Infografik

Pandemie-Zahlen kompakt Die wichtigsten Daten zur Corona-Lage

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Daten für eilige Leser: Die Coronavirus-Pandemie berührt alle Ebenen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Coronavirus-Pandemie stürzt die Welt in die größte Katastrophe der Gegenwart. Wie entwickeln sich die Fallzahlen in Deutschland? ntv.de liefert den Überblick zum Infektionsgeschehen - kurz, knapp und konzentriert.

Mehr als ein Jahr nach Beginn der Corona-Krise kämpft Deutschland gegen die dritte Infektionswelle. Die Fallzahlen geben Anfang Mai leicht nach. Die Bundesregierung plant Lockerungen für vollständig Geimpfte.

Die Impfbemühungen verzeichnen seit Ende April deutliche Fortschritte: Mehr als 30 Prozent der Einwohner Deutschland hat bereits eine erste Impfung erhalten, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch weiterhin ungeimpft. Noch offen ist, ab wann auch Kinder und Jugendliche unter 16 geimpft werden können.

In der Pandemie-Abwehr fährt Deutschland ansonsten weiter auf Sicht. Zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens stehen derzeit nicht auf der Agenda. Bund und Länder halten abgesehen von der "Bundes-Notbremse" weiter an den bekannten Inzidenzschwellen und dem Stufenplan der Öffnungsperspektiven von Anfang März fest.

Für ein allgemeines Aufatmen ist es allerdings noch viel zu früh: Die Anzahl der Covid-19-Patienten auf den deutschen Intensivstationen ist weiter hoch, und es gibt Anzeichen, dass die Mobilität in der Bevölkerung bereits wieder zunimmt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät daher weiter dringend zur Einhaltung der "gesamtgesellschaftlichen Infektionsschutzmaßnahmen".

Tag für Tag veröffentlichen die Behörden und Ministerien der Bundesländer Angaben zur aktuellen Meldelage. Wie viele neue Fälle wurden in Deutschland seit dem Vortag registriert? ntv.de sammelt diese Daten, gleicht sie mit den RKI-Zahlen ab und fasst sie zu einem aktuellen Stand des Tages zusammen.

Eine ganze Reihe weiterer Kennziffern schafft die Grundlagen für eine nüchterne, realistische und möglichst umfassende Lageeinschätzung: Wie sieht die Situation in den Krankenhäusern aus? Wie viele Covid-19-Patienten liegen auf den Intensivstationen? Wie viele Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Ansteckung gestorben? Wie hoch ist der Anteil der Geimpften? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zur Ausbreitung der neuen Virus-Varianten?

Einzelne Kennziffern zur Pandemie-Entwicklung werden nicht täglich, sondern wöchentlich aktualisiert. Dies betrifft wichtige Indikatoren wie die Zahl der durchgeführten Corona-PCR-Tests, die Positivenquote, das Fallaufkommen in den Altersgruppen, die Fallzahlen-Wochenbilanz und die Anzahl der nachgewiesenen Coronavirus-Varianten (VOC-Fälle) in Deutschland. All diese Daten liefern zusätzliche Hinweise zur Beurteilung der Gesamtlage. ntv.de veröffentlicht diese Angaben regelmäßig in Meldungen, Infografiken und Sammelbeiträgen.

Hier die wichtigsten Daten des Tages:

Sieben-Tage-Inzidenz in den 412 deutschen Regionen:

Der aktuelle Trend bei den Fallzahlen

Neuinfektionen im 15-Tage-Zeitraum

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland

Kennzahlen zur Lage: Die Pandemie-Parameter

Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland lässt sich anhand verschiedener Kennziffern einschätzen. Die Zahlen sollten aber nie isoliert, sondern stets vor dem Hintergrund weiterer Daten betrachtet und im Kontext beurteilt werden. Nur so lassen sich belastbare Anhaltspunkte zur Beurteilung der Gesamtlage gewinnen.

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Bei den Fallzahlen handelt es sich um Meldedaten, die naturgemäß nur den bekannten Teil des Infektionsgeschehens abbilden können. Verzögerungen in der Übermittlung der Fälle von den lokalen Gesundheitsämtern zu den Landesbehörden können dort zu Zahlenständen führen, die sich von den Angaben örtlicher Ämter oder Kreisverwaltungen unterscheiden.

Wochenbilanz: Gemeldete Neuinfektionen

Corona-Impfung: Der aktuelle Stand

Neue Zwischenstände veröffentlicht das RKI jeweils werktags von Montag bis Samstag. Am Sonntag sowie an Feiertagen werden üblicherweise keine neuen Daten aus dem sogenannten RKI-Impfquoten-Monitoring vorgelegt.

