Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:21 Tunesiens Premier mit Coronavirus infiziert +++

Tunesiens Ministerpräsident Hichem Mechichi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur TAP am Abend unter Berufung eine Regierungserklärung. Ob er Symptome hat, wurde nicht mitgeteilt. Er wird demnach aber bis zu seiner Genesung von Zuhause aus arbeiten. Die Corona-Lage in dem nordafrikanischen Land spitzt sich derzeit zu. Die Infektionszahlen steigen kontinuierlich. Zuletzt lag die Zahl der Infizierten wieder zwischen 3500 und 4000. Gut ein Drittel aller Coronatests im Land fallen positiv aus, während die Impfkampagne nur schleppend vorangeht. Zu Wochenbeginn waren erst rund 10 Prozent der Bevölkerung einmal geimpft. Mehrere Regionen wurden wegen hoher Inzidenzzahlen von der Außenwelt abgeriegelt. Im gesamten Land gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

+++ 22:35 Private Klinik: Impfbetrüger sollen Kochsalz gespritzt haben +++
Eine Privatklinik in der indischen Metropole Mumbai soll mehr als 2000 Menschen statt des erhofften Corona-Impfstoffs eine andere Flüssigkeit gespritzt haben. Die Polizei geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass es sich dabei um eine Kochsalzlösung gehandelt habe. Man habe die beiden Klinikbesitzer und acht mutmaßliche Komplizen festgenommen. Die Suche nach weiteren Verdächtigen laufe noch. In Indien dürfen Privatkliniken selbst Impfstoff kaufen und ihn Impfwilligen gegen Geld spritzen. In staatlichen Krankenhäusern ist das Impfen gratis. Der mutmaßliche Betrug in Mumbai sei aufgefallen, nachdem keiner der rund 300 Bewohner eines Häuserkomplexes nach der vermeintlichen Impfung Symptome wie Fieber gespürt habe. In Indien sind bislang lediglich rund vier Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

+++ 22:05 Kein Betrieb nach September: Niedersachsen rückt von Impfzentren ab +++
Niedersachsen will angesichts der vorrückenden Delta-Variante bei den Corona-Schutzimpfungen weiter Tempo machen und demnächst neben Impfzentren verstärkt auf mobile Impfteams setzen. Es sei nicht mehr nötig, sämtliche 50 Impfzentren im Land über den vom Bund geplanten Schließungstermin Ende September hinaus zu betreiben, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen in Hannover. Wichtiger werde der Einsatz ambulanter Impfteams. "Es wird darum gehen, in die Städte oder Einrichtungen hineinzugehen und das Impfen möglichst unkompliziert zu machen. Insofern wird sich die Art der Arbeit ein wenig verändern." Bislang hatte Niedersachsen mit anderen Bundesländern auf einen Weiterbetrieb der vom Bund finanzierten Impfzentren über Ende September hinaus gepocht.

+++ 21:35 WHO: "Großveranstaltungen in Europa haben Folgen" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Delta-Variante vor Sorglosigkeit in Europa. Derzeit gebe es schon viele große Sportveranstaltungen und Zusammenkünfte, während viele Menschen noch keinen vollen Impfschutz hätten, sagte Maria Van Kerkhove, die führende Corona-Expertin der WHO. "Die Veranstaltungen werden Konsequenzen haben", sagte sie in Genf. Schon jetzt seien deswegen Übertragungen aufgetreten. Van Kerkhove äußerte sich nicht über konkrete Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Fußball-EM. Im Zusammenhang mit Spielen in Kopenhagen und St. Petersburg sind nach Angaben von Behörden und Medien bereits dutzende Corona-Infektionen festgestellt worden, darunter auch einige mit der Delta-Variante.

+++ 21:05 Einreisestopp und Quarantäne: Portugal wird Virusvariantengebiet +++
Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung die Einreise aus Portugal und Russland massiv ein. Das Robert Koch-Institut teilte am Abend mit, dass die beiden Länder am Dienstag als Virusvariantengebiete eingestuft werden, was ein weitreichendes Beförderungsverbot und strikte Quarantäneregeln für Einreisende zur Folge hat. Gleichzeitig werden mit den Niederlanden, Dänemark und Luxemburg schon am Sonntag die letzten drei Nachbarländer Deutschlands von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Wer von dort auf dem Landweg einreist, muss künftig keinerlei Beschränkungen mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

+++ 20:35 Vier Bundesländer mit leicht steigender Inzidenz +++
Heute weisen vier Länder leicht steigende Sieben-Tage-Inzidenzen auf, wobei die Zuwächse deutlich weniger als 1 betragen: Die Fallaufkommen in Berlin (+0,6), Brandenburg (+0,4), Mecklenburg-Vorpommern (+0,3) und dem Saarland (+0,5) legen zu.

Ansonsten liegen erstmals in diesem Jahr alle 16 Bundesländer mit ihrer Inzidenz im einstelligen Bereich. Hamburg erreicht die Marke mit 9,9 ganz knapp, nachdem die Stadt am Vortag noch bei 10,4 gelegen hatte. Sechs Bundesländer kommen unter die 5er-Marke. Das niedrigste Fallaufkommen verzeichnen Sachsen-Anhalt (2,0) und Mecklenburg-Vorpommern (2,1).

