Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:02 Beratergremium zu Johnson & Johnson vertagt sich +++

Die Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson bleiben in den USA noch länger ausgesetzt. Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat sich in einem stundenlangen Notfalltreffen dafür ausgesprochen, vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst mehr Informationen zu sammeln. In etwa einer Woche soll es ein weiteres Treffen geben.

+++ 23:12 Infektionsschutzgesetz: Lederer vermisst Möglichkeit für Open-Air-Veranstaltungen +++
Berlins Kultursenator Klaus Lederer kritisiert mangelnde Perspektiven für die Kultur bei der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der aktuelle Kabinettsentwurf ein pauschales Verbot kultureller Veranstaltungen ohne Unterscheidung zwischen Innenräumen und unter freiem Himmel vorsehe. Open-Air-Veranstaltungen mit beschränkter Teilnehmerzahl, Mindestabstand und Hygieneregeln seien eine sichere Alternative. "Öffentliche Parks und Gärten, Freiflächen und große Plätze sind nicht Gefahrenherde, sondern diejenigen Orte, an denen Kontakte, die in Innenräumen problematisch sind, am schnellsten wieder möglich werden", so der Linken-Politiker.

+++ 22:31 Mehr als 1000 Corona-Fälle bei größtem religiösen Fest der Welt in Indien +++
Beim größten religiösen Fest der Welt werden in Indien mehr als 1000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Von rund 50.000 innerhalb von zwei Tagen beim Kumbh-Mela-Fest in Haridwar genommenen Tests seien 1002 positiv ausgefallen, erklären Behördenvertreter. Ungeachtet der Pandemie haben dort zehntausende Menschen als Teil eines Rituals ein Bad im Ganges genommen und sich dabei dicht an dicht gedrängt. Das Ritual gehört zu den heiligsten Zeremonien der Hindus und findet in Haridwar nur alle zwölf Jahre statt. Die Menschen seien überzeugt, "dass Mutter Ganga sie vor dieser Pandemie retten wird", sagt Siddharth Chakrapani, ein Mitglied eines der Organisationskomitees der Kumbh Mela. Experten machen große religiöse Veranstaltungen und politische Wahlkampfkundgebungen für die derzeitige Welle von Coronavirus-Infektionen in Indien verantwortlich. Erst kürzlich hat Indien Brasilien als Land mit der zweithöchsten Zahl an Corona-Infektionen weltweit überholt.

+++ 22:10 Israel öffnet ab 23. Mai wieder für Touristen - Reisende brauchen Impfung und negativen Test +++
Nach einjähriger Einreisesperre wegen der Corona-Pandemie lässt Israel vom 23. Mai an wieder Touristen ins Land. Voraussetzung sei, dass die Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind und zusätzlich einen negativen PCR-Test nachweisen können, teilen die Ministerien für Gesundheit und Tourismus des Landes mit. Nach ihrer Ankunft müssten sich die Touristen zudem einem Antikörpertest unterziehen, um ihre Immunisierung gegen das Coronavirus nachzuweisen. Die Einreisegenehmigung für Touristen gilt zunächst nur für eine begrenzte Zahl von Gruppenreisenden. In einem zweiten Schritt sollten die Grenzen dann auch für Individualreisende wieder geöffnet werden. Die Pflicht für den Antikörpertest zum Nachweis der Corona-Impfung könne unter Umständen aufgehoben werden, erklären die Ministerien. Dies sei vom Fortschritt der Verhandlungen mit anderen Staaten zur gegenseitigen Anerkennung von Impfbescheinigungen abhängig.

+++ 21:51 Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde gegen Bundes-Notbremse an +++
Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf: Die Bundesvereinigung kündigt an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen. "Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden", sagt Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister ist. Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen. Aus Sicht der Freien Wähler werde mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes das Subsidiaritätsprinzip ausgehebelt.

+++ 21:29 In England sollen flächendeckend "Long-Covid"-Zentren entstehen +++
In England sollen flächendeckend Zentren zur Behandlung von Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung (Long Covid) geschaffen werden. Das kündigt der Chef des englischen Gesundheitsdiensts NHS, Simon Stevens, an. Bis Ende des Monats solle es bereits 83 solcher Zentren in ganz England geben. Unter Long Covid oder Post Covid werden Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung verstanden, die auch Menschen mit zunächst nur leichten Symptomen betreffen können. Unter anderem gehören dazu Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust und Konzentrationsprobleme. Daten der britischen Statistikbehörde ONS zufolge haben mindestens 600.000 Menschen in England länger als zwölf Wochen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gelitten.

+++ 21:02 25.798 neue Fälle: Deutschland verzeichnet höchsten Tageszuwachs seit Mitte Januar +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.056.901 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 25.798 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Tageszuwachs seit dem 8. Januar (26.388). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 312 auf 79.234. Als aktuell infiziert gelten rund 257.282 Personen.

Wie gestern liegen weiterhin 15 von 16 Bundesländern bei einer 7-Tage-Inzidenz von mindestens 100. Die einzige Ausnahme ist Schleswig-Holstein mit einer Inzident von 77,5 (-0,2 zum Vortag). Mit Sachsen-Anhalt liegt heute ein drittes Bundesland über 200. Alle Länder außer Schleswig-Holstein und Saarland melden heute steigende Werte.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:49 RKI: Britische Coronavirus-Mutation B.1.1.7 macht 84,8 Prozent aller Infektionen aus +++
Mittlerweile ist die britische Coronavirus-Mutation B.1.1.7 die dominierende SARS-CoV-2-Variante in Deutschland. Sie macht derzeit einen Anteil von 84,8 Prozent aller Infektionen aus, so das Robert-Koch-Institut. Die Analyse der 7-Tage-Inzidenzen der letzten Wochen zeigt einen exponentiell ansteigenden Trend, basierend auf der 7-Tage-Inzidenz der britischen Mutante seit Januar 2021. Auf Grund des nun hohen Anteils von B.1.1.7 ist insgesamt nicht mit einer Abschwächung des Anstiegs zu rechnen, heißt es im Bericht des RKI.

+++ 20:27 Moderna: Beschleunigung von Impfstoff-Produktion "unwahrscheinlich" +++
Der US-Pharmakonzern Moderna geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, die Produktion seines Corona-Impfstoffs in den kommenden Monaten deutlich beschleunigen zu können. Dies sei unwahrscheinlich, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel während einer Schalte mit Investoren. Der Konzern erwarte aber, seine Herstellungskapazitäten im kommenden Jahr erheblich ausweiten zu können. 2021 sei Moderna weiter auf Kurs, zwischen 700 Millionen und eine Milliarde Dosen auszuliefern.

