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Pandemie-Zahlen kompakt Die wichtigsten Daten zur Corona-Lage

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Daten für eilige Leser: Die Coronavirus-Pandemie berührt alle Ebenen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Coronavirus-Pandemie zwingt der Welt die größte Katastrophe der Gegenwart auf. Wie entwickeln sich die Fallzahlen in Deutschland? ntv.de liefert den Überblick zum Infektionsgeschehen - kurz, knapp und konzentriert.

Tag für Tag veröffentlichen die Behörden und Ministerien der Bundesländer Angaben zur aktuellen Meldelage. Wie viele neue Fälle wurden in Deutschland seit dem Vortag registriert? Wie sieht die Situation in den Krankenhäusern aus? Wie viele Covid-19-Patienten liegen auf den Intensivstationen? Wie viele Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Ansteckung gestorben? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zur Ausbreitung der neuen Virus-Varianten? ntv.de sammelt die Daten aus den Bundesländern und fasst sie zu einem aktuellen Stand des Tages zusammen.

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Die seit dem Herbst laufende Ansteckungswelle verlor seit Anfang Januar an Kraft. Die Corona-Auflagen und das Verhalten der Öffentlichkeit zeigten offenbar Wirkung, die Zahl der gemeldeten Neuansteckungen schwächte sich ab. Damit rückten auch die seit Wochen erhofften Lockerungen in Reichweite. Mitte Februar begann sich die rückläufige Entwicklung allerdings abzuschwächen. Im mehrtägigen Mittel der täglich gemeldeten Fallzahlen zeichnet sich eine Plateauphase ab, die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt Ende Februar sogar wieder leicht an.

Die Hintergründe dieser Entwicklung sind noch unklar. Der Anteil der neuen Virusvarianten am Infektionsgeschehen nimmt zwar zu, doch für einen großflächigen Anstieg erscheint die bisher vorliegende Anzahl der Mutanten-Nachweise noch zu niedrig.

Gelingt es in Deutschland, das Fallaufkommen rechtzeitig vor dem nächsten Stichtag weiter zu drücken? Teil der Beschlüsse zur Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen bis 7. März ist die Einführung der neuen Zielmarke einer "stabilen" Sieben-Tage-Inzidenz von maximal 35 Fällen im zurückliegenden Sieben-Tage-Zeitraum je 100.000 Einwohnern. Eine ganze Reihe an Regionen bewegt sich bereits unterhalb dieser Lockerungsschwelle. Der nächste Überprüfungstermin mit den Länderchefs und der Kanzlerin ist für kommenden Mittwoch, 3. März angesetzt.

Kennzahlen zur Lage: Die Pandemie-Parameter

Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland lässt sich anhand verschiedener Kennziffern einschätzen. Die Zahlen sollten aber nie isoliert, sondern stets vor dem Hintergrund weiterer Daten aus ihrem Kontext heraus betrachtet werden. Nur so lassen sich belastbare Anhaltspunkte zur Beurteilung der Gesamtlage gewinnen.

Bei den Fallzahlen handelt es sich um Meldedaten, die naturgemäß nur den bekannten Teil des Infektionsgeschehens abbilden können. Verzögerungen in der Übermittlung der Fälle von den lokalen Gesundheitsämtern zu den Landesbehörden können dort zu Zahlenständen führen, die sich von den Angaben örtlicher Ämter oder Kreisverwaltungen unterscheiden.

Die volle Aussagekraft entwickeln die Daten erst in der Zusammenschau: Eine kurzzeitig hohe Ansteckungsrate zum Beispiel wäre für sich genommen nicht alarmierend, wenn gleichzeitig die Zahl der Neuinfektionen auf niedrigem Niveau bliebe. Steigt jedoch die Reproduktionszahl R (auch: R-Wert) bei anschwellender Menge neu entdeckter Ansteckungsfälle über die kritische Marke von 1,0, dann ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) von einer Verschärfung der Gesamtsituation auszugehen. Ähnliches gilt für die Positivenquote, die Anzahl der vorgenommenen Tests oder die Auslastung in den Kliniken.