+++ 20:02 Deutschland meldet 776 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.726.084 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 776 neue Fälle hinzu, das sind 317 Fälle weniger als in der Vorwoche. Damit hält der Abwärtstrend unvermindert an. Auch die Zahl der Todesfälle geht weiter erkennbar zurück. Der aktuelle Tageszuwachs um 73 liegt unter dem Freitagswert vor einer Woche (125). Insgesamt vermeldet die Statistik 90.711 Tote. Rund 19.000 Personen gelten als akut infiziert.

Der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen flacht zwar ab, doch die gemeldeten Neuinfektionen vermindern sich weiter. Der 7-Tage-Schnitt der täglich gemeldeten Neuinfektionen liegt heute erstmals seit dem 6. Oktober 2020 unter der Marke von 800 (damals: 752, heute: 779).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,73 angegeben (Vortag: 0,68). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,78 (Vortag: 0,75). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 736 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 45 Patienten. Demnach müssen 520 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 34 Personen weniger als am Vortag.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:32 Italien nun komplett durchgelockert +++
Für ganz Italien sollen ab Montag die lockersten Corona-Regeln gelten. Gesundheitsminister Roberto Speranza unterschrieb eine Anordnung, mit der auch das Aostatal ab dann zur sogenannten Weißen Zone zählt. Die kleine Region im Nordwesten Italiens war als einzige noch in der Gelben Zone. Damit gilt für fast alle Regionen Italiens ein niedriges Infektionsrisiko. In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern entfällt auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Freien. Die Menschen müssen jedoch weiter die Sicherheitsabstände einhalten und eine Maske parat haben, falls sie die Distanzen nicht eingehalten können. Die Maskenpflicht gilt weiterhin in Innenräumen oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach dem wöchentlichen Corona-Lagebericht sank der Sieben-Tage-Inzidenzwert auf 12 Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 19:02 Delta in Russland: Todesfälle in Moskau auf Rekordhoch +++
In Russland nehmen die Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle nach Ansteckung mit dem Erreger rasant zu. Die Behörden registrierten 601 Corona-Tote binnen einem Tag - so viele wie seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr. Die Hauptstadt Moskau verzeichnete mit 98 Corona-Toten den vierten Tag infolge einen Rekordwert. In Russland, wo viele Menschen einer Impfung weiter skeptisch gegenüberstehen, hat sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus stark ausgebreitet. In Moskau waren nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin vor einer Woche schon fast 90 Prozent der Infektionen auf die Delta-Variante zurückzuführen.

+++ 18:32 NRW meldet weiteren Fall der Eta-Variante +++
Nach dem Nachweis der sogenannte Eta-Variante des Coronavirus in einem Krankenhaus in Paderborn hat der benachbarten Kreis Höxter ebenfalls einen Fall gemeldet. "Es besteht ein direkter Zusammenhang mit dem Nachweis im Kreis Paderborn", sagte Wilfried Münster, Leiter des Gesundheitsdienstes des Kreises Höxter. Die erkrankte Person sowie die engen Kontaktpersonen seien in angeordneter Quarantäne, hieß es in einer Mitteilung. In Nordrhein-Westfalen hat der Kreis Höxter mit 0,0 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen derzeit die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz. Der Nachweise der Variante erfolgte nach Angaben eines Sprechers verspätet. Die Eta-Variante wurde nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig im Dezember 2020 in Angola nachgewiesen.

+++ 18:02 Wegen Delta: Diskussion über kürzere Impfabstände +++
Angesichts der Wichtigkeit vollständiger Impfserien zum Schutz vor der Delta-Variante des Coronavirus gibt es eine neue Diskussion um die Verkürzung der Impfabstände. Die Frage sei nicht trivial, sagte Thomas Mertens, der Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko). "Wir versuchen derzeit die notwendige Evidenz zu schaffen." Die Stiko empfiehlt bislang längere Zeitabstände zwischen den zwei Impfungen als es gemäß Zulassung der jeweiligen Impfstoffe möglich wäre. Das hat Gründe: Bei Astrazeneca etwa steigt die Wirksamkeit bei längerem Abstand. Zudem sprach die Impfstoffknappheit dafür, zunächst möglichst viele Menschen mit der Erstimpfung zu versorgen. Laut Zulassung wären schnellere Impfserien möglich: zwei Biontech-Spritzen im Abstand von drei Wochen, bei Moderna und Astrazeneca im Abstand von vier Wochen.

+++ 17:32 Hamburger Impfzentrum sucht 10.000 Impfwillige +++
Im Hamburger Impfzentrum waren am Mittag nach Angaben der Gesundheitsbehörde noch rund 10.000 Termine frei. Um die Corona-Schutzimpfungen mit Biontech und Moderna können sich Berechtigte ab der Prioritätsgruppe 3 bewerben, also über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Berufen mit besonderem Infektionsrisiko. "Das ist der letzte Aufruf", sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde. Wenn sich aus den priorisierten Gruppen keine Impfwilligen mehr meldeten, werde Hamburg die Priorisierung im Impfzentrum aufheben. Bundesweit war dies bereits am 7. Juni geschehen, Hamburg hatte aber entschieden, im zentralen Impfzentrum vorläufig an der Regelung festzuhalten.

