Panorama

Engpässe bei Vakzinen Brandenburg stoppt Impftermin-Vergabe

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Warteraum in einem Impfzentrum im brandenburgischen Rathenow.

(Foto: imago images/Jochen Eckel)

In Brandenburg wird der Impfstoff knapp. Das Land muss Astrazeneca-Zweitimpfungen mit anderen Vakzinen ersetzen - doch die vorhandenen Dosen reichen dafür bisher nicht aus. Vorerst werden daher keine Termine für Erstimpfungen mit Biontech und Moderna mehr vergeben.

Wegen Engpässen bei der Lieferung von Impfstoffen könnten neue Termine für Erstimpfungen in Brandenburg bald komplett abgesetzt werden. Das erklärt Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen. Hintergrund seien die Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Erstimpfung mit Astrazeneca. Denn laut Ständiger Impfkommission (STIKO) soll die Zweitimpfung für unter 60-Jährige hier mit einem anderen Impfstoff erfolgen. Dazu komme, dass 6700 Impfdosen von Johnson & Johnson zunächst nicht nach Brandenburg ausgeliefert würden, sagte Stübgen.

Geplante Erstimpfungen mit Biontech und Moderna würden daher entfallen, der Impfstoff müsse benutzt werden, um "soweit es irgend geht" die Zweitimpfungen für Menschen durchzuführen, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten. Stübgen betonte, es werde "eng werden". Denn um die Zweitimpfungen abzusichern, benötige Brandenburg in den nächsten vier Wochen 62.000 Impfdosen von Biontech und Moderna. "Diesen Impfstoff haben wir derzeit leider nicht", so Stübgen. Er forderte eine Erhöhung der zugesagten Mengen des Bundes. Die Lieferungen von Biontech und Moderna liegen immerhin im Plan, teilweise sogar darüber.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich darauf geeinigt, dass Menschen unter 60 Jahren mit einer Erstimpfung mit Astrazeneca bei der Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen sollen. Wie beim Impfstoff von Astrazeneca waren auch bei Johnson & Johnson spezielle Thrombosen erfasst worden. Die Auslieferung des Impfstoffs ruht daher momentan.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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