Corona-Impfung: Der aktuelle Stand

Die bislang ehrgeizigste Impfaktion der Menschheitsgeschichte begann kurz vor dem Jahreswechsel 2020/21: Seit dem 26. Dezember verfügt Deutschland über eine wirksame Waffen zur Eindämmung des Coronavirus - über eine funktionierende Corona-Schutzimpfung. Überall im Land wurden zuerst die besonders gefährdete Personen, Pflegekräfte und das medizinische Personal immunisiert. Nach einem hoffnungsvollen Beginn zeigten sich früh erste Startschwierigkeiten. Probleme gibt es bei der Beschaffung ausreichender Mengen an Impfstoff und bei der Organisation der Impftermine.

Wenn es zur Impfung kommt, werden die Daten zur Covid-19-Impfung in den Impfzentren und durch die mobilen Impfteams notiert. Erfasst werden die Anzahl der durchgeführten Impfungen (erste und zweite Impfung, je nach Impfstoff) sowie allgemeine Daten wie Impfdatum, Alter und Geschlecht der geimpften Person, Impf-Indikation (z. B. Beruf), Ort der Impfung, Impfstoff-Produkt und verabreichte Dosis.

Die Daten sollen über eine gesicherte Internetverbindung täglich an die Bundesdruckerei übermittelt werden, wo sie im Auftrag des RKI die Daten zwischengespeichert und vom RKI täglich abgerufen werden. ntv.de wertet diese vom RKI veröffentlichen Angaben tagesaktuell aus.

Anfang Februar hat die Zahl der Menschen, die über eine vollständige Schutzimpfung verfügen, in Deutschland die 1-Prozent-Schwelle überschritten. Mittlerweile stehen drei zugelassene Impfstoffe zur Verfügung. Der Anteil der Menschen mit vollständiger Corona-Schutzimpfung im Land liegt Ende Februar bei mehr als 2,4 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Die Entwicklung der Neuinfektionen

Wie viele laborbestätigte Infektionsfälle werden in Deutschland pro Tag gemeldet? Die Übersicht der Neuinfektionen zeigt die Anzahl und den mehrtägigen Durchschnitt der neu erfassten Sars-CoV-2-Ansteckungen. Die Daten liefern allerdings stets nur eine Momentaufnahme zur Meldelage.

Angaben zum mutmaßlichen Infektionszeitpunkt, dem Erkrankungsbeginn, dem weiteren Krankheitsverlauf oder der Schwere der Symptome sind hier nicht enthalten. Diese Angaben lassen sich aus den Meldedaten auch nicht ohne weiteres ableiten. Die erforderlichen Informationen müssen von den lokalen Gesundheitsämtern häufig erst in aufwändiger Recherche ermittelt und ans RKI weitergeleitet werden.

Generell gilt: Die Kontaktnachverfolgung akuter Infektionsfälle hat Vorrang, die Kapazitäten sind begrenzt, es kommt zu Verzögerungen und notgedrungen auch zu teils erheblichen Unschärfen. So ist derzeit nur in einem Bruchteil der gemeldeten Fälle bekannt, wie und unter welchen Umständen sich die Betroffenen in Kontakt mit dem Virus kamen.

Die Virus-Lage in Deutschland

Die große Deutschland-Karte zeigt die Situation in den Regionen, dargestellt anhand der Daten für alle deutschen Städte, Stadtbezirke und Landkreise. Die Angabe der Sieben-Tage-Inzidenz speist sich aus den Zahlen, die beim Robert-Koch-Institut eingehen. Ausschlaggebend bei der RKI-Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz ist jeweils das Meldedatum, also der Zeitpunkt, an dem das lokale Gesundheitsamt den Fall erfasst hat.

Aufgrund von Meldeverzögerungen kann es daher vorkommen, dass gemeldete Fälle nicht mehr vom Zeitraum der zurückliegenden sieben Tage erfasst werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI kann dadurch niedriger ausfallen als entsprechende Angaben lokaler Behörden. Vor Ort liegen in der Regel stets die aktuelleren Informationen vor.

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Der RKI-Datenstand hat den Vorteil, dass er nach bundesweit einheitlichen Standards ermittelte Lagedaten auf vergleichbarer Basis bietet. Ausschlaggebend für Lockerungen oder Verschärfungen von Corona-Auflagen sind dagegen die Daten der Landes- und Kreisbehörden, in deren Verantwortung auch alle Maßnahmen zur Pandemie-Abwehr liegen.

Die einheitliche Verwaltungsgliederung in Deutschland umfasst 401 Stadt- und Landkreise. Abweichend davon liefert das RKI in der Übersicht auch Detaildaten zur Lage in den zwölf Berliner Bezirken. Insgesamt zeigt die Deutschland-Karte der Virus-Lage damit den jeweils tagesaktuellen Stand in 412 Regionen.

Die Zahlen zum regionalen Fallaufkommen

In der tabellarischen Übersicht lassen sich die Werte zur Sieben-Tage-Inzidenz in allen erfassten Regionen ablesen. Die Tabelle kann per Stichworteingabe durchsucht werden. In der Standardansicht sind die Städte, Stadtbezirke und Landkreise nach dem aktuellen Fallaufkommen in absteigender Reihenfolge aufgeführt.

Bundesland für Bundesland: Die Entwicklung der Neuinfektionen

Die Pandemie entwickelt sich in den 16 Bundesländern höchst unterschiedlich: Während insbesondere die Ballungsräume im Westen schon früh mit hohen Fallzahlen zu kämpfen hatten, konnten sich dünner besiedelte Flächenstaaten im Norden und Osten lange deutlich besser halten. Dort stiegen die Fallzahlen erkennbar langsamer an. Das Infektionsgeschehen entwickelte im Osten zunächst eine geringere Dynamik.

Erst im Herbst kam es zu größeren Ausbrüchen in Thüringen und vor allem Sachsen. Im Winter erreichte das Fallaufkommen in diesen beiden Bundesländern zeitweise dramatisch hohe Werte. Seit Anfang Januar entwickeln sich die Zahlen nahezu überall rückläufig. Sollte es regional zu größeren Ausbrüchen der neuen Virus-Varianten kommen, wäre ein Anstieg in der regionalen Sieben-Tage-Inzidenz vergleichsweise früh erkennbar.

Die Daten aus den Kliniken

Aus den Fallzahlen lassen sich zunächst nur grobe Hinweise zum Infektionsgeschehen ableiten. Sehr viel deutlich wird das Gesamtbild beim Blick auf die Belastungen im Gesundheitssystem. Wie sich die Situation in den deutschen Krankenhäusern darstellt, kann tagesaktuell an den Daten des Divi-Registers abgelesen werden. Die von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) erhobenen Angaben liefern ein von staatlichen Stellen unabhängiges Bild zur Lage in den deutschen Intensivstationen.

ntv.de wertet die wichtigsten Kennzahlen aus den Tagesreports des Intensivregisters aus und fasst sie unter anderem in Tabellen und den Divi-Parametern zusammen. Sie liefern wertvolle Hinweise zu aktuellen Entwicklungen und bleiben von Verzögerungen durch Feiertage oder das Meldewesen in den Ämtern nahezu unberührt.

Die Krankenhäuser in Deutschland sind seit dem Frühjahr zur Teilnahme an dem Meldeverfahren verpflichtet. Die Anzahl der meldenden Kliniken kann dennoch von Tag zu Tag leicht schwanken. Erfasst werden deutschlandweit in der Regel mehr als 1200 Krankenhaus-Standorte mit dem jeweils tagesaktuellen Stand der verfügbaren Bettenkapazitäten.

Wie schwer das deutsche Gesundheitssystem von den Auswirkungen der zweiten Pandemie-Welle in Deutschland belastet wird, haben Intensivmediziner wiederholt eindrücklich beschrieben. In einer Pressekonferenz kurz vor Weihnachten appellierten Experten an ihre Mitbürger, während der Feiertage schon aus Rücksicht, Solidarität und Verantwortungsgefühl auf Treffen im größeren Kreis zu verzichten.