+++ 17:02 Niederländischer König hofft auf freies Reisen nach Deutschland +++
Der niederländische König Willem-Alexander (54) hofft, dass auch die letzten Reisebeschränkungen zwischen Deutschland und den Niederlanden fallen werden. Er wünsche sich, dass alles schnell wieder normal werde und alle in Europa wieder frei reisen könnten, sagte der Monarch in einem Video-Gespräch mit deutschen Journalisten in Den Haag. Daher habe der sogenannte Corona-Pass auch eine so große Bedeutung. Da die Niederlande von Deutschland als Risikogebiet eingestuft sind, ist die Einreise von dort nur mit einem negativen Testergebnis erlaubt.

+++ 16:31 Handel schlägt 200-Euro Einkaufsgutschein für jeden Bürger vor +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) legt laut "Spiegel" einen Zehn-Punkte-Plan zur Rettung der Innenstädte vor. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, werden darin 200-Euro-Einkaufsgutscheine vom Staat für jeden Bundesbürger gefordert sowie 100 Millionen Euro für die Digitalisierung des stationären Handels, Sonntagsöffnungen und ein jährlich 500 Millionen Euro schweres Sonderprogramm für Stadtzentren. Allein die Gutscheine würden dem Bericht zufolge 16 Milliarden Euro kosten.

+++ 16:01 Vierte Welle: Merkel schließt neue Einschränkungen nicht aus +++
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante hat Kanzlerin Angela Merkel vor einer vierten Pandemie-Welle gewarnt und neue Einschränkungen nicht ausgeschlossen. "Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern", sagte sie nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Das sei gerade mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen von großer Bedeutung. Testen, Abstand halten und Maske tragen seien nur kleine Einschränkungen gemessen an dem, "was passieren würde, wenn uns die Dinge außer Kontrolle geraten". Merkel hatte beim Gipfel darauf gedrungen, dass die EU-Staaten die Einreiseregeln für Gebiete mit gefährlichen Virusvarianten einheitlich handhaben. Nun sagte sie, dass mehr Koordinierung vereinbart worden sei. "Ich hoffe, dass die dann auch konsequent umgesetzt wird."

+++ 15:32 Zu wenig Abstand: Kuss-Affäre blamiert britischen Gesundheitsminister +++
Nach Medienberichten über eine angebliche Affäre mit einer engen Mitarbeiterin hat sich der britische Gesundheitsminister Matt Hancock für einen Bruch der Corona-Regeln entschuldigt. "Ich räume ein, dass ich in diesem Fall gegen die Abstandsregeln verstoßen habe", sagte Hancock. "Ich habe Menschen verletzt und bedauere dies sehr." Einen Rücktritt schloss der Minister aber aus. Zuvor hatte die Zeitung "The Sun" Fotos veröffentlicht, die zeigen sollen, wie Hancock im Ministerium seine Beraterin küsst. Die Bilder sollen am 6. Mai entstanden sein, elf Tage vor der weitgehenden Aufhebung von Abstandsregeln. Sowohl Hancock als auch seine mutmaßliche Geliebte sind verheiratet und haben jeweils drei Kinder. Der Minister steht seit langem in der Kritik. So soll er Millionenaufträge für Corona-Schutzausrüstung ohne Prüfung an Freunde verteilt haben.
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+++ 15:02 Täglich fallen Tausende Impftermine aus +++
Trotz grassierender Delta-Variante, gibt es Anzeichen, dass die Impfbereitschaft in Deutschland nachlässt. Eine Umfrage des "Tagesspiegels" bei den Gesundheitsministerien aller 16 Bundesländer belegt eine beträchtliche Ausfall-Quote bei den Impfterminen. Demnach liegt der Anteil gestrichener Impftermine zwischen einem und sechs Prozent. Bei deutschlandweit täglich mehr als 800.000 Impfungen fallen damit täglich Zigtausende komplett aus. Besonders viele Impfschwänzer gibt es dem Bericht zufolge in Mecklenburg-Vorpommern - hier schwanken die Terminabsagen zwischen 15 und 40 Prozent. Für die gebe es auch keine Ersatz-Impfwilligen, schreibt das Blatt. Auch in Hessen (20 Prozent) und Rheinland-Pfalz (15 Prozent) ist die Absagerate laut der Umfrage hoch. Die Gründe dafür könnten sein: Andere Termine bei den Hausärzten oder die Urlaubszeit.

+++ 14:32 Johnson & Johnson und Astrazeneca bleiben in Dänemark außen vor +++
Die Corona-Impfstoffe von Johnson & Johnson und Astrazeneca werden in Dänemark auch weiterhin aus der nationalen Impfkampagne herausgehalten. Man könne die beiden Präparate auch nach erneuter Überprüfung nicht für einen Einsatz in Dänemark empfehlen, teilte die Gesundheitsverwaltung des Landes mit. Die Mittel werden deshalb weiterhin nicht im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms angeboten.

