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Wieder was gelernt Die sensiblen Grenzen von Google Maps

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen jeden Monat Google Maps. Aber in Grenzregionen sehen wir manchmal unterschiedliche Dinge: Die Krim gehört nicht immer zur Ukraine, Kaschmir mal zu Indien und mal zu Pakistan. Das hat mit Unternehmenspolitik zu tun, gilt aber auch für Papierkarten.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Google Maps ist die Navigations-App, die weltweit mit Abstand am meisten genutzt wird. Täglich suchen sich damit mehr als fünf Millionen Menschen den richtigen Weg, sagt der Suchmaschinen-Gigant selbst. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass alle wichtigen Informationen übersichtlich dargestellt werden. Bei den Grenzen ist das manchmal knifflig. Vor sechs Jahren hat Russland die Krim annektiert. Völkerrechtlich gehört die Halbinsel im Schwarzen Meer bis heute zur Ukraine, in der Realität ist sie mittlerweile aber fester Bestandteil von Russland. Für solche Situationen haben Kartografen unterschiedliche Möglichkeiten, sagt Dirk Burghardt. Er ist Professor für kartografische Kommunikation am Institut für Kartografie der TU Dresden.

"Internationale Grenzen kann man unterscheiden zwischen unangefochtenen Grenzen, wie zum Beispiel zwischen Deutschland und der Schweiz. Hier wird eine durchgezogene graue Linie verwendet. Dann gibt es de-facto-Grenzen, die mit gepunkteten grauen Linien dargestellt werden, und es gibt umstrittene Grenzen, die strichliert dargestellt werden."

Digitale Kartenanbieter wie Google Maps haben aber noch eine andere Möglichkeit: Sie ändern den Grenzverlauf je nach Standpunkt des Nutzers. Mehr dazu hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie meistert Afrika die Corona-Krise? Wie hat sich die Raumfahrt seit der Shuttle-Ära verändert? Wie sieht der Zoo der Zukunft aus? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, chr