+++ 20:10 Schweiz will Impfstoff-Zugang durch Produktion im eigenen Land sichern +++
Die Schweiz sucht nach Wegen, um die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus im eigenen Land zu stärken. Die Regierung wolle damit sicherstellen, dass die gesamte Bevölkerung Zugang zu den Arzneien habe, wie Gesundheitsminister Alain Berset sagt. Der Auftragsfertiger Lonza produziert unter anderem in der Schweiz Schlüssel-Wirkstoffe für den Impfstoff von Moderna, bisher hat das Land aber nicht direkt in Produktionskapazitäten investiert. Dies könnte sich mit dem Vorstoß nun ändern. Die Regierung will zudem 100 Millionen Franken für den Kauf vielversprechender Medikamente gegen Covid einsetzen. Dazu gehören teure Antikörper-Therapien, mit denen Personen, die noch nicht geimpft sind, aber etwa mit Infizierten in einem Haushalt leben, vorbeugend behandelt werden können. Eines dieser Medikamente stammt vom US-Unternehmen Regeneron und dem Schweizer Roche-Konzern.

+++ 20:00 WHO befürchtet mehr Ansteckungen während Ramadan in Nahost und Nordafrika +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt, dass der derzeitige islamische Fastenmonat Ramadan eine beschleunigte Ausbreitung des Coronavirus im Nahen Osten und in Nordafrika zur Folge haben könnte. Bereits in der vergangenen Woche seien die Corona-Infektionsraten in diesen Regionen um 22 Prozent und die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus um 17 Prozent gestiegen, sagt der WHO-Regionalchef für die östlichen Mittelmeerländer, Achmed al-Mandhari. Der WHO-Vertreter spricht von einem "beunruhigenden Trend", der sich während des Ramadan verschlimmern könnte. In vielen muslimisch geprägten Staaten gibt es Einschränkungen für Gläubige. So sollen sie etwa zu Hause beten, mancherorts gelten nächtliche Ausgangssperren. Al-Mandhari betonte, die Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus stünden im Einklang mit den Grundwerten des Islam: "Kümmere Dich um Deine physische Gesundheit und schade Anderen nicht."

+++ 19:42 Neuer Rekord in der Türkei - Zahl der täglichen Corona-Fälle steigt über 60.000 +++
In der Türkei erreicht die Anzahl der täglichen Corona-Neuinfektionen ein neues Hoch. Das türkische Gesundheitsministerium meldet 62.797 neue Fälle. Damit steigt die Zahl erstmals seit Beginn der Pandemie über 60.000. Auch die Zahl der für den Tag gemeldeten Todesfälle erreicht mit 279 den höchsten offiziell gemeldeten Wert bisher. Die Regierung reagiert mit Verschärfungen der Beschränkungen. So beginnt die abendliche Ausgangssperre zwei Stunden früher, also schon um 19 Uhr. Zudem gelten nun Beschränkungen für Reisen zwischen Provinzen. Die Türkische Ärztevereinigung TTB warnt zudem vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. Krankenhäuser seien mit Covid-19-Patienten überfüllt. Selbst die zusätzlich eingerichteten Stationen reichten nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden. Die Bundesregierung stuft die Türkei seit Sonntag als Corona-Hochinzidenzgebiet ein.

+++ 19:22 Müller sieht Redebedarf beim Impfen - schlägt Bund-Länder-Beratung vor +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat Beratungen zwischen Bund und Ländern zum Thema Impfen vorgeschlagen. Ihm sei wichtig, sehr schnell wieder im Rahmen der Ministerpräsidenten mit dem Kanzleramt und dem Bundesgesundheitsminister zusammenzukommen, um die Impfsituation zu besprechen, sagt der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im Interview des Fernsehsenders Welt. "Wir haben über die Impfstofflieferung zu sprechen, wir haben darüber zu sprechen, wie wir mit den Geimpften umgehen, ob so wie mit den Getesteten", sagt Müller. Es gebe bei dem Thema viele offene Punkte. "Und jenseits der anderen Gesetzesberatung hoffe ich sehr, dass wir das mit der Kanzlerin verabreden können und uns schnell zum Thema Impfen verständigen." Müller weist grundsätzliche Kritik an den Bund-Länder-Beratungen zurück: "Ich fand ja, dass wir es im Rahmen der MPK ganz gut gemacht haben."

+++ 19:07 Entwickler: Vektor-Impfstoff Sputnik V verursacht keine Blutgerinnsel +++
Der Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V betont, dass sein Vakzin keine Blutgerinnsel verursache. "Eine umfassende Analyse der unerwünschten Ereignisse während der klinischen Studien und im Verlauf der Massenimpfungen mit dem Sputnik V-Impfstoff ergab, dass es keine Fälle von Hirnvenen- und Sinusthrombosen gab", erklärt das staatliche Gamaleja-Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie, das den Impfstoff entwickelt hat. Sputnik V ist wie die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson ein Vektor-Impfstoff. Dennoch gebe es große Unterschiede, betonte das Zentrum. Sputnik V ist bislang noch nicht in der EU zugelassen. Nach einer Anfang Februar in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie schützt das Vakzin aber zu mehr als 90 Prozent vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Damit hätte Sputnik V eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

+++ 18:52 EMA macht Risiko-Analyse zu Astrazeneca-Impfstoff +++
Im Zusammenhang mit seltenen Fällen von Hirnthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung plant die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nun eine Analyse zu Risiken und Nutzen des Corona-Impfstoffs. Dies teilt die Behörde nach einem Treffen der EU-Gesundheitsminister mit. Überprüft werden sollen die allgemeinen Daten zu Impfungen und zum Verlauf der Pandemie wie Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser, Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit. Die Analyse soll dann Entscheidungshilfe für nationale Gesundheitsbehörden sein. Auf diese Weise könnten sie die Risiken des Präparats im Vergleich zu den Vorzügen für das Impfprogramm einschätzen, heißt es. Trotz einiger seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen gibt die EMA bisher uneingeschränkt grünes Licht für den Wirkstoff. Die Vorteile des Schutzes vor Covid-19 seien höher zu bewerten als die möglichen Risiken.