+++ 14:02 Merkel: Geht nicht um die Frage, ob sich Delta verbreitet, sondern wie schnell +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Menschen angesichts der fortschreitenden Delta-Variante aufgefordert, ihre Zweitimpfungen gegen das Coronavirus wahrzunehmen. "Es geht ja auch nicht um die Frage, ob sich die Delta-Variante verbreitet oder nicht verbreitet - es geht nur die Frage, wie schnell verbreitet sie sich, wie schnell kommen wir in der Zwischenzeit mit unserem Impffortschritt voran, weil wir einfach bei der Delta-Variante wissen, dass die Menschen zweitgeimpft sein müssen", sagte Merkel nach dem EU-Gipfel in Brüssel.

+++ 13:43 Sorge vor Delta-Ausbreitung - Von der Leyen: "Impfen, impfen, impfen" +++
EU-Kommmissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnt vor einer weiteren Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Man sei besorgt über die Mutante, sagte von der Leyen nach einem EU-Gipfel in Brüssel. In Großbritannien sei Delta bereits die vorherrschende Variante, auch in der EU verbreite sie sich zunehmend. Die gute Nachricht sei jedoch, dass eine doppelte Impfung auch gegen die Delta-Variante sehr wirksam sei. Eine einfache Impfung mindere zumindest das Risiko einer schweren Krankheit. Die Kommissionspräsidentin betonte daher, man müsse "impfen, impfen, impfen".

+++ 13:20 Inzidenz im einstigen Hotspot Thüringen unter Bundesschnitt +++
In Thüringen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark gesunken. Innerhalb von 24 Stunden seien 18 neue Fälle nachgewiesen worden, geht aus Zahlen der Staatskanzlei hervor. In sieben Tagen habe es 106 Neuinfektionen gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 5 und damit unter dem Bundesschnitt von 6,2. Inzwischen sind sechs Thüringer Regionen sogar Corona-frei - in den vergangenen sieben Tagen gab es dort keine neuen Fälle. Das gilt unter anderem für die Städte Jena, Suhl und Weimar sowie drei Landkreise.

+++ 12:58 Corona-Aufholprogramm für Kinder kann starten +++
Das sogenannte Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche kann starten. Der Bundesrat stimmt für eine entsprechende Gesetzesänderung bei der Finanzverteilung zwischen Bund und Ländern. Der Bund überlässt damit den Ländern mehr Anteile aus der Umsatzsteuer, so dass sie zusätzliche Maßnahmen zur Lernförderung finanzieren, Sozialprojekte ausweiten und mehr kostenlose und günstige Freizeit-, Sport- und Erholungsangebote anbieten können. Außerdem stimmte die Länderkammer der Auszahlung eines 100-Euro-Freizeitbonus für Kinder aus bedürftigen Familien in diesem Sommer zu.

+++ 12:35 Charité-Experte: Wegen Delta-Variante höhere Impfquote nötig +++
Wegen der höheren Ansteckungsgefahr der Corona-Variante Delta ist nach Angaben des Charité-Experten Erik Sander eine höhere Impfquote nötig. Weil es noch keine verlässlichen Daten über die genaue Ansteckungsrate der Variante gebe, könne man aber noch nicht genau sagen, wie hoch sie liegen müsse, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, sagt der Leiter der Charité-Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält eine sogenannte Herdenimmunität für erreichbar, wenn etwa 70 Prozent der Bevölkerung immun sind - entweder durch Impfung oder weil sie sich infiziert hatten.

+++ 12:10 RKI: Klinik-Aufenthalte bei Delta-Variante vergleichsweise hoch +++
Die Delta-Variante des Virus zieht nach Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts deutlich häufiger Krankenhaus-Aufenthalte nach sich als frühere Mutanten. Bei der Delta-Mutante liege die Quote der Hospitalisierung nach den vorliegenden Zahlen bei elf Prozent, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Bei der Alpha-Variante liege die Quote in vergleichbaren Altersgruppen bei fünf Prozent. Dieser Unterschied sei in der Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren besonders ausgeprägt.

+++ 11:49 Britisches Bevölkerungswachstum wegen Corona deutlich verlangsamt +++
Wegen der Corona-Pandemie sinkt das Wachstum der britischen Bevölkerung auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren. Mitte 2020 hätten im Vereinigten Königreich schätzungsweise 67,1 Millionen Menschen gelebt, teilt das britische Statistikamt ONS mit - zwar ein Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt, was aber das niedrigste Wachstum seit 2001 bedeute. Die Statistiker machten die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutlich erhöhte Sterblichkeit für die Entwicklung verantwortlich.

+++ 11:10 Erstes Bundesland erreicht 60-Prozent-Schwelle bei Impfungen +++
Das Impftempo in Deutschland bleibt weitgehend auf hohem Niveau: Am Donnerstag werden bundesweit insgesamt rund 969.000 Impfdosen verabreicht, wie aus aktuellen Daten des RKI hervorgeht. Davon betrafen rund 529.000 Impfungen Zweit- oder Komplettimpfungen. Die einfache Impfquote der mindestens einmal Geimpften steigt auf 52,9 Prozent, die harte Impfquote der Komplettgeimpften liegt bei 34,1 Prozent. Als erstes Bundesland erreicht Bremen die 60-Prozent-Schwelle bei den Erstimpfungen.

