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Wieder was gelernt Die Hufeisentheorie hilft nur den Rechten

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(Foto: imago/IPON)

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Die Hufeisentheorie ist ein Denkmodell, in dem Rechts- und Linksextremismus gleichgesetzt werden. Warum greift dieses Denkmodell zu kurz und warum kann es sogar gefährlich sein, daran festzuhalten?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Wenn wir unsere politische Parteienlandschaft beschreiben, stellen wir uns dabei gerne einen Halbkreis vor, weil unsere Parlamente so aufgebaut sind. Ganz links und ganz rechts sind die extremen Enden, und je weiter man zur Mitte kommt, desto gemäßigter sind die Parteien. Es gibt aber auch noch ein anderes Modell, das aktuell viel diskutiert wird: die Hufeisentheorie. Politikwissenschaftler Hajo Funke von der Freien Universität Berlin erklärt:

"Das ist die Vorstellung, dass die beiden extremen Enden sich anziehen oder sich sogar ergänzen. Und sich vor allem wie Magnete aufeinander zubewegen. Und das wird der Spezifität, dem Besonderen der jeweiligen Parteien, nicht gerecht. Man unterstellt eben, dass Rechts wie Links und rechtsextrem wie linksextrem ist und beide für Gewalt und beide gegen den Verfassungsbogen des demokratischen Zentrums oder der demokratischen Mitte seien."

Dieses Modell unterscheidet also ganz grob zwischen gemäßigten und extremistischen Kräften - die einen, so die Theorie, wollen die freiheitlich-demokratische Grundordnung erhalten, die anderen, die Extremisten, lehnen Staat und Verfassung ab und sind sich darin ähnlich oder zumindest näher als den gemäßigten Kräften in der Mitte des Hufeisens.

Warum die Hufeisentheorie von vielen Experten als zu einfach und eindimensional abgelehnt wird und warum es in der Praxis gefährlich sein kann, an dem Modell festzuhalten, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie arbeitet die Schufa? Wie schlafen wir richtig? Sind E-Zigaretten Fluch oder Segen? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, jwa