+++ 18:37 NRW und Bayern vergeben weiter Erst-Impftermine mit Biontech +++
Nordrhein-Westfalen und Bayern sehen keine Probleme mit der nötigen Umstellung der Zweitimpfung von Astrazeneca-Erstimpflingen auf Biontech oder Moderna. Das teilen Sprecher der Landesgesundheitsministerien beider Länder auf Anfrage mit. Sie reagieren damit auf die Ankündigung von Brandenburg, die zusätzliche Terminvergabe vorerst zu stoppen, weil man mehr Biontech-Impfstoff für die Zweitimpfung jüngerer Personen brauche, die zuvor mit Astrazeneca eine Erst-Impfung erhalten haben. Da Astrazeneca zukünftig nur noch an die Hausarztpraxen geliefert werde und Nordrhein-Westfalen keine Lieferung dieses Impfstoffes mehr erwarte, liege der Fokus der Impfungen in dem Land ohnehin auf Biontech und Moderna, erklärt der Sprecher aus NRW. Die Termine für Biontech-Erstimpfungen, insbesondere der Personengruppen Ü70, könnten daher beibehalten werden. Auch in Bayern werden weiter Erst-Impftermine mit dem Biontech-Impfstoff vergeben.

+++ 18:20 Mecklenburg-Vorpommern schränkt Kita-Betreuung deutlich ein +++
Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen schränkt Mecklenburg-Vorpommern die Betreuung in Kitas von kommenden Montag an deutlich ein. Dann ist landesweit nur noch eine Notbetreuung möglich, wie das Sozialministerium mitteilt. Laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales ist der landesweite Inzidenzwert auf 158,3 geklettert. Es wurden mit 575 Neuinfektionen so viele Fälle gemeldet wie nie zuvor während der Pandemie. Anspruch auf die Notfallbetreuung können laut Ministerium etwa Alleinerziehende oder Eltern haben, bei denen mindestens einer im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet. Dazu zählt demnach beispielsweise der Gesundheits- und Pflegebereich, Polizei und Feuerwehr oder Schulen. Es sind insgesamt 29 Kitas und Horte von Corona-Fällen betroffen.

+++ 18:02 Mehrere EU-Länder impfen vorerst nicht mit Johnson & Johnson +++
Die Niederlande, Schweden, Dänemark und Italien werden den Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson vorerst nicht anwenden. Zunächst müsse mehr über mögliche Thrombosen bekannt sein, teilt der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Der Minister will das Gutachten der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) abwarten - Schweden verfolgt den gleichen Plan. Ähnlich äußert sich die dänische Gesundheitsverwaltung Sundhedsstyrelsen dazu. Die USA haben zuvor die Impfung mit dem Präparat nach einigen Fällen von Blutgerinnseln in Hirnvenen ausgesetzt. Der Hersteller hat auch EU-Staaten empfohlen, bereits gelieferte Dosen nicht zu nutzen.

+++ 17:48 Brasilianische Virus-Variante P1 hat Mallorca erreicht +++
Auf Mallorca ist nun auch erstmals die brasilianische Coronavirus-Variante P1 festgestellt worden. Das bestätigt der Chef der Mikrobiologie von Palmas Krankenhaus Son Espases, Antonio Oliver. Die Mutation sei am Vortag bei einer routinemäßigen genaueren Untersuchung, der sogenannten Sequenzierung, eines positiven PCR-Tests vom 29. März entdeckt worden. In Deutschland hat es erheblichen Ärger ausgelöst, dass Zehntausende Deutsche zum Osterurlaub auf die beliebte Ferieninsel gereist sind. Ende März sei es bei einer Sportveranstaltung auf der Insel und privaten Kontakten zu einem Infektionsherd gekommen, sagt Oliver. 49 Personen seien damals auf Corona getestet worden, neun davon positiv. Nun sollten auch die anderen acht positiven Tests daraufhin untersucht werden, ob es sich ebenfalls um P1 handelte. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat damals der Balearen-Regierung unterstellt, sie habe einen P1-Fund vertuscht und trickse bei den niedrigen Corona-Zahlen.

+++ 17:35 Frankreich hält an Impfstoff von Johnson & Johnson fest +++
Frankreich hält an der Impfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson fest. Es würden, wie geplant, Menschen im Alter von über 55 Jahren geimpft, sagt Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Kabinettssitzung in Paris. Eine erste Lieferung mit rund 200.000 Impfdosen sei im Land bereits eingetroffen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat mitgeteilt, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle. Wie Attal sagt, hält die Regierung auch am Impfstoff von Astrazeneca fest. Der Sprecher räumt aber ein, dass es Zweifel in der Bevölkerung an diesem Impfstoff gebe.

+++ 17:20 OECD: Schulen einiger Länder profitieren in Corona-Zeiten von Innovation +++
Mit neuen Konzepten und Pragmatismus ist es nach Angaben der OECD einigen Ländern gelungen, trotz Corona-Pandemie den Schulunterricht im Klassenzimmer sicherzustellen. "Bildungssysteme, in denen die Lehrkräfte gewohnt sind, eine innovative Lernumgebung zu schaffen, sind auch in schwierigen Infektionslagen ganz gut und ohne lange Schulschließung durch diese Krise gekommen", sagt OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher bei der Vorstellung einer Umfrage unter den Mitgliedstaaten. In vielen Ländern wurden demnach Präsenz- und Fernunterricht abgewechselt oder die Schüler in Schichten eingeteilt. Auch besondere Förderangebote für benachteiligte Schüler oder Schüler, die keinen Zugang zu digitalen Lernangeboten hatten, waren häufig. Um die Unterrichtszeiten anzupassen, wurde etwa in Portugal und Brasilien das Schuljahr in die Ferien verlängert. "Da haben viele Länder relativ schnell reagiert", sagt Schleicher. Deutschland sei das nicht so gut gelungen.

+++ 17:02 Schweiz lockert Corona-Regeln trotz steigender Infektionszahlen +++
Die Schweiz lockert ihre Corona-Regeln trotz steigender Infektionszahlen ab kommendem Montag. Unter anderem dürfen Restaurantterrassen, Kinos, Universitäten und Fitnesszentren ab 19. April wieder öffnen, wie die Regierung bekanntgibt. Auf den Terrassen gilt Sitz- und Maskenpflicht. Die Masken dürfen nur zum Verzehr abgelegt werden. Theater und Konzerthäuser dürfen nur ein Drittel ihrer Sitzkapazität anbieten. Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 100 Gästen wieder erlaubt, mit bis zu 50 Personen in Innenräumen. "Die Zahlen steigen zwar, aber nicht sehr stark", sagt Gesundheitsminister Alain Berset. Deshalb sei die Regierung bereit, "etwas mehr Risiken einzugehen." Auf die Lockerungen haben die Wirtschaftsverbände seit Tagen gedrungen. Die Regierung hat den Forderungen nachgegeben, obwohl die Zahl der gemeldeten Infektionen weiter steigt.

+++ 16:52 EU plant größte Schuldenaufnahme der Geschichte für Corona-Hilfen +++
Die EU-Kommission macht sich bereit für die größte Schuldenaufnahme ihrer Geschichte: Von Juli an will sie bis 2026 für die europäischen Corona-Hilfen jährlich im Schnitt 150 Milliarden Euro am Kapitalmarkt leihen. Die Strategie dafür legt Haushaltskommissar Johannes Hahn vor. Die Kommission setzt auf Anleihen namens "EU-Bonds" mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren sowie auf "EU Bills" mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Die Papiere sollen über Banken sowie über Auktionen für institutionelle Anleger vertrieben werden. Die EU-Staaten haben sich im vergangenen Sommer auf ein schuldenfinanziertes Corona-Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro geeinigt, genannt Next Generation EU. Bevor die EU-Kommission mit der Kreditaufnahme für die Corona-Hilfen beginnen kann, müssen alle 27 EU-Staaten den Beschluss ratifizieren. In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht dies auf eine Klage von Kritikern hin vorläufig gestoppt. Eine Entscheidung wird für die nächsten Wochen erwartet.

+++ 16:34 EU-Arzneibehörde EMA: Nutzen von J&J-Impfstoff höher als Risiken +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will nächste Woche ein Gutachten über mögliche Thrombosen durch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson abgeben. Die Prüfung werde beschleunigt, teilt die Behörde mit. Bis zu der Entscheidung könne der Impfstoff aber weiter uneingeschränkt eingesetzt werden. Die EMA hält weiterhin daran fest, dass die "Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern", höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen. Bereits in der vergangenen Woche hat die EMA angekündigt, dass sie sehr seltene Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen nach Impfungen untersuche.

+++ 16:19 Söder: Bundes-Notbremse reicht nicht für Kampf gegen Corona-Welle +++
Zur Eindämmung der dritten Corona-Welle reicht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die geplante Bundes-Notbremse nicht aus. "Wir halten es für richtig, dass auf Bundesebene diese Notbremse fest verankert wird. Allein das wird es aber noch nicht helfen, wir müssen uns mehr überlegen", sagt der CSU-Chef am Rande der Sitzung der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag. Notwendig sei etwa "ein moderneres und flexibleres Impfkonzept, um die Geschwindigkeit durch einen Bürokratieabbau zu erhöhen und "vor allem um zu flexibilisieren". Söder betont, die Corona-Lage in Deutschland sei weiter sehr schwierig. Es würden sich alle Prognosen zu den Infektionszahlen bestätigen. "Es steigt und steigt und steigt. Es geht nicht zurück", sagt Söder. "Regional stoßen wir mittlerweile an unsere Grenzen."

+++ 16:02 Polen meldet zweithöchste Totenzahl - Beschränkungen verlängert +++
Polen meldet 803 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, die zweihöchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Viele der ursprünglich bis Montag angedachten Beschränkungen würden um eine Woche verlängert, gibt Gesundheitsminister Adam Niedzielski bekannt. Allerdings soll dann Sport im Freien zugelassen werden und Kindergärten wieder öffnen. Hotels bleiben dagegen bis zum 3. Mai geschlossen. In Polen leben 38 Millionen Menschen.

+++ 15:45 Bremen erreicht als erstes Bundesland Impfquote von 20 Prozent +++
Bremen hat als erstes Bundesland bei den Corona-Erstimpfungen die Quote von 20 Prozent erreicht und sogar leicht überschritten. Damit sei inzwischen ein Fünftel aller Bremerinnen und Bremer mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Quote entspricht rund 137.000 Personen, die mindestens eine Impfung erhielten. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte betont, für das Impfzentrum in Bremen sei eine "wohl beispiellose Allianz" aus Senat, Hilfsorganisationen und Privatwirtschaft auf die Beine gestellt worden. "Das ist einmalig in Deutschland. Wir impfen sieben Tage die Woche, auch an Feiertagen. Wir könnten sogar noch mehr Tempo machen, wenn wir nur genug Impfstoff hätten. Bis zu 15.000 Impfdosen am Tag wären locker drin."

+++ 15:33 Steinmeier will Toten und Angehörigen in Pandemie ein Gesicht geben +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will mit der nationalen Gedenkveranstaltung zur Corona-Pandemie am kommenden Sonntag den Toten und ihren Angehörigen Gesicht und Stimme verleihen. Es gehe darum, gemeinsam der Opfer zu gedenken, von denen viele aufgrund der Kontaktbeschränkungen einen einsamen Tod gestorben seien, heißt es aus dem Bundespräsidialamt. Zu der Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin kommen neben dem Bundespräsidenten auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundesratspräsident Reiner Haseloff, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth. Fünf Hinterbliebene, die in der Pandemie Angehörige verloren haben, sollen den Gedenkakt mitgestalten.

+++ 15:19 Kurz: In Österreich bald jeder dritte Impfwillige mit Impfung +++
In Österreich soll bis Ende der Woche jeder dritte Impfwillige zumindest einmal gegen das Coronavirus immunisiert sein. "Wir sind auf den letzten Metern, was den Sieg über die Pandemie betrifft", sagt Kanzler Sebastian Kurz. Die Impfung von Menschen über 65 Jahren werde in einigen Bundesländern bald abgeschlossen sein. Bisher haben nach Angaben des Sozialministeriums in Österreich 1,6 Millionen Bürger eine erste Impfung erhalten. Als impfwillig gelten rund fünf Millionen von insgesamt 7,5 Millionen Menschen über 16 Jahren. Aktuell sei die Lage bei den Neuinfektionen stabil, so der österreichische Regierungschef. Spätestens im Mai solle es möglich sein, weitere Öffnungsschritte auch landesweit anzugehen. Angestrebt wird ein Neustart der Gastronomie, des Sports und der Kultur.

+++ 15:04 Schüler in NRW kehren im Wechselmodell in Klassenzimmer zurück +++
Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab Montag in einem Wechselmodell wieder in die Klassenzimmer zurückkehren dürfen, heißt es aus Koalitionskreisen. In dieser Woche sind die meisten Schüler direkt nach Ende der Osterferien wegen ansteigender Corona-Zahlen wieder im Distanzunterricht zu Hause. Details der Neuregelung wird Schulministerin Yvonne Gebauer am Nachmittag vorstellen. Die Möglichkeit, abwechselnd wieder in den Unterricht zurückzukehren, wird wohl gedeckelt: Wo die Schwelle von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, darf es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Damit nimmt NRW die Regelung der geplanten "Corona-Notbremse" des Bundes vorweg.

