde. Zur Ausgangslage sagt der 64-Jährige: "Keine Frage: Die CDU hat Nachholbedarf." Die Struktur- und Satzungskommission der CDU hatte sich am Mittwoch nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss bei der Frauenquote verständigt, der noch vom Parteitag verabschiedet werden muss.

06:16 Uhr

Ex-Uber-Fahrer nach Freispruch für Terrorpläne verurteilt

Ein zuvor bereits freigesprochener Islamist wurde in Woolich bei London nun doch wegen geplanter Terrorangriffe zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Gericht befand den ehemaligen Uber-Fahrer Mohiussunnath Chowdhury für schuldig, Angriffe auf Madame Tussauds, einen offenen Stadtreisebus oder die Gay Pride Parade geplant zu haben.

Während des Prozesses kam heraus, dass Chowdhury sich schon kurz nach seinem Freispruch akribisch auf seine geplanten Attacken vorbereitet hatte, unter anderem, indem er Enthauptungstechniken übte.

Unterdessen nahm die britische Polizei vier weitere Männer unter dem Verdacht der Planung von "Terrorakten" festgenommen. Drei Verdächtige im Alter von 17, 27 und 31 Jahren seien im Osten Londons, ein weiterer 32-Jähriger in der mittelenglischen Grafschaft Leicestershire festgenommen worden, erklärte Scotland Yard. In beiden Fällen erfolgten demnach Durchsuchungen.


05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht