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Erfolge des harten Lockdowns England meldet zwei Drittel weniger Fälle

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In London waren die Infektionszahlen zuletzt besonders hoch.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Innerhalb weniger Wochen sind die Corona-Infektionen in England laut einer Studie massiv gesunken - in London sogar um 80 Prozent. Auf die Impfkampagne sei das aber nicht zurückzuführen, sagen Experten. Vielmehr sei der harte Lockdown überaus effektiv.

Der harte Lockdown zahlt sich aus: In England ist die Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus Getesteten seit Anfang Januar um rund zwei Drittel zurückgegangen. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie des Imperial College London, für die Zehntausende zufällig ausgewählte Bürger regelmäßig getestet werden.

Fiel der Test Anfang Januar noch bei mehr als 1,5 Prozent positiv aus, waren es Anfang bis Mitte Februar nur noch gut 0,5 Prozent. Im besonders stark betroffenen London ging der Anteil der positiven Tests sogar um 80 Prozent zurück. Beobachter führen die Entwicklung auf den seit Anfang Januar geltenden harten Lockdown zurück - und noch nicht auf die zunehmende Zahl der Geimpften.

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"Die Infektionsraten sind noch immer sehr hoch", sagte der beteiligte Wissenschaftler Paul Elliot im BBC-Interview. "Sie sind so hoch wie im September, als sie stiegen, und es sind aktuell noch genauso viele Menschen im Krankenhaus wie in der ersten Welle, also müssen wir sehr vorsichtig sein." Zuletzt hieß es, der britische Premierminister Boris Johnson plane bereits einen schrittweisen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown und rechne mit einer Rückkehr zur Normalität in England bis Juli.

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Johnson erwäge zudem im Rahmen eines gestaffelten Öffnungsplans, dass Pubs und Restaurants im Mai wieder öffnen könnten. Das berichtet die "Daily Mail" am Mittwoch. Das Gastgewerbe, der heimische Tourismus und die gesamte Freizeitbranche sei demnach erst im Juli mit einer Rückkehr zu einem "weitgehend normalen" Betrieb an der Reihe. Ein Fahrplan soll am Montag vorgestellt werden.

Die Entwicklung in England, die ähnlich auch für ganz Großbritannien gilt, spiegelt einen Trend wider, der sich - etwa auf Vergleichskarten der Universität Oxford - auch in anderen Staaten erkennen lässt: In den Vereinigten Staaten gab es im Januar ebenfalls einen steilen Abwärtstrend. In Deutschland und anderen Ländern sanken die Zahlen der neuen Fälle auch, allerdings weniger rapide.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/rts