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CD nur noch "unter der Theke" zu haben Bushido-Song landet auf dem Index

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Die Indizierung dürfte die Bekanntheit von Bushido noch steigern.

(Foto: REUTERS)

In dem Lied "Stress ohne Grund" diskriminiert Rapper Bushido Schwule und Frauen, droht bekannten Personen wie Claudia Roth oder Klaus Wowereit Gewalt an. Die Bundesprüfstelle hat sich den Fall vorgenommen und kommt zu dem Schluss: Das Stück ist jugendgefährdend und darf nicht mehr frei verkauft werden.

Das umstrittene Lied "Stress ohne Grund" des Rappers Bushido ist von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vorläufig auf den Index gesetzt worden. Das Gremium beanstandete das Album "NWA" des Interpreten Shindy, auf dem das Lied enthalten ist. Zur Begründung hieß es, der Text wirke verrohend, reize zu Gewalt an und diskriminiere Frauen und Homosexuelle.

Zum 22. Juli tritt die Entscheidung in Kraft. Dann darf die CD nur noch in gesonderten Ladengeschäften oder "unter der Theke" an Erwachsene verkauft werden. Auch der Versandhandel ist nicht gestattet. Zudem unterliegt das Album einem Werbeverbot.

Unberührt bleiben von der Indizierung juristische Verfahren gegen Shindy und Bushido, die von geschmähten Personen angestrengt werden. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte von sich aus ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, eine Anzeige von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit kam hinzu.

Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören erstattete Anzeige. "Mir geht es in erster Linie darum, dass diese Agitation gegen Minderheiten, Homosexuelle und Andersdenkende endlich aufhört. Das kann einfach nicht sein", sagte Tören im Deutschlandradio.

"Stress ohne Grund" enthält Tötungs- und Gewaltfantasien sowie schwulenfeindliche Parolen. Namentlich werden neben Wowereit und Tören auch Comedian Oliver Pocher und die Grünen-Chefin Claudia Roth genannt und beleidigt oder bedroht.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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