+++ 11:03 Mehrheit der Deutschen rechnet mit vierter Infektionswelle +++
67 Prozent der Deutschen rechnen laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen wegen Corona-Mutationen mit einer vierten Welle. Die jetzt geltenden Corona-Maßnahmen halten 63 Prozent demnach für gerade richtig, 16 Prozent fordern, dass die Maßnahmen härter ausfallen sollen und für 19 Prozent sind die aktuellen Vorgaben übertrieben. 79 Prozent sprechen sich für eine Maskenpflicht in Geschäften aus, 87 Prozent halten dies in öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin für angebracht.

+++ 10:41 Wegen Delta-Variante - Wieler mahnt zur vollständigen Impfung +++
Mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Variante mahnt RKI-Chef Lothar Wieler zu einer vollständigen Impfung. Die aktuelle Inzidenz von 6,2 sei zwar eine "sehr gute, erfreuliche Entwicklung", sagt Wieler auf einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf der anderen Seite verbreite sich die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus aber weiter. Daher sei es wichtig, den vollständigen Impfschutz zu haben. "Wir wissen, dass voll Geimpfte gegen schwere Erkrankungen von Delta geschützt sind", sagt Wieler. Daher sei es sehr wichtig, auch wirklich den vollen Impfschutz zu erlangen.

+++ 10:26 Wieler: Müssen mit steigenden Fallzahlen rechnen +++
Laut RKI-Chef Lothar Wieler muss angesichts einer zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante in Deutschland auch wieder mit einer steigenden Zahl der Neuinfektionen gerechnet werden. "Delta verbreitet sich also noch schneller, vor allem natürlich in der ungeimpften Bevölkerung. Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden." Es sei "nur eine Frage der Zeit, bis diese Variante Hoheit übernehmen wird", so Wieler. Aktuell werde etwa eine von zehn Proben sequenziert. "Wir haben einen sehr guten Überblick." Ein Großteil der Fälle mit der Delta-Variante betreffe Menschen unter 60 Jahren, sagt der RKI-Chef.

+++ 10:20 Spahn warnt erneut vor "Sorgenherbst" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn mahnt mit Blick auf die Delta-Variante des Coronavirus weiter zur Vorsicht. Viele treibe die Frage um, ob Deutschland auf eine vierte Welle im Herbst zusteuere, sagt Spahn. Die Antwort: "Es liegt an uns." Die Deutschen könnten zuversichtlich in den Sommer gehen. Aber: "Aus einem zu sorglosen Sommer darf kein Sorgenherbst werden." Vor allem im Innenbereich sei weiterhin geboten, die Schutzmaßnahmen einzuhalten.

+++ 10:17 Spahn: Rund 300.000 Kinder und Jugendliche bereits einmal geimpft +++
Seitdem in Deutschland auch eine Impfung ab 12 Jahren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen ist, haben sich bisher rund 300.000 Bürger zwischen 12 und 18 Jahren bereits einmal impfen lassen, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler. Zudem hätten 63 Prozent aller Erwachsenen eine erste Impfung erhalten. Insgesamt seien bisher 70,5 Millionen Impfdosen verabreicht worden. 52,9 Prozent aller Bürger hätten bereits eine Erstimpfung, 34,1 Prozent auch eine zweite Impfung erhalten. "Mehr als jeder Dritte hat einen vollen Impfschutz", so Spahn.

+++ 09:46 Japan meldet Delta-Variante bei Mitglied von ugandischem Olympia-Team +++
In Japan ist bei einem Mitglied des Olympia-Teams aus Uganda die als ansteckender geltende Delta-Variante des Coronavirus festgestellt worden. Olympiaministerin Tamayo Marukawa teilt mit, der betroffene Trainer aus dem afrikanischen Land sei bereits am Samstag eingereist. Nun würden mit anderen Ministerien die nächsten notwendigen Schritte beraten.

+++ 09:22 Israel verhängt nach Anstieg von Corona-Fällen erneut Maskenpflicht +++
Israel hat nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen erneut eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen verhängt. Diese war erst Mitte des Monats fast komplett aufgehoben worden. Ab heute Mittag müssten grundsätzlich alle Personen in Innenräumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ausnahmen gelten demnach nur etwa für Menschen, die Sport treiben, Kleinkinder und für den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden. Am Montag waren in Israel erstmals seit April wieder mehr als 100 Neuinfektionen an einem Tag nachgewiesen worden. Die meisten davon stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:58 Großbritannien meldet fast 17.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien steigt weiter an: Zuletzt werden von der der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) 16.703 neue Fälle gemeldet - am Vortag waren es 16.135. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt bei 12.168 Neuinfektionen. Die Fallzahlen in Großbritannien steigen seit Wochen wieder an. Das liegt vor allem an der starken Ausbreitung der Delta-Variante in dem Land. Gleichzeitig ist das Impfprogramm weit fortgeschritten. Bereits mehr als 80 Prozent der Erwachsenen haben dort eine erste, 60 Prozent eine zweite Impfung erhalten. Die Regierung sieht das als Grund, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle in dem Land bislang gering bleibt.