+++ 14:55 Karliczek: Lernförderprogramm kommt erst im kommenden Schuljahr +++
Das Corona-Aufholprogramm von Bund und Ländern für Schüler soll nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erst im Herbst starten. Man wolle ganz bewusst erst in das neue Schuljahr damit gehen, sagt die CDU-Politikerin im Bundestag mit Blick auf die Belastungen für Familien und Schüler im laufenden Jahr. "Deswegen sollten wir ihnen jetzt nicht noch zusätzliche Aufgaben geben, sondern ab dem Herbst das Nachholprogramm starten." Bund und Länder beraten seit einiger Zeit über ein Nachhilfe-Programm. Es geht darum, wie viel Geld unter welchen Bedingungen Berlin den Ländern Geld bereitstellt, um Fördermaßnahmen für Schüler zu unterstützen, die durch Schulschließungen und Notbetrieb größere Lernrückstände aufgebaut haben. Im Gespräch ist bisher eine Milliarde Euro.

+++ 14:36 Corona-Dunkelziffer in Tirschenreuth lag 2020 bei 80 Prozent +++
Die Dunkelziffer der Sars-CoV-2-Infizierten im Landkreis Tirschenreuth lag in der ersten Jahreshälfte 2020 bei 80 Prozent - zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die im Frühjahr 2020 im damaligen Corona-Hotspot Tirschenreuth gestartet worden war. Demnach kamen auf eine Person, bei der eine Infektion mittels Test registriert worden war, vier Personen, die Antikörper aufwiesen und somit infiziert waren, ohne es gewusst zu haben. Den Berechnungen nach hatten bis Juni 2020 8,6 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Tirschenreuth eine Corona-Infektion durchlaufen. Am höchsten war die Dunkelziffer mit 92 Prozent unentdeckter Infektionen in der Altersgruppe der 14- bis 20-Jährigen. Bei den Menschen ab 85 Jahren lag sie bei 41 Prozent.

+++ 14:31 Lauterbach fordert deutsche Notfallzulassung für Curevac-Impfstoff +++
Nach dem Lieferstopp für den Impfstoff von Johnson & Johnson fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, dass Deutschland eine nationale Notfallzulassung für die Vakzine des Tübinger Herstellers Curevac vorbereitet. "Wenn Curevac ähnlich gut wirkt wie Biontech oder Moderna, was zu erwarten ist, sollte der Impfstoff schnellstmöglich zugelassen und verimpft werden", sagte Lauterbach dem Spiegel. Auf das Plazet der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) solle Deutschland dann nicht warten: "Bei der EMA dauert es oft zu lange, das haben wir schon bei Biontech gesehen." Ebenso wie die Vakzinen von Biontech und Moderna ist auch die von Curevac ein mRNA-Impfstoff. In den kommenden Wochen sollen die Ergebnisse der Phase-3-Studie veröffentlicht werden. Bis zu einer offiziellen Zulassung durch die EMA könnten dann jedoch nochmals mehrere Wochen vergehen.

+++ 14:13 Dänemark stellt Impfungen mit Astrazeneca dauerhaft ein +++
Das EU-Land Dänemark verzichtet nun dauerhaft auf den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Die Impfkampagne werde ohne das Präparat des britisch-schwedischen Unternehmens fortgesetzt, gibt der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt.

+++ 13:59 SPD will Zwei-Milliarden-Paket für Kinderförderung +++
Die SPD im Bundestag will Nachteile bei Kindern und Jugendlichen infolge der Corona-Beschränkungen mit einem Förderprogramm von zwei Milliarden Euro ausgleichen. Lernrückstände müssten aufgeholt, Jugendlichen mit weiterem Nachholbedarf müsse geholfen werden, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider. "Es geht darum, die Schwächsten zu stärken." Bund und Länder beraten bereits seit Längerem über ein solches Programm. Geplant ist bisher aber nur eine "Nachhilfe-Milliarde".

+++ 13:44 Weitere 50 Millionen Biontech-Impfdosen für EU bis Ende Juni +++
Die Hersteller Biontech und Pfizer liefern der Europäischen Union im zweiten Quartal 50 Millionen Dosen Impfstoff mehr als ursprünglich geplant. Die Unternehmen hätten zugesagt, die für das vierte Quartal vorgesehenen Dosen bereits ab Ende April zu liefern, sagt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel. Die gesamte Liefermenge von Biontech/Pfizer für das zweite Quartal steigt demnach auf 250 Millionen Dosen.

+++ 13:36 Studie: Bewegungsarmer Lebensstil erhöht Risiko schwerer Verläufe +++
Ein bewegungsarmer Lebensstil erhöht laut einer neuen Studie das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken und an der Krankheit zu sterben. Menschen, die sich in den mindestens zwei vorangegangenen Jahren vor ihrer Infektion körperlich wenig betätigten, laufen demnach eher Gefahr, wegen der Krankheit ins Krankenhaus und auf die Intensivstation zu müssen und daran zu sterben, als körperlich aktive Patienten. Für ihre im "British Journal of Sports Medicine" veröffentlichten Studie beleuchteten die Forscher die Fälle von fast 50.000 Corona-Infizierten in den USA, die in den vorangegangenen zwei Jahren mindestens dreimal bei einer Klinik Angaben zu ihren körperlichen Aktivitäten gemacht hatten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:21 EU-Staaten geben grünes Licht für Impfzertifikat +++
Die EU-Mitgliedstaaten haben grünes Licht für einen einheitlichen Impfausweis für Reisen innerhalb Europas gegeben. EU-Justizkommissar Didier Reynders begrüßt auf Twitter eine entsprechende Einigung der Botschafter der 27 Länder. Anschließend muss der Text noch in Verhandlungen mit dem EU-Parlament finalisiert werden. Nach Vorstellungen der EU-Kommission soll das sogenannte "grüne Zertifikat" Ende Juni - also pünktlich zum Start der Sommerferien - einsatzbereit sein.

+++ 13:04 Essener Unikliniken nähern sich Höchststand auf Intensivstationen +++
Die Essener Universitätskliniken nähern sich bei der Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten wieder dem bisherigen Höchstwert aus dem vergangenen Jahr. Im Dezember 2020 sei mit 41 Corona-Patienten auf Intensivstationen die bisher höchste Zahl erreicht worden, aktuell seien es 38, sagt ein Kliniksprecher. Bundesweit liegen die Essener Universitätskliniken im Millionen-Ballungsraum Ruhrgebiet nach der Charité Berlin bei der Corona-Patientenzahl in der Spitzengruppe.

+++ 12:46 Medienbericht: Dänemark stellt dauerhaft Impfungen mit Astrazeneca ein +++
Dänemark stellt dem Sender TV 2 zufolge dauerhaft den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffes ein. Das werfe die Impfkampagne um einige Wochen zurück. Das Mittel von Johnson & Johnson soll der Zeitung "Politiken" zufolge vorübergehend nicht verabreicht werden.