Tägliche Impfleistung

Die Daten aus den Kliniken

Aus der Entwicklung der Fallzahlen lassen sich zunächst nur grobe Hinweise zum Infektionsgeschehen ableiten. Sehr viel deutlich wird das Gesamtbild beim Blick auf die Belastungen im Gesundheitssystem. Wie sich die Situation in den deutschen Krankenhäusern darstellt, kann tagesaktuell an den Daten des Divi-Registers abgelesen werden. Die von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) erhobenen Angaben liefern ein von staatlichen Stellen unabhängiges Bild zur Lage in den deutschen Intensivstationen.

ntv.de wertet die wichtigsten Kennzahlen aus den Tagesreports des Intensivregisters aus und fasst sie unter anderem in Tabellen und den Divi-Parametern zusammen. Sie liefern wertvolle Hinweise zu aktuellen Entwicklungen und bleiben von Verzögerungen durch Feiertage oder das Meldewesen in den Ämtern nahezu unberührt.

Die Krankenhäuser in Deutschland sind seit dem Frühjahr zur Teilnahme an dem Meldeverfahren verpflichtet. Die Anzahl der meldenden Kliniken kann dennoch von Tag zu Tag leicht schwanken. Erfasst werden bundesweit in der Regel mehr als 1200 Krankenhaus-Standorte mit dem jeweils tagesaktuellen Stand der verfügbaren Bettenkapazitäten.

Hinweise und Anmerkungen: Die Fallzahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland basieren auf den Angaben der Bundesländer und werden von ntv.de im Tagesverlauf gesammelt und jeweils bis zum Abend zu einem aktuellen Tagesendstand zusammengefasst.

Die Meldedaten spiegeln die Lage so wider, wie sie sich den Behörden darstellt. Die Zahl der gemeldeten Toten bezieht sich auf Summe der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle. Ausschlaggebend für die Zählung sind die entsprechenden Todesfall-Meldungen an die Gesundheitsämter. Die Einstufung als Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ist letztlich also eine Einschätzung der zuständigen Mediziner.

Im Wochenverlauf kommt es aufgrund verschiedener Einflüsse zu regelmäßigen schwankenden Fallzahlen: Die stärksten Meldetage fallen üblicherweise in die zweite Wochenhälfte mit einem Anstieg bis Freitag, bevor der Wochenendeffekt (weniger Arztbesuche, geschlossene Arztpraxen, verringerte Labortätigkeit und eingeschränktes Meldeaufkommen in den Ämtern) zu einer markanten Verzerrung der Tagesdaten nach unten führt.

Bei den Todesfallmeldungen treten im Meldewesen ebenfalls teils erhebliche Verzögerungen auf: Das jeweilige Sterbedatum kann Tage oder gar Wochen in der Vergangenheit liegen. Auch ohne solche Einschränkungen können Nachmeldungen das Gesamtbild verzerren. Ohnehin gilt, dass die Meldedaten lediglich eine grobe Orientierung liefern können. Für die Lagebeurteilung vor Ort müssen stets weitere Kennzahlen berücksichtigt werden.

Risikogebiete in Deutschland und Europa

Die Fallzahlen zur Coronavirus-Lage in Europa bezieht ntv.de direkt von den nationalen Gesundheitsbehörden. Die täglich gemeldeten Daten können anschließend mit den Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO, der europäischen Seuchenkontrollzentrum ECDC und weiteren Quellen abgeglichen werden.

In der Einzelbetrachtung veröffentlicht ntv.de zusätzlich Meldedaten ausgewählter Länder auf Basis der tagesaktuell veröffentlichten Fallzahlen der nationalen Behörden. Da hier teilweise unterschiedliche Erfassungszeiträume zur Anwendung kommen, sind leichte Abweichungen auch hier nicht immer auszuschließen.

Im Fall der Vereinigten Staaten stützt sich ntv.de zum Beispiel auf die Daten der "New York Times", die in einem aufwändigen Großprojekt die Pandemieentwicklung in den USA bis auf Bezirksebene verfolgt. Das Infektionsgeschehen in Ländern, die aus europäischer Sicht nicht im Vordergrund stehen, wird zum Teil anhand der Daten aus dem Bestand der Johns-Hopkins-Universität (JHU) abgebildet.

Ausführliche Informationen und alle weiteren Zahlen, Daten, Karten und Infografiken zeigt ntv.de wie gewohnt hier. Die aktuellen Fallzahlen zur Lage in aller Welt sind hier zu finden. Die im Text genannten Angaben beziehen sich jeweils auf den Veröffentlichungstag. Die angezeigten Daten werden teils mehrmals am Tag aktualisiert.

Quelle: ntv.de

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