+++ 08:31 Aktuell sind 27 Regionen in Deutschland Corona-frei +++
In Deutschland sind laut RKI-Daten aktuell noch 27 Regionen Corona-frei - sie weisen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0 auf, dort gab es also in den vergangenen sieben Tagen keinen neuen Corona-Fall. Allerdings waren am Vortag noch 29 Regionen Corona-frei, die Zahl schwankt jedoch seit Wochen. Die meisten der Corona-freien Landkreise befinden sich im Osten und Norden des Landes. In einer Region liegt die Inzidenz noch knapp über 35: in der kreisfreien Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz.

+++ 07:45 Studie: Lebenserwartung in den USA sinkt 2020 um fast zwei Jahre +++
Die Lebenserwartung der US-Bevölkerung sinkt einer Studie zufolge im Corona-Jahr 2020 um fast zwei Jahre. Das Forscherteam stellt dabei eine riesige Ungleichheit zwischen Schwarzen, Latinos und Weißen fest. So fällt die Lebenserwartung von schwarzen Männern demnach auf knapp 68 Jahre - das sei der geringste Wert seit 1998. Weiße Männer liegen demgegenüber bei knapp 75 Jahren. Der Artikel des US-Teams wurde im "British Medical Journal" veröffentlicht.

+++ 07:36 Corona-Regeln für den Bundestag verlängert +++
Trotz sinkender Infektionszahlen bleibt der Bundestag vorsichtshalber im Corona-Modus. Das Parlament verlängert die Regelung, wonach der Bundestag bereits mit mehr als einem Viertel seiner Abgeordneten beschlussfähig ist. Normalerweise muss dafür die Hälfte der Abgeordneten anwesend sein - doch wegen der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen hatte der Bundestag diese Marke im Frühjahr des vergangenen Jahres abgesenkt und die Sonderregelung seitdem mehrmals verlängert.

+++ 07:05 Impfabstände wegen Delta verkürzen? STIKO wägt ab +++
Angesichts der angenommenen Wichtigkeit vollständiger Impfserien zum Schutz vor der Delta-Variante des Coronavirus gibt es eine neue Diskussion um die Verkürzung der Impfabstände. Es gebe verschiedene Pro- und Contra-Argumente, erklärte Thomas Mertens, der Leiter der Ständigen Impfkommission (STIKO). "Wir versuchen derzeit die notwendige Evidenz zu schaffen." Die STIKO empfiehlt bislang längere Zeitabstände zwischen den zwei Impfungen als es gemäß Zulassung der jeweiligen Impfstoffe möglich wäre. Das hat Gründe: Bei Astrazeneca etwa steigt die Wirksamkeit bei längerem Abstand. Zudem sprach die Impfstoffknappheit dafür, zunächst möglichst viele Menschen mit der Erstimpfung zu versorgen. Laut Zulassung wären schnellere Impfserien möglich: bei Biontech (bisher 6 Wochen) im Abstand von 3 Wochen, bei Moderna (bisher 6 Wochen) und Astrazeneca (bisher 12 Wochen) im Abstand von 4 Wochen.

+++ 06:32 RKI-Chef Wieler sieht K.-o.-Spiele in London kritisch +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht die K.-o.-Spiele der Fußball-Europameisterschaft in London weiterhin kritisch. "Aus infektionsmedizinischer Sicht ist das keine gute Idee", sagte er der "Rheinischen Post". In Großbritannien breitet sich die zuerst in Indien nachgewiesene Delta-Variante des Coronavirus stark aus und ist dort für die Mehrzahl der aktuellen Infektionen verantwortlich. Das DFB-Team spielt am kommenden Dienstag im Achtelfinale in London gegen die englische Nationalmannschaft. Wenig Verständnis hat Wieler auch für volle Stadien und umherreisende Fußball-Anhänger. Reisen von Fans kreuz und quer durch Europa seien nicht sinnvoll. "Im Münchner Stadion gibt es immerhin ein Hygienekonzept, das den Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete erlaubt und auch die Anreise regelt", so der RKI-Chef.

+++ 06:03 Hausärzte besorgt über hohe Absagequoten in Impfzentren +++
Der Deutsche Hausärzteverband ist besorgt über den fahrlässigen Umgang mit Impfterminen in großen Impfzentren. "Die aktuellen Meldungen von abgesagten oder nicht in Anspruch genommen Terminen für die Zweitimpfung in Impfzentren machen deutlich, warum die Corona-Schutzimpfung in den hausärztlichen Praxen am besten aufgehoben ist", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die medizinische Notwendigkeit einer Zweitimpfung könne im persönlichen Gespräch mit dem Hausarzt besser erläutert werden als in der Anonymität von Impfzentren.

