Infografik

Pandemie-Zahlen kompakt Die wichtigsten Daten zur Corona-Lage

ec0c7793f52afb0c1d282ba8ce3e5f0c.jpg

Daten für Entscheider und eilige Leser: Die Coronavirus-Pandemie berührt alle Ebenen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

(Foto: dpa)

Das Coronavirus zwingt der Welt die größte Pandemie-Katastrophe der Gegenwart auf. Wie entwickeln sich die Fallzahlen in Deutschland? ntv.de liefert den schnellen Überblick zum Infektionsgeschehen - kurz, knapp und konzentriert.

Tag für Tag veröffentlichen die Behörden und Ministerien der Bundesländer Angaben zur aktuellen Meldelage. Wie viele Neuinfektionen wurden in Deutschland seit dem Vortag registriert? Wie viele Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Ansteckung gestorben? Wie sieht die Lage in den Krankenhäusern aus? Wie viele Covid-19-Patienten liegen auf der Intensivstation? ntv.de sammelt die Daten aus den Ländern und fasst sie zu einem aktuellen Tagesendstand zusammen.

Kennzahlen zur Corona-Lage: Die Pandemie-Parameter

*Datenschutz

Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland lässt sich anhand verschiedener Kennzahlen einschätzen. Um solide Anhaltspunkte zur Lage zu gewinnen, sollten die einzelnen Pandemie-Parameter stets vor dem Hintergrund weiterer Daten aus dem Kontext betrachtet werden.

Eine hohe Ansteckungsrate zum Beispiel wäre für sich genommen noch nicht alarmierend, wenn gleichzeitig die Zahl der Neuinfektionen auf niedrigem Niveau bliebe. Steigt jedoch die Reproduktionszahl R (auch: R-Wert) bei zunehmend neu entdeckten Ansteckungsfällen über die kritische Marke (1,0), dann muss von einer Verschärfung der Gesamtsituation ausgegangen werden.

Die Entwicklung der Neuinfektionen

Wie viele laborbestätigte Infektionsfälle werden in Deutschland pro Tag gemeldet? Die Übersicht der Neuinfektionen zeigt die Anzahl und den mehrtägigen Durchschnitt der neu erfassten Sars-CoV-2-Ansteckungen.

Die Daten liefern nur Momentaufnahmen zur Meldelage. Angaben zum mutmaßlichen Infektionszeitpunkt, dem Erkrankungsbeginn, dem weiteren Krankheitsverlauf oder der Schwere der Symptome sind hier nicht enthalten.

Die Virus-Lage in Deutschland

Die große Deutschland-Karte zeigt die Situation in den Regionen, dargestellt anhand der Daten für alle 401 Städte und Landkreise. Die Angabe der Sieben-Tage-Inzidenz speist sich aus den Zahlen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) jeden Morgen veröffentlicht. Abweichungen zu den Daten lokaler Gesundheitsämter oder regionaler Behörden sind möglich.

*Datenschutz

Die einheitliche Verwaltungsgliederung in Deutschland umfasst 401 Stadt- und Landkreise. Abweichend davon liefert das RKI in der Übersicht auch Detaildaten zur Lage in den zwölf Berliner Bezirken. Insgesamt zeigt die Deutschland-Karte der Virus-Lage damit den jeweils tagesaktuellen Stand in 412 Regionen.

 

Die Zahlen zum regionalen Fallaufkommen

In der tabellarischen Übersicht lassen sich die Werte zur Sieben-Tage-Inzidenz in allen 412 erfassten Regionen ablesen. Die Tabelle lässt sich sortieren und durchsuchen. In der Standansicht sind die Städte, Stadtbezirke und Landkreise nach dem aktuellen Fallaufkommen in absteigender Reihenfolge aufgeführt.

Bundesland für Bundesland: Die Entwicklung der Neuinfektionen

Die Pandemie entwickelt sich in den 16 Bundesländern höchst unterschiedlich: Während insbesondere die Ballungsräume im Westen schon früh mit hohen Fallzahlen zu kämpfen hatten, konnten sich dünner besiedelte Flächenstaaten im Norden und Osten lange deutlich besser halten.

Die Daten aus den Kliniken

Die von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) erhobenen Angaben liefern ein von staatlichen Stellen unabhängiges Bild zur Lage in den deutschen Intensivstationen. ntv.de wertet die wichtigsten Kennzahlen aus den tagesaktuellen Lageberichten des Intensivregisters aus und fasst sie in den Divi-Parametern zusammen.

Die Krankenhäuser in Deutschland sind seit dem Frühjahr zur Teilnahme an dem Meldeverfahren verpflichtet. Die Anzahl der meldenden Kliniken kann dennoch von Tag zu Tag leicht schwanken. Erfasst werden deutschlandweit in der Regel mehr als 1200 Krankenhaus-Standorte.

Die Virus-Lage in Europa

Das Fallaufkommen in Europa wird von den nationalen Behörden vor Ort teils anhand unterschiedlichen Kriterien erfasst und beurteilt. Die ntv-Europakarte im europäischen Ausland wendet die in Deutschland geltenden Maßstäbe zur Warn- und Alarmschwellen bei der Sieben-Tage-Inzidenz an und stellt die Situation in den europäischen Nachbarländern auf vergleichbarer Basis dar.

Hinweise und Anmerkungen: Die Fallzahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland basieren auf den Angaben der Bundesländer und werden von ntv.de im Tagesverlauf gesammelt und jeweils bis zum Abend zu einem aktuellen Tagesendstand zusammengefasst. Die Meldedaten spiegeln die Lage so wider, wie sie sich den Behörden darstellt.