"Wir würden uns wünschen, dass die Menschen sich dieses Jahr auf sich selber zurückbesinnen, ein ganz ruhiges Weihnachtsfest im aller-, allerengsten Familienkreis feiern", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens. (Anmerkung: Janssens hat sein Amt mittlerweile an seinen Nachfolger Gernot Marx übergeben.)

Das wäre eine große Hilfe, so Janssens weiter, für alle Pflegekräfte auf den Intensivstationen, die an Weihnachten arbeiten würden und Angst hätten, dass 14 Tage später alles noch schlimmer werde. Erst nach dem Jahreswechsel zeichnete sich ab, dass die Lockdown-Maßnahmen und die Appelle offenbar gefruchtet haben und sich der verstärkte Besuchs- und Reiseverkehr während der Feiertage nicht negativ auf die Entwicklung der Fallzahlen ausgewirkt hat.

Klar ist jedoch, dass das Gesundheitssystem weiter nah an der Belastungsgrenze arbeiten muss. In Deutschland mangele es nicht etwa an Intensivbetten, dafür aber an Pflegepersonal, hatte Janssens bereits im Herbst erklärt. Zwar gebe es "ausreichend Kapazitäten an freien Intensivbetten und Beatmungsgeräten". Das allein helfe aber nicht weiter, "wenn wir kein Personal haben, um die Patienten zu versorgen".

Die Virus-Lage in Europa

Das Fallaufkommen in Europa wird von den nationalen Behörden vor Ort teils anhand unterschiedlicher Kriterien erfasst und beurteilt. Die ntv-Europakarte im europäischen Ausland wendet die in Deutschland geltenden Maßstäbe zu Warn- und Alarmschwellen bei der Sieben-Tage-Inzidenz an und stellt die Situation in den europäischen Nachbarländern auf vergleichbarer Basis dar.

Hinweise und Anmerkungen: Die Fallzahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland basieren auf den Angaben der Bundesländer und werden von ntv.de im Tagesverlauf gesammelt und jeweils bis zum Abend zu einem aktuellen Tagesendstand zusammengefasst.

Die Meldedaten spiegeln die Lage so wider, wie sie sich den Behörden darstellt. Die Zahl der gemeldeten Toten bezieht sich auf Summe der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle. Auch hier kommt es zu teils erheblichen Verzögerungen im Meldewesen: Das jeweilige Sterbedatum kann Tage oder gar Wochen in der Vergangenheit liegen.

Im Wochenverlauf kommt es aufgrund verschiedener Einflüsse zu regelmäßigen schwankenden Fallzahlen: Die stärksten Meldetage fallen üblicherweise in die zweite Wochenhälfte mit einem Anstieg bis Freitag, bevor der Wochenendeffekt (weniger Arztbesuche, geschlossene Arztpraxen, verringerte Labortätigkeit und eingeschränktes Meldeaufkommen in den Ämtern) zu einer markanten Verzerrung der Tagesdaten nach unten führt.

Einzelne Länder waren während des Sommers dazu übergegangen, die aktuellen Meldedaten auf Landesebene nur noch werktags zu veröffentlichen. Mit dem steigenden Fallaufkommen im Herbst wechselten Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt wieder zurück zur täglichen Aktualisierung auch am Wochenende.

Zeitweise hielten nur noch die Behörden im Freistaat Sachsen an der Unterbrechung am Wochenende fest. Dadurch ergaben sich gewisse Einschränkungen der Aussagekraft. Auch ohne solche Einschränkungen können Nachmeldungen das Gesamtbild verzerren. Ohnehin gilt, dass die Meldedaten lediglich eine erste grobe Orientierung liefern können.

Indizien zum tatsächlichen Infektionsgeschehen

Zur Einschätzung der Pandemie-Lage sollten - wie bereits mehrfach erwähnt - stets mehrere Kennzahlen berücksichtigt werden. Zu den aufschlussreicheren Indikatoren zählt vor allem auch die wöchentlich veröffentlichte Positivenquote bei den Labortests (also der Anzahl der laborbestätigten Erregernachweise an der Zahl der durchgeführten Tests).