+++ 05:41 Sydney geht in den Lockdown +++
Die Innenstadt von Sydney sowie die östlichen Vororte der Stadt werden ab Freitag um Mitternacht für eine Woche in den Lockdown gehen. Wie die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, mitteilt, versuche man so einen Ausbruch der Delta-Variante des Coronavirus in der Stadt einzudämmen. Anwohner dürfen ihre Häuser nur verlassen, wenn sie einen systemrelevanten Beruf haben, für Lebensmitteleinkäufe, oder um Sport im Freien zu treiben. Am Freitag wurden in Sydney 22 Coronavirus-Fälle gemeldet, der höchste Anstiegt seit dem ersten Fall mit der Delta-Variante am vergangenen Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:38 RKI meldet 774 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt auf 6,2 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 774 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 302 weniger als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 6,2 von 6,6 am Vortag. Am Freitag vergangener Woche hatte der Wert bei 10,3 gelegen. 62 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, vor einer Woche gab es noch 91 Todesfälle. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 03:46 RKI-Chef empfiehlt Schul-Maßnahmen bis 2022 +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, plädiert für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum kommenden Frühjahr. "Wir empfehlen, dass in Schulen weiter getestet und Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das sollte bis zum nächsten Frühjahr so sein", sagte Wieler der "Rheinischen Post". Er rechne mit einem steigenden Infektionsgeschehen an Schulen. "Es werden vermehrt Fälle bei Kindern auftreten, schon jetzt sehen wir größere Ausbrüche der Delta-Variante in Schulen."

+++ 01:42 Bundestag beschließt weitere Corona-Hilfe für den Nahverkehr +++
Wegen fehlender Fahrgäste in der Corona-Krise gibt es eine weitere staatliche Finanzspritze für Busse und Bahnen. Der Bundestag beschloss am frühen Freitagmorgen, dem öffentlichen Personennahverkehr erneut eine Milliarde Euro zukommen zu lassen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Bund 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Nahverkehr bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr ohnehin auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Die Länder, die dem Gesetz im Bundesrat noch zustimmen müssen, sollen Finanzhilfen in gleicher Höhe wie der Bund bereitstellen.

+++ 00:51 London hebt Quarantänepflicht für Malta und Mallorca auf +++
Die britische Regierung hebt Reisebeschränkungen für populäre Reiseziele wie Malta, die Balearen und Madeira auf. Die Inseln sowie einige britische Überseegebiete und karibische Inseln sowie Israel stehen ab dem 30. Juni auf der "grünen Liste", erklärte Verkehrsminister Grant Shapps. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich dann nach Ankunft in England nicht mehr in Quarantäne begeben. Die Testpflicht bleibt bestehen. Shapps kündigte außerdem an, dass die Quarantänevorschriften für vollständig geimpfte Menschen mit Wohnsitz in Großbritannien künftig auch für Rückkehrer aus "gelben" Gebieten aufgehoben würden.

+++ 23:54 Reisebeschränkungen auch ohne Pandemie-Lage möglich +++
Coronabedingte Einreisebeschränkungen können weiter greifen, auch wenn die Pandemie-Lage nationaler Tragweite ausläuft. Der Bundestag hat eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Die im März 2020 festgestellte "epidemische Lage" die dem Bund weitgehende Verordnungsrechte gibt, gilt bis maximal Ende September. Bei der nun beschlossenen Regelung geht es nur um Einreisebeschränkungen, die auch ohne diese rechtliche Grundlage weiter gelten können sollen - wenn auch nur maximal für ein Jahr nach Aufhebung der Lage. Mehr dazu hier.

+++ 23:30 Spanien beendet strenge Maskepflicht +++
Bis jetzt gilt in Spanien überall in der Öffentlichkeit Maskenpflicht – auch im Freien. Ab Samstag ist es damit vorbei. Einem Dekret zufolge müssen die Menschen aber unterwegs weiterhin eine Maske bei sich tragen und aufsetzen, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann. In geschlossenen öffentlichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt es der Mund-Masenschutz weiter Pflicht. Gesundheitsministerin Carolina Darias erklärte: "Das bedeutet, dass man wieder das Lächeln der Menschen wird sehen können." Die Maskenpflicht wurde in Spanien im Mai 2020 eingeführt. Seitdem dürfen die Menschen nur in bestimmten Situation, etwa am Strand, beim Sport, im Restaurant oder Café den Mund-Nasen-Schutz abnehmen.

+++ 22:29 Auf derselben Fähre: Hunderte Schüler auf Mallorca infiziert +++
Hunderte Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Teilen Spaniens haben sich offenbar auf Abschlussfahrten Mitte Juni auf Mallorca mit dem Coronavirus infiziert. Allein in Madrid seien mindestens 245 Jugendliche betroffen, teilten die regionalen Behörden mit. Zuvor hatte das Baskenland von 49, die Region Valencia von 32 und Murcia von 18 Fällen berichtet. Es wird vermutet, dass praktisch alle betroffenen jungen Leute mit ein und derselben Fähre von Valencia nach Mallorca fuhren und sich vom 12. bis 18. Juni auf der Mittelmeerinsel aufhielten. Alle Schüler hätten sich mit der britischen Variante des Virus infiziert.