+++ 12:11 Brandenburg droht Stopp von Erstimpfungen +++
Wegen Engpässen bei der Lieferung von Impfstoffen könnten Erstimpfungen in Brandenburg auf Null gefahren werden. Das erklärt Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen. Hintergrund seien die Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca. Dazu komme, dass 6700 Impfdosen von Johnson & Johnson zunächst nicht nach Brandenburg ausgeliefert würden, so Stübgen. Geplante Erstimpfungen mit Biontech und Moderna würden daher entfallen, der Impfstoff müsse benutzt werden, um "soweit es irgend geht" die Zweitimpfungen für Menschen zu sichern, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten. Stübgen betont, es werde "eng werden". Immerhin: Die Lieferungen von Biontech und Moderna liegen im Plan, teilweise sogar darüber.

+++ 11:53 Ministerium reagiert auf Kritik: "Impfstoff-Lieferungen an Arztpraxen werden nicht halbiert" +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat Kritik der Kassenärzte an der Verteilung von Corona-Impfstoffen (siehe Eintrag von 6.12 Uhr) zurückgewiesen. "Anders als von manchem behauptet, werden die Impfstoff-Lieferungen an die Arztpraxen nicht halbiert", teilte ein Sprecher mit. Die Impfstoffmenge steigere sich vielmehr stetig. "Außerdem war immer klar, dass nach zwei Wochen die Praxen Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller bekommen." Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Andreas Gassen hatte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt, den Praxen würden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen, weil der Impfstoff offensichtlich vorrangig an die Impfzentren gehe.

+++ 11:36 Dänemark will Deutschen Sommerurlaub ermöglichen +++
Dänemark lockert schrittweise seine im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Reisebeschränkungen, wie das dänische Justizministerium mitteilte. Ziel sei unter anderem, dass Ausländer wieder zu Besuch nach Dänemark kommen können. Die Beschränkungen werden demnach in vier Phasen gelockert, die erste davon beginnt am kommenden Mittwoch. Die Phasen zwei bis vier sind für den 1. und 14. Mai sowie vermutlich 26. Juni anvisiert. Die letzte Phase soll mit der Einführung eines EU-weiten Corona-Passes einhergehen. Ab dem Zeitpunkt, so heißt es, soll es möglich sein, Sommerferien in Europa zu machen und Touristen unter der Bedingung in Dänemark zu empfangen, dass man negative Tests, Impfungen oder überstandene Infektionen nachweisen kann.

+++ 11:03 In den USA steigen die Neuinfektionen - wieder fast 80.000 täglich +++
In den USA steigt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter an. Am Dienstag meldeten die Behörden mit 77.312 neuen Fällen rund 15.000 mehr als vor genau einer Woche, wie aus Daten der "New York Times" hervorgeht. Die Anzahl der Toten mit einer bestätigten Infektion blieb vergleichsweise stabil bei 987. Am vergangenen Dienstag waren es demnach 907 gewesen.

+++ 10:32 Mehr als 530.000 Impfungen an einem Tag +++
Die täglichen Impfzahlen nehmen in dieser Woche wieder Fahrt auf: Laut dem Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben am Dienstag 530.537 Menschen in Deutschland eine Impfdosis erhalten. Davon entfielen 464.701 auf Erstimpfungen und 65.836 auf Zweitimpfungen. Das sind insgesamt über 80.000 Impfungen mehr als am Dienstag vor einer Woche. Damit sind mittlerweile knapp über 14 Millionen Bundesbürger mindestens einmal geimpft worden. Rund 5,2 Millionen haben bereits eine zweite Impfung erhalten.

+++ 10:13 Aerosol-Forscher: Ausgangssperren sind kontraproduktiv +++
Der Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch warnt davor, Menschen mit Ausgangsbeschränkungen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume zu treiben. Die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv, sagt der Ex-Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung dem WDR. "Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich." Führende Aerolsol-Forscher aus Deutschland hatten deswegen bereits in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Landesregierungen einen Kurswechsel gefordert.

+++ 09:51 EU will Verträge mit J&J und Astrazeneca nicht verlängern +++
Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge die Impfstoff-Verträge mit Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht verlängern. Brüssel wolle sich stattdessen auf die mRNA-basierten Covid-19-Vakzine wie die von Pfizer/Biontech und Moderna konzentrieren, berichtet die Zeitung "La Stampa" mit Verweis auf das italienische Gesundheitsministerium.

+++ 09:38 Hackervereinigung kritisiert Schwachstellen bei Luca-App +++
Die europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club hat gefordert, keine Steuermittel mehr für die Luca-App zur Corona-Kontaktnachverfolgung auszugeben. Club-Sprecher Linus Neumann verweist auf eine "nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen" bei dem Luca-System. Zuvor hatten Datenschutz-Aktivisten auf Schwachstellen bei den Luca-Schlüsselanhängern verwiesen, die für Menschen ohne Smartphone gedacht sind. "Wer den QR-Code (eines Schlüsselanhängers) scannt, kann nicht nur künftig unter Ihrem Namen einchecken, sondern auch einsehen, wo Sie bisher so waren", kritisiert Neumann. Er verweist dabei auf Recherchen, die im Netz unter dem Titel "Lucatrack" veröffentlicht wurden.

+++ 09:25 Mediziner: "Wer beatmet wird, hat 50-prozentige Überlebenschance" +++

+++ 09:04 Lauterbach will mit mehr Erstimpfungen Tempo beschleunigen +++
Zur Stärkung der Impfkampagne nach dem Stopp für das Vakzin des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, die zeitliche Spanne zwischen den beiden Impfungen mit den mRNA-Mitteln von Biontech und Moderna zu verlängern. Wenn man erst nach zwölf und nicht nach sechs Wochen die Zweitimpfung spritze, könne man über drei Monate hinweg fast ausschließlich Erstimpfungen verabreichen und eine Grundimmunisierung sicherstellen. Denn nach der ersten Impfung seien die allermeisten schon nicht mehr gefährdet. So könne man eine deutliche Beschleunigung des Impftempos erreichen und auch besser Mutationen vorbeugen.