Eine wichtige Grundlage schaffen zudem die Angaben der Landesbehörden. ntv.de nutzt die auf dieser Ebene veröffentlichten Zahlen, um das Lagebild in Deutschland unabhängig von den RKI-Angaben erfassen zu können.

Das RKI dagegen bemüht sich um einen täglich ermittelten amtlichen Stand. Diese Daten beruhen zwar ebenfalls auf den Angaben der lokalen Gesundheitsämter, sind in der Bearbeitung aber an die im Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Meldewege gebunden und entwickeln sich dadurch in der Regel etwas langsamer.

Durch den sogenannten Meldeverzug und die deutlich ausführlichere Fallerfassung beim RKI können Abweichungen zum veröffentlichten Fallstand auf Landesebene auftreten. Das RKI fasst die eingehenden Meldungen jeweils bis Mitternacht zusammen, um die Daten nach der Überprüfung jeweils am Morgen danach zu veröffentlichen. Daraus ergeben sich im Vergleich zur ntv-Zählung leicht unterschiedliche Erfassungszeiträume.

Länderbehörden, RKI, ECDC?

Die Daten zur großen Deutschland-Karte mit der aktuellen Virus-Lage in den Regionen stammen komplett aus dem amtlichen Zahlenstand des RKI. Dort werden die Angaben zum Fallaufkommen in den 400 deutschen Städten und Kreisen inklusive der zwölf Berliner Bezirke jeweils täglich in den frühen Morgenstunden aktualisiert.

Gemessen wird das Fallaufkommen - wie im Bund-Länder-Beschluss vom 6. Mai definiert - an der Anzahl der Neuinfektionen aus den zurückliegenden sieben Tagen, bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner. Diese auch Sieben-Tage-Inzidenz genannte Kennzahl bildet die Grundlage zur Debatte um die sogenannte Obergrenze.

Steigen die Fallzahlen im Wochenzeitraum über 50 neu erkannte Coronavirus-Fälle je 100.000 Einwohnern, müssen nach Maßgabe der Bund-Länder-Einigung eigentlich deutlich verschärfte Corona-Auflagen verhängt werden.

Seit dem Anstieg der Fallzahlen im Herbst hat sich die sogenannte Obergrenze zeitweilig als weitgehend theoretische Zielmarke erwiesen: Die Mehrheit der deutschen Regionen bewegt sich teils seit Wochen darüber. In der Regel laufen die RKI-Daten den auf lokaler Ebene veröffentlichten Daten teils um mehrere Tage hinterher.

Risikogebiete in Deutschland und Europa

Die Fallzahlen zur Coronavirus-Lage in Europa wiederum bezieht ntv.de direkt bei den nationalen Gesundheitsbehörden. Die täglich gemeldeten Daten können anschließend mit den Angaben des europäischen Seuchenkontrollzentrum ECDC abgeglichen werden. Dort werden die Infektionsdaten der nationalen Behörden zentral erfasst und nach einheitlichen Kriterien veröffentlicht.

In der Einzelbetrachtung veröffentlicht ntv.de zusätzlich Meldedaten ausgewählter Länder auf Basis der tagesaktuell veröffentlichten Fallzahlen der nationalen Behörden. Da hier teilweise unterschiedliche Erfassungszeiträume zur Anwendung kommen, sind leichte Abweichungen auch hier nicht immer auszuschließen.

Im Fall der Vereinigten Staaten stützt sich ntv.de auf die Daten der "New York Times", die in einem aufwändigen Großprojekt die Pandemieentwicklung in den USA bis auf Bezirksebene genau verfolgt. Das Infektionsgeschehen in Ländern, die aus europäischer Sicht nicht im Vordergrund stehen, wird zum Teil anhand der Daten aus dem Bestand Johns-Hopkins-Universität (JHU) abgebildet.

Ausführliche Informationen und alle weiteren Zahlen, Daten, Karten und Infografiken zeigt ntv.de wie gewohnt hier. Die aktuellen Fallzahlen zur Lage in aller Welt sind hier zu finden. Die angezeigten Daten werden teils mehrmals am Tag aktualisiert. Die im Text genannten Angaben beziehen sich jeweils auf den Veröffentlichungstag.

Quelle: ntv.de