+++ 22:02 Ausbruch an Berliner Grundschule – Delta wird vermutet +++
An einer Grundschule im Berliner Ortsteil Mahlsdorf hat es nach Informationen von Stadtrat Gordon Lemm von der SPD einen Corona-Ausbruch gegeben. Die ersten Labor-Untersuchungen deuteten auf die Delta-Variante hin, teilte der Schulstadtrat im Bezirk Marzahn-Hellersdorf auf Facebook mit. Ein genaues Ergebnis werde in der nächsten Woche erwartet. Aktuell sind laut Lemm 13 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte betroffen. Bei Schnell- und PCR-Tests seien Ende vergangener Woche zunächst sieben Schüler einer Klasse sowie eine Lehrerin positiv gewesen. Am Mittwoch war in Berlin der letzte Tag dieses Schuljahres.

+++ 21:36 Großbritannien gibt kein grünes Licht für Reisende aus Deutschland +++
Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Großbritannien weiterhin in Quarantäne gehen. Das geht aus der Aktualisierung der Corona-Reiseliste der britischen Regierung hervor. Die Bundesrepublik bleibt demnach im britischen Ampelsystem weiterhin auf der gelben Liste, für die eine zehntägige Quarantäne und zwei Coronatests vorgeschrieben sind. Fußball-Fans aus Deutschland haben damit keine Chance mehr, das EM-Achtelfinalspiel zwischen der deutschen Nationalelf und den englischen Three Lions am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion zu verfolgen. Es sei denn, sie halten sich bereits in Großbritannien auf.

+++ 21:07 Paderborn: Eta-Variante bei einer 89-Jährigen nachgewiesen +++
Auf einer Paderborner Krankenhaus-Station ist wegen des erstmaligen Auftretens der sogenannten Eta-Variante des Coronavirus ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt worden. Die Variante, die nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig im Dezember 2020 in Angola nachgewiesen wurde, sei in der Klinik bei einer 89-Jährigen festgestellt worden, teilte der Kreis mit. "Vorsorglich" seien daher entsprechende Schritte auf der Station veranlasst worden. Die Hygienemaßnahmen seien verschärft und eine regelmäßige Testung mit PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten, angeordnet worden. Wo sich die Frau infiziert haben könnte, sei nicht bekannt. Nach Angaben des Kreises war es das erste Mal, dass die Eta-Variante im Kreisgebiet labordiagnostisch nachgewiesen wurde.

+++ 20:45 Studie: Riechverlust durch Covid-19 nach acht Monaten meist weg +++
Einer französischen Studie zufolge kann der Geruchssinn nach einem coronabedingten Verlust bei fast allen Betroffenen innerhalb von acht Monaten wieder vollständig zurückkehren. 49 von 51 Versuchspersonen waren ihre Beschwerden nach diesem Zeitraum los. Zwei Personen hatten selbst nach einem Jahr jedoch noch Probleme mit dem Geruchssinn. Die Studie wurde von Marion Renaud von den Straßburger Universitätskliniken geleitet und ist in der Fachpublikation "Jama Open Network" veröffentlicht. Wie das Forscherteam herausfand, war der Geruchssinn bei rund 84 Prozent der Teilnehmenden bereits nach vier Monaten vollständig zurückgekommen.

+++ 20:23 Hamburg und Bremen melden steigende Inzidenzen +++
Wie am Vortag weisen zwei Bundesländer eine steigende Sieben-Tage-Inzidenz auf. Heute sind das Hamburg und Bremen, allerdings sind die Zuwächse nur geringfügig. Außerdem melden 13 Bundesländer geringere Fallaufkommen als am Vortag. Den stärksten Rückgang verzeichnet Thüringen (-1,2). Über der Marke von 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt nur noch Hamburg. Die geringste Sieben-Tage-Inzidenz weist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern aus.

Die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner verzeichnet Hessen mit deutlichem Abstand zu den anderen Bundesländern. Die meisten aktiven Fälle gibt es wie die Tage zuvor in Rheinland-Pfalz.

+++ 20:02 Analyse bestätigt: Virus kursierte schon im November 2019 +++
Nach einer neuen Datenmodellierung dürften die ersten Fälle von Sars-CoV-2 beim Menschen zwischen etwa Anfang Oktober und Mitte November 2019 in China aufgetreten sein. Das bestätigt eine im Fachjournal "PLOS Pathogens" vorgestellte Analyse. Der Rechnung zufolge sei ein Datum um den 17. November herum wahrscheinlich, berichten die Forscher. Das Virus dürfte sich demnach deutlich schneller in der Welt verbreitet haben als nach den ersten Nachweisen bekannt. Die ersten offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Erreger waren Anfang Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan erfasst worden. Experten nehmen aber schon lange an, dass das Virus schon davor bei Menschen kursierte. Diese Vermutung hatte auch das Ermittlungsteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geäußert, das im Januar und Februar in China nach dem Ursprung des Virus gesucht hatte.

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+++ 19:42 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 822 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.725.308 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 822 neue Fälle hinzu. Das sind 308 Fälle weniger als Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 101 auf 90.638. Allerdings zeigt sich im Wochenvergleich ein Anstieg der Todesfälle. Am Donnerstag vor einer Woche wurden 90 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 20.782 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,68 angegeben (Vortag: 0,69). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,75 (Vortag: 0,72). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 781 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 554 davon werden beatmet. Rund 4296 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/kst/ino/dpa/AFP/rts

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