+++ 08:46 Zahl der Regionen über Notbremse-Schwelle steigt +++
In Deutschland befinden sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 344 von 412 Regionen über der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Das sind 19 mehr als noch am Vortag. Damit bewegen sich aktuell 83 Prozent aller deutschen Regionen auf oder über der Notbremse-Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

+++ 08:21 Ärzte wollen Impfen stärker in Praxen verlegen +++
Die Kassenärztlichen Vereinigungen fordern eine stärkere Einbindung von Hausarztpraxen in die Impfaktion gegen das Coronavirus. Die Praxen hätten in der kurzen Zeit, in der sie gegen Corona impften, mehr als 95 Prozent des gelieferten Impfstoffs verbraucht, berichtet die "Welt" unter Berufung auf den Chef des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, Dominik von Stillfried. In den Impfzentren seien es nur 70 Prozent, wobei dort zum Teil auch Vorräte für Zweitimpfungen vorgehalten würden. In den Impfzentren sammelten sich dem Bericht zufolge bereits mehr als 3,5 Millionen unverimpfte Dosen. "Das bremst den Impffortschritt", kritisiert Stillfried. Um schnell mehr Menschen impfen zu können, sei es sinnvoll, zunächst nur noch die Arztpraxen mit Impfstoffen zu versorgen und die Impfzentren erst dann, wenn dort die Lagerbestände unverimpfter Dosen aufgebraucht seien. Die Bundesländer erteilen dem Vorstoß jedoch eine Absage. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:57 Lauterbach: J&J-Impfstopp ist kein dauerhafter Rückschlag +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet wegen des Stopps für das Vakzin des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson keinen nachhaltigen Schaden für die Impfkampagne in Deutschland. "Das ist zunächst ein Rückschlag, aber ich glaube nicht, dass es ein permanenter Rückschlag ist", sagt Lauterbach im Deutschlandfunk. Die in den USA nach Impfungen aufgetretenen Thrombose-Fälle seien nach den Fällen bei dem ähnlichen Impfstoff von Astrazeneca zu erwarten gewesen. Er gehe davon aus, dass die Komplikation so rar sei, dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder in den USA verimpft und der Impfstart dann auch in Europa beginnen werde. Sicherlich sei dann darüber nachzudenken, den Impfstoff spezifisch bei den über 60-Jährigen einzusetzen.

+++ 07:39 Berliner Verfassungsschutz beobachtet Protestbewegung +++
Auch in Berlin werden nun Teile der Corona-Protestbewegung einem Medienbericht zufolge vom Verfassungsschutz beobachtet. Dabei gehe es insbesondere um die Anhänger der Protestbewegung, die Verschwörungsmythen und Hetze verbreiteten, berichtet die ARD unter Berufung auf Sicherheitskreise. Teile der Protestbewegung seien in einem Sammelbeobachtungsobjekt zusammengefasst worden, bei dem es sich nach Einschätzung der Verfassungsschutzbehörde um eine neue Form des Extremismus handle, die nicht zu den bisherigen Kategorien passe. Auch Rechtsextremisten seien Teil der Protestbewegung, die aber nach Ansicht der Verfassungsschützer keinen steuernden Einfluss ausübten und ohnehin schon beobachtet werden dürften. Die Corona-Protestbewegung wird bereits in mehreren Bundesländern von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet.

+++ 07:13 Mehr als 184.000 neue Fälle in Indien - weltweiter Höchstwert +++
Indien verzeichnet mit 184.372 bestätigten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erneut einen weltweiten Höchstwert. Damit haben sich nun rund 13,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. 1027 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 172.085. Indien weist nach den USA die höchste Infektionszahl weltweit auf. Seit vergangener Woche meldet das Gesundheitsministerium jeden Tag mehr als 100.000 Neuinfektionen. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge in dem Land mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern aber deutlich höher liegen.

+++ 06:52 Experte: Impfstoff-Typ könnte Ursache für Nebenwirkungen sein +++
Die seltenen schweren Nebenwirkungen nach der Impfung mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson hängen deutschen Experten zufolge möglicherweise mit dem speziellen Typ dieser Impfstoffe zusammen. "Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der Vektor selbst die Ursache ist", sagt Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn. Allerdings sei das zum gegenwärtigen Zeitpunkt spekulativ. In beiden Präparaten wird ein an sich harmloses Adenovirus als sogenannter Vektor genutzt, um Erbinformationen des Coronavirus in den Körper zu schleusen. Es sei theoretisch auch denkbar, dass das Spike-Protein des Virus, das in allen verfügbaren Impfstoffen dem Immunsystem zur Bildung von Abwehrstoffen präsentiert wird, die Nebenwirkungen verursacht, erklärt Oldenburg. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:12 Kassenärzte: Praxen erhalten weniger Biontech-Impfstoff +++
Die niedergelassenen Ärzte haben vor einem massiven Stocken der Impfkampagne in Deutschland gewarnt. "Den Praxen werden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen, weil der Impfstoff offensichtlich vorrangig an die Impfzentren geht", sagt Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Zuteilung für die Hausärzte wurde halbiert." Zwar erhalten die Arztpraxen laut Gassen als Ausgleich mehr Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs. "Aber das wird so nicht aufgehen", warnt der Kassenärzte-Chef. "Wenn die Impfzentren komplett den vergleichsweise unproblematischen Impfstoff erhalten, die Praxen aber den umstrittenen, der zumal den unter 60-Jährigen nicht gespritzt werden darf, wird die Impfkampagne massiv ins Stocken geraten. Das darf nicht passieren."

+++ 05:35 RKI meldet 21.693 Neuinfektionen, Inzidenz über 153 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.693 Neuinfektionen gemeldet. 342 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Vor einer Woche hatte das RKI noch 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet, allerdings waren die Zahlen durch die Osterfeiertage verzerrt. Die Beurteilung des tatsächlichen Infektionsgeschehens ist noch immer schwierig. Realistische Zahlen seien wohl erst zum Ende der Woche zu erwarten, erklärte der Charité-Virologe Christian Drosten im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Das gilt folglich auch für die Sieben-Tages-Inzidenz, die aktuell bei 153,2 liegt. Am Vortag gab das RKI den Wert mit 140,9 an, vor einer Woche lag er bei 110,1. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:40 Pfizer verspricht US-Regierung schnellere Lieferung +++
Pfizer will der US-Regierung bis Ende Mai 20 Millionen Impfdosen mehr liefern als bisher vereinbart. Das sei durch eine Steigerung der Produktion möglich, erklärt der Vorstandsvorsitzende Albert Bourla bei Twitter. Die USA bekämen damit bis Ende des kommenden Monats 220 Millionen Dosen des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs. Die Gesamtmenge der bis Ende Juli vereinbarten Lieferung von 300 Millionen Dosen bleibe aber gleich, schreibt Bourla. Die vorgezogene Pfizer-Lieferung dürfte den USA auch helfen, mögliche Verzögerungen beim Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson auszugleichen.