Im Wochenverlauf kommt es aufgrund verschiedener Einflüsse zu regelmäßigen Schwankungen: Die stärksten Meldetage fallen üblicherweise in die zweite Wochenhälfte mit einem Anstieg bis Freitag, bevor der Wochenendeffekt (weniger Arztbesuche, geschlossene Arztpraxen, verringerte Labortätigkeit und eingeschränktes Meldeaufkommen in den Ämtern) zu einer markanten Verzerrung der Tagesdaten nach unten führt.

Einzelne Länder wie sind zudem dazu übergegangen, die aktuellen Meldedaten auf Landesebene nur noch werktags zu veröffentlichen. An diesem Samstag sind das Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bayern veröffentlichte zuletzt nur von Montag bis Samstag neue Werte. Dadurch ergeben sich gewisse Einschränkungen der Aussagekraft. Die Meldedaten liefern ohnehin nur eine erste grobe Orientierung.

Indizien zum tatsächlichen Infektionsgeschehen

Zur Einschätzung der Pandemie-Lage sollten stets weitere Kennzahlen betrachtet werden. Dazu zählen neben der wöchentlich veröffentlichten Positivenquote bei den Labortests (also der Anzahl der laborbestätigten Erregernachweise an der Zahl der durchgeführten Tests) vor allem auch die Daten zur Auslastung in den Kliniken. ntv.de nutzt hier die Daten des Divi-Registers, wo die Zahlen zur Lage bei den deutschen Intensivkapazitäten täglich erfasst und ausgewertet werden.

Unabhängig davon veröffentlicht das RKI täglich einen amtlichen Stand der Fallzahlen. Diese Daten beruhen zwar ebenfalls auf den Angaben der lokalen Gesundheitsämter, sind in der Bearbeitung aber an die im Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Meldewege gebunden.

Durch den sogenannten Meldeverzug und die ausführlichere Fallerfassung beim RKI können Abweichungen zum veröffentlichten Fallstand auf Landesebene auftreten. Das RKI fasst zudem die eingehenden Meldungen jeweils bis Mitternacht zusammen, um die Daten nach der Überprüfung jeweils am Morgen danach zu veröffentlichen.

Länderbehörden, RKI, ECDC?

Die Daten zur großen Deutschland-Karte mit der aktuellen Virus-Lage in den Regionen stammen komplett aus dem amtlichen Zahlenstand des RKI. Dort werden die Angaben zum Fallaufkommen in den 400 deutschen Städten und Kreisen inklusive der zwölf Berliner Bezirke jeweils täglich in den frühen Morgenstunden aktualisiert.

Gemessen wird das Fallaufkommen - wie im Bund-Länder-Beschluss vom 6. Mai definiert - an der Anzahl der Neuinfektionen aus den zurückliegenden sieben Tagen, bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner. Diese auch Sieben-Tage-Inzidenz genannte Kennzahl bildet auf vergleichbarer Basis die Grundlage zur Debatte um die sogenannten Obergrenze.

Steigen die Fallenzahlen im Wochenzeitraum über 50 neu erkannte Coronavirus-Fälle je 100.000 Einwohnern, müssen nach Maßgabe der Bund-Länder-Einigung verschärfte Corona-Auflagen in Betracht gezogen werden. In der Regel laufen die RKI-Daten auch hier den auf lokaler Ebene veröffentlichten Daten teils um mehrere Tage hinterher. Da sich der Sieben-Tage-Zeitraum kontinuierlich verschiebt, können die RKI-Berechungen zum Fallaufkommen zu niedrigeren oder höheren Sieben-Tage-Inzidenzen führen als auf lokaler oder regionaler Ebene.

Risikogebiete in Deutschland und Europa

Ähnliche Vorgaben gelten für die Einstufung einer europäischen Region als Risikogebiet, wobei sich die zuständigen Gremien im Auswärtigen Amt, im Bundesinnenministerium und im Bundesgesundheitsministerium zusätzlich weitere Kriterien berücksichtigen.

Die Fallzahlen zur Coronavirus-Lage in Europa wiederum bezieht ntv.de direkt vom europäischen Seuchenkontrollzentrum ECDC. Dort werden die gemeldeten Infektionsdaten der nationalen Behörden zentral erfasst und nach einheitlichen Kriterien jeweils mit Vortagesstand veröffentlicht.

In der Einzelbetrachtung veröffentlicht ntv.de zusätzlich Meldedaten ausgewählter Länder auf Basis der tagesaktuell veröffentlichten Fallzahlen der vor Ort zuständigen Behörden. Da hier teilweise unterschiedliche Erfassungszeiträume zur Anwendung kommen, sind leichte Abweichungen auch hier nicht immer auszuschließen. Im Fall der Vereinigten Staaten stützt sich ntv.de auf die Daten der "New York Times", die in einem aufwändigen Tracking-Projekt die Pandemieentwicklung in den USA bis auf Bezirksebene genau verfolgt.

Ausführliche Informationen und alle weiteren Zahlen, Daten, Karten und Infografiken zeigt ntv.de wie gewohnt hier. Dort sind auch die erweiterten Tabellen zur Lage in aller Welt zu finden. Die angezeigten Daten werden mitunter mehrmals am Tag aktualisiert. Die im Text genannten Angaben beziehen sich jeweils auf den Veröffentlichungstag.

Quelle: ntv.de