+++ 03:44 Komplett-Lockdown über Indiens Bundesstaat Maharashtra verhängt +++
Indiens reichster Staat Maharashtra geht für 15 Tage in einen strikten Lockdown. "Alle Fabriken und Industrien", mit Ausnahme einiger exportorientierter Einheiten und derjenigen, die für wesentliche Dienstleistungen benötigt werden, müssen ihren Betrieb einstellen, teilt die Regierung mit. Bereits seit vergangener Woche sind Restaurants, Bars, Fitnessstudios, Theater und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen. Maharashtra - Sitz der Finanzmetropole Mumbai - ist die am stärksten betroffene Region des Landes. Etwa ein Viertel der 13,5 Millionen Fälle in Indien wurden hier verzeichnet.

+++ 03:02 Moderna stuft Wirksamkeit leicht herunter +++
Moderna stuft die Wirksamkeit seines Impfstoffs leicht herab. Der Impfstoff schütze zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf, teilt das US-Pharmaunternehmen mit. In einem im Dezember im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Artikel hatte Moderna die Wirksamkeit noch mit 94,1 Prozent angegeben. Die neuen Ergebnisse stammen aus der laufenden dritten Phase einer klinischen Studie mit mehr als 30.000 Menschen in den USA. Einen Grund für die gesunkene Wirksamkeit nannte das Unternehmen nicht, sie könnte auf die inzwischen zirkulierenden neuen Virusvarianten zurückzuführen sein.

+++ 01:48 Trotz Ramadan: Türkei verschärft nächtliche Ausganssperre +++
Die Türkei verschärft während des Fastenmonats Ramadan die Corona-Beschränkungen. Die nächtliche Ausgangssperre beginne nun zwei Stunden früher um 19 Uhr, erklärt Präsident Recep Tayyip Erdogan. Restaurants und Cafés, die vergangenen Monat teilweise wieder öffnen durften, müssen schließen. Für weite Teile des Landes gelten zudem Wochenend-Lockdowns. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nur noch von Menschen über 65 und unter 20 Jahren genutzt werden. Das Land mit seinen 84 Millionen Einwohnern befindet sich derzeit inmitten einer dritten Corona-Welle. Am Dienstag wurden mit 59.187 Neuinfektionen und 273 Todesfällen neue Höchststände gemeldet.

+++ 00:55 Norwegen erlaubt Veranstaltungen mit 100 Menschen +++
Norwegen beginnt mit der schrittweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen. Das nationale Ausschankverbot, das über Ostern gegolten hatte, wird aufgehoben. Bei Sport- und Kulturveranstaltungen für Kinder und Jugendliche sind künftig bis zu 50 Teilnehmer erlaubt, bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen maximal 100, draußen unter bestimmten Bedingungen sogar bis zu 600. Auf lokaler und regionaler Ebene könne es jedoch weiter strengere Beschränkungen geben, sagte Regierungschefin Erna Solberg.

+++ 00:20 "Querdenker" dürfen nicht in Dresden demonstrieren +++
Die Stadt Dresden hat eine für diesen Samstag geplante "Querdenken"-Demonstration gegen Corona-Auflagen im Zentrum untersagt. Das Rathaus begründet das Verbot auch mit dem Verweis auf die jüngsten Veranstaltungen der Bewegung in Stuttgart und Kassel mit Tausenden Anhängern. Dort waren Corona-Schutzvorschriften, Auflagen der Behörden und Anweisungen der Polizei missachtet worden. Als weiteren Grund führt die Stadtverwaltung das aktuelle Infektionsgeschehen in der sächsischen Landeshauptstadt an.

+++ 23:49 Brasilien: Intensivstationen voll mit Covid-Patienten unter 40 +++
In Brasilien sind zunehmend jüngere Menschen von schweren Covid-19-Verläufen betroffen. Im März lagen auf den Intensivstationen überwiegend Patienten, die 40 Jahre oder jünger waren. Insgesamt 52 Prozent der Betten waren laut Krankenhausdaten mit Menschen aus dieser Gruppe belegt. Der Grund für den Anstieg ist nicht klar. Wissenschaftler halten einen Zusammenhang mit der brasilianischen Virus-Mutation für wahrscheinlich. Andere Faktoren könnten sein, dass bislang vornehmlich Ältere geimpft wurden oder dass Jüngere sich teils womöglich sorgloser verhalten.

+++ 23:06 Tirol verlängert Testpflicht bei Ausreise +++
Das österreichischen Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Ausreisetests vorerst bis zum 24. April. Das sei zur Eindämmung der Mutante B.1.1.7 sowie weiterer Varianten nötig, erklärt die Landesregierung. Die Regel, wonach man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch auslaufen sollen. Zusätzlich gilt eine Testpflicht für Menschen, die aus Osttirol in andere Teile Tirols fahren wollen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Osttirol betrage rund 430 und sei damit höher als irgendwo sonst in Österreich, sagt ein Gesundheitsbeamter.

+++ 22:23 EMA prüft weiter Sicherheit von J&J-Impfstoff +++
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft eigenen Angaben zufolge nach dem Auftreten von seltenen Thrombose-Fällen weiterhin die Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J). Es sei nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vakzin des US-Pharmakonzerns und Blutgerinnseln gebe, teilt die Behörde mit. Die EMA wolle sich dazu wieder äußern, wenn die Bewertungen abgeschlossen seien. Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge äußert die Erwartung, dass die EMA am morgigen Mittwoch dazu Stellung beziehen werde.

+++ 22:06 Fast alle Bundesländer melden steigende Inzidenzen +++
Wie am Vortag liegen weiterhin 15 von 16 Bundesländern bei der Sieben-Tage-Inzidenz über der 100er-Marke, ab der die Notbremse gezogen werden sollte. Einzige Ausnahme bleibt Schleswig-Holstein mit derzeit 77,7. Außerdem melden fast alle Länder steigende Werte bei den Inzidenzen. Nur in Hamburg geht der Trend nach unten. Allerdings hat die Hansestadt mit 140,9 eine außerordentlich hohe Inzidenz.

Sachsen hat die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet und liegt vor Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner weist jetzt Hamburg auf vor Thüringen und Sachsen. Bundesweit liegt der Wert der aktiven Fälle je 100.000 Einwohner seit Sonntag bei über 300.

+++ 21:46 Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca +++
Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. "Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek. Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch STIKO-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagt Holetschek.

+++ 21:33 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.652 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.031.103 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.652 neue Fälle hinzu. Die Osterfeiertage machen einen Vergleich zur Vorwoche immer noch schwierig. Allerdings ist es der höchste Dienstagsstand seit dem 12. Januar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 351 auf 78.922. Das ist der höchste Wert seit 3. März. Als aktuell infiziert gelten rund 249.959 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,21 angegeben (Vortag: 1,29). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 121 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,09). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 4688 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2666 davon werden beatmet. Rund 3812 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/chf/dpa/AFP/rts/DJ

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.